Oberbootsmannsmaat: Unterschied zwischen den Versionen

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*Feldwebel – nach einer Gesamtdienstzeit von 7 Jahren, davon 3 Jahre als Maat.
*Feldwebel – nach einer Gesamtdienstzeit von 7 Jahren, davon 3 Jahre als Maat.
*Oberfeldwebel – nach einer Gesamtdienstzeit von 6 Jahren, davon 2 Jahre als Maat.
*Oberfeldwebel – nach einer Gesamtdienstzeit von 6 Jahren, davon 2 Jahre als Maat.


== Literatur ==
== Literatur ==

Aktuelle Version vom 27. August 2026, 15:41 Uhr

   Bootsmann

Oberbootsmannsmaat


Der Oberbootsmannsmaat gehörte zur Laufbahn I (Bootsmannslaufbahn) der Kriegsmarine. Er war der höchste Bootsmannsdienstgrad ohne Portepee.

Aufgabe


Die Angehörigen der Bootsmannslaufbahn wurden im seemännischen Dienst an Bord der Schlachtschiffe, Panzerschiffe, Kreuzer, Zerstörer, Torpedoboote, Unterseeboote, Minensuch- und Minenräumboote, Schnellboote und sonstigen Schiffe der Kriegsmarine eingesetzt.

Zu ihren Aufgaben gehörten die Bedienung der verschiedenen Waffen, darunter Artillerie-, Torpedo- und Sperrwaffen, die Instandhaltung und Reinigung von Schiff, Waffen und Geräten sowie der Wachdienst.

Von den Freiwilligen wurden körperliche Gewandtheit und geistige Regsamkeit verlangt, um Sonderlehrgänge, beispielsweise für Geschützführer, Fla-Geschützführer oder den Horchdienst, sowie Lehrgänge für die besonderen Laufbahngruppen dieser Laufbahn zu absolvieren. Gute Leistungen und Bewährung im vielseitigen Dienst der Laufbahn waren notwendig.

Die Laufbahn ergänzte sich auch aus Freiwilligen.

Rang- & Laufbahnabzeichen


Auf den Kragenpatten der Unteroffiziere ohne Portepee war eine 0,5 cm breite goldene Gespinsttresse aufgenäht. Ab dem 12. Oktober 1939 war diese Tresse golden, zuvor war sie silbern. Die rechteckigen Kragenpatten waren 6 × 4 cm groß und aus kornblumenblauem Abzeichentuch gefertigt.

Der Oberbootsmannsmaat trug zwei goldene Streifen als Kragenabzeichen.

Die Ärmelabzeichen bestanden bei den Laufbahnen aus einem oder zwei, gegebenenfalls gekreuzten, Ankern, die mit dem jeweiligen Laufbahnabzeichen verbunden waren. Die Laufbahnabzeichen entsprachen denen der Portepeeunteroffiziere, waren jedoch etwa doppelt so groß. Die ovale Unterlage war auf dem linken Oberarm so anzunähen, dass das Abzeichen beim Armbeugen nicht geknickt wurde.

Der Oberbootsmannsmaat trug einen goldenen Anker mit umschlungenem Seil und einem Winkel darunter auf blauer Unterlage als Ärmelabzeichen.

Unteroffiziere ohne Portepee und Mannschaften erhielten nach erfolgreicher Teilnahme an Lehrgängen für Sonderausbildungen besondere Abzeichen. Diese wurden auf allen Bekleidungsstücken der blauen Uniform am linken Oberarm unter den Laufbahn- und Dienstgradabzeichen getragen. Die Stickerei bestand aus roter Wolle oder Baumwolle auf einer Unterlage aus marineblauem Tuch. Zu diesen Sonderausbildungsabzeichen gehörten unter anderem Abzeichen für Geschütz-, Flak-, Torpedowaffen- und Unterwasserhorchdienst sowie für Elektronik- und Motorenlehrgänge verschiedener Stufen.

Ausbildung


Die Ausbildung in den einzelnen Laufbahnen war vielseitig und gründlich. Nach der Einstellung erhielt jeder Freiwillige eine mehrmonatige militärische, infanteristische Ausbildung als Grundausbildung für einen Soldaten der Kriegsmarine.

Die weitere Ausbildung vollzog sich in mehreren Abschnitten. An die militärische Ausbildung schloss sich ein sechsmonatiger Gastenlehrgang an. Danach erfolgte die Kommandierung an Bord eines Schlachtschiffes, Kreuzers oder eines anderen Kriegsschiffes als Gast.

Nach Auswahl zum Unteroffiziersanwärter konnte ein achtmonatiger Maatenlehrgang und ein viermonatiger allgemeiner Unteroffizierslehrgang folgen. Nach Bestehen der Lehrgänge erfolgte die Beförderung zum Maat und die Kommandierung in eine Maatenstelle an Bord oder an Land.

Bei Auswahl zum Oberfeldwebelanwärter folgte eine zehnmonatige Ausbildung sowie ein allgemeiner Oberfeldwebellehrgang von etwa sechs Wochen. Die tüchtigsten Unteroffiziere konnten bereits nach einjähriger Dienstzeit als Unteroffizier zum Oberfeldwebelanwärter ausgewählt werden. Bei Bestehen der Lehrgänge konnten sie vom Maat unmittelbar zum Oberfeldwebel befördert werden, wobei die Zwischendienstgrade Obermaat und Feldwebel übersprungen wurden.

Wer nicht zum Oberfeldwebelanwärter ausgewählt wurde, konnte bei Eignung nach sechsjähriger Dienstzeit, davon drei Jahre als Maat, zum Obermaat befördert werden. Bei weiterer Eignung und Auswahl war nach siebenjähriger Dienstzeit, davon drei Jahre als Maat, die Beförderung zum Feldwebel möglich.

Die Freiwilligen der übrigen Lehrgänge erhielten andere Ausbildungslehrgänge. Die Beförderungsbedingungen hinsichtlich der Dienstzeit waren jedoch grundsätzlich gleich.

Beförderungen


  • Gefreiter – nach einer Gesamtdienstzeit von 1 Jahr, davon 1 Jahr als Matrose.
  • Obergefreiter – nach einer Gesamtdienstzeit von 2 Jahren, davon 1 Jahr als Gefreiter.
  • Hauptgefreiter – nach einer Gesamtdienstzeit von 4 Jahren, davon 2 Jahre als Obergefreiter.
  • Maat – nach einer Gesamtdienstzeit von 3 Jahren, davon 1 Jahr als Obergefreiter.
  • Obermaat – nach einer Gesamtdienstzeit von 6 Jahren, davon 3 Jahre als Maat.
  • Feldwebel – nach einer Gesamtdienstzeit von 7 Jahren, davon 3 Jahre als Maat.
  • Oberfeldwebel – nach einer Gesamtdienstzeit von 6 Jahren, davon 2 Jahre als Maat.

Literatur


U. Hoefer/F. Brennecke: "Die Laufbahnen in der Handels- und Kriegsmarine" - Wilhelm Köhler Verlag Minden 1936.

Oberkommando der Kriegsmarine: "Wie werde ich Offizier der Kriegsmarine? (Kriegsausgabe)" - Kriegsmarine 1939.

Adolf Schlicht/John R. Angolia: "Deutsche Wehrmacht-Uniformierung und Ausrüstung 1933–1945 - Band 2: Die Kriegsmarine" - Motorbuch Verlag 1995.

Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB


Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com