32. U-Flottille

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32. U-Flottille


Die 32. U-Flottille wurde im April 1944 als Ausbildungsflottille in Königsberg aufgestellt. Sie gehörte zu den Ausbildungsverbänden der Kriegsmarine, die in der letzten Kriegsphase mit der Ausbildung der Besatzungen für die neu entwickelten Elektro-U-Boote betraut waren. Der Schwerpunkt lag dabei insbesondere auf den U-Booten der Typen XXI und XXIII.

Mit den neuen Elektrobooten änderten sich die Anforderungen an die Besatzungen erheblich. Die Boote waren für einen überwiegenden Unterwassereinsatz konzipiert und verfügten über neue technische Anlagen und eine veränderte Antriebs- und Betriebstechnik. Die Besatzungen mussten daher mit den besonderen Eigenschaften dieser Boote vertraut gemacht und auf deren sichere Bedienung vorbereitet werden.

Die Ausbildung umfasste die technische und seemännische Einweisung ebenso wie das Tauchen, Tiefensteuern, die Navigation und die Bedienung der verschiedenen Anlagen an Bord. Einen wichtigen Bestandteil bildete die praktische Ausbildung auf See, bei der die Besatzungen die Eigenschaften der neuen Boote unter realen Bedingungen kennenlernen sollten.

Der Schwerpunkt lag auf den modernen Typ-XXIII-Booten. Daneben wurden der Flottille auch zwei Boote des Typs XXI zugeordnet. Insgesamt wurden während des Bestehens der 32. U-Flottille 43 U-Boote zeitweise ihrem Ausbildungsverband zugeordnet. Der überwiegende Teil davon gehörte zum Typ XXIII.

Königsberg war zunächst der wichtigste Standort der Flottille. Von dort aus wurden die neu in Dienst gestellten Boote nach ihrer Indienststellung zur Ausbildung übernommen. Die Besatzungen konnten dabei die technischen und praktischen Erfahrungen sammeln, die für den späteren Einsatz mit den neuen Elektrobooten erforderlich waren.

Mit dem Vorrücken der Roten Armee nach Ostpreußen musste der Ausbildungsbetrieb im Osten aufgegeben werden. Im Januar 1945 wurde die 32. U-Flottille nach Hamburg verlegt. Dort wurde die Ausbildung der Besatzungen unter den Bedingungen der letzten Kriegsmonate fortgesetzt.

Am 05.03.1945 übernahm Korvettenkapitän Ulrich Heyse die Führung der Flottille. Er löste Fregattenkapitän Hermann Rigele ab, der den Verband seit seiner Aufstellung geführt hatte.

In den letzten Wochen des Krieges konnten Ausbildung und Erprobung nur noch eingeschränkt durchgeführt werden. Mit der deutschen Kapitulation am 08.05.1945 endete die Tätigkeit der 32. U-Flottille. Die Flottille wurde aufgelöst.

Standorte


Die 32. U-Flottille war zunächst in Königsberg stationiert. Im Januar 1945 erfolgte die Verlegung nach Hamburg.

Standorte:

00.04.1944 – 00.01.1945 Königsberg

00.01.1945 – 08.05.1945 Hamburg

Flottillenchefs


00.04.1944 – 04.03.1945 Fregattenkapitän Hermann Rigele

05.03.1945 – 08.05.1945 Korvettenkapitän Ulrich Heyse

Boote

U 2321 U 2322 U 2324 U 2325 U 2326 U 2327 U 2328 U 2329 U 2330 U 2331
U 2334 U 2335 U 2336 U 2337 U 2338 U 2339 U 2340 U 2341 U 2342 U 2343
U 2344 U 2345 U 2346 U 2347 U 2348 U 2349 U 2350 U 2351 U 2352 U 2353
U 2354 U 2355 U 2356 U 2357 U 2358 U 2359 U 2360 U 2361 U 2362 U 2363
U 2364 U 3001 U 3002


Quellen & Literatur


Busch, Rainer/Röll, Hans Joachim: Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften - Mittler Verlag 1997.

Herzog, Bodo: Deutsche U-Boote 1906–1966. Manfred Pawlak Verlag, Herrsching, 1990.

Lohmann, Walter/Hildebrand, Hans H.: "Die deutsche Kriegsmarine 1939 - 1945" - 3 Bände Podzun Verlag 1956.

Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB


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Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com