U 18: Unterschied zwischen den Versionen
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| 25.08.1944 | | 25.08.1944 | ||
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| Schwarzes Meer | | Schwarzes Meer | ||
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| 43° 52' Nord - 28° 51' Ost | | [https://www.google.com/maps/place/43.866667,28.85 43° 52' Nord - 28° 51' Ost] | ||
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| Planquadrat: | |||
| CL 1489 | | CL 1489 | ||
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| Selbstsprengung | | Selbstsprengung | ||
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Am 25.08.1944 wurde U 18 im Schwarzen Meer vor Konstanza, südöstlich von Cap Tuzla, von der eigenen Besatzung selbst gesprengt. Das Boot wurde Ende 1944 vom Havariedienst der sowjetischen Schwarzmeerflotte geborgen und nach Sewastopol gebracht. Da eine Reparatur nicht mehr wirtschaftlich erschien, beschlossen die sowjetischen Stellen die Versenkung. Am 26.05.1947 wurde das Boot schließlich vom sowjetischen Unterseeboot [[M-120]] südwestlich von Sewastopol auf der Position 44°20' | Am 25.08.1944 wurde U 18 im Schwarzen Meer vor Konstanza, südöstlich von Cap Tuzla, von der eigenen Besatzung selbst gesprengt. Das Boot wurde Ende 1944 vom Havariedienst der sowjetischen Schwarzmeerflotte geborgen und nach Sewastopol gebracht. Da eine Reparatur nicht mehr wirtschaftlich erschien, beschlossen die sowjetischen Stellen die Versenkung. Am 26.05.1947 wurde das Boot schließlich vom sowjetischen Unterseeboot [[M-120]] südwestlich von Sewastopol auf der Position [https://www.google.com/maps/place/44.333333,33.333333 44°20' Nord – 33°20' Ost] (Planquadrat CL 5551) durch einen Torpedo versenkt. | ||
Bereits zu Beginn seiner Dienstzeit war U 18 am 20.11.1936 um 09:45 Uhr in der Lübecker Bucht (Position | Bereits zu Beginn seiner Dienstzeit war U 18 am 20.11.1936 um 09:45 Uhr in der Lübecker Bucht (Position [https://www.google.com/maps/place/54.116667,11.116667 54° 07' Nord – 11° 07' Ost]) nach einem versehentlichen Rammstoß des deutschen Torpedobootes [[T 156]] unter Oberleutnant zur See Huber gesunken. Bei diesem Unglück gab es 8 Tote und 20 Überlebende. Das Boot wurde später gehoben, repariert und am 30.09.1937 wieder in Dienst gestellt. | ||
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Rudolf Arndt: "Letzter Befehl Versenken" Mittler in Maximilian Verlag GmbH & Co. KG 1998. | Rudolf Arndt: "Letzter Befehl Versenken" - Mittler in Maximilian Verlag GmbH & Co. KG 1998. | ||
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 18, 22, 23, 26, 67, 146, 159, 176, 197, 247, 256. | Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 18, 22, 23, 26, 67, 146, 159, 176, 197, 247, 256. | ||
Aktuelle Version vom 16. April 2026, 09:56 Uhr
Daten des deutschen Kriegsmarine Unterseebootes U 18
| Bezeichnung: | U 18 |
| Typ: | II B |
| Bauauftrag: | 02.02.1935 |
| Bauwerft: | Friedrich Krupp Germaniawerft AG Kiel |
| Serie: | U 17 - U 24 |
| Baunummer: | 548 |
| Kiellegung: | 10.07.1935 |
| Stapellauf: | 07.12.1935 |
| Indienststellung: | 04.01.1936 |
| Kommandant: | Hans Pauckstadt |
| Feldpostnummer: | M - 23452 |
Kommandanten
| 04.01.1936 - 20.11.1936 | Kapitänleutnant - Hans Pauckstadt |
| 21.11.1936 - 29.09.1937 | Außer Dienst (Nach 1. Verlust am 20.11.1936) |
| 30.09.1937 - 31.10.1937 | Kapitänleutnant - Heinz Beduhn |
