U 20

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Kriegsmarine Unterseeboot U 20

Typ: II B
Boots-Wappen

Bild vorhanden ohne Lizenz
Bauauftrag: 02.02.1935
Bauwerft: Friedrich Krupp Germaniawerft AG Kiel
Serie: U 17 - U 24
Baunummer: 550
Kiellegung: 01.08.1935
Stapellauf: 14.01.1936
Indienststellung: 01.02.1936
Kommandant: Hans Eckermann
Feldpostnummer: M - 29421

Kommandanten

01.02.1936 - 30.09.1937 Kapitänleutnant - Hans Eckermann
01.10.1937 - 17.01.1940 Kapitänleutnant - Karl-Heinz Moehle
18.01.1940 - 14.04.1940 Kapitänleutnant - Harro von Klot-Heydenfeldt
02.04.1940 - 15.04.1940 Oberleutnant zur See - Heinrich Driver
16.04.1940 - 07.06.1940 Oberleutnant zur See - Hans-Jürgen Zetzsche
08.06.1940 - 05.01.1941 Oberleutnant zur See - Ottokar Paulssen
06.01.1941 - 19.05.1941 Kapitänleutnant - Herbert Schauenburg
20.05.1941 - 04.12.1941 Oberleutnant zur See - Wolfgang Sträter
05.12.1941 - 27.03.1942 Oberleutnant zur See - Kurt Nölke
28.03.1942 - 06.05.1942 Unbekannt (Übergangsphase ohne festen Kommandanten)
07.05.1942 - 26.08.1942 Oberleutnant zur See - Clemens Schöler
27.09.1942 - 26.05.1943 Unbesetzt (Auseinanderbau und Überführung zum Schwarzen Meer)
27.05.1943 - 31.10.1943 Kapitänleutnant - Clemens Schöler
01.11.1943 - 10.09.1944 Oberleutnant zur See - Karl Grafen

Flottillen

00.02.1936 - 00.08.1939 Ausbildungs- und Einsatzboot in Friedenszeit bei der U-Flottille Weddigen bzw. der U-Flottille Lohs in Kiel
01.09.1939 - 31.12.1939 Frontboot bei der U-Flottille Lohs in Kiel
01.01.1940 - 30.04.1940 Frontboot bei der 1. U-Flottille in Kiel
01.05.1940 - 30.09.1942 Schulboot bei der 21. U-Flottille in Pillau
01.10.1942 - 26.05.1943 Außer Dienst zum Auseinanderbau und zur Überführung in das Schwarze Meer
27.05.1943 - 10.09.1944 Frontboot bei der 30. U-Flottille in Konstanza

Einsätze


Verlegungsfahrt

24.08.1939 - 24.08.1939: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Wilhelmshaven


Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Karl-Heinz Moehle lief U 20 am 24.08.1939 von Kiel aus. In Vorbereitung auf den drohenden Kriegsausbruch verlegte das Boot im Verband mit U 12, U 16 und U 24 durch den Kaiser-Wilhelm-Kanal nach Wilhelmshaven. Am selben Tag, dem 24.08.1939, lief U 20 an seinem neuen Stützpunkt ein, um für die ersten Einsätze in der Nordsee bereitzustehen.



1. Unternehmung

25.08.1939 - 31.08.1939: Ausgelaufen von Wilhelmshaven - Eingelaufen in Wilhelmshaven


Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Karl-Heinz Moehle lief U 20 am 25.08.1939 von Wilhelmshaven aus. Das Boot operierte in der mittleren Nordsee zur Aufklärung und beobachtete dort bei Kriegsbeginn den Dampferverkehr. Nach 7 Tagen lief U 20 am 31.08.1939 ohne Versenkungserfolge wieder in Wilhelmshaven ein.

↳ Original Kriegstagebuch U 20 - 1. Unternehmung



2. Unternehmung

31.08.1939 - 20.09.1939: Ausgelaufen von Wilhelmshaven - Eingelaufen in Kiel


Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Karl-Heinz Moehle lief U 20 am 31.08.1939 von Wilhelmshaven aus. Das Boot operierte in der Nordsee zur Aufklärung und Überwachung des Schiffsverkehrs bei Ausbruch der Feindseligkeiten. Nach insgesamt 21 Tagen auf See lief U 20 am 20.09.1939 ohne Versenkungserfolge in Kiel ein.

