U 71

Aus uboot Wiki
Version vom 15. April 2026, 16:25 Uhr von Wikiadmin (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: „{{Navi-U-Boot|U 70|U 72}} <div style="border: 1px solid #aaa; padding: 25px; background-color: #ffffff; box-shadow: 2px 2px 5px rgba(0,0,0,0.05); font-family: sans-serif;"> == Daten des deutschen Kriegsmarine Unterseebootes U 71 == {| class="wikitable" style="width:100%; text-align:left; background-color:#ffffff;" |- | style="width:20%;" | Bezeichnung: | U 71 |- | Typ: | VII C |- | Bauauftrag: | 25.01.1939 |- | Bauwerft: | Friedrich Krup…“)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
U 70
   U 72

Daten des deutschen Kriegsmarine Unterseebootes U 71

Bezeichnung: U 71
Typ: VII C
Bauauftrag: 25.01.1939
Bauwerft: Friedrich Krupp Germaniawerft AG Kiel
Serie: U 69 - U 72
Baunummer: 618
Kiellegung: 21.12.1939
Stapellauf: 31.10.1940
Indienststellung: 14.12.1940
Kommandant: Walter Flachsenberg
Feldpostnummer: M - 26 448

Kommandanten

14.12.1940 - 03.07.1942 Korvettenkapitän - Walter Flachsenberg
03.07.1942 - 01.05.1943 Oberleutnant zur See - Hardo Rodler von Roithberg
02.05.1943 - 30.06.1943 Unbesetzt
01.07.1943 - 00.07.1943 Leutnant zur See - Erich Krempl
00.07.1943 - 00.05.1944 Oberleutnant zur See - Uwe Christiansen
00.05.1944 - 07.06.1944 Oberleutnant zur See - Curt Hartmann
08.06.1944 - 27.02.1945 Oberleutnant zur See - Emil Ranzau

Flottillen

14.12.1940 - 31.05.1941 7. U-Flottille, Kiel (Ausbildungsboot) - Original Kriegstagebuch U 71 - Ausbildung
01.06.1941 - 31.05.1943 7. U-Flottille, St. Nazaire (Frontboot)
01.06.1943 - 30.06.1944 24. U-Flottille, Memel (Ausbildungsboot)
01.07.1944 - 00.02.1945 22. U-Flottille, Gotenhafen / Wilhelmshaven (Schulboot)

Einsätze


1. Unternehmung

14.06.1941 - 02.07.1941: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in St. Nazaire


Am 14.06.1941 lief U 71 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Walter Flachsenberg von Kiel zu seiner 1. Unternehmung aus. Der Marsch führte zunächst durch die Ostsee in den Nordatlantik, um dort Angriffe gegen den feindlichen Schiffsverkehr durchzuführen. Während dieser insgesamt 19 Tage dauernden Fahrt wurde eine Strecke von zirka 3.000 sm zurückgelegt. Auf dieser Unternehmung konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden. Nach Abschluss der Operationen lief das Boot am 02.07.1941 in seinen neuen Stützpunkt St. Nazaire ein.

Original Kriegstagebuch U 71 - 1. Unternehmung



2. Unternehmung

02.08.1941 - 07.09.1941: Ausgelaufen von St. Nazaire - Eingelaufen in St. Nazaire


Unter der Führung von Kapitänleutnant Walter Flachsenberg verließ U 71 am 02.08.1941 den Stützpunkt St. Nazaire zu seiner 2. Unternehmung. Das Boot operierte im Nordatlantik, im Seegebiet südwestlich von Island sowie westlich und südwestlich von Irland, um dort Angriffe gegen den feindlichen Schiffsverkehr durchzuführen. Während dieser Fahrt war U 71 den U-Boot-Gruppen Grönland, Bosemüller und Seewolf zugeteilt. Innerhalb der insgesamt 37 Tage auf See wurden zirka 5.600 sm über und 220 sm unter Wasser zurückgelegt. Auf dieser Unternehmung konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden. Nach Abschluss der Aufgabenstellung kehrte das Boot am 07.09.1941 wieder nach St. Nazaire zurück.

