U 21: Unterschied zwischen den Versionen
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| 05.08.1944 | | 05.08.1944 | ||
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| 54° 39' Nord - 19° 55' Ost | | [https://www.google.com/maps/place/54.64066,19.88096 54° 39' Nord - 19° 55' Ost] | ||
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| AO 9599 | | AO 9599 | ||
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| Verlust durch: | |||
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| Besatzung: | |||
| [[Besatzungsliste U 21]] | | [[Besatzungsliste U 21]] | ||
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Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 41. | Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 41. | ||
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Aktuelle Version vom 16. April 2026, 09:58 Uhr
Daten des deutschen Kriegsmarine Unterseebootes U 21
| Bezeichnung: | U 21 |
| Typ: | II B |
| Bauauftrag: | 02.02.1935 |
| Bauwerft: | Friedrich Krupp Germaniawerft AG Kiel |
| Serie: | U 17 - U 24 |
| Baunummer: | 551 |
| Kiellegung: | 04.03.1936 |
| Stapellauf: | 31.07.1936 |
| Indienststellung: | 03.08.1936 |
| Kommandant: | Werner Lott |
| Feldpostnummer: | M - 08360 |
Kommandanten
| 00.09.1936 - 31.03.1937 | Kapitänleutnant - Werner Lott |
| 01.04.1937 - 02.04.1937 | Kapitänleutnant - Wilhelm Ambrosius |
| 03.06.1937 - 25.07.1937 | Fregattenkapitän - Erwin Sachs (in Vertretung) |
| 01.10.1937 - 06.01.1940 | Kapitänleutnant - Fritz Frauenheim |
| 06.01.1940 - 28.07.1940 | Kapitänleutnant - Wolf-Harro Stiebler |
| 01.08.1940 - 20.12.1940 | Oberleutnant zur See - Hans Heidtmann |
| 21.12.1940 - 18.05.1941 | Kapitänleutnant - Ernst-Bernward Lohse |
| 19.05.1941 - 03.01.1942 | Oberleutnant zur See - Karl-Heinz Herbschleb |
| 04.01.1942 - 24.09.1942 | Oberleutnant zur See - Hans-Heinrich Döhler |
| 25.09.1942 - 28.01.1943 | Leutnant zur See - Hans-Ferdinand Geisler |
| 29.01.1943 - 11.05.1944 | Oberleutnant zur See - Rudolf Kugelberg |
| 12.05.1944 - 05.08.1944 | Oberleutnant zur See - Wolfgang Schwarzkopf |
Flottillen
| 00.08.1936 - 31.08.1939 | U-Flottille Weddigen, Kiel (Ausbildungs- und Einsatzboot in Friedenszeit) |
| 01.09.1939 - 31.12.1939 | U-Flottille Weddigen, Kiel (Frontboot) |
| 01.01.1940 - 30.06.1940 | 1. U-Flottille, Kiel (Frontboot) |
| 01.07.1940 - 05.08.1944 | 21. U-Flottille, Pillau (Schulboot) |
Einsätze
Verlegungsfahrt
22.08.1939 - 23.08.1939: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Wilhelmshaven
Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Fritz Frauenheim lief U 21 am 22.08.1939 von Kiel aus. In Vorbereitung auf den drohenden Kriegsausbruch verlegte das Boot im Verband mit U 9, U 13, U 15, U 19 und U 23 durch den Kaiser-Wilhelm-Kanal nach Wilhelmshaven. Am 23.08.1939 lief U 21 an seinem neuen Stützpunkt ein, um für die ersten Einsätze in der Nordsee bereitzustehen.
1. Unternehmung
25.08.1939 - 05.09.1939: Ausgelaufen von Wilhelmshaven - Eingelaufen in Wilhelmshaven
Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Fritz Frauenheim lief U 21 am 25.08.1939 von Wilhelmshaven aus. Das Boot operierte in der Nordsee vor der niederländischen Küste zur Aufklärung und Überwachung des Schiffsverkehrs bei Kriegsbeginn. Nach 12 Tagen lief U 21 am 05.09.1939 ohne Versenkungserfolge wieder in Wilhelmshaven ein.