↳ Original Kriegstagebuch U 20 - 2. Unternehmung



3. Unternehmung

29.09.1939 - 17.10.1939: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Kiel


Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Karl-Heinz Moehle lief U 20 am 29.09.1939 von Kiel aus. Das Boot operierte in der Nordsee zur Aufklärung und Bekämpfung feindlicher Seestreitkräfte. Nach 19 Tagen lief U 20 am 17.10.1939 ohne Versenkungserfolge wieder in Kiel ein.

↳ Original Kriegstagebuch U 20 - 3. Unternehmung



Verlegungsfahrt

06.11.1939 - 07.11.1939: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Wilhelmshaven


Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Karl-Heinz Moehle lief U 20 am 06.11.1939 aus Kiel aus. Das Boot verlegte im Verband mit U 15 und U 19 durch den Kaiser-Wilhelm-Kanal nach Wilhelmshaven, wo es am 07.11.1939 einlief. Diese Verlegung diente der Vorbereitung auf kommende Einsätze gegen die britische Ostküste von einem günstiger gelegenen Stützpunkt aus.



4. Unternehmung

18.11.1939 - 24.11.1939: Ausgelaufen von Wilhelmshaven - Eingelaufen in Wilhelmshaven


Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Karl-Heinz Moehle lief U 20 am 18.11.1939 von Wilhelmshaven aus. Das Boot legte insgesamt 9 Minen vor Newarp an der englischen Ostküste. Nach 7 Tagen lief U 20 am 24.11.1939 wieder in Wilhelmshaven ein. Auf dieser Unternehmung konnte das Boot 2 Schiffe mit zusammen 7.929 BRT versenken. Dies waren am:

↳ 29.11.1939 die britische Ionian mit 3.114 BRT (Mine)

↳ 10.12.1939 die britische Willowpool mit 4.815 BRT (Mine)

↳ Original Kriegstagebuch U 20 - 4. Unternehmung



Verlegungsfahrt

24.11.1939 - 24.11.1939: Ausgelaufen von Wilhelmshaven - Eingelaufen in Kiel


Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Karl-Heinz Moehle lief U 20 am 24.11.1939 von Wilhelmshaven aus. Das Boot verlegte durch den Kaiser-Wilhelm-Kanal zurück nach Kiel, um dort für kommende Aufgaben vorbereitet zu werden. Am selben Tag, dem 24.11.1939, lief U 20 in Kiel ein.



5. Unternehmung

07.12.1939 - 13.12.1939: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Kiel


Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Karl-Heinz Moehle lief U 20 am 07.12.1939 von Kiel aus. Nach der Passage durch den Kaiser-Wilhelm-Kanal operierte das Boot in der Nordsee sowie vor der britischen Ostküste zur Bekämpfung des feindlichen Handelsverkehrs. Nach 7 Tagen und einer zurückgelegten Fahrstrecke von zirka 1.000 sm lief U 20 am 13.12.1939 wieder in Kiel ein. Auf dieser Unternehmung konnte das Boot insgesamt 2 Schiffe mit 3.013 BRT versenken. Dies waren am:

↳ 09.12.1939 die dänische Magnus mit 1.339 BRT

↳ 10.12.1939 die norwegische Foina mit 1.674 BRT

↳ Original Kriegstagebuch U 20 - 5. Unternehmung



6. Unternehmung

06.01.1940 - 06.01.1940: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Brunsbüttel

07.01.1940 - 16.01.1940: Ausgelaufen von Brunsbüttel - Eingelaufen in Wilhelmshaven


Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Karl-Heinz Moehle lief U 20 am 06.01.1940 aus Kiel aus. Nach der Passage durch den Kaiser-Wilhelm-Kanal und der Aufnahme durch ein Eisgeleit in Brunsbüttel operierte das Boot in der Nordsee sowie vor der schottischen Küste zur Bekämpfung des feindlichen Handelsverkehrs. Nach 11 Tagen und einer zurückgelegten Fahrstrecke von 1.502 sm lief U 20 am 16.01.1940 in Wilhelmshaven ein. Im Anschluss an diese Unternehmung verholte das Boot vom 17.01.1940 bis zum 20.01.1940 zur Überholung in die Kriegsmarinewerft Wilhelmshaven. Auf dieser Fahrt konnte das Boot 1 Schiff mit 1.524 BRT versenken. Dies war am:

