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	<title>Baubelehrung - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in uboot Wiki</subtitle>
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		<id>https://ubootarchivwiki.de/index.php?title=Baubelehrung&amp;diff=5998&amp;oldid=prev</id>
		<title>Wikiadmin: Die Seite wurde neu angelegt: „&lt;div style=&quot;border: 1px solid #aaa; padding: 25px; background-color: #ffffff; box-shadow: 4px 4px 10px rgba(0,0,0,0.1); font-family: sans-serif;&quot;&gt;  == Baubelehrung == &lt;br&gt; Die Baubelehrung war die entscheidende letzte Phase in der Ausbildung einer Schiffs- oder U-Boot-Besatzung vor der offiziellen Indienststellung. Sie fand unmittelbar auf der jeweiligen Bauwerft – beispielsweise bei Blohm &amp; Voss in Hamburg oder der Germaniawerft in Kiel – statt. Wäh…“</title>
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		<updated>2026-08-06T12:14:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;lt;div style=&amp;quot;border: 1px solid #aaa; padding: 25px; background-color: #ffffff; box-shadow: 4px 4px 10px rgba(0,0,0,0.1); font-family: sans-serif;&amp;quot;&amp;gt;  == Baubelehrung == &amp;lt;br&amp;gt; Die Baubelehrung war die entscheidende letzte Phase in der Ausbildung einer Schiffs- oder U-Boot-Besatzung vor der offiziellen Indienststellung. Sie fand unmittelbar auf der jeweiligen Bauwerft – beispielsweise bei Blohm &amp;amp; Voss in Hamburg oder der Germaniawerft in Kiel – statt. Wäh…“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;div style=&amp;quot;border: 1px solid #aaa; padding: 25px; background-color: #ffffff; box-shadow: 4px 4px 10px rgba(0,0,0,0.1); font-family: sans-serif;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Baubelehrung ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Baubelehrung war die entscheidende letzte Phase in der Ausbildung einer Schiffs- oder U-Boot-Besatzung vor der offiziellen Indienststellung. Sie fand unmittelbar auf der jeweiligen Bauwerft – beispielsweise bei Blohm &amp;amp; Voss in Hamburg oder der Germaniawerft in Kiel – statt. Während dieser Zeit wurde die zukünftige Besatzung unter der Leitung des Kommandanten und des Leitenden Ingenieurs (L.I.) mit allen technischen und organisatorischen Besonderheiten ihres Bootes vertraut gemacht. Die Mannschaft begleitete die Endmontage, überwachte Erprobungen und bereitete das Boot auf die Übernahme in den aktiven Flottendienst vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nachfolgenden Bestimmungen beruhen auf einer zeitgenössischen Dienstanweisung der Kriegsmarine und geben den organisatorischen Ablauf einer Baubelehrung für U-Boote wieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kommandierung der Besatzung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== I. Offiziere ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Kommandierung erfolgte durch die Marinestation der Ostsee (O) bzw. der Nordsee (N) auf Ersuchen des Befehlshabers der Unterseeboote (B.d.U.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 12 Wochen vor der Indienststellung:&lt;br /&gt;
** Leitender Ingenieur (L.I.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 4 Wochen vor der Indienststellung:&lt;br /&gt;
** Kommandant&lt;br /&gt;
** Wachoffiziere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== II. Unteroffiziere und Mannschaften ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Kommandierung erfolgte durch das Personalbüro U-Boote auf Ersuchen der Baubelehrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 12 Wochen vor der Indienststellung:&lt;br /&gt;
** Oberfeldwebel der Laufbahn II&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 8 Wochen vor der Indienststellung:&lt;br /&gt;
** Unteroffiziere der Laufbahnen II und VII T&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 6 Wochen vor der Indienststellung:&lt;br /&gt;
** Mannschaften der Laufbahnen II und VII T&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 4 Wochen vor der Indienststellung:&lt;br /&gt;
** Restliche Besatzungsangehörige&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede Besatzung enthielt bereits mehrere erfahrene Front-U-Bootfahrer, welche ihre Einsatzerfahrungen an die neu zusammengestellte Besatzung weitergaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisation der Baubelehrung ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jede Baubelehrung für U-Boote bildete eine Kompanieeinheit. Kompaniechef war der Führer der Baubelehrung. Ihm war in der Regel ein Schriftoffizier zugeteilt; beide waren als ständig kommandierte Offiziere der Baubelehrungskompanie zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zur Baubelehrung kommandierten Offiziere unterstanden disziplinarisch unmittelbar dem vorgesetzten Truppenkommando der Baubelehrungskompanie. Dienstliche Meldungen waren dort zu erstatten. Der Kommandant und der Leitende Ingenieur hatten bei der Werftleitung ihren Antritts- und Abschiedsbesuch zu absolvieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für alle militärischen Angelegenheiten sowie für Unterkunft und Verpflegung der Unteroffiziere und Mannschaften war bis zur Indienststellung die Baubelehrungskompanie zuständig. Für die Offiziere war das jeweilige vorgesetzte Truppenkommando verantwortlich. Geschäftszimmer und Unterrichtsräume befanden sich in einem besonderen Baubelehrungsgebäude auf dem Gelände der Bauwerft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abschluss der Baubelehrung ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit dem Tag der Indienststellung erfolgte auf Veranlassung der Baubelehrungskompanie die Abkommandierung der gesamten Besatzung zur vorgesehenen Frontflottille durch das Personalbüro U-Boote.