Original Kriegstagebuch U 71 - 2. Unternehmung



3. Unternehmung

29.09.1941 - 31.10.1941: Ausgelaufen von St. Nazaire - Eingelaufen in St. Nazaire


Am 29.09.1941 lief U 71 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Walter Flachsenberg von St. Nazaire zu seiner 3. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik, in Höhe von Kap Finisterre, westlich von Gibraltar sowie bei Kap Spartel, um dort Angriffe gegen den feindlichen Schiffsverkehr durchzuführen. Während dieser Fahrt war U 71 der U-Boot-Gruppe Breslau zugeteilt. Innerhalb der insgesamt 33 Tage auf See wurden 5.192 sm über und 469 sm unter Wasser zurückgelegt. Auf dieser Unternehmung konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden. Nach Abschluss der Operationen kehrte das Boot am 31.10.1941 wieder nach St. Nazaire zurück.

Original Kriegstagebuch U 71 - 3. Unternehmung



4. Unternehmung

29.11.1941 - 05.12.1941: Ausgelaufen von St. Nazaire - Eingelaufen in St. Nazaire

18.12.1941 - 21.01.1942: Ausgelaufen von St. Nazaire - Eingelaufen in St. Nazaire


Am 29.11.1941 lief U 71 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Walter Flachsenberg von St. Nazaire zu seiner 4. Unternehmung aus. U 71 operierte im Nordatlantik, westlich von Gibraltar sowie im Seegebiet der Azorischen Inseln, um dort Angriffe gegen den feindlichen Schiffsverkehr durchzuführen. Ein Luftangriff am 30.11.1941 sowie auftretende Maschinenprobleme zwangen U 71 zur Rückkehr nach St. Nazaire, wo das Boot vom 11.12.1941 bis zum 17.12.1941 zur Instandsetzung im Dock lag. Nach Abschluss der Reparaturen wurde die Fahrt fortgesetzt, wobei U 71 den U-Boot-Gruppen Seeräuber und Seydlitz zugeteilt war. Während der insgesamt 54 Tage dauernden Unternehmung wurden zirka 5.700 sm über und 315 sm unter Wasser zurückgelegt. Auf dieser Fahrt konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden. Am 21.01.1942 machte U 71 wieder in St. Nazaire fest.

Original Kriegstagebuch U 71 - 4. Unternehmung



5. Unternehmung

23.02.1942 - 20.04.1942: Ausgelaufen von St. Nazaire - Eingelaufen in La Pallice


Am 23.02.1942 lief U 71 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Walter Flachsenberg von St. Nazaire zu seiner 5. Unternehmung aus. U 71 operierte im Nordatlantik sowie vor der Ostküste der USA, um dort Angriffe gegen den feindlichen Schiffsverkehr durchzuführen. Während dieser insgesamt 57 Tage dauernden Fahrt wurden 7.065,5 sm über und 841 sm unter Wasser zurückgelegt. Im Verlauf der Operationen gelang die Versenkung von 5 Schiffen mit insgesamt 38.894 BRT. Nach Abschluss der Aufgabenstellung lief U 71 am 20.04.1942 in La Pallice ein. → Erfolge U 71.