↳ 13.01.1940 die schwedische Sylvia mit 1.524 BRT

↳ Original Kriegstagebuch U 20 - 6. Unternehmung



7. Unternehmung

21.01.1940 - 21.01.1940: Ausgelaufen von Wilhelmshaven - Eingelaufen in Helgoland

23.01.1940 - 31.01.1940: Ausgelaufen von Helgoland - Eingelaufen in Helgoland

04.02.1940 - 04.02.1940: Ausgelaufen von Helgoland - Eingelaufen in Wilhelmshaven


Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Harro von Klot-Heydenfeldt lief U 20 am 21.01.1940 von Wilhelmshaven aus. Nach einer notwendigen Reparatur an einem defekten Dieselmotor in Helgoland operierte das Boot in der Nordsee sowie im Seegebiet bei den Orkney-Inseln zur Bekämpfung des feindlichen Handelsverkehrs. Der Rückmarsch führte erneut über Helgoland zurück nach Wilhelmshaven. Nach 15 Tagen sowie einer Fahrstrecke von 1.166 sm über und 127 sm unter Wasser lief U 20 am 04.02.1940 wieder in seinem Stützpunkt ein. Auf dieser Unternehmung konnte das Boot insgesamt 4 Schiffe mit 6.848 BRT versenken. Dies waren am:

↳ 27.01.1940 die norwegische Faro mit 844 BRT (beschädigt - Totalverlust)

↳ 27.01.1940 die dänische Fredensborg mit 2.094 BRT

↳ 27.01.1940 die dänische England mit 2.319 BRT

↳ 27.01.1940 die norwegische Hosanger mit 1.591 BRT

↳ Original Kriegstagebuch U 20 - 7. Unternehmung



8. Unternehmung

27.02.1940 - 04.03.1940: Ausgelaufen von Wilhelmshaven - Eingelaufen in Wilhelmshaven


Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Harro von Klot-Heydenfeldt lief U 20 am 27.02.1940 von Wilhelmshaven aus. Das Boot operierte in der Nordsee zur Bekämpfung des feindlichen Handelsverkehrs. Nach 7 Tagen sowie einer Fahrstrecke von 770 sm über und 78 sm unter Wasser lief U 20 am 04.03.1940 wieder in Wilhelmshaven ein. Auf dieser Unternehmung konnte das Boot insgesamt 2 Schiffe mit 9.551 BRT versenken. Dies waren am:

↳ 29.02.1940 die italienische Maria Rosa mit 4.211 BRT

↳ 01.03.1940 die italienische Mirella mit 5.340 BRT

↳ Original Kriegstagebuch U 20 - 8. Unternehmung



9. Unternehmung

14.03.1940 - 20.03.1940: Ausgelaufen von Wilhelmshaven - Eingelaufen in Wilhelmshaven


Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Harro von Klot-Heydenfeldt lief U 20 am 14.03.1940 von Wilhelmshaven aus. Das Boot operierte in der mittleren Nordsee gezielt zur Abwehr und Bekämpfung britischer U-Boote. Nach 7 Tagen sowie einer Fahrstrecke von zirka 700 sm über und 47 sm unter Wasser lief U 20 am 20.03.1940 ohne Versenkungserfolge wieder in Wilhelmshaven ein. Diese Unternehmung diente der Sicherung der eigenen Seewege vor dem herannahenden Einsatz in Norwegen.

↳ Original Kriegstagebuch U 20 - 9. Unternehmung



Verlegungsfahrt

21.03.1940 - 22.03.1940: Ausgelaufen von Wilhelmshaven - Eingelaufen in Brunsbüttel

22.03.1940 - 22.03.1940: Ausgelaufen von Brunsbüttel - Eingelaufen in Kiel


Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Harro von Klot-Heydenfeldt lief U 20 am 21.03.1940 von Wilhelmshaven aus. Das Boot verlegte über Brunsbüttel und den Kaiser-Wilhelm-Kanal zur Durchführung einer notwendigen Werftliegezeit nach Kiel, wo es am 22.03.1940 eintraf. Nach Abschluss der Instandsetzungsarbeiten wurde das Boot nach Pillau verlegt, um dort seine Aufgaben als Schulboot innerhalb der 21. U-Flottille aufzunehmen.