| 01.11.1937 - 24.11.1939 | Kapitänleutnant - Max-Hermann Bauer |
| 24.11.1939 - 02.09.1940 | Oberleutnant zur See - Ernst Mengersen |
| 03.09.1940 - 17.12.1940 | Kapitänleutnant - Hans-Heinz Linder |
| 18.12.1940 - 06.05.1941 | Kapitänleutnant - Ernst Vogelsang |
| 07.05.1941 - 31.05.1942 | Oberleutnant zur See - Hans-Achim von Rosenberg-Gruszczynski |
| 01.06.1942 - 18.08.1942 | Oberleutnant zur See - Friedrich-Wilhelm Wissmann |
| 19.08.1942 - 02.12.1942 | Außer Dienst (Auseinanderbau und Überführung in Schwarze Meer) |
| 03.12.1942 - 25.05.1944 | Oberleutnant zur See - Karl Fleige |
| 02.05.1944 - 25.05.1944 | Oberleutnant zur See - Hans-Jürgen Bartsch |
| 25.05.1944 - 07.06.1944 | Oberleutnant zur See - Rudolf Arendt (in Vertretung) |
| 08.06.1944 - 25.08.1944 | Oberleutnant zur See - Karl Fleige |
Flottillen
| 04.01.1936 - 20.11.1936 | U-Flottille Weddigen, Kiel (Schul- und Einsatzboot in Friedenszeit) |
| 21.11.1936 - 29.09.1937 | Außer Dienst (Nach Verlust am 20.11.1936) |
| 30.09.1937 - 00.08.1939 | U-Flottille Lohs, Kiel (Einsatzboot) |
| 00.09.1939 - 00.11.1939 | U-Flottille Lohs, Kiel (Frontboot) |
| 00.11.1939 - 00.03.1940 | 1. U-Ausbildungsflottille, Danzig (Frontboot) |
| 00.04.1940 - 00.06.1940 | 1. U-Ausbildungsflottille, Danzig (Ausbildungsboot) |
| 01.07.1940 - 17.12.1940 | 24. U-Flottille, Memel (Frontboot) |
| 18.12.1940 - 00.09.1942 | 22. U-Flottille, Gotenhafen (Schulboot) |
| 00.10.1942 - 00.05.1943 | Außer Dienst (Auseinanderbau und Überführung in das Schwarze Meer) |
| 06.05.1943 - 25.08.1944 | 30. U-Flottille, Konstanza (Frontboot) |
Einsätze
1. Unternehmung
23.08.1939 - 26.08.1939: Ausgelaufen von Tromper Wiek - Eingelaufen in Memel
30.08.1939 - 07.09.1939: Ausgelaufen von Memel - Eingelaufen in Swinemünde
08.09.1939 - 08.09.1939: Ausgelaufen von Swinemünde - Eingelaufen in Kiel
Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Max-Hermann Bauer lief U 18 am 23.08.1939 von Tromper Wiek aus. Das Boot nahm zunächst an der Transportübung Lübeck in der Ostsee teil. Am 26.08.1939 lief das Boot in Memel ein. Am 30.08.1939 lief es erneut aus Memel aus und operierte im Rahmen des Fall Weiß in der Ostsee sowie vor der Danziger Bucht. Der Rückmarsch führte über Swinemünde nach Kiel. Nach 14 Tagen auf See lief U 18 am 08.09.1939 ohne Versenkungserfolge in Kiel ein.
Original Kriegstagebuch U 18 - 1. Unternehmung
2. Unternehmung
14.09.1939 - 24.09.1939: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Kiel
Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Max-Hermann Bauer lief U 18 am 14.09.1939 aus Kiel aus. Das Boot operierte im Kattegat gezielt zur Abwehr und Bekämpfung britischer U-Boote in den Ostseezugängen. Nach 11 Tagen lief U 18 am 24.09.1939 ohne Versenkungserfolge wieder in Kiel ein. Diese Unternehmung diente der Sicherung der eigenen Gewässer gegen feindliche Vorstöße während der frühen Phase des Seekrieges.
Original Kriegstagebuch U 18 - 2. Unternehmung
3. Unternehmung
02.10.1939 - 19.10.1939: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Kiel
Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Max-Hermann Bauer lief U 18 am 02.10.1939 aus Kiel aus. Das Boot operierte in der Nordsee sowie im Seegebiet bei den Orkney-Inseln zur Aufklärung und Bekämpfung feindlicher Seestreitkräfte. Nach 18 Tagen lief U 18 am 19.10.1939 ohne Versenkungserfolge wieder in Kiel ein.