Original Kriegstagebuch U 21 - 1. Unternehmung
2. Unternehmung
09.09.1939 - 01.10.1939: Ausgelaufen von Wilhelmshaven - Eingelaufen in Wilhelmshaven
Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Fritz Frauenheim lief U 21 am 09.09.1939 von Wilhelmshaven aus. Das Boot operierte in der Nordsee sowie im Firth of Forth zur Aufklärung und Bekämpfung feindlicher Seestreitkräfte. Nach 23 Tagen lief U 21 am 01.10.1939 ohne Versenkungserfolge wieder in Wilhelmshaven ein.
Original Kriegstagebuch U 21 - 2. Unternehmung
3. Unternehmung
02.10.1939 - 03.10.1939: Ausgelaufen von Wilhelmshaven - Eingelaufen in Kiel
22.10.1939 - 22.10.1939: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Brunsbüttel
22.10.1939 - 07.11.1939: Ausgelaufen von - Eingelaufen in Wilhelmshaven
08.11.1939 - 08.11.1939: Ausgelaufen von Wilhelmshaven - Eingelaufen in Kiel
Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Fritz Frauenheim lief U 21 am 02.10.1939 von Wilhelmshaven aus und verlegte zur Durchführung von Instandsetzungsarbeiten nach Kiel, wo es am 03.10.1939 eintraf. Am 22.10.1939 lief das Boot von Kiel zu einer neuen Unternehmung aus. Nach der Passage durch den Kaiser-Wilhelm-Kanal und einer Geleitaufnahme in Brunsbüttel legte das Boot insgesamt 9 Minen im Firth of Forth. Der Rückmarsch erfolgte über Wilhelmshaven und erneut durch den Kaiser-Wilhelm-Kanal zurück nach Kiel. Nach 18 Tagen lief U 21 am 08.11.1939 wieder in seinem Ausgangshafen ein. Auf dieser Unternehmung konnte das Boot 1 Schiff mit 2.266 BRT sowie 1 Leichten Kreuzer mit 10.500 ts durch Minentreffer beschädigen. → Erfolge U 21
Original Kriegstagebuch U 21 - 3. Unternehmung
4. Unternehmung
27.11.1939 - 05.12.1939: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Kiel
Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Fritz Frauenheim lief U 21 am 27.11.1939 von Kiel aus. Nach der Passage durch den Kaiser-Wilhelm-Kanal operierte das Boot in der Nordsee vor der englischen Ostküste zur Bekämpfung des feindlichen Handelsverkehrs. Nach 9 Tagen, einer Fahrstrecke von zirka 1.000 sm sowie dem erneuten Marsch durch den Kaiser-Wilhelm-Kanal, lief U 21 am 05.12.1939 wieder in Kiel ein. Auf dieser Unternehmung konnte das Boot 1 Schiff mit 4.260 BRT versenken. → Erfolge U 21
Original Kriegstagebuch U 21 - 4. Unternehmung
5. Unternehmung
17.12.1939 - 17.12.1939: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Cuxhaven
17.12.1939 - 24.12.1939: Ausgelaufen von Cuxhaven - Eingelaufen in Brunsbüttel
24.12.1939 - 24.12.1939: Ausgelaufen von Brunsbüttel - Eingelaufen in Kiel
Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Fritz Frauenheim lief U 21 am 17.12.1939 von Kiel aus. Nach der Passage durch den Kaiser-Wilhelm-Kanal und einer Kompasskontrolle in Cuxhaven operierte das Boot in der Nordsee vor der britischen Ostküste zur Bekämpfung des feindlichen Handelsverkehrs. Der Rückmarsch führte über die Schleuse Brunsbüttel und erneut durch den Kaiser-Wilhelm-Kanal zurück nach Kiel. Nach 8 Tagen und einer Fahrstrecke von zirka 1.100 sm lief U 21 am 24.12.1939 wieder in seinem Ausgangshafen ein. Im Anschluss an diese Unternehmung absolvierte das Boot vom 07.01.1940 bis zum 23.01.1940 notwendige Überholungsarbeiten in der Werft. Auf dieser Fahrt konnte das Boot insgesamt 2 Schiffe mit 2.827 BRT versenken. → Erfolge U 21
Original Kriegstagebuch U 21 - 5. Unternehmung
6. Unternehmung
27.01.1940 - 09.02.1940: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Wilhelmshaven
Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Wolf-Harro Stiebler lief U 21 am 27.01.1940 aus Kiel aus. Nach der Passage durch den Kaiser-Wilhelm-Kanal operierte das Boot in der Nordsee, im Seegebiet bei den Orkney-Inseln sowie vor Kinnaird Head zur Bekämpfung des feindlichen Handelsverkehrs. Nach 14 Tagen sowie einer Fahrstrecke von zirka 1.740 sm über und 112 sm unter Wasser lief U 21 am 09.02.1940 in Wilhelmshaven ein. Auf dieser Unternehmung konnte das Boot 1 Schiff mit 1.253 BRT versenken. → Erfolge U 21
Original Kriegstagebuch U 21 - 6. Unternehmung
7. Unternehmung
21.03.1940 - 28.03.1940: Ausgelaufen von Wilhelmshaven - Eingelaufen in Marviken
16.04.1940 - 20.04.1940: Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Kiel
Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Wolf-Harro Stiebler lief U 21 am 21.03.1940 von Wilhelmshaven aus. Das Boot operierte in der Nordsee vor Lindesnes, lief jedoch vor der norwegischen Küste auf einen Unterwasserfelsen auf und konnte sich nicht aus eigener Kraft befreien. Ein norwegischer Schlepper brachte das Boot zunächst nach Marviken und später nach Kristiansand, wo die Internierung erfolgte. Nach 8 Tagen sowie einer Fahrstrecke von 514 sm über und 31 sm unter Wasser lief U 21 am 28.03.1940 in Marviken ein. Nach der Besetzung Norwegens durch deutsche Truppen wurde das Boot wieder übernommen und nach Kiel verlegt. Dort erfolgte vom 21.04.1940 bis zum 11.07.1940 eine große Instandsetzung. Am 13.07.1940 wurde U 21 wieder in Dienst gestellt und fortan als Schulboot in der 21. U-Flottille eingesetzt. Auf dieser Unternehmung konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden.
Original Kriegstagebuch U 21 - 7. Unternehmung
Verlegungsfahrt
12.07.1940 - 13.07.1940: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Pillau
Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Wolf-Harro Stiebler lief U 21 am 12.07.1940 von Kiel aus. Das Boot verlegte zur 21. U-Flottille nach Pillau, wo es am 13.07.1940 einlief. Dort wurde das Boot fortan dauerhaft als Schulboot zur Ausbildung des U-Boot-Nachwuchses in der Ostsee eingesetzt.
Verbleib
| Datum: | 05.08.1944 |
| Letzter Kommandant: | Wolfgang Schwarzkopf |
| Ort: | Pillau |
| Position: | 54° 39' Nord - 19° 55' Ost |
| Planquadrat: | AO 9599 |
| Verlust durch: | Außer Dienst gestellt |
| Tote: | 0 |
| Überlebende: | - |
| Besatzung: | Besatzungsliste U 21 |
Verbleib im Detail
Am 05.08.1944 wurde U 21 in Pillau offiziell außer Dienst gestellt. In den folgenden Monaten bis Februar 1945 wurde das Boot vollständig ausgeschlachtet. Der verbliebene Hulk fiel am 25.04.1945 der vorrückenden Roten Armee in die Hände und wurde höchstwahrscheinlich zu einem späteren Zeitpunkt abgebrochen.
Quellen & Literatur
Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven
Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB
Rainer Busch/Hans Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 17, 52, 71, 76, 93, 98, 135, 148, 149, 199, 224, 235.
Rainer Busch/Hans Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 18, 24, 194.
Rainer Busch/Hans Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 272.
Rainer Busch/Hans Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag 2008 - S. 23.
Dr. Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 32
Herbert Ritschel: Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 1 - U 50" - Eigenverlag - S. 97 - 101.
Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 41.