↳ Original Kriegstagebuch U 20 - Verlegungsfahrt



Verlegungsfahrt

25.03.1942 - 25.03.1942: Ausgelaufen von Pillau - Eingelaufen in Kiel


Unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Kurt Nölke lief U 20 am 25.03.1942 von Pillau aus. Das Boot verlegte zu den Deutschen Werken AG nach Kiel und traf dort noch am selben Tag ein. Am 27.03.1942 wurde das Boot offiziell außer Dienst gestellt, um für den Transport vorbereitet zu werden. Nach der Demontage in mehrere Sektionen wurde U 20 auf dem Land- und Wasserweg über die Elbe und die Donau in das Schwarze Meer verbracht. In Galatz erfolgte der Wiederzusammenbau, bevor das Boot der 30. U-Flottille in Konstanza für den Einsatz gegen die sowjetische Schwarzmeerflotte zugeteilt wurde.



10. Unternehmung

02.06.1943 - 02.06.1943: Ausgelaufen von Galatz - Eingelaufen in Sulina

03.06.1943 - 03.06.1943: Ausgelaufen von Sulina - Eingelaufen in Konstanza

22.06.1943 - 29.06.1943: Ausgelaufen von Konstanza - Eingelaufen in Konstanza


Unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Clemens Schöler lief U 20 am 02.06.1943 von Galatz aus. Das Boot verlegte nach dem Wiederzusammenbau über Sulina zu seinem Einsatzhafen nach Konstanza, wo es am 03.06.1943 einlief. Am 22.06.1943 lief U 20 von Konstanza zu seiner ersten Unternehmung im Schwarzen Meer aus. Das Boot musste die Fahrt jedoch aufgrund von Schäden am Hauptabgasventil sowie an den Lenzpumpen vorzeitig abbrechen. Nach 8 Tagen sowie einer Fahrstrecke von 1.149 sm über und 63 sm unter Wasser lief U 20 am 29.06.1943 ohne Versenkungserfolge wieder in Konstanza ein.

↳ Original Kriegstagebuch U 20 - 10. Unternehmung



11. Unternehmung

11.07.1943 - 05.08.1943: Ausgelaufen von Konstanza - Eingelaufen in Feodosia

05.08.1943 - 07.08.1943: Ausgelaufen von Feodosia - Eingelaufen in Konstanza


Unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Clemens Schöler lief U 20 am 11.07.1943 von Konstanza aus. Das Boot operierte im Schwarzen Meer zur Überwachung der feindlichen Schifffahrtswege. Der Rückmarsch führte über Feodosia, wo eine Ergänzung von Brennstoff und Proviant stattfand, zurück nach Konstanza. Nach 28 Tagen sowie einer Fahrstrecke von 3.039 sm über und 370 sm unter Wasser lief U 20 am 07.08.1943 ohne Versenkungserfolge wieder in seinem Stützpunkt ein. Nach der Rückkehr wurde zur Verbesserung der Unterwasserortung ein neues Gruppenhorchgerät (GHG) eingebaut.

↳ Original Kriegstagebuch U 20 - 11. Unternehmung



12. Unternehmung

16.09.1943 - 22.09.1943: Ausgelaufen von Konstanza - Eingelaufen in Sewastopol

24.09.1943 - 12.10.1943: Ausgelaufen von Sewastopol - Eingelaufen in Konstanza


Unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Clemens Schöler operierte U 20 im Schwarzen Meer und legte dabei insgesamt 2.876 sm über und 460 sm unter Wasser zurück. Am 20.09.1943 legte das Boot 9 Minen vor Poti an der kaukasischen Küste. Zwei Tage später, am 22.09.1943, erfolgte in Sewastopol die Übernahme von Brennstoff und Torpedos sowie die Durchführung notwendiger Reparaturen an den Motoren, woraufhin die Fahrt fortgesetzt wurde. Nach insgesamt 27 Tagen lief U 20 am 12.10.1943 wieder in Konstanza ein. Im Anschluss an diese Unternehmung absolvierte das Boot vom 13.10.1943 bis zum 31.10.1943 eine Werftliegezeit. Auf dieser Fahrt konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden.

