U 129: Unterschied zwischen den Versionen

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== Daten des deutschen Kriegsmarine Unterseebootes U 129 ==
== Kriegsmarine Unterseeboot U 129 ==
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=== Verbleib im Detail ===
== Verbleib im Detail ==
 
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U 129 wurde bereits am 04.07.1944 in Lorient außer Dienst gestellt. Als sich die Alliierten Lorient näherten, sollte das Boot nach Norwegen verlegen, konnte jedoch aufgrund fehlender Batterien und mangelnder Fahrtüchtigkeit nicht einsatzklar gemacht werden. Angesichts des amerikanischen Vormarsches erfolgte am 19.08.1944 in Lorient die Selbstversenkung. Am 10.05.1945 fiel das Boot zunächst in amerikanische Hände und wurde anschließend französische Beute. Nach dem Ausschlachten im Jahr 1946 wurden brauchbare Teile zur Instandsetzung von [[U 123]] verwendet und die Reste verschrottet.
U 129 wurde bereits am 04.07.1944 in Lorient außer Dienst gestellt. Als sich die Alliierten Lorient näherten, sollte das Boot nach Norwegen verlegen, konnte jedoch aufgrund fehlender Batterien und mangelnder Fahrtüchtigkeit nicht einsatzklar gemacht werden. Angesichts des amerikanischen Vormarsches erfolgte am 19.08.1944 in Lorient die Selbstversenkung. Am 10.05.1945 fiel das Boot zunächst in amerikanische Hände und wurde anschließend französische Beute. Nach dem Ausschlachten im Jahr 1946 wurden brauchbare Teile zur Instandsetzung von [[U 123]] verwendet und die Reste verschrottet.
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Aktuelle Version vom 22. April 2026, 07:39 Uhr

U 128
   U 130

Kriegsmarine Unterseeboot U 129

Typ: IX C
Bauauftrag: 07.08.1939
Bauwerft: Deschimag AG Weser Bremen
Serie: U 125 - U 131
Baunummer: 992
Kiellegung: 30.07.1940
Stapellauf: 28.02.1941
Indienststellung: 21.05.1941
Kommandant: Asmus-Nicolai Clausen
Feldpostnummer: M - 41 124

Kommandanten

21.05.1941 - 13.05.1942 Kapitänleutnant - Asmus-Nicolai Clausen
14.05.1942 - 11.07.1943 Korvettenkapitän - Hans-Ludwig Witt
12.07.1943 - 18.08.1944 Oberleutnant zur See - Richard von Harpe

Flottillen

21.05.1941 - 30.06.1941 2. U-Flottille, Wilhelmshaven (Ausbildungsboot)
01.07.1941 - 18.08.1944 2. U-Flottille, Lorient (Frontboot)

Einsätze


Verlegungsfahrt

23.07.1941 - 24.07.1941: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Horten

U 129, unter Kapitänleutnant Asmus-Nicolai Clausen, lief am 23.07.1941 von Kiel aus. Das Boot verlegte, nach Horten. Am 24.07.1941 lief U 129 in Horten ein. Dort führte das Boot, zusammen mit U 207, U 571 und U 752, Tauchübungen bei der Technischen Ausbildungsgruppe für Front-U-Boote Süd, im Oslofjord durch.



1. Unternehmung

03.08.1941 - 04.08.1941: Ausgelaufen von Horten - Eingelaufen in Kristiansand

04.08.1941 - 30.08.1941: Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Lorient


Am 02.08.1941 lief U 129 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Asmus-Nicolai Clausen von Horten zu seiner 1. Unternehmung aus. Nach einem Geleitwechsel in Kristiansand operierte das Boot im Nordatlantik südwestlich von Island, wobei es der U-Boot-Gruppe Grönland angehörte. Aufgrund eines Diphtherie-Verdachts an Bord musste der Einsatz vorzeitig abgebrochen werden. Nach einer Fahrt von insgesamt 27 Tagen und einer zurückgelegten Distanz von zirka 4.830 sm lief U 129 am 30.08.1941 in Lorient ein. Auf dieser Unternehmung konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden.

