Aase: Unterschied zwischen den Versionen

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== Aase ==
== Stammdaten ==
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| Typ: || [[Dampf-Frachtschiff]]
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| Baujahr: || 1924
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== Verlust ==
== Der Angriff ==


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| Datum: || 15.02.1940
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| Planquadrat: || BF 1992
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| Waffe: || [[Torpedo]]
| Waffe: || 1 × Torpedo
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| Tote: || 15
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| Überlebende: || 1
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== Angriff im Detail ==
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Das deutsche U-Boot [[U 37]] kreuzte am 15.02.1940 bei Dunkelheit an der Oberfläche des Nordatlantiks. Um 05:16 Uhr sichtete die Brückenwache einen ungeleiteten Dampfer. Da für alle Schiffe in der Kriegszone eine strikte Verdunkelung galt, steuerte Kommandant [[Werner Hartmann]] das U-Boot sofort in eine günstige Schussposition für einen Überwasserangriff. Um 05:45 Uhr feuerte [[U 37]] einen Torpedo ab. Da es sich um ein unbewaffnetes Frachtschiff handelte, erfolgte der Angriff ohne Vorwarnung.


== Verlust im Detail ==
Der Torpedo traf die Aase achtern am Heck. Die Wucht des Treffers im hinteren Bereich des Rumpfes war verheerend. An der Einschlagstelle stieg eine große rötliche Glutwolke auf. Der Stahlrumpf hielt den enormen Kräften nicht stand und das Schiff zerbrach sofort in zwei Teile. Durch die schweren Zerstörungen im Heckbereich und den raschen Wassereinbruch sank die Aase innerhalb weniger Minuten.
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Das deutsche U-Boot [[U 37]] kreuzte, am 15.02.1940, bei Dunkelheit an der Oberfläche des Nordatlantiks. Um 05:16 Uhr sichtete die Wache einen ungeleiteten Dampfer. Da zu dieser Zeit eine strikte Verdunkelung für alle Schiffe in der Kriegszone galt, steuerte Kommandant Werner Hartmann das U-Boot sofort in eine günstige Schussposition für einen Überwasser-Angriff an. Um 05:45 Uhr feuerte U 37 einen Torpedo ab. Da es sich um ein unbewaffnetes Frachtschiff handelte, erfolgte der Angriff ohne jegliche Vorwarnung.


Der Torpedo traf die Aase achtern (am Heck). Die Wucht des Aufpalls im hinteren Bereich des Rumpfes war verheerend:Eine große, rote Glutwolke stieg an der Einschlagstelle auf. Der getroffene Stahlrumpf hielt den enormen Kräften nicht stand. Das Schiff brach sofort in zwei Teile. Durch das massive Leck und die Zerstörung des Hecks sank das Schiff innerhalb extrem kurzer Zeit (weniger Minuten) komplett. Aufgrund des sofortigen Auseinanderbrechens und der Dunkelheit blieb der Besatzung keine Zeit, die regulären Rettungsboote koordiniert zu Wasser zu lassen. 15 Männer, darunter der Kapitän Nielsen, starben entweder direkt durch die Detonation oder ertranken im eiskalten Atlantikwasser. Nur ein einziger Seemann schaffte es, sich aus dem sinkenden Wrack zu befreien und sich an ein auf dem Wasser treibendes Trümmerteil oder ein Rettungsfloß zu klammern.  
Aufgrund des sofortigen Auseinanderbrechens des Schiffes und der Dunkelheit blieb der Besatzung keine Zeit, die Rettungsboote geordnet auszubringen. Fünfzehn Männer, darunter Kapitän Nielsen, kamen entweder unmittelbar durch die Detonation ums Leben oder ertranken im eiskalten Wasser des Nordatlantiks. Nur einem einzigen Besatzungsmitglied gelang es, sich aus dem sinkenden Wrack zu befreien und sich an einem treibenden Wrackteil beziehungsweise einem Rettungsfloß festzuhalten.


Das U-Boot setzte seine Patrouille fort und überließ die Trümmer ihrem Schicksal. Der einzige Überlebende trieb daraufhin fast zwei Tage lang schutzlos im winterlichen Nordatlantik, bevor er am 17.02.1940 zufällig vom britischen Zerstörer [[HMS Verity (D.63)]] entdeckt und an Bord genommen wurde. Der Kapitän und 14 Besatzungsmitglieder kamen ums Leben.
[[U 37]] setzte anschließend seine Feindfahrt fort und überließ die Trümmer ihrem Schicksal. Der einzige Überlebende trieb fast zwei Tage schutzlos auf dem winterlichen Nordatlantik, bevor er am 17.02.1940 vom britischen Zerstörer HMS Verity (D.63) entdeckt und gerettet wurde.


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Der Kapitän und 14 Besatzungsmitglieder kamen ums Leben.