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Indienststellung wurde durch die Baubelehrungsgruppe U-Boote Ostsee beziehungsweise Nordsee an das Oberkommando der Kriegsmarine (OKM), die Flotte, das Stationskommando, den Befehlshaber der Unterseeboote (B.d.U.) sowie an die übrigen Marinedienststellen gemeldet. Gleichzeitig erfolgte die Meldung über die Beendigung der Kommandierung der Offiziere, die mit dem Tag der Indienststellung zur Frontflottille übertraten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== II. Ausbildung bis zur Indienststellung ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Ausbildung jeder U-Boot-Besatzung erfolgte nach den Anweisungen der Baubelehrungsgruppe U-Boote Ostsee beziehungsweise Nordsee (siehe „Ständige Befehle“ der Baubelehrungsgruppe).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausbildungsplan umfasste täglich festgelegte theoretische Unterrichtseinheiten sowie praktische Ausbildung an Bord. Behandelt wurden sämtliche schiffsbaulichen, maschinenbaulichen und elektrotechnischen Einrichtungen des jeweiligen Bootstyps. Anhand der unterschiedlichen Bauzustände der aufliegenden Serienboote konnten alle Einzelheiten des Bootsaufbaus und seiner technischen Einrichtungen eingehend studiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die tägliche praktische Bordbelehrung wurde während der Werftarbeitspausen sowie – in den letzten drei Wochen vor der Indienststellung – durch verlängerten Dienst nach Werftarbeitsschluss durchgeführt. Während der regulären Arbeitszeit durfte der Neubau grundsätzlich nur von Offizieren und Portepeeunteroffizieren betreten werden. Bordbelehrungen während der Arbeitszeit waren nur nach vorheriger Vereinbarung mit der Werft und in einer Höchststärke von einem Unteroffizier und vier Mann (gruppenweiser Törn) zulässig. Dabei war stets auf den Fertigungsstand sowie den begrenzten Raum an Bord Rücksicht zu nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ziel der Ausbildung ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Ausbildung hatte folgende Ziele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Genaue Kenntnis des Bootes durch die gesamte Besatzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Besondere Kenntnis aller Einrichtungen der Tauch- und Wachstationen durch das jeweils rollenmäßig vorgesehene Personal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Unterrichtsmäßiges Tauchklarmachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kenntnis der Alarmmaßnahmen sowie des Verhaltens der Besatzung während der Unterwasserfahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Erkennen und Beseitigen technischer Störungen unter Berücksichtigung der Erfahrungen aus dem U-Boot-Krieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Einüben der Befehlsübermittlung für:&lt;br /&gt;
** Wechsel der Maschinenart,&lt;br /&gt;
** Bedienung der Seiten- und Tiefenruder,&lt;br /&gt;
** An- und Abstellen von Haupt- und Hilfsmaschinen,&lt;br /&gt;
** Bedienung des Gruppenhorchgerätes (GHG),&lt;br /&gt;
** Bedienung der Unterwasser-Telefonanlage (U.T.),&lt;br /&gt;
** Bedienung der S-Anlage sowie weiterer technischer Einrichtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sicheres Auffinden der fest eingebauten und beweglichen Rettungs- und Sicherungseinrichtungen auch bei völliger Dunkelheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kenntnis der allgemeinen militärischen Lage sowie der politischen Tagesereignisse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für militärischen Dienst und Zeugdienst war jeweils ein Nachmittag vorgesehen. Soweit möglich, war die vollständige Besatzung durch den Tauchtopf zu schleusen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Durchführung der Ausbildung ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für die Durchführung des Ausbildungsplanes war der Führer der Baubelehrung verantwortlich. Kurz vor der Indienststellung ließ er sich den Ausbildungsstand der Besatzung durch den Unterrichtsleiter praktisch an Bord vorführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterrichtsleiter für die gesamte Besatzung war der jeweilige Leitende Ingenieur (L.I.). Für den Unterricht wurde die Besatzung in folgende Gruppen eingeteilt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Zentralgruppe&lt;br /&gt;
* Motorengruppe&lt;br /&gt;
