3. U-Lehrdivision
3. Unterseebootlehrdivision
Die 3. Unterseebootlehrdivision war ein Ausbildungsverband der Kriegsmarine für die technische Ausbildung des Personals der U-Boot-Waffe. Ihre Aufgabe bestand in der Vermittlung fachlicher Kenntnisse für den Maschinen-, Elektro- und Bordbetrieb sowie in der Vorbereitung der Besatzungen auf den Dienst an Bord von U-Booten.
Historischer Kontext und Organisation
Die 3. Unterseeboot-Lehrdivision wurde im September 1943 aufgestellt und war in Neustadt in Holstein stationiert. Sie unterstand dem Höheren Kommandeur der Unterseebootausbildung und ergänzte das Ausbildungssystem der bereits bestehenden Unterseeboot-Lehrdivisionen.
Schwerpunkt der Ausbildung war die technische Schulung von Unteroffizieren und Mannschaften für den Maschinen- und Elektrodienst. Neben der theoretischen Ausbildung wurden praktische Übungen an technischen Anlagen sowie auf Ausbildungsbooten durchgeführt.
Mit der Einführung neuer U-Boot-Typen wurden die Ausbildungsinhalte fortlaufend erweitert und den gestiegenen technischen Anforderungen angepasst.
Ausbildungsinhalte
Zum Lehrprogramm gehörten insbesondere:
- Maschinen- und Motorenkunde
- Elektrotechnik
- Bedienung und Wartung der Bordanlagen
- Schadensabwehr
- Leckabwehr und Brandbekämpfung
- Praktische Ausbildung an technischen Einrichtungen
- Bordausbildung auf Ausbildungsbooten
Die theoretische Ausbildung wurde durch praktische Übungen ergänzt, um die Teilnehmer auf die technischen Anforderungen des Borddienstes vorzubereiten.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Die 3. Unterseeboot-Lehrdivision leistete einen wichtigen Beitrag zur Ausbildung des technischen Personals der U-Boot-Waffe. Die dort vermittelten Kenntnisse bildeten die Grundlage für den sicheren Betrieb der Maschinen- und Elektroanlagen sowie für die Durchführung von Instandsetzungsarbeiten während des Einsatzes.
Mit der Einführung technisch weiterentwickelter U-Boot-Typen wurden die Ausbildungsinhalte entsprechend angepasst.
Art der Einrichtung
- 3. Unterseeboot-Lehrdivision – Ausbildungsverband der Kriegsmarine
- Höherer Kommandeur der Unterseebootausbildung – Kommandobehörde
- Neustadt in Holstein – Marineausbildungsstandort
- U-Boot-Waffe – Waffengattung der Kriegsmarine
Quellen im Bundesarchiv
BArch PERS 6: Personalunterlagen von Marineoffizieren und -beamten. Je nach Einzelfall Nachweise über Verwendungen, Lehrgänge und Kommandierungen.
Literatur
Lohmann, Walter / Hildebrand, Hans H.: Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. 3 Bände. Podzun Verlag, 1956.
Rössler, Eberhard: Geschichte des deutschen U-Bootbaus. Band 1 und 2. Bernard & Graefe Verlag 1996.
Busch, Rainer / Röll, Hans-Joachim: Der U-Boot-Krieg 1939–1945. Mittler Verlag, 1996.
Gröner, Erich: Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945. Bernard & Graefe Verlag, 1994.
Tessin, Georg: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS 1939–1945. Band 14. Biblio-Verlag, Osnabrück, 2002.
Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven
Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB
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Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com