U 105: Unterschied zwischen den Versionen

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== Daten des deutschen Kriegsmarine Unterseebootes U 105 ==
== Kriegsmarine Unterseeboot U 105 ==
Bezeichnung: U 105
Bezeichnung: U 105


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=== Verbleib im Detail ===
== Verbleib im Detail ==
 
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U 105 wurde am 02.06.1943 im Mittelatlantik vor Dakar durch Wasserbomben des französischen Flugbootes [[Potez|Potez 141 Antarès]] unter L.-V.-P. Vauchez von der FAFL Squadron 4 versenkt. Das in Dakar stationierte und zur Sicherung des Geleitzuges SL-130 eingesetzte Flugboot sichtete U 105 und leitete den Angriff ein. Bei der viermotorigen Maschine handelte es sich um ein Unikat, das nach einem Helden der französischen Marine benannt worden war.
U 105 wurde am 02.06.1943 im Mittelatlantik vor Dakar durch Wasserbomben des französischen Flugbootes [[Potez|Potez 141 Antarès]] unter L.-V.-P. Vauchez von der FAFL Squadron 4 versenkt. Das in Dakar stationierte und zur Sicherung des Geleitzuges SL-130 eingesetzte Flugboot sichtete U 105 und leitete den Angriff ein. Bei der viermotorigen Maschine handelte es sich um ein Unikat, das nach einem Helden der französischen Marine benannt worden war.

Aktuelle Version vom 22. April 2026, 07:22 Uhr

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Kriegsmarine Unterseeboot U 105

Bezeichnung: U 105

Typ: IX B
Bauauftrag: 24.05.1938
Bauwerft: Deschimag AG Weser Bremen
Serie: U 103 - U 111
Baunummer: 968
Kiellegung: 16.11.1939
Stapellauf: 15.06.1940
Indienststellung: 10.09.1940
Kommandant: Georg Schewe
Feldpostnummer: M - 22 946

Kommandanten

10.09.1940 - 06.01.1942 Kapitänleutnant - Georg Schewe
07.01.1942 - 30.09.1942 Korvettenkapitän - Heinrich Schuch
01.10.1942 - 29.10.1942 Oberleutnant zur See - Hans-Adolf Schweichel
29.10.1942 - 02.06.1943 Kapitänleutnant - Jürgen Nissen

Flottillen

10.09.1940 - 31.12.1940 Ausbildungsboot - 2. U-Flottille, Wilhelmshaven (Ausbildungsboot)
01.01.1941 - 02.06.1943 Frontboot - 2. U-Flottille, Wilhelmshaven / Lorient (Frontboot)

Einsätze


1. Unternehmung

24.12.1940 - 26.12.1940: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Kristiansand

26.12.1940 - 31.01.1941: Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Lorient


Am 24.12.1940 lief U 105 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Georg Schewe von Kiel zu seiner 1. Unternehmung aus. Nach der Passage durch die Ostsee und einem kurzen Aufenthalt zum Befehlsempfang in Kristiansand operierte das Boot im Nordatlantik, nordwestlich von Irland sowie in den Gewässern westlich des Nordkanals. Nach insgesamt 39 Tagen und einer zurückgelegten Strecke von 4.747,1 sm über sowie 201,9 sm unter Wasser lief U 105 am 31.01.1941 in Lorient ein. Auf dieser Fahrt konnten 2 Schiffe mit einer Gesamttonnage von 8.377 BRT versenkt werden. → Erfolge U 105.

Original Kriegstagebuch U 105 - 1. Unternehmung



2. Unternehmung

22.02.1941 - 01.03.1941: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Las Palmas

