U 87

Aus uboot Wiki
Version vom 16. April 2026, 08:31 Uhr von Wikiadmin (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: „{{Navi-U-Boot|U 86|U 88}} <div style="border: 1px solid #aaa; padding: 25px; background-color: #ffffff; box-shadow: 2px 2px 5px rgba(0,0,0,0.05); font-family: sans-serif;"> == Daten des deutschen Kriegsmarine Unterseebootes U 87 == {| class="wikitable" style="width:100%; text-align:left; background-color:#ffffff;" |- | style="width:20%;" | Bezeichnung: | U 88 |- | Typ: | VII B |- | Bauauftrag: | 09.06.1938 |- | Bauwerft: | Flender Werke…“)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
U 86
   U 88

Daten des deutschen Kriegsmarine Unterseebootes U 87

Bezeichnung: U 88
Typ: VII B
Bauauftrag: 09.06.1938
Bauwerft: Flender Werke AG Lübeck
Serie: U 83 - U 87
Baunummer: 283
Kiellegung: 18.04.1940
Stapellauf: 21.06.1941
Indienststellung: 19.08.1941
Kommandant: Joachim Berger
Feldpostnummer: M - 00 111

Kommandanten

19.08.1941 - 04.03.1943 Kapitänleutnant - Joachim Berger

Flottillen

19.08.1941 - 30.11.1941 6. U-Flottille, Danzig (Ausbildungsboot)
01.12.1941 - 04.03.1943 6. U-Flottille, St. Nazaire (Frontboot)

Einsätze


1. Unternehmung

24.12.1941 - 25.12.1942: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Brunsbüttel

25.12.1941 - 30.01.1942: Ausgelaufen von Brunsbüttel - Eingelaufen in La Pallice


Am 24.12.1941 läuft U 87 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Joachim Berger von Kiel zu seiner ersten großen Feindfahrt aus. Der Marsch führt das Boot zunächst durch den Kaiser-Wilhelm-Kanal nach Brunsbüttel, wo die Geleitaufnahme erfolgt. Von dort aus stößt das Boot in den Nordatlantik vor, um als Teil der U-Boot-Gruppe Ziethen vor der Neufundlandbank und Nova Scotia zu operieren. Auf dieser insgesamt 38 Tage dauernden Unternehmung gelingt es der Besatzung, zwei Schiffe mit zusammen 16.324 BRT zu versenken. Nach einer intensiven Einsatzzeit, in der das Boot 5.106,3 sm über Wasser und 293,2 sm getaucht zurücklegt, läuft U 87 am 29.01.1942 in seinem neuen Stützpunkt La Pallice ein. → Erfolge U 87.

Original Kriegstagebuch U 87 - 1. Unternehmung



2. Unternehmung

22.02.1942 - 27.03.1942: Ausgelaufen von La Pallice - Eingelaufen in St. Nazaire


Am 22.02.1942 läuft U 87 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Joachim Berger von La Pallice zu seiner zweiten Feindfahrt aus. Die Operationen führen das Boot in den Nordatlantik, wobei die Schwerpunkte der Suche westlich der Hebriden und der Färöer-Inseln liegen. Während dieser insgesamt 34 Tage dauernden Unternehmung operiert das Boot als Teil der U-Boot-Gruppe Westwall. Trotz einer zurückgelegten Strecke von 4.849,7 sm über Wasser und 332,6 sm in getauchtem Zustand gelingt es U 87 diesmal nicht, feindliche Schiffe zu versenken oder zu beschädigen. Am 27.03.1942 läuft das Boot schließlich in St. Nazaire ein. Nach einer kurzen Erholungsphase für die Männer und ersten Instandsetzungen geht U 87 vom 23.04.1942 bis zum 18.05.1942 für umfangreichere Arbeiten in die Werft von St. Nazaire, um die volle Einsatzbereitschaft für kommende Aufgaben wiederherzustellen.

Original Kriegstagebuch U 87 - 2. Unternehmung



3. Unternehmung

19.05.1942 - 08.07.1942: Ausgelaufen von St. Nazaire - Eingelaufen in St. Nazaire


Am 19.05.1942 lief U 87 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Joachim Berger von St. Nazaire zu seiner 3. Unternehmung aus. Die Operationen führten das Boot in den Nordatlantik sowie vor die Ostküste der USA, wobei das Boot zudem 6 Minen vor Boston legte. Nach insgesamt 51 Tagen, in denen zirka 6.362 sm über und 671 sm unter Wasser zurückgelegt wurden, kehrte das Boot am 08.07.1942 wieder nach St. Nazaire zurück. Im Verlauf dieser Operationen gelang U 87 die Versenkung von 2 Schiffen mit zusammen 14.298 BRT. Damit konnte das Boot seine Präsenz in amerikanischen Gewässern erfolgreich unter Beweis stellen. → Erfolge U 87.

