U 45

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Daten des deutschen Kriegsmarine Unterseebootes U 45

Bezeichnung: U 45
Typ: VII B
Bauauftrag: 21.11.1936
Bauwerft: Friedrich Krupp Germaniawerft AG Kiel
Serie: U 45 - U 55
Baunummer: 580
Kiellegung: 23.02.1937
Stapellauf: 27.04.1938
Indienststellung: 25.06.1938
Kommandant: Alexander Gelhaar
Feldpostnummer: M-08204

Kommandanten

25.06.1938 - 14.10.1939 Kapitänleutnant - Alexander Gelhaar

Flottillen

25.06.1938 - 31.08.1939 U-Flottille Wegener, Kiel (Einsatzboot in Friedenszeit)
01.09.1939 - 14.10.1939 U-Flottille Wegener, Kiel (Frontboot)

Einsätze


Vorkriegsunternehmung

00.05.1939 - 00.06.1939: Ausgelaufen von Wilhelmshaven - Eingelaufen in Wilhelmshaven


Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Alexander Gelhaar lief U 45 im Mai 1939 von Wilhelmshaven aus. Zusammen mit U 39, U 46, U 47 und U 51 nahm das Boot an intensiven Tauch- und Geleitübungen im Nordatlantik sowie in der Biskaya teil. Diese Übungen dienten der Vorbereitung auf den Hochseeeinsatz und der taktischen Abstimmung innerhalb der Flottille „Wegener“. Im Juni 1939 lief das Boot wieder in seinem Stützpunkt in Wilhelmshaven ein.



1. Unternehmung

19.08.1939 - 15.09.1939: Ausgelaufen von Wilhelmshaven - Eingelaufen in Kiel


Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Alexander Gelhaar lief U 45 am 19.08.1939 von Wilhelmshaven zu seiner 1. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik, nordwestlich und westlich von Irland zur Seeüberwachung bei Kriegsausbruch. Auf dieser insgesamt 28 Tage dauernden Fahrt, die über eine Distanz von 4.799 sm über und 66,4 sm unter Wasser führte, konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden. Nach dem Rückmarsch durch den Kaiser-Wilhelm-Kanal lief U 45 am 15.09.1939 in Kiel ein.

Original Kriegstagebuch U 45 - 1. Unternehmung



2. Unternehmung

05.10.1939 - 14.10.1939: Ausgelaufen von Kiel - Verlust des Bootes


Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Alexander Gelhaar verlegte U 45 am 05.10.1939 von Kiel durch den Kaiser-Wilhelm-Kanal nach Wilhelmshaven. Dort lief das Boot am 06.10.1939 ein, um die letzten Vorbereitungen für den bevorstehenden Einsatz zu treffen. Am 09.10.1939 lief U 45 schließlich von Wilhelmshaven zu seiner 2. Unternehmung in den Nordatlantik aus. Auf dieser nur 6 Tage dauernden Fahrt gelang die Versenkung von 2 Schiffen mit insgesamt 19.313 BRT. Am 14.10.1939 wurde das Boot südwestlich von Irland durch britische Kriegsschiffe vernichtet. → Erfolge U 45

Original Kriegstagebuch U 45 - 2. Unternehmung (B.d.U. op.)


Verbleib

Datum: 14.10.1939
Letzter Kommandant: Alexander Gelhaar
Ort: Nordatlantik
Position: 50° 58' Nord - 12° 57' West
Planquadrat: BE 3311
Verlust durch: Wasserbomben
Tote: 38
Überlebende: 0
Besatzung: Besatzungsliste U 45

Verbleib im Detail



Am 14.10.1939 wurde U 45 im Nordatlantik südwestlich von Irland durch Wasserbomben der britischen Zerstörer HMS Inglefield (D.02) unter Captain Percy Todd, HMS Ivanhoe (D.16) unter Commander Basil Jones, HMS Intrepid (D.10) unter Commander John William Josselyn und HMS Icarus (D.03) unter Lieutenant Commander Colin Douglas Maud versenkt. Das Boot befand sich zum Zeitpunkt des Angriffs in Gefechtsberührung mit dem Geleitzug KJ-3.


Zitate aus der Literatur


Clay Blair schreibt dazu:

[...] Auch U 45 unter Alexander Gelhaar versenkte zwei Schiffe - den britischen 9299-BRT-Frachter Lochavon und den 10000 BRT großen französischen Passagierdampfer Bretagne. Der Angriff auf das Passagierschiff war rechtswidrig, aber die Bretagne hatte das Schicksal herausgefordert, weil sie abgeblendet gefahren war. Britische Schiffe retteten 300 Passagiere von dem langsam sinkenden Schiff.

Gelhaar mußte sich für den Fehler nicht mehr verantworten. Er wurde von den britischen Zerstörern Icarus, Inglefield, Intrepid und Ivanhoe, die auf die SSS-Signale reagiert hatten, aufgespürt und angegriffen, als er ein anderes Schiff aus dem inzwischen weit verstreuten Geleitzug verfolgte. Danach war U 45 spurlos verschwunden.

Aus Clay Blair - Band 1 - Die Jäger - S. 149.


Quellen & Literatur


Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB

Clay Blair: "Der U-Boot-Krieg - Die Jäger 1939 - 1942" - Heyne Verlag 1998 - S. 149.

Rainer Busch/Hans Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 77.

Rainer Busch/Hans Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 19, 25, 194.

Rainer Busch/Hans Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 14.

Rainer Busch/Hans Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag 2008 - S. 44.

Dr. Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 39, 273, 274, 280.

Herbert Ritschel : Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 1 - U 50" - Eigenverlag - S. 290-291.

Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 41.


Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com

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