01.03.1941 - 04.03.1941: Ausgelaufen von Las Palmas - Eingelaufen in Las Palmas

04.03.1941 - 13.06.1941: Ausgelaufen von Las Palmas - Eingelaufen in Lorient


Am 22.02.1941 lief U 105 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Georg Schewe von Lorient zu seiner 2. Unternehmung aus. Das Operationsgebiet erstreckte sich über den Südatlantik, die Gewässer vor Pernambuco und Freetown sowie die Region um die Kanarischen Inseln. Zur Aufrechterhaltung der langen Einsatzdauer wurde das Boot mehrfach versorgt: Zunächst am 04.03.1941 in Las Palmas durch den Versorger Corrientes mit 70 m³ Brennstoff, 2 m³ Schmieröl und Proviant. Es folgten vier weitere Versorgungen auf See, am 29.03.1941 durch den Hilfskreuzer Kormoran, am 08.04.1941 sowie am 04.05.1941 durch den Versorger Nordmark und schließlich am 20.05.1941 durch den Versorger Egerland. Nach einer Fahrt von insgesamt 112 Tagen und einer zurückgelegten Distanz von 19.986,9 sm über sowie 319,1 sm unter Wasser kehrte U 105 am 13.06.1941 nach Lorient zurück. Auf dieser überaus erfolgreichen Unternehmung konnten 12 Schiffe mit einer Gesamttonnage von 71.450 BRT versenkt werden. → Erfolge U 105.

Original Kriegstagebuch U 105 - 2. Unternehmung



3. Unternehmung

03.08.1941 - 20.09.1941: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient


Am 03.08.1941 lief U 105 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Georg Schewe von Lorient zu seiner 3. Unternehmung aus. Die Operationen führten das Boot in den Nordatlantik sowie in das Seegebiet südwestlich von Island. Während dieses Einsatzes war U 105 nacheinander den U-Boot-Gruppen Hammer, Grönland und Markgraf zugeteilt. Nach insgesamt 49 Tagen und einer zurückgelegten Strecke von 6.743,8 sm über sowie 463,9 sm unter Wasser lief U 105 am 20.09.1941 wieder in Lorient ein. Auf dieser Fahrt konnte 1 Schiff mit 1.549 BRT versenkt werden. → Erfolge U 105.

Original Kriegstagebuch U 105 - 3. Unterne0mung



4. Unternehmung

08.11.1941 - 13.12.1941: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient


Am 08.11.1941 lief U 105 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Georg Schewe von Lorient zu seiner 4. Unternehmung aus. Die Operationen erstreckten sich über den Nordatlantik, die Dänemarkstraße sowie die Gewässer vor Neufundland und Kap Race. Während dieser Fahrt war das Boot der U-Boot-Gruppe Steuben zugeteilt. Nach insgesamt 36 Tagen und einer zurückgelegten Strecke von 5.631,2 sm über sowie 260,7 sm unter Wasser kehrte U 105 am 13.12.1941 wieder in seinen Stützpunkt Lorient zurück. Auf dieser Unternehmung konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden.

Original Kriegstagebuch U 105 - 4. Unternehmung



5. Unternehmung

25.01.1942 - 08.02.1942: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient


Am 25.01.1942 lief U 105 unter dem Kommando von Korvettenkapitän Heinrich Schuch von Lorient zu seiner 5. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik sowie im Seegebiet südwestlich von Irland. Eine Besonderheit dieser Fahrt war die Rettung der Überlebenden des deutschen Blockadebrechers Spreewald, die von U 105 aufgenommen und sicher nach Lorient gebracht wurden. Nach insgesamt 15 Tagen und einer zurückgelegten Strecke von 2.520 sm über sowie 152,3 sm unter Wasser lief das Boot am 08.02.1942 wieder in seinem Stützpunkt ein. Auf dieser Unternehmung konnte eine Sloop mit 1.546 ts versenkt werden. → Erfolge U 105.

Original Kriegstagebuch U 105 - 5. Unternehmung



6. Unternehmung

25.02.1942 - 15.04.1942: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient


Am 25.02.1942 lief U 105 unter dem Kommando von Korvettenkapitän Heinrich Schuch von Lorient zu seiner 6. Unternehmung aus. Die Operationen führten das Boot in den Nordatlantik sowie in die küstennahen Gewässer vor der Ostküste der USA. Nach einer Einsatzdauer von insgesamt 50 Tagen und einer zurückgelegten Strecke von 6.475 sm über sowie 350 sm unter Wasser lief U 105 am 15.04.1942 wieder in Lorient ein. Auf dieser Fahrt konnten 2 Schiffe mit einer Gesamttonnage von 18.005 BRT versenkt werden. → Erfolge U 105.