* Elektrogruppe&lt;br /&gt;
* Torpedogruppe&lt;br /&gt;
* Seemännische Gruppe&lt;br /&gt;
* Funkgruppe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Unterricht wurde durch den Unterrichtsleiter sowie die entsprechend vorzeitig kommandierten Unteroffiziere des Bootes als Gruppenführer erteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die praktische Bordbelehrung waren darüber hinaus als ständiges Ausbildungspersonal planmäßig ein Oberfeldwebel sowie zwei Unteroffiziere der Laufbahn II jeder Baubelehrungskompanie zugeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausbildungsmaterial ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Ausbildungsmaterial wurde von der jeweils zuständigen Baubelehrungsgruppe U-Boote Ostsee beziehungsweise Nordsee zusammengestellt und war bei jeder Baubelehrung in der Lehrmittelausgabe beziehungsweise der Schreibstube vorrätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es umfasste insbesondere:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* U-Bootskunde&lt;br /&gt;
* Maschinen- und Elektrokunde&lt;br /&gt;
* Waffenbeschreibungen (werden von der Baubelehrung mit dem Druckschriftensoll für jedes U-Boot angefordert).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachrichtendienst-Unterrichtsmaterial (N.f.D.) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Nachrichtendienst-Unterrichtsmaterial umfasste:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Beschreibungen und Betriebsvorschriften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Skizzenpläne Maschine und Elektro (große Unterrichtspläne).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Skizzentafeln Maschine und Elektro (mittleres Format entsprechend der Bordausführung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Skizzenbücher Maschine und Elektro (Taschenformat).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ablieferungszeichnungen (Teil- und Zusammenstellungszeichnungen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Gerätesolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Akten ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für jede Baubelehrung standen folgende Unterlagen zur Verfügung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Offene und Geheime „Baubelehrungsakte Kommandant“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Offene und Geheime „Baubelehrungsakte Leitender Ingenieur“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Geheime Akte „Kriegserfahrungen – Abschnitt Maschine“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rollenverteilung ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Rollenverteilung erfolgte durch den Leitenden Ingenieur (L.I.) und den I. Wachoffizier (I. W.O.) nach ausreichender Kenntnis sämtlicher Besatzungsangehöriger und war dem Kommandanten zur Genehmigung vorzulegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für jeden Bootstyp bestanden hierfür besondere Rollenpläne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Besondere Baubelehrungskommandierungen ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Besondere Kommandierungen während der Baubelehrung wurden veranlasst durch:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Baubelehrungskompanie für den Kommandanten, die Wachoffiziere sowie das seemännische Personal zur Torpedoschule (T.S.) zur Einweisung in die Feuerleitanlagen sowie – soweit erforderlich – zur Unterseeboot-Artillerieschule (U.A.S.) zur Einweisung in das S-Gerät.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Baubelehrungsgruppe U-Boote Ostsee beziehungsweise Nordsee für den Leitenden Ingenieur und die Unteroffiziere der Laufbahn II zu Herstellerfirmen zur Einweisung in maschinelle und elektrische Anlagen sowie zur U-Boot-Abnahmekommission (U.A.K.) und zu Ausbildungsflottillen zur praktischen Bordausbildung auf bereits in Dienst gestellten Booten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== III. Werfterprobungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Erprobungsprogramm ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für jedes Boot wurde der Baubelehrung durch die Bauwerft ein Erprobungsprogramm zugestellt. Am Einbau und an den Erprobungen der einzelnen Einrichtungen nahmen die jeweiligen Vorgesetzten des betreffenden Abschnitts nach Anweisung des Führers der Baubelehrung teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stapellauf ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Stapellauf fand – je nach Bootstyp – etwa sechs bis acht Wochen vor der Indienststellung nach vorausgegangener Dockbesichtigung und mit bereits eingebauten Hauptmaschinen statt. Hierzu trat die Baubelehrungskompanie an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Werfttrimmversuch ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Werfttrimmversuch wurde etwa drei Wochen vor der Indienststellung durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilnehmer waren neben Vertretern der Bauwerft, der Bauaufsicht und der U-Boot-Abnahmekommission (U.A.K.):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Führer der Baubelehrung&lt;br /&gt;