↳ Original Kriegstagebuch U 20 - 12. Unternehmung



13. Unternehmung

08.11.1943 - 10.11.1943: Ausgelaufen von Konstanza - Eingelaufen in Sewastopol

10.11.1943 - 07.12.1943: Ausgelaufen von Sewastopol - Eingelaufen in Sewastopol

07.12.1943 - 09.12.1943: Ausgelaufen von Sewastopol - Eingelaufen in Konstanza


Unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Karl Grafen lief U 20 am 08.11.1943 von Konstanza aus. Nach einer Brennstoffergänzung in Sewastopol operierte das Boot im Schwarzen Meer sowie vor der kaukasischen Küste zur Bekämpfung des sowjetischen Nachschubs. Der Rückmarsch führte erneut über Sewastopol, wo eine weitere Ergänzung von Brennstoff und Wasser stattfand, zurück nach Konstanza. Nach 32 Tagen sowie einer Fahrstrecke von 3.662 sm über und 319 sm unter Wasser lief U 20 am 09.12.1943 wieder in seinem Stützpunkt ein. Auf dieser Unternehmung konnte das Boot 1 Schiff mit 1.846 BRT beschädigen. Dies war am:

↳ 29.11.1943 die sowjetische Peredovik mit 1.846 BRT (beschädigt)

↳ Original Kriegstagebuch U 20 - 13. Unternehmung



14. Unternehmung

01.01.1944 - 26.01.1944: Ausgelaufen von Konstanza - Eingelaufen in Konstanza


Unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Karl Grafen lief U 20 am 01.01.1944 von Konstanza aus. Das Boot operierte im Schwarzen Meer zur Bekämpfung der sowjetischen Zufuhrwege. Nach 26 Tagen sowie einer Fahrstrecke von 2.292 sm über und 438 sm unter Wasser lief U 20 am 26.01.1944 wieder in seinem Stützpunkt ein. Auf dieser Unternehmung konnte das Boot 1 Schiff mit 7.602 BRT versenken. Dies war am:

↳ 16.01.1944 die sowjetische Vaijan Kuturé mit 7.602 BRT (beschädigt - Totalverlust)

↳ Original Kriegstagebuch U 20 - 14. Unternehmung



15. Unternehmung

22.02.1944 - 01.03.1944: Ausgelaufen von Konstanza - Eingelaufen in Sewastopol

02.03.1944 - 27.03.1944: Ausgelaufen von Sewastopol - Eingelaufen in Konstanza


Unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Karl Grafen lief U 20 am 22.02.1944 von Konstanza aus. Das Boot legte am 27.02.1944 insgesamt 9 Minen vor Poti an der kaukasischen Küste. Am 01.03.1944 erfolgte in Sewastopol die Übernahme von Brennstoff, Schmieröl, Proviant und Torpedos, woraufhin die Fahrt im Schwarzen Meer fortgesetzt wurde. Nach 35 Tagen sowie einer Fahrstrecke von 3.244,5 sm über und 415 sm unter Wasser lief U 20 am 27.03.1944 wieder in seinem Stützpunkt ein. Auf dieser Unternehmung konnte das Boot 1 Leichter mit 187 BRT versenken. Dies war am:

↳ 07.04.1944 die sowjetische Rion mit 187 BRT

↳ Original Kriegstagebuch U 20 - 15. Unternehmung



16. Unternehmung

01.04.1944 - 02.04.1944: Ausgelaufen von Konstanza - Eingelaufen in Sulina

02.04.1944 - 02.04.1944: Ausgelaufen von Sulina - Eingelaufen in Galatz

25.05.1944 - 25.05.1944: Ausgelaufen von Galatz - Eingelaufen in Sulina

26.05.1944 - 27.05.1944: Ausgelaufen von Sulina - Eingelaufen in Konstanza

11.06.1944 - 11.07.1944: Ausgelaufen von Konstanza - Eingelaufen in Konstanza


Unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Karl Grafen lief U 20 am 01.04.1944 von Konstanza aus und verlegte zur Durchführung einer großen Werftliegezeit nach Galatz, wo es am 02.04.1944 eintraf. Während des Werftaufenthalts wurde das Boot mit einer verstärkten Flugabwehrbewaffnung, bestehend aus einem 2-cm-Zwilling und einer Flak 38, ausgerüstet. Nach Abschluss der Arbeiten verlegte U 20 am 25.05.1944 zurück nach Konstanza und lief dort am 27.05.1944 ein.