Original Kriegstagebuch U 105 - 6. Unternehmung



7. Unternehmung

07.06.1942 - 12.06.1942: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in El Ferrol

28.06.1942 - 30.06.1942: Ausgelaufen von El Ferrol - Eingelaufen in Lorient


Am 07.06.1942 lief U 105 unter dem Kommando von Korvettenkapitän Heinrich Schuch von Lorient zu seiner 7. Unternehmung aus. Die Operationen führten das Boot in den Nordatlantik sowie in die Biskaya. Nachdem U 105 durch feindliche Flugzeuge schwere Schäden erlitten hatte, sah sich die Besatzung gezwungen, am 12.06.1942 den neutralen Hafen El Ferrol anzulaufen. Nach erfolgter Reparatur wurde der Rückmarsch angetreten, sodass das Boot nach insgesamt 24 Tagen am 30.06.1942 wieder in Lorient festmachte. Auf dieser Unternehmung konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden.

Original Kriegstagebuch U 105 - 7. Unternehmung



8. Unternehmung

23.11.1942 - 14.02.1943: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient


Am 23.11.1942 lief U 105 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Jürgen Nissen von Lorient zu seiner 8. Unternehmung aus. Die Fahrt führte das Boot in die Seegebiete um die Azoren, in die Karibik sowie vor die Küsten von Französisch-Guayana, Trinidad und Tobago. Um die Einsatzzeit zu vergrößern, fanden zwei Versorgungen auf See statt: Am 03.12.1942 übernahm das Boot 20 m³ Brennstoff von U 118, gefolgt von einer weiteren Übernahme von 40 m³ Brennstoff durch U 504 am 03.02.1943. Nach einer Gesamtdauer von 84 Tagen und einer zurückgelegten Distanz von zirka 12.400 sm machte U 105 am 14.02.1943 wieder in Lorient fest. Die Bilanz dieser Unternehmung beläuft sich auf 4 versenkte Schiffe mit einer Gesamttonnage von 19.844 BRT. → Erfolge U 105.

Original Kriegstagebuch U 105 - 8. Unternehmung



9. Unternehmung

16.03.1943 - 02.06.1943: Ausgelaufen von Lorient - Verlust des Bootes


Am 16.03.1943 lief U 105 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Jürgen Nissen von Lorient zu seiner 9. Unternehmung aus. Die Operationen führten das Boot in den Mittelatlantik, wo es vor Freetown und Dakar operierte. Zur Verlängerung des Einsatzes wurde das Boot am 19.05.1943 durch U 460 mit 90 m³ Brennstoff, 2 m³ Schmieröl sowie Proviant für 20 Tage versorgt. Nach einer Einsatzdauer von insgesamt 79 Tagen wurde U 105 am 02.06.1943 durch ein französisches Flugzeug versenkt. Auf dieser Fahrt konnte 1 Schiff mit 4.669 BRT versenkt werden. → Erfolge U 105.

Original Kriegstagebuch U 105 - 9. Unternehmung (B.d.U. op.)


Verbleib

Datum: 02.06.1943
Letzter Kommandant: Jürgen Nissen
Ort: Mittelatlantik
Position: 14° 15' Nord - 17° 35' West
Planquadrat: EK 4686
Verlust durch: Wasserbomben
Tote: 53
Überlebende: 0
Besatzung: Besatzungsliste U 105

Verbleib im Detail


U 105 wurde am 02.06.1943 im Mittelatlantik vor Dakar durch Wasserbomben des französischen Flugbootes Potez 141 Antarès unter L.-V.-P. Vauchez von der FAFL Squadron 4 versenkt. Das in Dakar stationierte und zur Sicherung des Geleitzuges SL-130 eingesetzte Flugboot sichtete U 105 und leitete den Angriff ein. Bei der viermotorigen Maschine handelte es sich um ein Unikat, das nach einem Helden der französischen Marine benannt worden war.


Quellen & Literatur


Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 171, 207, 218, 225.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 32, 33, 211.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 106.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag 2008 - S. 92 - 93.

Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 115, 280.

Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 100 - U 124" - Eigenverlag - S. 73 - 94.

Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 105.


Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com

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