Original Kriegstagebuch U 87 - 3. Unternehmung



4. Unternehmung

31.08.1942 - 20.11.1942: Ausgelaufen von St. Nazaire - Eingelaufen in Brest


Am 31.08.1942 verließ U 87 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Joachim Berger den Hafen von St. Nazaire zu seiner 4. Unternehmung. Das Boot operierte im Nordatlantik, westlich von Lissabon, im Mittelatlantik sowie vor Freetown und war dabei der U-Boot-Gruppe Iltis zugeteilt. Ein wesentlicher Bestandteil dieser Fahrt war die Versorgung durch U 460 am 26.09.1942, wobei das Boot 45 m³ Brennstoff sowie Proviant für 7 Tage erhielt; zudem wurde eine ärztliche Visite an Bord durchgeführt. Nach insgesamt 82 Tagen, in denen zirka 11.511 sm über und 982 sm unter Wasser zurückgelegt wurden, lief U 87 am 20.11.1942 in Brest ein. Im Verlauf dieser Operationen gelang dem Boot die Versenkung von 1 Schiff mit 7.392 BRT. → Erfolge U 87.

Original Kriegstagebuch U 87 - 4. Unternehmung



5. Unternehmung

09.01.1943 - 04.03.1943: Ausgelaufen von Brest - Verlust des Bootes


Am 09.01.1943 lief U 87 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Joachim Berger von Brest zu seiner 5. Unternehmung aus. Die Operationen führten das Boot in den Mittelatlantik, südlich der Azorischen Inseln sowie westlich von Kap Vincent. Während dieser Fahrt erfolgten zwei wichtige Versorgungsmanöver auf See: Am 14.02.1943 erhielt das Boot von U 118 30 m³ Brennstoff sowie Proviant für 1 Woche. Eine weitere Versorgung fand am 26.02.1943 durch U 461 statt, wobei 18 m³ Brennstoff, 2.500 Liter Schmieröl, ein Fu.M.B.-Gerät, Maschinenersatzteile und Proviant für 7 Tage übernommen wurden. Nach insgesamt 55 Tagen auf See endete der Einsatz von U 87 am 04.03.1943 durch die Versenkung durch kanadische Kriegsschiffe. Im Verlauf dieser letzten Operation gelang U 87 keine Versenkung oder Beschädigung feindlicher Schiffe.

Original Kriegstagebuch U 87 - 5. Unternehmung (B.d.U. op.)


Verbleib

Datum: 04.03.1943
Letzter Kommandant: Joachim Berger
Ort: Nordatlantik
Position: 41° 36' Nord - 13° 31' West
Planquadrat: CG 1543
Verlust durch: Wasserbomben
Tote: 49
Überlebende: 0
Besatzung: Besatzungsliste U 87

Verbleib im Detail



Am 04.03.1943 endete der Einsatz von U 87 im Nordatlantik. Das Boot wurde westlich von Porto durch Wasserbomben des kanadischen Zerstörers HMCS St. Croix (I.81) unter Lt.Comdr. Andrew-Hedley Dobson und der kanadischen Korvette HMCS Shediac (K.110) unter Lt. John-Every Clayton versenkt.


Zitate aus der Literatur


Busch/Röll schreiben dazu:

Am 04.03.43 im Atlantik westlich Leixoes am Konvoi KMS.10 durch Wasserbomben vom kanadischen Zerstörer ST. CROIX und SHEDIAC versenkt.

Aus Busch/Röll - Die deutschen U-Bootverluste - S. 80.



Clay Blair schreibt dazu:

Am 4. März, als sich U 87 etwa 370 Kilometer westlich von Portugal befand, meldete die Luftwaffe einen Geleitzug (KMS-10), der von Großbritannien ins Mittelmeer unterwegs war. Berger entdeckte diesen langsamen Konvoi. Er wurde von der kanadischen Escort Group C-1 gesichert, die gerade zwei Wochen intensiven Trainings in der ASW-Ausbildungseinheit der Royal Navy in Tobermory absolviert hatte. Die Escort Group C-1 bestand aus dem kanadischen Glattdeck-Zerstörer St. Croix und vier kanadischen Korvetten, darunter die Shediac. Als Support Group operierten drei kanadische Minensucher auf dem Weg ins Mittelmeer. Alle Schiffe waren mit 10-cm Radargeräten neu ausgerüstet worden. Berger von U 87 besaß noch die volle Anzahl Torpedos und versuchte kühn, den Konvoi im Alleingang anzugreifen. Doch die Eskorte ortete ihn und führte mit Geschick und Ausdauer einen Gegenangriff durch, der U 87 mit der gesamten Besatzung versenkte. Die Admiralität schrieb die Versenkung den kanadischen Schiffen St. Croix und Shediac zu.

Aus Clay Blair - Band 2 - Die Gejagten - S. 253.


Quellen & Literatur


Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher bei Amazon oder ZVAB

Clay Blair: "Der U-Boot-Krieg - Die Gejagten 1942 - 1945" - Heyne Verlag 1999 - S. 253.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 27.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 52, 238.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste von September 1939 bis Mai 1945" - Mittler Verlag 2008 - S. 80. S. 21.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Erfolge 1939 bis Mai 1945" - Mittler Verlag 2008 - S. 76.

Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 41, 268, 269.

Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 51 - U 99" - S. 345 - 352.

Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 92.


Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com

U 86
   U 88