U-Flottille Wegener

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U-Flottille Wegener


Die U-Flottille Wegener wurde am 25.06.1938 in Kiel als Frontflottille aufgestellt. Benannt war sie nach dem U-Boot-Kommandanten Kapitänleutnant Bernd Wegener, der im Ersten Weltkrieg als Kommandant von U 27 eingesetzt war und 1915 während des Gefechts mit dem britischen Q-Schiff Baralong fiel.

Die Aufstellung der Flottille erfolgte während des weiteren Ausbaus der deutschen U-Boot-Waffe. Die zunächst eingesetzten Boote gehörten insbesondere zu den größeren Hochseebooten der Typen VII B und U A. Die Flottille diente der Ausbildung und Einsatzvorbereitung der Besatzungen sowie der Erprobung und Herstellung der Einsatzbereitschaft der Boote. Bereits vor Beginn des Zweiten Weltkrieges wurden die ihr zugeordneten U-Boote auf Ausbildungs-, Erprobungs- und Überführungsfahrten eingesetzt.

Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde die U-Flottille Wegener als Frontverband eingesetzt. Die zugehörigen Boote operierten bereits in den ersten Kriegsmonaten im Nordatlantik und in den westlichen Zugängen zu den britischen Inseln. So gehörte beispielsweise U 46 vom 01.09.1938 bis zum 31.12.1939 zur U-Flottille Wegener und führte als Frontboot mehrere Unternehmungen durch. Auch U 52 war 1939 während seiner ersten Feindfahrt der Flottille unterstellt.

Die Flottille blieb während ihres Bestehens zunächst in Kiel stationiert. Zum 31.12.1939 wurde die U-Flottille Wegener im Rahmen der Neuordnung der deutschen U-Boot-Waffe aufgelöst beziehungsweise in die 7. U-Flottille überführt. Die Boote und die Frontaufgabe des Verbandes wurden dabei in die neue7. U-Flottille übernommen. Der Traditionsname „Wegener“ blieb für den Nachfolgeverband erhalten.

Die neu gebildete 7. U-Flottille setzte die Frontfunktion fort. Sie war zunächst weiterhin in Kiel stationiert und wurde später nach St. Nazaire verlegt, wo sie bis 1944 als Frontflottille bestand. Die spätere Geschichte der 7. U-Flottille ist organisatorisch von der hier behandelten U-Flottille Wegener zu unterscheiden.

Standorte


Die U-Flottille Wegener war während ihres Bestehens in Kiel stationiert. Der Zeitraum ihrer Existenz erstreckte sich vom 25.06.1938 bis zum 31.12.1939.

Flottillenchef


25.06.1938 – 31.12.1939 Korvettenkapitän Ernst Sobe


Ernst Sobe führte die Flottille während ihrer gesamten Existenz. Mit der Neuordnung der U-Flottillen zum 01.01.1940 endete seine Tätigkeit als Flottillenchef der Wegener-Flottille.

Die Feldpostnummer der U-Flottille Wegener lautete M - 14 971.

Boote

U 45 U 46 U 47 U 48 U 49 U 50 U 51 U 52 U 53 U 54
U 55

Quellen & Literatur


Busch, Rainer/Röll, Hans Joachim: Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften - Mittler Verlag 1997.

Herzog, Bodo: Deutsche U-Boote 1906–1966. Manfred Pawlak Verlag, Herrsching, 1990.

Lohmann, Walter/Hildebrand, Hans H.: "Die deutsche Kriegsmarine 1939 - 1945" - 3 Bände Podzun Verlag 1956.

Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB


Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com