Original Kriegstagebuch U 18 - 3. Unternehmung
4. Unternehmung
15.11.1939 - 22.11.1939: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Wilhelmshaven
Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Max-Hermann Bauer lief U 18 am 15.11.1939 aus Kiel aus. Nach der Passage durch den Kaiser-Wilhelm-Kanal operierte das Boot in der Nordsee sowie vor der englischen Ostküste zur Bekämpfung des feindlichen Handelsverkehrs. Nach 8 Tagen lief U 18 am 22.11.1939 in Wilhelmshaven ein. Auf dieser Unternehmung konnte das Boot 1 Schiff mit 500 BRT versenken. → Erfolge U 18
Original Kriegstagebuch U 18 - 4. Unternehmung
Verlegungsfahrt
23.11.1939 - 23.11.1939: Ausgelaufen von Wilhelmshaven - Eingelaufen in Kiel
Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Max-Hermann Bauer lief U 18 am 23.11.1939 von Wilhelmshaven aus. Das Boot verlegte zusammen mit U 57 durch den Kaiser-Wilhelm-Kanal nach Kiel und lief dort noch am selben Tag, dem 23.11.1939, ein.
5. Unternehmung
18.01.1940 - 26.01.1940: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Wilhelmshaven
Unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Ernst Mengersen lief U 18 am 18.01.1940 von Kiel aus. Das Boot operierte in der Nordsee sowie vor der englischen Ostküste zur Bekämpfung des feindlichen Handelsverkehrs. Nach 9 Tagen sowie einer Fahrstrecke von 1.078 sm über und 71,4 sm unter Wasser lief U 18 am 26.01.1940 in Wilhelmshaven ein. Auf dieser Unternehmung konnte das Boot insgesamt 1 Schiff mit 1.000 BRT versenken. → Erfolge U 18
Original Kriegstagebuch U 18 - 5. Unternehmung
6. Unternehmung
11.02.1940 - 23.02.1940: Ausgelaufen von Wilhelmshaven - Eingelaufen in Helgoland
24.02.1940 - 24.02.1940: Ausgelaufen von Helgoland - Eingelaufen in Wilhelmshaven
Unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Ernst Mengersen lief U 18 am 11.02.1940 von Wilhelmshaven aus. Das Boot operierte in der Nordsee sowie vor der englischen Ostküste. Der Rückmarsch führte über Helgoland, wo ein Geleit aufgenommen wurde, zurück nach Wilhelmshaven. Nach 14 Tagen sowie einer Fahrstrecke von zirka 1.350 sm über und 236 sm unter Wasser lief U 18 am 24.02.1940 ohne Versenkungserfolge wieder in seinem Stützpunkt ein.
Original Kriegstagebuch U 18 - 6. Unternehmung
Verlegungsfahrt
27.02.1940 - 28.02.1940: Ausgelaufen von Wilhelmshaven - Eingelaufen in Kiel
Unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Ernst Mengersen lief U 18 am 27.02.1940 von Wilhelmshaven aus. Das Boot verlegte gemeinsam mit U 22 durch den Kaiser-Wilhelm-Kanal nach Kiel, wo es am 28.02.1940 einlief. In der Folgezeit wurde das Boot als Schulboot eingesetzt und verlegte hierzu zur 24. U-Flottille nach Memel sowie zur 22. U-Flottille nach Gotenhafen.
Im Jahr 1942 wurde das Boot nach Kiel überführt und am 18.08.1942 offiziell außer Dienst gestellt. Für den Transport in das Schwarze Meer wurde U 18 zerlegt und auf dem Land- und Wasserweg über die Elbe und die Donau überführt. Nach dem Wiederzusammenbau in Galatz wurde das Boot der 30. U-Flottille in Konstanza zugeteilt.
Original KTB für die Verlegungsfahrt
7. Unternehmung
07.05.1943 - 07.05.1943: Ausgelaufen von Galatz - Eingelaufen in Sulina
11.05.1943 - 11.05.1943: Ausgelaufen von Sulina - Eingelaufen in Konstanza
26.05.1943 - 09.06.1943: Ausgelaufen von Konstanza - Eingelaufen in Konstanza
Unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Karl Fleige lief U 18 am 07.05.1943 von Galatz aus. Nach dem Wiederzusammenbau verlegte das Boot über Sulina nach Konstanza, wo es am 11.05.1943 einlief. Am 26.05.1943 lief U 18 von Konstanza zu seiner ersten Unternehmung im Schwarzen Meer aus. Das Boot operierte vor Suchum, Gagry und Poti. Nach 15 Tagen sowie einer Fahrstrecke von 1.511,2 sm über und 76,4 sm unter Wasser lief U 18 am 09.06.1943 ohne Versenkungserfolge wieder in seinem Stützpunkt ein.