== Quellen & Literatur ==
== Quellen & Literatur ==
 
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'''Quellenverweise:''' [[Quellen-Online-Archive| → Quellenangaben in Online-Archiven]]'''
 
'''Literaturverweise:''' [[Literatur Handels- und Kriegsschiffe| → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB]]
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Rainer Busch/Hans Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg - 1939 - 1945 - Deutsche U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag 2008 - S. 13.
Rainer Busch/Hans Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg - 1939 - 1945 - Deutsche U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag 2008 - S. 13.


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Jürgen Rohwer: "Axis Submarine Successes of World War Two 1939 - 1945" - Greenhill Books Verlag 1998 - S. 14.
Jürgen Rohwer: "Axis Submarine Successes of World War Two 1939 - 1945" - Greenhill Books Verlag 1998 - S. 14.


[[Original Kriegstagebuch U 37 - 3. Unternehmung Seite 16]]
Kriegstagebuch U 37: 3. Unternehmung Seite 16.


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Quellenverweise: [[Quellen-Online-Archive| → Quellenangaben in Online-Archiven]]
 
Literaturverweise: [[Literatur| → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB]]


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Andreas Angerer - [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com]
Andreas Angerer - [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com]
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Aktuelle Version vom 2. August 2026, 17:41 Uhr

   Abbekerk

Stammdaten

Nationalität: Dänemark

Aase
Typ: Dampffrachtschiff
Baujahr: 1924
Bauwerft: Kjøbenhavns Flydedok og Skibsværft Kopenhagen
Reederei: A. Schmiegelow & Axel Kampen Kopenhagen
Heimathafen: Kopenhagen
Kapitän: Hans Kristian Nielsen

Technische Daten & Bewaffnung

Tonnage (BRT): 1.206 BRT
Tragfähigkeit (DWT): 1.920 t
Länge: 72.00 m
Breite: 11.00 m
Tiefgang: 4.60 m
Maschinenanlage: -
Leistung: -
Schrauben: -
Geschwindigkeit: 8,5 kn (16 km/h)
Bewaffnung: Nein

Route & Fracht

Route: ValenciaBristol
Auslaufdatum: -
Fracht: Südfrüchte
Geleitzug: Einzelfahrer

Der Angriff

U-Boot: U 37
Kommandant: Werner Hartmann
Datum: 15.02.1940
Ort: Nordatlantik, nordwestlich von Ouessant
Position: 49° 17' Nord - 08° 15' West
Planquadrat: BF 1992
Waffe: 1 × Torpedo

Angriff im Detail


Das deutsche U-Boot U 37 kreuzte am 15.02.1940 bei Dunkelheit an der Oberfläche des Nordatlantiks. Um 05:16 Uhr sichtete die Brückenwache einen ungeleiteten Dampfer. Da für alle Schiffe in der Kriegszone eine strikte Verdunkelung galt, steuerte Kommandant Werner Hartmann das U-Boot sofort in eine günstige Schussposition für einen Überwasserangriff. Um 05:45 Uhr feuerte U 37 einen Torpedo ab. Da es sich um ein unbewaffnetes Frachtschiff handelte, erfolgte der Angriff ohne Vorwarnung.

Der Torpedo traf die Aase achtern am Heck. Die Wucht des Treffers im hinteren Bereich des Rumpfes war verheerend. An der Einschlagstelle stieg eine große rötliche Glutwolke auf. Der Stahlrumpf hielt den enormen Kräften nicht stand und das Schiff zerbrach sofort in zwei Teile. Durch die schweren Zerstörungen im Heckbereich und den raschen Wassereinbruch sank die Aase innerhalb weniger Minuten.

Aufgrund des sofortigen Auseinanderbrechens des Schiffes und der Dunkelheit blieb der Besatzung keine Zeit, die Rettungsboote geordnet auszubringen. Fünfzehn Männer, darunter Kapitän Nielsen, kamen entweder unmittelbar durch die Detonation ums Leben oder ertranken im eiskalten Wasser des Nordatlantiks. Nur einem einzigen Besatzungsmitglied gelang es, sich aus dem sinkenden Wrack zu befreien und sich an einem treibenden Wrackteil beziehungsweise einem Rettungsfloß festzuhalten.

U 37 setzte anschließend seine Feindfahrt fort und überließ die Trümmer ihrem Schicksal. Der einzige Überlebende trieb fast zwei Tage schutzlos auf dem winterlichen Nordatlantik, bevor er am 17.02.1940 vom britischen Zerstörer HMS Verity (D.63) entdeckt und gerettet wurde.

Der Kapitän und 14 Besatzungsmitglieder kamen ums Leben.

Quellen & Literatur


Rainer Busch/Hans Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg - 1939 - 1945 - Deutsche U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag 2008 - S. 13.

Erich Gröner: "Die Handelsflotten der Welt 1942 und Nachtrag 1944" 1976 - J.F. Lehmanns Verlag 1976 - S. 12.

Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 1 - U 50" - Eigenverlag - S. 223.

Jürgen Rohwer: "Axis Submarine Successes of World War Two 1939 - 1945" - Greenhill Books Verlag 1998 - S. 14.

Kriegstagebuch U 37: 3. Unternehmung Seite 16.

Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB

Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com