31. U-Flottille

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31. U-Flottille


Die 31. U-Flottille wurde im September 1943 in Hamburg als Ausbildungs- und Erprobungsflottille aufgestellt. Sie gehörte zu den Ausbildungsverbänden der Kriegsmarine und diente der technischen, seemännischen und taktischen Ausbildung von U-Boot-Besatzungen. Mit dem zunehmenden Einsatz neuer U-Boot-Konstruktionen gewann die Flottille in der letzten Kriegsphase besondere Bedeutung für die Ausbildung auf den modernen Elektrobooten.

Die Flottille arbeitete eng mit den U-Boot-Werften und den verschiedenen Ausbildungs- und Erprobungsdienststellen zusammen. Zu ihren Aufgaben gehörte es, die Besatzungen mit den technischen Einrichtungen und den besonderen Betriebseigenschaften der ihnen zugewiesenen U-Boote vertraut zu machen. Daneben wurden die für den späteren Fronteinsatz erforderlichen praktischen und taktischen Fähigkeiten weiterentwickelt.

Ein wichtiger Teil der Tätigkeit bestand in der Ausbildung auf neu entwickelten U-Boot-Typen. Besonders in der letzten Kriegsphase nahm dabei der Typ XXI einen zunehmenden Stellenwert ein. Die neue Konstruktion stellte die Besatzungen vor andere Anforderungen als die bisher eingesetzten U-Boote. Insbesondere die deutlich höheren Unterwassergeschwindigkeiten, die längere Einsatzmöglichkeit unter Wasser und die veränderte technische Ausstattung erforderten eine entsprechend angepasste Ausbildung.

Die Besatzungen mussten den Umgang mit den neuen technischen Anlagen beherrschen und zugleich das Boot unter den neuen Einsatzbedingungen sicher führen können. Dazu gehörten die Bedienung der Maschinen- und Elektroanlagen, das Tauchen und Tiefensteuern, die Navigation sowie die Durchführung der vorgesehenen taktischen Abläufe.

Die 31. U-Flottille verfügte über keinen ausschließlich auf einen einzigen U-Boot-Typ beschränkten Bestand. Der Bootsbestand und die für die Ausbildung eingesetzten Boote wechselten entsprechend den jeweiligen Ausbildungs- und Erprobungsaufgaben. Neben den neueren U-Booten wurden auch andere Boote für Ausbildungszwecke verwendet.

Der Hauptstandort der Flottille befand sich in Hamburg. Darüber hinaus bestanden Verbindungen zu weiteren U-Boot- und Werftstandorten an der deutschen Nordseeküste. Insbesondere Wilhelmshaven und Wesermünde spielten für die Ausbildung, Erprobung und technische Betreuung eine wichtige Rolle.

Mit der zunehmenden Einführung des Typs XXI wurde die Ausbildung immer stärker auf die besonderen Anforderungen dieser neuen Boote ausgerichtet. Die ersten Besatzungen mussten sich nicht nur mit der Bedienung der neuen technischen Anlagen vertraut machen, sondern auch die geänderten Einsatzgrundsätze des modernen Elektrobootes verstehen und praktisch umsetzen.

Die Ausbildung wurde durch die sich verschlechternde Kriegslage zunehmend erschwert. Die alliierten Luftangriffe auf Hamburg und andere deutsche Hafen- und Werftstandorte beeinträchtigten den Ausbildungs- und Erprobungsbetrieb erheblich. Gleichzeitig fehlten gegen Kriegsende immer stärker Zeit, Material und erfahrenes Ausbildungspersonal.

Trotz der schwierigen Bedingungen blieb die 31. U-Flottille bis zum Ende des Krieges bestehen. Mit der deutschen Kapitulation am 08.05.1945 endete ihre Tätigkeit. Die Flottille wurde anschließend aufgelöst.

Standorte


Der Hauptstandort der 31. U-Flottille befand sich in Hamburg. Für Ausbildung, Erprobung und technische Arbeiten bestanden außerdem Verbindungen zu Wilhelmshaven und Wesermünde.

Standorte:

00.09.1943 – 08.05.1945 Hamburg

Außenstellen und Ausbildungsbereiche:

Wilhelmshaven

Wesermünde

Flottillenchefs


09.1943 – 04.1945 Kapitän zur See Bruno Mahn

04.1945 – 08.05.1945 Korvettenkapitän Carl Emmermann


Die Feldpostnummer der 31. U-Flottille lautete zunächst M - 53 355. Ab 12.1943 wurde die Feldpostnummer M - 53 253 verwendet.

Boote

U 120 U 121 U 140 U 141 U 148 U 150 U 151 U 152 U 235 U 236
U 237 U 251 U 276 U 287 U 291 U 316 U 349 U 350 U 367 U 368
U 369 U 397 U 428 U 429 U 430 U 554 U 560 U 612 U 677 U 679
U 680 U 681 U 682 U 683 U 708 U 712 U 720 U 721 U 722 U 733
U 746 U 747 U 748 U 768 U 771 U 772 U 773 U 774 U 775 U 776
U 777 U 778 U 779 U 903 U 905 U 907 U 922 U 924 U 975 U 977
U 982 U 999 U 1000 U 1001 U 1002 U 1003 U 1004 U 1005 U 1006 U 1007
U 1008 U 1009 U 1010 U 1013 U 1014 U 1015 U 1016 U 1017 U 1018 U 1019
U 1020 U 1021 U 1022 U 1023 U 1024 U 1101 U 1103 U 1132 U 1167 U 1192
U 1193 U 1194 U 1196 U 1197 U 1198 U 1201 U 1204 U 1224 U 1225 U 1226
U 1227 U 1228 U 1229 U 1230 U 1231 U 1232 U 1233 U 1234 U 1235 U 2501
U 2502 U 2503 U 2504 U 2505 U 2506 U 2507 U 2508 U 2509 U 2510 U 2511
U 2512 U 2513 U 2514 U 2515 U 2516 U 2517 U 2518 U 2519 U 2520 U 2521
U 2522 U 2523 U 2524 U 2525 U 2526 U 2527 U 2528 U 2529 U 2530 U 2531
U 2533 U 2534 U 2535 U 2536 U 2538 U 2539 U 2540 U 2541 U 2542 U 2543
U 2544 U 2545 U 2546 U 2548 U 2551 U 2552

Quellen & Literatur


Busch, Rainer/Röll, Hans Joachim: Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften - Mittler Verlag 1997.

Herzog, Bodo: Deutsche U-Boote 1906–1966. Manfred Pawlak Verlag, Herrsching, 1990.

Lohmann, Walter/Hildebrand, Hans H.: "Die deutsche Kriegsmarine 1939 - 1945" - 3 Bände Podzun Verlag 1956.

Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB


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Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com