Am 11.06.1944 lief das Boot zur Unternehmung von Konstanza aus. U 20 operierte im Schwarzen Meer sowie im Seegebiet vor Trapezunt. Nach 31 Tagen sowie einer Fahrstrecke von 2.176 sm über und 572 sm unter Wasser lief das Boot am 11.07.1944 wieder in Konstanza ein. Auf dieser Unternehmung konnte das Boot 1 Schiff mit 1.850 BRT sowie 1 Landungsfahrzeug mit 9 ts versenken. Dies waren am:

↳ 19.06.1944 die sowjetische Pestel mit 1.850 BRT

↳ 24.06.1944 das sowjetische DB-26 mit 9 ts

↳ Original Kriegstagebuch U 20 - 16. Unternehmung



17. Unternehmung

19.08.1944 - 10.09.1944: Ausgelaufen von Konstanza - Selbstversenkung


Unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Karl Grafen lief U 20 am 19.08.1944 von Konstanza zu seiner letzten Unternehmung aus. Das Boot operierte im Schwarzen Meer zur Bekämpfung sowjetischer Seestreitkräfte. Nach 23 Tagen und dem vollständigen Aufbrauchen der Vorräte erfolgte am 10.09.1944 die Selbstversenkung vor der türkischen Küste, um einer Kaperung durch sowjetische Truppen zu entgehen. Auf dieser Fahrt konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden. Die Besatzung begab sich anschließend in türkische Internierung.

↳ Original Kriegstagebuch U 20 - 17. Unternehmung

Verbleib

Datum: 10.09.1944
Letzter Kommandant: Karl Grafen
Ort: Schwarzes Meer
Position: 41° 10' Nord - 30° 47' Ost
Planquadrat: CL 4679
Verlust durch: Selbstversenkung
Tote: 0
Überlebende: 30

Verbleib im Detail


Am 10.09.1944 wurde U 20 im Schwarzen Meer nördlich der türkischen Stadt Karasu von der eigenen Besatzung selbstversenkt. Die Besatzungsmitglieder begaben sich anschließend in die Türkei, wo sie bis zum Kriegsende interniert wurden. Erst Jahrzehnte später, am 07.02.2008, wurde offiziell bekanntgegeben, dass die Wracks der drei Boote U 19, U 20 und U 23 vor der türkischen Küste lokalisiert werden konnten. Den Berichten der Entdecker zufolge befinden sich die Einheiten in einem ausgezeichneten Erhaltungszustand.

Besatzungsliste

Interniert

Nach der Selbstversenkung am 10.09.1944, in der Türkei interniert (4 - unvollständig)
     
Grafen, Karl Oberleutnant zur See 09.05.1915
Hennings, Wilhelm Leutnant zur See
Leithoff, Wolfgang-Gerhard Leutnant zur See 20.03.1925
Otto, Frank 07.02.1924

Zwischenzeitlich an Bord

Zwischen Indienststellung am 01.02.1936 und Selbstversenkung am 10.09.1944 zwischenzeitlich an Bord (46 - unvollständig)
     
