U 26

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U 25
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Daten des deutschen Kriegsmarine Unterseebootes U 26

Bezeichnung: U 26
Typ: I A
Bauauftrag: 17.12.1934
Bauwerft: Deschimag AG Weser Bremen
Serie: U 25 - U 26
Baunummer: 904
Kiellegung: 01.08.1935
Stapellauf: 14.03.1936
Indienststellung: 11.05.1936
Kommandant: Werner Hartmann
Feldpostnummer: M-07314

Kommandanten

11.05.1936 - 30.09.1938 Korvettenkapitän - Werner Hartmann
01.10.1938 - 00.08.1939 Fregattenkapitän - Oskar Schomburg
00.08.1939 - 03.01.1940 Kapitänleutnant - Klaus Ewerth
03.01.1940 - 11.05.1940 Kapitänleutnant - Heinz Scheringer
12.05.1940 - 08.06.1940 Korvettenkapitän - Heinz Fischer (in Vertretung)
09.06.1940 - 01.07.1940 Kapitänleutnant - Heinz Scheringer

Flottillen

00.05.1936 - 00.08.1939 U-Flottille Saltzwedel, Wilhelmshaven (Ausbildungs- und Einsatzboot in Friedenszeit)
01.09.1939 - 31.12.1939 U-Flottille Saltzwedel, Wilhelmshaven (Frontboot)
01.01.1940 - 01.07.1940 2. U-Flottille, Wilhelmshaven (Frontboot)

Einsätze


Vorkriegsunternehmung

14.07.1937 - 29.08.1937: Ausgelaufen von Wilhelmshaven - Eingelaufen in Wilhelmshaven


Unter dem Kommando von Korvettenkapitän Werner Hartmann lief U 26 am 14.07.1939 von Wilhelmshaven aus. Das Boot nahm im Rahmen der internationalen Seeblockade während des Spanischen Bürgerkriegs an der Seeüberwachung vor der spanischen Küste teil. Nach 47 Tagen auf See lief das Boot kurz vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wieder in Wilhelmshaven ein.



1. Unternehmung

29.08.1939 - 26.09.1939: Ausgelaufen von Wilhelmshaven - Eingelaufen in Wilhelmshaven


Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Klaus Ewerth lief U 26 am 29.08.1939 von Wilhelmshaven zu seiner 1. Unternehmung aus. Das Boot operierte in der Biskaya sowie im Nordatlantik westlich von Irland zur Bekämpfung des feindlichen Handelsverkehrs. Zudem legte das Boot insgesamt 18 Minen im Seegebiet vor Portland. Nach 29 Tagen und einer Fahrstrecke von zirka 5.917 sm lief U 26 am 26.09.1939 wieder in seinem Stützpunkt in Wilhelmshaven ein. Auf dieser Unternehmung konnte das Boot insgesamt 3 Schiffe mit 17.414 BRT versenken. → Erfolge U 26

Original Kriegstagebuch U 26 - 1. Unternehmung



2. Unternehmung

22.10.1939 - 05.12.1939: Ausgelaufen von Wilhelmshaven - Eingelaufen in Wilhelmshaven


Unter dem Kommando von Korvettenkapitän Klaus Ewerth lief U 26 am 22.10.1939 von Wilhelmshaven aus. Das Boot operierte im Nordatlantik und passierte am 09.11.1939 als erstes deutsches U-Boot im Zweiten Weltkrieg die Straße von Gibraltar, um im westlichen Mittelmeer zu operieren. Eine geplante Minenoperation direkt vor Gibraltar wurde aufgrund der starken feindlichen Abwehr nicht durchgeführt. Nach 45 Tagen lief U 26 am 05.12.1939 wieder in Wilhelmshaven ein. Auf dieser Unternehmung konnte das Boot 1 Schiff mit 4.285 BRT versenken. → Erfolge U 26

Original Kriegstagebuch U 26 - 2. Unternehmung



3. Unternehmung

29.01.1940 - 29.01.1940: Ausgelaufen von Wilhelmshaven - Eingelaufen in Helgoland

01.02.1940 - 01.03.1940: Ausgelaufen von Helgoland - Eingelaufen in Wilhelmshaven


Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Heinz Scheringer lief U 26 am 29.01.1940 von Wilhelmshaven zu seiner 3. Unternehmung aus. Nach einem notwendigen Kolbenwechsel in Helgoland operierte das Boot im Nordatlantik zur Bekämpfung des feindlichen Handelsverkehrs. Nach 32 Tagen und einer Fahrstrecke von zirka 3.500 sm lief U 26 am 01.03.1940 wieder in Wilhelmshaven ein. Auf dieser Fahrt konnte das Boot insgesamt 3 Schiffe mit 10.581 BRT versenken. → Erfolge U 26.

