U 262: Unterschied zwischen den Versionen
Die Seite wurde neu angelegt: „{{Navi-U-Boot|U 261|U 263}} <div style="border: 1px solid #aaa; padding: 25px; background-color: #ffffff; box-shadow: 2px 2px 5px rgba(0,0,0,0.05); font-family: sans-serif;"> == Kriegsmarine Unterseeboot U 262 == {| class="wikitable" style="width:100%; text-align:left; background-color:#ffffff;" |- | style="width:20%;" | Typ: | VII C |- | Bauauftrag: | 15.08.1940 |- | Bauwerft: | Bremer Vulkan Schiffbau und Maschinenfabrik Bremen-Vegesac…“ |
|||
| (2 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt) | |||
| Zeile 235: | Zeile 235: | ||
|- | |- | ||
| Position: | | Position: | ||
| [https://www.google.com/maps/54.35736,10.14844 54° 21' Nord - 10° 08' Ost] | | [https://www.google.com/maps/place/54.35736,10.14844 54° 21' Nord - 10° 08' Ost] | ||
|- | |- | ||
| Planquadrat: | | Planquadrat: | ||
Aktuelle Version vom 29. April 2026, 17:55 Uhr
Kriegsmarine Unterseeboot U 262
| Typ: | VII C |
| Bauauftrag: | 15.08.1940 |
| Bauwerft: | Bremer Vulkan Schiffbau und Maschinenfabrik Bremen-Vegesack |
| Serie: | U 251 - U 291 |
| Baunummer: | 27 |
| Kiellegung: | 29.05.1941 |
| Stapellauf: | 10.03.1942 |
| Indienststellung: | 15.04.1942 |
| Kommandant: | Günter Schiebusch |
| Feldpostnummer: | M - 45 835 |
Kommandanten
| 15.04.1942 - 26.10.1942 | Kapitänleutnant Günter Schiebusch |
| 00.09.1942 - 00.10.1942 | Oberleutnant zur See Siegfried Atzinger (in Vertretung) |
| 20.10.1942 - 25.01.1944 | Kapitänleutnant Heinz Franke (bzw. vom 26.10.1942) |
| 25.01.1944 - 24.11.1944 | Oberleutnant zur See Helmut Wieduwilt |
| 25.11.1944 - 02.04.1945 | Kapitänleutnant Karl-Heinz Laudahn |
Flottillen
| 15.04.1942 - 30.09.1942 | 5. U-Flottille, Kiel (Ausbildungsboot) |
| 01.10.1942 - 09.11.1944 | 3. U-Flottille, La Pallice (Frontboot) |
| 10.11.1944 - 02.04.1945 | 33. U-Flottille, Flensburg (Frontboot) |
Einsätze
Verlegungsfahrt
08.09.1942 - 10.09.1942: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Kristiansand
10.09.1942 - 12.09.1942: Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Bergen
Am 08.09.1942 lief U 262 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Günter Schiebusch von Kiel aus. Das Boot verlegte über Kristiansand, wo eine Brennstoff- und Wasserergänzung stattfand, nach Bergen. Diese Fahrt dauerte insgesamt 5 Tage. Am 12.09.1942 lief U 262 schließlich in Bergen ein. Dort erkrankte der Kommandant und wurde in der Folge abgelöst.
1. Unternehmung
24.09.1942 - 28.09.1942: Ausgelaufen von Bergen - Eingelaufen in Bergen
Am 24.09.1942 lief U 262 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Siegfried Atzinger von Bergen zu seiner 1. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordmeer, musste die Fahrt jedoch aufgrund von Schäden nach einem Fliegerangriff vorzeitig abbrechen. Während dieser insgesamt 5 Tage dauernden Fahrt konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden. Am Ende der Unternehmung kehrte U 262 am 28.09.1942 wieder nach Bergen zurück.
Original Kriegstagebuch U 262 - 1. Unternehmung
2. Unternehmung
03.10.1942 - 09.10.1942: Ausgelaufen von Bergen - Eingelaufen in Narvik
Am 03.10.1942 lief U 262 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Siegfried Atzinger von Bergen zu seiner 2. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordmeer, musste die Fahrt jedoch aufgrund einer Erkrankung des Kommandanten vorzeitig abbrechen. Während dieser insgesamt 7 Tage dauernden Fahrt konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden. Am Ende der Unternehmung lief U 262 am 09.10.1942 in Narvik ein, woraufhin der Kommandant abgelöst wurde.