* Kommandant&lt;br /&gt;
* Leitender Ingenieur (L.I.)&lt;br /&gt;
* Zentralmaschinist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Werftprobefahrt ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Werftprobefahrt fand zwei bis vier Wochen vor der Indienststellung statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Vertretern der Bauwerft und der Bauaufsicht nahmen teil:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Führer der Baubelehrung&lt;br /&gt;
* Kommandant&lt;br /&gt;
* Leitender Ingenieur&lt;br /&gt;
* I. Wachoffizier&lt;br /&gt;
* Abschnittsunteroffiziere&lt;br /&gt;
* Brückenwache&lt;br /&gt;
* Funktechnische Wache (F.T.-Wache)&lt;br /&gt;
* Bedienung des MG C/30&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zusammensetzung erfolgte nach Anweisung des Führers der Baubelehrung für den erforderlichen Probefahrtschutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Einschießen des MG C/30 war ein Vertreter des Kriegsmarinewerft-Kommandos (K.M.W.) anzufordern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flak- und Sperrgeleit für Probe- und Überführungsfahrten in gefährdeten Seegebieten wurde von der zuständigen Baubelehrungsgruppe U-Boote Ostsee beziehungsweise Nordsee beantragt. Diese erteilte anschließend die Auslaufgenehmigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Ausnahme der östlichen Ostsee war die Auslaufgenehmigung grundsätzlich abzuwarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Schiffsführung war der Werftkapitän verantwortlich, für den Waffeneinsatz der Kommandant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abnahmefahrt ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Abnahmefahrt fand ein bis zwei Wochen vor der Indienststellung statt. Auf Grundlage ihrer Ergebnisse wurde durch die Bauaufsicht im Einvernehmen mit der U-Boot-Abnahmekommission (U.A.K.) und der Baubelehrung der endgültige Termin der Indienststellung dem Oberkommando der Kriegsmarine (OKM) vorgeschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilnehmer und Probefahrtschutz entsprachen der Werftprobefahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle während der Abnahmefahrt noch festgestellten Mängel wurden durch die U-Boot-Abnahmekommission, die Baubelehrung oder die Bauwerft in einer Restarbeitsliste zusammengefasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauwerft war verpflichtet, diese Restarbeiten vor der Indienststellung zu beseitigen. Der vorgesehene Termin der Indienststellung sollte hierdurch nur in besonderen Ausnahmefällen beeinflusst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach zufriedenstellender Erledigung der Restarbeiten sprach die U-Boot-Abnahmekommission vorbehaltlich der Genehmigung durch das Oberkommando der Kriegsmarine die vorläufige Abnahme aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Innenanstrich ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der letzte Innenanstrich des Bootes erfolgte im Allgemeinen nach der Abnahmefahrt. Während dieser Arbeiten durfte das Boot nicht betreten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== IV. Ausrüstung des Neubau-U-Bootes ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Allgemeine Bestimmungen ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jedes Neubau-U-Boot wurde nach den „Ständigen Befehlen“ der Baubelehrungsgruppe U-Boote Ostsee beziehungsweise Nordsee bis zur Indienststellung vollständig fahrbereit ausgerüstet. Dadurch sollte die Frontflottille von umfangreichen Ausrüstungsarbeiten entlastet werden. Gleichzeitig musste das Boot unmittelbar nach der Indienststellung für die Erprobungen der U-Boot-Abnahmekommission (U.A.K.) einsatzbereit sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überführungsfahrten zur U-Boot-Abnahmegruppe an anderen Standorten mussten beim Durchqueren von Seegebieten im Wirkungsbereich feindlicher Luft- und Seestreitkräfte in tauchklarer Bereitschaft erfolgen. In diesen Fällen standen der Besatzung nach der Indienststellung drei Tage zur Verfügung, um sich auf dem Boot einzuüben, bevor die Überführungsfahrt begann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Durchführung sämtlicher Maßnahmen war bis zur Indienststellung der Führer der Baubelehrung, anschließend der Kommandant verantwortlich. An der Ausrüstung des Bootes waren sämtliche zur Baubelehrung kommandierten Soldaten beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Übernahme der Geräte ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Folgende Ausrüstungsgegenstände waren von der Bauwerft beziehungsweise den zuständigen Dienststellen zu übernehmen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bootsmannsabschnitt (2 Eisenbahnwagen), geliefert durch Kriegsmarinewerft (K.M.W.) und Bauwerft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Maschinenabschnitt (Maschine und Elektro) (1 Eisenbahnwagen), geliefert durch Kriegsmarinewerft (K.M.W.) und Bauwerft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Torpedoabschnitt, geliefert durch Torpedoversuchsanstalt (T.V.A.), Kriegsmarinewerft (K.M.W.) und Bauwerft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Artillerieabschnitt, geliefert durch Kriegsmarinewerft (K.M.W.