13. U-Flottille
13. U-Flottille
Die 13. U-Flottille wurde im Juni 1943 in Drontheim als Frontflottille aufgestellt. Die Aufstellung stand im Zusammenhang mit der Fertigstellung des großen deutschen U-Boot-Bunkers Dora I, der der Flottille als geschützter Stützpunkt diente. Flottillenchef war Korvettenkapitän Rolf Rüggeberg.
Die 13. U-Flottille war für den Einsatz im Nordmeer bestimmt und wurde dem Führer der Unterseeboote Norwegen unterstellt. Ihre Boote operierten vor allem im Nordmeer und in der Barentssee. Zu den Operationsgebieten gehörten insbesondere die Seewege zu den sowjetischen Häfen sowie die Gewässer vor der sowjetischen Eismeerküste.
Der Aufbau der Flottille erfolgte zu einem Zeitpunkt, als Drontheim bereits zu einem der wichtigsten deutschen U-Boot-Stützpunkte in Norwegen ausgebaut worden war. Der unter dem Namen Dora I bekannte U-Boot-Bunker war im Juni 1943 zur Nutzung übergeben worden. Die Anlage verfügte über geschützte Liegeplätze und Werkstätten und ermöglichte die Instandsetzung, Versorgung und Ausrüstung der U-Boote unter weitgehend geschützten Bedingungen.
Die der Flottille zugeteilten U-Boote gehörten überwiegend den Typen VII C und VII C/41 an. Die Boote wurden für Unternehmungen gegen den alliierten und sowjetischen Schiffsverkehr im Nordmeer eingesetzt. Ein Schwerpunkt lag auf der Bekämpfung der alliierten Geleitzüge auf den nördlichen Seeverbindungen zur Sowjetunion. Darüber hinaus wurden einzelne Boote für besondere Aufklärungs- und Sicherungsaufgaben eingesetzt.
Die Zusammensetzung der Flottille änderte sich während des Krieges ständig. Boote wurden nach Verlusten oder Verlegungen aus dem Verband herausgenommen und durch neu ausgebildete oder aus anderen Frontflottillen übernommene U-Boote ersetzt. Insbesondere nach der Aufgabe der deutschen U-Boot-Stützpunkte in Frankreich gelangten zahlreiche bisher dort eingesetzte Boote nach Norwegen und wurden in die dortigen Frontflottillen eingegliedert.
Auch in der letzten Kriegsphase blieb die 13. U-Flottille ein bedeutender Frontverband. Neben älteren Typ-VII-C-Booten wurden zunehmend modernere Boote des Typs VII C/41 eingesetzt. Die Boote operierten weiterhin im Nordmeer und in der Barentssee, obwohl sich die militärische Lage Deutschlands inzwischen grundlegend verschlechtert hatte.
Die Flottille blieb bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges in Drontheim bestehen. Mit der deutschen Kapitulation am 08.05.1945 endete der Einsatz der ihr unterstellten U-Boote. Die in Drontheim verbliebenen Boote wurden anschließend den alliierten Streitkräften übergeben.
Standorte
Die 13. U-Flottille war während ihres gesamten Bestehens in Drontheim in Norwegen stationiert. Der Zeitraum ihrer Existenz erstreckte sich vom 00.06.1943 bis zum 08.05.1945.
Flottillenchef
06.1943 – 08.05.1945 Korvettenkapitän Rolf Rüggeberg
Rolf Rüggeberg führte die 13. U-Flottille seit ihrer Aufstellung im Juni 1943 bis zum Ende des Krieges. Während dieser Zeit war er zunächst Korvettenkapitän und wurde später zum Fregattenkapitän befördert.
Die Feldpostnummer der 13. U-Flottille lautete M - 40 499.
Boote
Quellen & Literatur
Busch, Rainer/Röll, Hans Joachim: Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften - Mittler Verlag 1997.
Herzog, Bodo: Deutsche U-Boote 1906–1966. Manfred Pawlak Verlag, Herrsching, 1990.
Lohmann, Walter/Hildebrand, Hans H.: "Die deutsche Kriegsmarine 1939 - 1945" - 3 Bände Podzun Verlag 1956.
Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven
Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB
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Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com