Andresen, Günther Funkhauptgefreiter 24.08.1919
Arlt, Waldemar Oberleutnant (Ing.) 28.04.1916
Bielig, Gerhard Kapitänleutnant (Ing.) 28.04.1916
Borries, Alfred Obersteuermann
Büchler, Hans-Joachim Leutnant (Ing.) 25.03.1914
Dirks,
Dresky, Hans-Wilhelm von Kapitänleutnant 27.01.1908
Driver, Heinrich Korvettenkapitän 10.07.1912
Düster, Peter
Dylla, Josef Maschinenmaat
Eckermann, Hans Fregattenkapitän 30.05.1905
Elwert, Otto Korvettenkapitän (Ing.)
Fleige, Karl Kapitänleutnant 05.09.1905
Frege, Edgar Fähnrich zur See 03.02.1924
Golla, Eberhard Obersteuermann
Gradias, Gerhard Maschinenobergefreiter 04.02.1922
Hartmann, Willi Bootsmannsmaat 07.02.1922
Hesse, Fritz Obermaschinist 14.12.1918
Heyer, Herbert 21.10.1921
Jebsen, Johann Kapitänleutnant 21.04.1916
Kalbreyer, Rolf Steuermannsmaat
Klot-Heydenfeldt, Harro von Kapitänleutnant 25.04.1911
Klütsch, Hans Obermaschinenmaat
Landt-Hayen, Martin Oberleutnant zur See 03.11.1920
Lohmann, Georg Obersteuermann 15.10.1919
Martin, Herbert 11.02.1920
Miserra, Gerhard Bootsmannsmaat 11.04.1920
Moehle, Karl-Heinz Korvettenkapitän 31.07.1910
Nölke, Kurt Korvettenkapitän 05.09.1914
Oesten, Jürgen Korvettenkapitän 24.10.1913
Ottokar Paulssen Korvettenkapitän 11.10.1915
Pöschel, Heinz
Rebs, Kurt Mechanikermaat 19.07.1921
Riehm, Nikolaus Obermechanikermaat
Schauenburg, Herbert Korvettenkapitän 29.05.1912
Schöler, Clemens Kapitänleutnant 30.05.1915
Schomberg, Johannes
Sippel, Obersteuermann
Stegk, Hermann Oberleutnant zur See 19.03.1906
Sträter, Wolfgang Kapitänleutnant 21.05.1916
Thode, Wilhelm
Ufermann, Fritz Oberleutnant zur See 06.10.1912
Versemann, Franz Oberleutnant (Ing.) 22.06.1921
Wahls, Hans Matrose 13.06.1910
Watteler, Michael Maschinenobergefreiter
Zetzsche, Hans-Jürgen Kapitänleutnant 05.10.1915

Hinweis: Unter den bei "Zwischenzeitlich an Bord" aufgeführten Personen könnten sich auch Besatzungsmitglieder befinden, die den fehlenden Namen bei Verlusten, in Kriegsgefangenschaft geratenen oder Überlebenden zugeordnet werden könnten. Aufgrund der schlechten Informationslage über diese Personen ist eine eindeutige Zuordnung derzeit nicht möglich.

Primär Literatur


Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten - Mittler Verlag 1996 - S. 53, 56, 82, 125, 162, 171, 177, 204, 212, 236, 263. → Amazon (Werbung)

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften - Mittler Verlag 1997 - S. 17, 24, 194. → Amazon (Werbung)

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste - Mittler Verlag 2008 - S. 290. → Amazon (Werbung)

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Erfolge - Mittler Verlag 2008 - S. 21 - 22. → Amazon (Werbung)

Gerd Enders: Auch kleine Igel haben Stacheln - Koehler in Maximilian Verlag GmbH &. Co. KG 1984. → Amazon (Werbung)

Gerd Enders: Deutsche U-Boote zum Schwarzen Meer - Mittler Verlag 1997. → Amazon (Werbung)

Axel Niestlé: German U-Boot Losses During World War II - Verlag Frontline Books 2022 - S. 32. → Amazon (Werbung)

Herbert Ritschel: Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 1 - U 50 - Eigenverlag - S. 84-96. → Amazon (Werbung)

Eberhard Rössler: Die deutschen Uboote und ihre Werften - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 41. → Amazon (Werbung)

Tafeln im U-Boot-Ehrenmal in Möltenort: → U-Boot-Ehrenmal in Möltenort

Online-Quellen


National Archives and Records Administration (NARA): → KTB U 20 - NARA T1022, Roll 2831, PG 30017/1–19

Google Drive (Pikap9691): → Original Kriegstagebuch von U 20

uboat.net: → All U-boats of World War Two

U-boat-Archiv: → U-boat-Archiv

Projekt Gefallendenkmäler: → Online-Projekt Gefallenendenkmäler

Private Quellen: Horst Schmeisser und Hubertus Weggelaar vom → Historischen Marinearchiv

Onlinearchive/Literaturverzeichnis


Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverzeichnis: → Literaturverzeichnis und Buchkauf

Suche nach Personen


Stiftung Traditionsarchiv Unterseeboote (U-Boot-Museum): → Deutsches U-Boot-Museum

Bundesarchiv - ehemals Deutsche Dienststelle (WASt): → Bundesarchiv Freiburg

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V: → Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge

Anmerkungen


Anmerkungen: → Anmerkungen U-Boote

Anmerkungen: → Anmerkungen Besatzungslisten

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Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com

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