Original Kriegstagebuch U 18 - 7. Unternehmung
8. Unternehmung
16.06.1943 - 29.06.1943: Ausgelaufen von Konstanza - Eingelaufen in Sewastopol
03.07.1943 - 19.07.1943: Ausgelaufen von Sewastopol - Eingelaufen in Feodosia
20.07.1943 - 22.07.1943: Ausgelaufen von Feodosia - Eingelaufen in Konstanza
Unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Karl Fleige lief U 18 am 16.06.1943 von Konstanza aus. Das Boot operierte im Schwarzen Meer vor Tuapse und Suchum zur Überwachung der sowjetischen Versorgungslinien. Am 29.06.1943 erfolgte in Sewastopol die Übernahme von Brennstoff, Proviant und Torpedos sowie eine Überholung der Maschinenanlage, woraufhin die Fahrt unmittelbar fortgesetzt wurde. Nach 34 Tagen sowie einer Fahrstrecke von 2.267,6 sm über und 385,4 sm unter Wasser lief U 18 am 22.07.1943 ohne Versenkungserfolge wieder in Konstanza ein. Im Anschluss an diese Unternehmung wurde der Turm des Bootes umgebaut und ein neues 2-cm-MG als verstärkte Flugabwehrbewaffnung montiert.
Original Kriegstagebuch U 18 - 8. Unternehmung
9. Unternehmung
21.08.1943 - 15.09.1943: Ausgelaufen von Konstanza - Eingelaufen in Feodosia
16.09.1943 - 24.09.1943: Ausgelaufen von Feodosia - Eingelaufen in Konstanza
Unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Karl Fleige lief U 18 am 21.08.1943 von Konstanza aus. Das Boot operierte im Schwarzen Meer vor Batum, Tuapse und Gelendschik. Am 15.09.1943 erfolgte in Feodosia eine Ergänzung von Brennstoff und Proviant, woraufhin die Fahrt unmittelbar fortgesetzt wurde. Nach 35 Tagen sowie einer Fahrstrecke von 2.203,3 sm über und 632,4 sm unter Wasser lief U 18 am 24.09.1943 wieder in seinem Stützpunkt ein. Auf dieser Unternehmung konnte das Boot 1 U-Jäger mit 400 ts versenken und 1 Patrouillenboot mit 55,8 ts beschädigen. → Erfolge U 18
Original Kriegstagebuch U 18 - 9. Unternehmung
10. Unternehmung
27.10.1943 - 30.10.1943: Ausgelaufen von Konstanza - Eingelaufen in Feodosia
30.10.1943 - 24.11.1943: Ausgelaufen von Feodosia - Eingelaufen in Konstanza
Unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Karl Fleige lief U 18 am 27.10.1943 von Konstanza aus. Nach einer Brennstoffergänzung in Feodosia operierte das Boot im Schwarzen Meer vor Batum und Tuapse. Nach 30 Tagen sowie einer Fahrstrecke von 1.965,5 sm über und 438 sm unter Wasser lief U 18 am 24.11.1943 wieder in seinem Stützpunkt ein. Auf dieser Unternehmung konnte das Boot 1 Schiff mit 7.745 BRT beschädigen. Bei dem Erfolg handelte es sich um einen sowjetischen Tanker, der durch einen Torpedotreffer beschädigt wurde. → Erfolge U 18
Original Kriegstagebuch U 18 - 10. Unternehmung
11. Unternehmung
27.11.1943 - 28.11.1943: Ausgelaufen von Konstanza - Eingelaufen in Galatz
10.01.1944 - 13.01.1944: Ausgelaufen von Galatz - Eingelaufen in Konstanza
29.01.1944 - 26.02.1944: Ausgelaufen von Konstanza - Eingelaufen in Sewastopol
27.02.1944 - 29.02.1944: Ausgelaufen von Sewastopol - Eingelaufen in Konstanza
Unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Karl Fleige lief U 18 am 27.11.1943 von Konstanza aus und verlegte zur Durchführung von Überholungsarbeiten in die Werft nach Galatz, wo es am 28.11.1943 eintraf. Nach Abschluss der Arbeiten verlegte das Boot am 10.01.1944 zurück nach Konstanza mit Ankunft am 13.01.1944.
Am 29.01.1944 lief U 18 zur nächsten Unternehmung aus. Das Boot operierte im Schwarzen Meer vor Tuapse und Batumi. Der Rückmarsch führte über Sewastopol, wo Ergänzungen stattfanden, zurück nach Konstanza. Nach 38 Tagen sowie einer Fahrstrecke von 1.965,2 sm über und 466,5 sm unter Wasser lief U 18 am 29.02.1944 ohne Versenkungserfolge wieder in seinem Stützpunkt ein.