Original Kriegstagebuch U 26 - 3. Unternehmung



4. Unternehmung

13.04.1940 - 18.04.1940: Ausgelaufen von Wilhelmshaven - Eingelaufen in Drontheim

19.04.1940 - 25.04.1940: Ausgelaufen von Drontheim - Eingelaufen in Wilhelmshaven


Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Heinz Scheringer lief U 26 am 13.04.1940 von Wilhelmshaven zu seiner 4. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordmeer vor der norwegischen Küste zur Unterstützung des Unternehmens Weserübung. Als Nachschubtransport hatte das Boot Munition sowie zwei 2-cm-Flakgeschütze an Bord, die in Drontheim erfolgreich gelöscht wurden. Auf dieser insgesamt 13 Tage dauernden Fahrt gelang die Versenkung von 1 Schiff mit 5.159 BRT. Am 25.04.1940 lief das Boot wieder in Wilhelmshaven ein. → Erfolge U 26

Original Kriegstagebuch U 26 - 4. Unternehmung



5. Unternehmung

23.05.1940 - 27.05.1940: Ausgelaufen von Wilhelmshaven - Eingelaufen in Drontheim

29.05.1940 - 05.06.1940: Ausgelaufen von Drontheim - Eingelaufen in Wilhelmshaven


Unter dem Kommando von Korvettenkapitän Heinz Fischer lief U 26 am 23.05.1940 von Wilhelmshaven zu seiner 5. Unternehmung aus. Das Boot marschierte durch die Nordsee nach Drontheim, um erneut Nachschubgüter für die dortigen Truppen zu liefern. Am 27.05.1940 lief U 26 in Drontheim ein. Nach dem Entladen der Fracht, die aus Munition und drei 2-cm-Flakgeschützen bestand, trat das Boot den Rückmarsch an. Nach 14 Tagen lief U 26 am 05.06.1940 ohne Versenkungserfolge wieder in Wilhelmshaven ein.

Original Kriegstagebuch U 26 - 5. Unternehmung



6. Unternehmung

20.06.1940 - 01.07.1940: Ausgelaufen von Wilhelmshaven - Verlust des Bootes


Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Heinz Scheringer lief U 26 am 20.06.1940 von Wilhelmshaven zu seiner 6. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik sowie in der Biskaya zur Bekämpfung des feindlichen Handelsverkehrs. Auf dieser insgesamt 12 Tage dauernden Fahrt gelang die Versenkung von 3 Schiffen mit 11.206 BRT sowie die Beschädigung eines weiteren Schiffes mit 4.871 BRT. Am 01.07.1940 wurde das Boot nach einem Angriff durch ein britisches Flugzeug und ein britisches Kriegsschiff so schwer beschädigt, dass die Besatzung das Boot südwestlich von Irland selbst versenken musste. → Erfolge U 26

Original Kriegstagebuch U 26 - 6. Unternehmung (B.d.U. op.)


Verbleib

Datum: 01.07.1940
Letzter Kommandant: Heinz Scheringer
Ort: Nordatlantik
Position: 48° 03' Nord - 11° 30' West
Planquadrat: BE 6339
Verlust durch: Wasserbomben
Tote: 0
Überlebende: 48
Besatzung: Besatzungsliste U 26

Verbleib im Detail



Am 01.07.1940 wurde U 26 im Nordatlantik, westlich von Brest, unmittelbar nach der Torpedierung des britischen Dampfers Zarian entdeckt. Eine Short Sunderland (Kennung H) der australischen RAAF-Squadron 10 unter dem Kommando von William-Norman Gibson lokalisierte das Boot. In enger Zusammenarbeit mit der britischen Korvette HMS Gladiolus (K.34) unter Lieutenant Commander Harry-Marcus-Crews Sanders wurde U 26 mit Wasserbomben so schwer beschädigt, dass die Besatzung gezwungen war, das Boot selbst zu versenken.