Original Kriegstagebuch U 71 - 5. Unternehmung



6. Unternehmung

04.06.1942 - 06.06.1942: Ausgelaufen von La Pallice - Eingelaufen in La Pallice

11.06.1942 - 20.06.1942: Ausgelaufen von La Pallice - Eingelaufen in St. Nazaire


Am 04.06.1942 lief U 71 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Walter Flachsenberg von La Pallice zu seiner 6. Unternehmung aus. Bereits zwei Tage später musste U 71 die Fahrt unterbrechen, da nach einem Luftangriff in der Biskaya Schäden durch Wasserbomben aufgetreten waren, die eine Rückkehr nach St. Nazaire erforderlich machten. Nach erfolgter Reparatur und dem erneuten Auslaufen operierte U 71 im Nordatlantik sowie im Seegebiet westlich von Spanien, um dort Angriffe gegen den feindlichen Schiffsverkehr durchzuführen. Während dieser Fahrt war U 71 der U-Boot-Gruppe Endrass zugeteilt. Innerhalb der insgesamt 17 Tage wurden 1.260 sm über und 306 sm unter Wasser zurückgelegt. Auf dieser Unternehmung konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden. Am 20.06.1942 lief U 71 wieder in St. Nazaire ein.

Original Kriegstagebuch U 71 - 6. Unternehmung



7. Unternehmung

04.07.1942 - 15.08.1942: Ausgelaufen von St. Nazaire - Eingelaufen in St. Nazaire


Am 04.07.1942 lief U 71 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Hardo Rodler von Roithberg von St. Nazaire zu seiner 7. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik, im Seegebiet südlich von Island sowie östlich von Neufundland, um dort Angriffe gegen den feindlichen Schiffsverkehr durchzuführen. Während dieser Fahrt war U 71 den U-Boot-Gruppen Wolf, Pirat und Steinbrinck zugeteilt. Zur Sicherstellung der Einsatzdauer erfolgte am 29.07.1942 eine Versorgung durch U 461 mit 60 m³ Brennstoff, 1,6 m³ Schmieröl und Proviant für 14 Tage. Während der insgesamt 43 Tage legte U 71 eine Strecke von 6.797 sm über und 555 sm unter Wasser zurück. Auf dieser Unternehmung konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden. Nach Abschluss der Aufgabenstellung kehrte U 71 am 15.08.1942 wieder nach St. Nazaire zurück.

Original Kriegstagebuch U 71 - 7. Unternehmung



8. Unternehmung

05.10.1942 - 17.11.1942: Ausgelaufen von St. Nazaire - Eingelaufen in St. Nazaire


Am 05.10.1942 lief U 71 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Hardo Rodler von Roithberg von St. Nazaire zu seiner 8. Unternehmung aus. In den Weiten des Nordatlantiks sowie im Seegebiet östlich von Neufundland operierte das Boot, um dort Angriffe gegen den feindlichen Schiffsverkehr durchzuführen. Während dieser Fahrt war U 71 den U-Boot-Gruppen Panther und Veilchen zugeteilt. Innerhalb der insgesamt 44 Tage legte U 71 eine Strecke von 5.459 sm über und 566 sm unter Wasser zurück. Auf dieser Unternehmung konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden. Nach Abschluss der Operationen kehrte das Boot am 17.11.1942 wieder nach St. Nazaire zurück.

Original Kriegstagebuch U 71 - 8. Unternehmung



9. Unternehmung

23.12.1942 - 12.02.1943: Ausgelaufen von St. Nazaire - Eingelaufen in St. Nazaire


Am 23.12.1942 lief U 71 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Hardo Rodler von Roithberg von St. Nazaire zu seiner 9. Unternehmung aus. U 71 operierte im Nordatlantik, im Seegebiet westlich von Irland sowie in der westlichen Biskaya, um dort Angriffe gegen den feindlichen Schiffsverkehr durchzuführen. Während dieser Fahrt war das Boot den U-Boot-Gruppen Seeräuber, Falke, Landsknecht und Hartherz zugeteilt. Innerhalb der insgesamt 52 Tage auf See wurden 6.071 sm über und 551 sm unter Wasser zurückgelegt. Auf dieser Unternehmung konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden. Nach der Rückkehr am 12.02.1943 folgte vom 13.02.1943 bis zum 26.03.1943 ein Werftaufenthalt zur Instandsetzung von U 71.