Original Kriegstagebuch U 262 - 2. Unternehmung
3. Unternehmung
05.11.1942 - 05.11.1942: Ausgelaufen von Narvik - Eingelaufen in Harstad
05.11.1942 - 09.12.1942: Ausgelaufen von Harstad - Eingelaufen in La Pallice
Am 05.11.1942 lief U 262 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Heinz Franke von Narvik zu seiner 3. Unternehmung aus. Das Boot operierte nach einer Proviantergänzung in Harstad im Nordatlantik sowie nordöstlich von Neufundland. Das Boot gehörte auf dieser Unternehmung zu den U-Boot-Gruppen Kreuzotter und Drachen. Während dieser insgesamt 35 Tage dauernden Fahrt wurden zirka 5.600 sm über und zirka 300 sm unter Wasser zurückgelegt. Im Verlauf der Operationen gelang die Versenkung von einem Schiff mit 7.178 BRT sowie einer Korvette mit 925 ts. Am Ende der Unternehmung lief U 262 am 09.12.1942 in La Pallice ein. → Erfolge U 262.
Original Kriegstagebuch U 262 - 3. Unternehmung
4. Unternehmung
16.01.1943 - 15.02.1943: Ausgelaufen von La Pallice - Eingelaufen in La Pallice
Am 16.01.1943 lief U 262 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Heinz Franke von La Pallice zu seiner 4. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik sowie westlich von Irland. Das Boot gehörte auf dieser Unternehmung zu den U-Boot-Gruppen Landsknecht und Pfeil. → 1 U-Boot wurde versorgt. In den insgesamt 31 Tage dauernden Operationen wurden 4.352 sm über und 332 sm unter Wasser zurückgelegt. Dabei gelang die Versenkung von 1 Schiff mit 2.864 BRT. Am Ende der Unternehmung kehrte U 262 am 15.02.1943 wieder nach La Pallice zurück.
Original Kriegstagebuch U 262 - 4. Unternehmung
5. Unternehmung
27.03.1943 - 29.03.1943: Ausgelaufen von La Pallice - Eingelaufen in La Pallice
06.04.1943 - 25.05.1943: Ausgelaufen von La Pallice - Eingelaufen in La Pallice
Am 27.03.1943 lief U 262 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Heinz Franke von La Pallice zu seiner 5. Unternehmung aus. Nachdem bei einem Tieftauchversuch die Luftschächte rissen, musste das Boot zur Reparatur zunächst nach La Pallice zurückkehren. Nach dem erneuten Auslaufen operierte es im Nordatlantik, der Cabot-Straße, vor Neufundland sowie im Sankt-Lorenz-Golf. Im Rahmen dieser Fahrt führte U 262 das Unternehmen Elster durch, bei dem geflüchtete U-Boot-Kommandanten von der Prinz-Eduard-Insel aufgenommen werden sollten, was jedoch erfolglos blieb. Während der Operationen wurde das Boot am 18.05.1943 von U 459 mit Proviant für 5 Tage, einem Metox-Gerät, Ersatzteilen und 40 Kalipatronen versorgt. In den insgesamt 60 Tage dauernden Operationen wurden zirka 6.000 sm über und 929 sm unter Wasser zurückgelegt, wobei keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden konnten. Am Ende der Unternehmung kehrte U 262 am 25.05.1943 wieder nach La Pallice zurück.
Original Kriegstagebuch U 262 - 5. Unternehmung
6. Unternehmung
24.07.1943 - 02.09.1943: Ausgelaufen von La Pallice - Eingelaufen in La Pallice
Am 24.07.1943 lief U 262 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Heinz Franke von La Pallice zu seiner 6. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Mittelatlantik sowie südlich der Azorischen Inseln, musste die Fahrt jedoch aufgrund von Schäden nach einem Fliegerangriff vorzeitig abbrechen. Während dieser insgesamt 41 Tage dauernden Fahrt wurden zirka 3.760 sm über und 1.253 sm unter Wasser zurückgelegt, wobei keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden konnten. Am Ende der Unternehmung kehrte U 262 am 02.09.1943 wieder nach La Pallice zurück.
Original Kriegstagebuch U 262 - 6. Unternehmung
7. Unternehmung
19.10.1943 - 07.12.1943: Ausgelaufen von La Pallice - Eingelaufen in La Pallice
Am 19.10.1943 lief U 262 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Heinz Franke von La Pallice zu seiner 7. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik sowie westlich von Spanien. Das Boot gehörte auf dieser Unternehmung zu den U-Boot-Gruppen Schill, Schill 1 und Weddigen. Während dieser insgesamt 50 Tage dauernden Fahrt wurden 4.113 sm über und 1.626 sm unter Wasser zurückgelegt. Im Verlauf der Operationen gelang die Versenkung von 1 Schiff mit 2.968 BRT. Am Ende der Unternehmung kehrte U 262 am 07.12.1943 wieder nach La Pallice zurück. → Erfolge U 262.