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Funktechnischer Abschnitt, geliefert durch Kriegsmarinewerft (K.M.W.); Nachprüfung der Anlage durch das Nachrichten-Erprobungskommando (N.E.K.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Steuermannsabschnitt, geliefert durch Kriegsmarinewerft (K.M.W.) und Bauwerft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbrauchsstoffe ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verbrauchsstoffe waren abschnittsweise gemäß Verbrauchsstoffsoll als Erstanforderung bei der zuständigen Baubelehrungsgruppe U-Boote Ostsee beziehungsweise Nordsee (Sachverwalter) anzufordern und anschließend von der zuständigen Kriegsmarinewerft zu übernehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Druckschriften und Verschlusssachen ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Offene, N.f.D.-, Geheime- und Gkdos.-Druckschriften, Karten sowie sonstige Verschlusssachen wurden gemäß Druckschriftensoll durch die Baubelehrung bei der Stations-Druckschriftenverwaltung sowie den Torpedo- und Navigationsressorts der Kriegsmarinewerft angefordert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die technischen Vorschriften wurden durch die Stammwerften (Deschimag beziehungsweise Germaniawerft) über die Neubauwerft an das Boot geliefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schriftoffizier des Bootes übernahm die Unterlagen und legte bereits vor der Indienststellung die Bücherverzeichnisse sowie die Briefbücher an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bootsakten ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alle wichtigen, seit Kriegsbeginn erlassenen militärischen und technischen Anordnungen des Oberkommandos der Kriegsmarine (OKM), der Seebefehlshaber, des Befehlshabers der Unterseeboote (B.d.U.) und weiterer Dienststellen wurden durch die Baubelehrungsgruppen U-Boote Ostsee beziehungsweise Nordsee in Einhängeheftern zusammengestellt und dem Neubau-U-Boot mitgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierzu gehörten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Offene Bootsakte Baubelehrung – Kommandant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Geheime Bootsakte Baubelehrung – Kommandant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Offene Bootsakte Baubelehrung – Leitender Ingenieur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Geheime Bootsakte Baubelehrung – Leitender Ingenieur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Gkdos.-Bootsakte Baubelehrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Leitfaden „Werdegang des Bootes bis zur Frontreife“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Leitfaden „Schnellausbildung von U-Booten“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kriegserfahrungen – Abschnitt Maschine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Akten a bis g wurden mit der Indienststellung abgeschlossen und blieben unveränderter Bestandteil der Bootsakten. Während der Zugehörigkeit zur Flottille wurden sie durch weitere Einhängehefter ergänzt, darunter offene und geheime Handakten des Kommandanten und des Leitenden Ingenieurs, Flottillenbefehle sowie zusätzliche Bootsakten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einräumen des Bootes ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Einräumen des Bootes erfolgte nach dem letzten Innenanstrich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Übernahme der Geräte, Verbrauchsstoffe und Druckschriften waren zwei Tage vorgesehen. Sämtliche Ausrüstungsgegenstände waren sofort an ihren planmäßigen Stauplätzen unterzubringen, damit sie während der Erprobungen oder einer Überführungsfahrt nicht hinderlich waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Abschluss der Einräumarbeiten war eine militärische Wache aufzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Übernahme der Munition ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artillerie- und Sprengmunition wurde baldmöglichst nach der Indienststellung übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Erstausstattung an Munition für das MG C/30, Signalmittel und E.S.N.-Munition zum Schutz der Probe- und Überführungsfahrt wurde bereits durch die Baubelehrung angefordert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alle Angaben ohne Gewähr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&lt;br /&gt;
Andreas Angerer - [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] &lt;br /&gt;
&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
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