Original Kriegstagebuch U 18 - 11. Unternehmung
12. Unternehmung
25.03.1944 - 27.04.1944: Ausgelaufen von Konstanza - Eingelaufen in Konstanza
Unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Karl Fleige lief U 18 am 25.03.1944 von Konstanza aus. Das Boot operierte im Schwarzen Meer vor Gelendschik und Tuapse. Nach 34 Tagen sowie einer Fahrstrecke von 1.509,5 sm über und 677 sm unter Wasser lief U 18 am 27.04.1944 ohne Versenkungserfolge wieder in seinem Stützpunkt ein. Während dieser Unternehmung kam es zu mehreren Angriffen durch sowjetische Überwasserstreitkräfte, die das Boot jedoch ohne schwere Schäden überstand.
Original Kriegstagebuch U 18 - 12. Unternehmung
13. Unternehmung
25.05.1944 - 07.06.1944: Ausgelaufen von Konstanza - Eingelaufen in Konstanza
Unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Rudolf Arendt lief U 18 am 25.05.1944 von Konstanza aus. Das Boot operierte im Schwarzen Meer vor Tuapse. Nach 14 Tagen sowie einer Fahrstrecke von 997,6 sm über und 235 sm unter Wasser lief U 18 am 07.06.1944 ohne Versenkungserfolge wieder in Konstanza ein.
Original Kriegstagebuch U 18 - 13. Unternehmung
14. Unternehmung
24.07.1944 - 16.08.1944: Ausgelaufen von Konstanza - Eingelaufen in Konstanza
Unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Karl Fleige lief U 18 am 24.07.1944 von Konstanza aus. Das Boot operierte im Schwarzen Meer vor Poti. Auf dieser Unternehmung konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigen werden. Nach 24 Tagen lief U 18 am 16.08.1944 wieder in Konstanza ein.
Original Kriegstagebuch U 18 - 14. Unternehmung
Verbleib
| Datum: | 25.08.1944 |
| Letzter Kommandant: | Karl Fleige |
| Ort: | Schwarzes Meer |
| Position: | 43° 52' Nord - 28° 51' Ost |
| Planquadrat: | CL 1489 |
| Verlust durch: | Selbstsprengung |
| Tote: | 0 |
| Überlebende: | 0 |
| Besatzung: | Besatzungsliste U 18 |
Verbleib im Detail
Am 25.08.1944 wurde U 18 im Schwarzen Meer vor Konstanza, südöstlich von Cap Tuzla, von der eigenen Besatzung selbst gesprengt. Das Boot wurde Ende 1944 vom Havariedienst der sowjetischen Schwarzmeerflotte geborgen und nach Sewastopol gebracht. Da eine Reparatur nicht mehr wirtschaftlich erschien, beschlossen die sowjetischen Stellen die Versenkung. Am 26.05.1947 wurde das Boot schließlich vom sowjetischen Unterseeboot M-120 südwestlich von Sewastopol auf der Position 44°20' Nord – 33°20' Ost (Planquadrat CL 5551) durch einen Torpedo versenkt.
Bereits zu Beginn seiner Dienstzeit war U 18 am 20.11.1936 um 09:45 Uhr in der Lübecker Bucht (Position 54° 07' Nord – 11° 07' Ost) nach einem versehentlichen Rammstoß des deutschen Torpedobootes T 156 unter Oberleutnant zur See Huber gesunken. Bei diesem Unglück gab es 8 Tote und 20 Überlebende. Das Boot wurde später gehoben, repariert und am 30.09.1937 wieder in Dienst gestellt.
Quellen & Literatur
Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven
Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB
Rudolf Arndt: "Letzter Befehl Versenken" - Mittler in Maximilian Verlag GmbH & Co. KG 1998.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 18, 22, 23, 26, 67, 146, 159, 176, 197, 247, 256.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 16, 24, 194.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 15.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag 2008 - S. 18 - 20.
Gerd Enders: "Auch kleine Igel haben Stacheln" - Koehler in Maximilian Verlag GmbH &. Co. KG 1984.
Gerd Enders: "Deutsche U-Boote zum Schwarzen Meer" - Koehler in Maximilian Verlag GmbH &. Co. KG 1984.
Axel Niestlé: Niestlé - "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 32, 272.
Herbert Ritschel: Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 1 - U 50" - Eigenverlag - S. 58-69.
Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 41.