Original Kriegstagebuch U 262 - 7. Unternehmung
8. Unternehmung
03.02.1944 - 05.02.1944: Ausgelaufen von La Pallice - Eingelaufen in La Pallice
08.02.1944 - 09.02.1944: Ausgelaufen von La Pallice - Eingelaufen in La Pallice
10.02.1944 - 11.02.1944: Ausgelaufen von La Pallice - Eingelaufen in La Pallice
13.02.1944 - 13.02.1944: Ausgelaufen von La Pallice - Eingelaufen in La Pallice
14.02.1944 - 29.04.1945: Ausgelaufen von La Pallice - Eingelaufen in La Pallice
Am 03.02.1944 lief U 262 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Helmut Wieduwilt von La Pallice zu seiner 8. Unternehmung aus. Die Fahrt war zunächst von technischen Schwierigkeiten geprägt: Das Boot musste am 05.02. wegen eines Risses im Dieselzuluftmast, am 09.02. sowie am 11.02. aufgrund undichter Tauchzellen und am 13.02.1944 wegen des Ausfalls der 3,7-cm-Kanone zur Reparatur nach La Pallice zurückkehren. Nach dem endgültigen Auslaufen operierte das Boot im Nordatlantik, westlich von Irland sowie bei Neufundland. Es gehörte zur Preussen. Während dieser insgesamt 87 Tage dauernden Fahrt wurden 2.660 sm über und 3.040 sm unter Wasser zurückgelegt, wobei keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden konnten. Am Ende der Unternehmung kehrte U 262 am 29.04.1944 wieder nach La Pallice zurück.
Original Kriegstagebuch U 262 - 8. Unternehmung
9. Unternehmung
06.06.1944 - 15.06.1944: Ausgelaufen von La Pallice - Eingelaufen in La Pallice
Am 06.06.1944 lief U 262 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Helmut Wieduwilt von La Pallice zu seiner 9. Unternehmung aus. Das Boot operierte zu Beginn der alliierten Invasion in der Biskaya und im Ärmelkanal. Während dieser insgesamt 10 Tage dauernden Fahrt wurden 188 sm über und 127 sm unter Wasser zurückgelegt, wobei keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden konnten. Am Ende der Unternehmung kehrte U 262 am 15.06.1944 wieder nach La Pallice zurück. Im Anschluss an diese Fahrt erfolgte vom 24.07.1944 bis zum 05.08.1944 der Einbau einer Schnorchelanlage.
Original Kriegstagebuch U 262 - 9. Unternehmung
10. Unternehmung
23.08.1944 - 01.11.1944: Ausgelaufen von La Pallice - Eingelaufen in Farsund
02.11.1944 - 02.11.1944: Ausgelaufen von Farsund - Eingelaufen in Kristiansand
02.11.1944 - 05.11.1944: Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Flensburg
Am 23.08.1944 lief U 262 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Helmut Wieduwilt von La Pallice zu seiner 10. Unternehmung aus. Das Boot operierte während der Überführung nach Deutschland im Nordatlantik. Der Rückmarsch führte über Farsund zum Geleitwechsel sowie nach Kristiansand; da dort kein Geleit vorhanden war, erfolgte die weitere Fahrt nach Flensburg ohne Sicherung. Während dieser insgesamt 75 Tage dauernden Fahrt wurden 432 sm über und 3.613 sm unter Wasser zurückgelegt, wobei keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden konnten. Am Ende der Unternehmung lief U 262 am 05.11.1944 in Flensburg ein.
Original Kriegstagebuch U 262 - 10. Unternehmung
Verlegungsfahrt
28.01.1945 - 04.02.1945: Ausgelaufen von Gotenhafen - Eingelaufen in Kiel
Am 28.01.1945 lief U 262 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Karl-Heinz Laudahn von Gotenhafen aus. Das Boot verlegte im Zuge der Räumung des Stützpunktes zusammen mit dem Wohnschiff Weichsel und 29 weiteren U-Booten nach Kiel. Diese Fahrt dauerte insgesamt 8 Tage. Am 04.02.1945 lief U 262 schließlich in Kiel ein, wo das Boot in der Folge außer Dienst gestellt wurde.
Verbleib
| Datum: | 02.04.1945 |
| Letzter Kommandant: | Karl-Heinz Laudahn |
| Ort: | Kiel |
| Position: | 54° 21' Nord - 10° 08' Ost |
| Planquadrat: | AO 7727 |
| Verlust durch: | Außer Dienst gestellt |
| Tote: | 0 |
| Überlebende: | - |
| Besatzung: | Besatzungsliste U 262 |
Verbleib im Detail
U 262 wurde am 19.12.1944 in Gotenhafen bei einem sowjetischen Luftangriff beschädigt. Nach seiner Überführung nach Kiel wurde das Boot dort am 02.04.1945 außer Dienst gestellt. Nach Kriegsende fiel U 262 als britische Beute an die Alliierten und wurde schließlich 1947 abgebrochen und verschrottet.
Quellen & Literatur
Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven
Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 18, 69, 141, 207, 254
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997- S. 73, 220.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 70, 84, 135, 331.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - "Die deutschen U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag 2008 - S. 161, 162.
Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 50.
Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 223 - U 300" - Eigenverlag - S. 195 - 213.
Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 206.