Original Kriegstagebuch U 71 - 9. Unternehmung



10. Unternehmung

27.03.1943 - 25.04.1943: Ausgelaufen von St. Nazaire - Eingelaufen in Bergen

26.04.1943 - 26.04.1943: Ausgelaufen von Bergen - Eingelaufen in Kristiansand

27.04.1943 - 01.05.1943: Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Königsberg


Am 27.03.1943 lief U 71 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Hardo Rodler von Roithberg von St. Nazaire zu seiner 10. Unternehmung aus. U 71 operierte im Nordatlantik sowie im Seegebiet südlich von Grönland, um dort Angriffe gegen den feindlichen Schiffsverkehr durchzuführen. Während dieser Fahrt war das Boot den U-Boot-Gruppen Adler und Meise zugeteilt. Der Rückmarsch gestaltete sich über mehrere Stationen: Nach einer Torpedoabgabe in Bergen und einem Geleitwechsel in Kristiansand führte der Weg durch die Ostsee nach Königsberg. Während der insgesamt 36 Tage auf See legte U 71 eine Strecke von 5.938 sm über und 305 sm unter Wasser zurück. Auf dieser Unternehmung konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden. Nach dem Einlaufen in Königsberg am 01.05.1943 verlegte U 71 zur großen Werftüberholung nach Danzig. Ab Juni 1943 wurde U 71 der 21. U-Flottille in Pillau zugeteilt. Zweck dieser Verlegung war der Einsatz als Schulboot zur Ausbildung des U-Boot-Nachwuchses in der Ostsee. In dieser Funktion verblieb U 71 bis zum Ende seiner aktiven Dienstzeit.

Original Kriegstagebuch U 71 - 10. Unternehmung



Verlegungsfahrt

28.01.1945 - 03.02.1945: Ausgelaufen von Gotenhafen - Eingelaufen in Wilhelmshaven


Unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Emil Ranzau verließ U 71 am 28.01.1945 den Stützpunkt Gotenhafen. Zweck dieser Fahrt war die Verlegung im Zuge der Räumung des Stützpunktes, wobei U 71 gemeinsam mit dem Wohnschiff Weichsel und 29 weiteren U-Booten nach Wilhelmshaven verlegte. Nach einer sechstägigen Überführung durch die Ostsee und die Nordsee lief U 71 am 03.02.1945 in Wilhelmshaven ein. Während dieser Verlegung wurden keine operativen Angriffe gegen den feindlichen Schiffsverkehr durchgeführt.


Verbleib

Datum: 02.05.1945
Letzter Kommandant: Emil Ranzau
Ort: Wilhelmshaven
Position: 53° 31' Nord - 08° 09' Ost
Planquadrat: AN 9815
Verlust durch: Selbstversenkung
Tote: 0
Überlebende: 0
Besatzung: Besatzungsliste U 71

Verbleib im Detail



Am 23.02.1945 erfolgte in Wilhelmshaven die Außerdienststellung von U 71. Im Rahmen der Aktion Regenbogen wurde U 71 schließlich am 02.05.1945 in der Raederschleuse (IV. Einfahrt/Westkammer) in Wilhelmshaven von der eigenen Besatzung selbst versenkt. Zusammen mit U 71 versenkten sich an diesem Ort weitere 22 U-Boote. Nach Kriegsende führten britische Einheiten zwischen dem 10.10.1945 und dem 25.10.1945 Sprengungen mit geballten Ladungen an den Wracks durch. Zu einem späteren Zeitpunkt wurde U 71 gehoben und der Verschrottung zugeführt.


Quellen & Literatur


Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher bei Amazon oder ZVAB

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 44, 67, 90, 187, 194.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 35, 187, 194.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 34, 42, 358, 368.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag 2008 - S. 65.

Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 43.

Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 51 - U 99" - Eigenverlag - S. 205 - 219.

Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 43.


Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com

U 70
   U 72