Die gesamte Besatzung überlebte den Untergang und geriet in britische Kriegsgefangenschaft. Die Unteroffiziere und Mannschaften wurden in ein Lager nach Schottland gebracht. Dort kam es am 22.08.1940 zu einem tragischen Zwischenfall: Bei einer irrtümlichen Bombardierung des Lagers durch eine deutsche Heinkel He 111 der Luftwaffe fanden sechs Angehörige der Besatzung von U 26 den Tod.


Zitate aus der Literatur

Clay Blair schreibt dazu:

Ende Juni erreichte U 26 unter dem Kommando von Heinz Scheringer die Western Approaches mit schweren Maschinenproblemen. Trotz der Defekte griff Scheringer entschlossen an. Er versenkte drei Frachter und beschädigte einen weiteren, aus einem Geleitzug. Ein Geleitfahrzeug des Konvois, die Korvette Gladiolus der neuen Flower-Klasse griff unter günstigen Bedingungen für eine Asdic-Ortung U 26 an und warf, eingestellt auf Tiefen zwischen 100 und 150 Meter, 35 ihrer 41 Wasserbomben.

Die Bomben richteten U 26 übel zu und verursachten mehrere Lecks. Aber in den Frühstunden des 1. Juli tauchte Scheringer auf, um seine leeren Batterien aufzuladen. In der Zwischenzeit waren die britische Sloop Rochester und eine Sunderland der 10. australischen Staffel des britischen Küstenkommandos mit dem Piloten W.M. ("Hoot") Gibson von der Gladiolus alarmiert und herangeführt worden. Als die Rochester U 26 an der Oberfläche sichtete, ging sie auf äußerste Kraft, um das Boot zu rammen. Wenn die Diesel und die E-Maschinen von U 26 einwandfrei gearbeitet hätten und Scheringer seine Batterien hätte ganz aufladen können, wäre er möglicherweise entkommen. Aber angesichts der auf ihn zurasenden und mit dem Buggeschütz feuernden Rochester (die er für einen Zerstörer hielt) und der Sunderland am Himmel, mußte er wieder tauchen.

Die Sunderland sah den "Strudel", wo das U-Boot getaucht war, und flog einen Angriff. Hoot Gibson warf vier 113 Kilogramm schwere ASW-Bomben ab, die sehr nah am Boot explodierten. Sie richteten jedoch keinen ernsten Schaden an, aber Scheringers Batterien waren leer, und das Boot leckte immer noch im Heck als Folge des Wasserbombenangriffs der Gladiolus. Aus Furcht, von dem nahenden "Zerstörer" tödlich getroffen zu werden, tauchte Scheringer auf und wollte das Boot versenken. Als das Boot auftauchte, warf die Sunderland vier weitere Bomben, doch inzwischen hatte der Leitende Ingenieur bereits die Versenkung in die Wege geleitet und die Besatzung sprang ins Wasser.

Mit geöffneten Luks ging U 26 rasch unter. Die Geschütze immer noch auf das Boot gerichtet, kam die Rochester heran. Sie ließ die Überlebenden eine Weile schwimmen, um ihnen Angst einzujagen und sie gesprächiger zu machen; dann fischte sie alle 48 Mann aus dem Wasser. Niemand kam um, doch die Einschüchterungstaktik hatte keinen Erfolg. Ja die Crew von U 26 erwies sich sogar als besonders widerspenstig, wie aus britischen Geheimdienstberichten hervorgeht.

Aus Clay Blair - Band 1 - "Die Jäger" - S. 214 - 215.


Quellen & Literatur


Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB

Clay Blair: "Der U-Boot-Krieg - Die Jäger 1939 - 1942" - Heyne Verlag 1998 - S. 214, 215.

Rainer Busch/Hans Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 61, 66, 91, 206, 214.

Rainer Busch/Hans Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 17, 24, 211.

Rainer Busch/Hans Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 19 - 20.

Rainer Busch/Hans Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag 2008 - S. 28 - 29.

Dr. Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 29, 278, 271.

Herbert Ritschel : Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 1 - U 50" - Eigenverlag - S. 147 - 153.

Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 105.


Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com

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