Original Kriegstagebuch U 129 - 1. Unternehmung



2. Unternehmung

27.09.1941 - 28.09.1941: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Verdon

29.09.1941 - 06.10.1941: Ausgelaufen von Verdon - Eingelaufen in El Ferrol

06.10.1941 - 08.10.1941: Ausgelaufen von El Ferrol - Eingelaufen in Lorient


Am 27.09.1941 lief U 129 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Asmus-Nicolai Clausen von Lorient zu seiner 2. Unternehmung aus. Nach Besprechungen zum bevorstehenden Einsatz in Verdon operierte das Boot in der Biskaya vor Kap Finisterre sowie vor der spanischen Westküste. Der Einsatz beinhaltete die Sonderaufgabe, den deutschen Blockadebrecher Kota Pinang zu sichern. Nachdem dieses Schiff am 03.10.1941 durch ein britisches Kriegsschiff versenkt worden war, rettete U 129 die Besatzung und lief am 06.10.1941 zur Abgabe der Überlebenden in El Ferrol ein. Nach einer Fahrt von insgesamt 12 Tagen kehrte U 129 am 08.10.1941 wieder nach Lorient zurück. Auf dieser Unternehmung konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden.

Original Kriegstagebuch U 129 - 2. Unternehmung



3. Unternehmung

21.10.1941 - 23.10.1941: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient

27.10.1941 - 27.12.1941: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in St. Nazaire

27.12.1941 - 28.12.1941: Ausgelaufen von St. Nazaire - Eingelaufen in Lorient


Am 21.10.1941 lief U 129 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Asmus-Nicolai Clausen von Lorient zu seiner 3. Unternehmung aus. Da beim Auslaufen ein starkes Schlagen der Backbordkupplung festgestellt wurde, kehrte das Boot zunächst zur Reparatur zurück. Nach dem erneuten Auslaufen operierte U 129 im Südatlantik sowie bei den Kapverdischen Inseln (Kapverden). Im Verlauf des Einsatzes wurde das Boot am 18.11.1941 vom deutschen Versorger Python mit Brennstoff und Proviant versorgt. Nachdem dieses Versorgungsschiff am 01.12.1941 durch ein britisches Kriegsschiff versenkt worden war, nahm U 129 am 03.12.1941 insgesamt 108 Überlebende der Python auf. Die weitere Versorgung des Bootes erfolgte am 05.12.1941 durch U 68 mit Proviant sowie am 16.12.1941 durch das italienische U-Boot "Finzi" mit 80 m³ Brennstoff, an das zudem 70 Mann der Python-Besatzung abgegeben wurden. Am 27.12.1941 lief U 129 in St. Nazaire ein, um die restlichen Geretteten von Bord zu geben. Nach einer Fahrt von 68 Tagen und einer zurückgelegten Distanz von zirka 11.420 sm über sowie 111 sm unter Wasser kehrte U 129 am 28.12.1941 wieder in Lorient ein. Auf dieser Unternehmung konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden.

Original Kriegstagebuch U 129 - 3. Unternehmung



4. Unternehmung

25.01.1942 - 05.04.1942: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient


Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Asmus-Nicolai Clausen lief U 129 am 25.01.1942 von Lorient zu seiner 4. Unternehmung aus. Die Operationen führten das Boot in den Mittel- und Nordatlantik, in die Karibik sowie vor die Küste von Guayana. Nach einer Einsatzdauer von 70 Tagen und einer zurückgelegten Distanz von zirka 10.620 sm über sowie 227 sm unter Wasser machte U 129 am 05.04.1942 wieder in Lorient fest. Die Bilanz dieser erfolgreichen Unternehmung umfasst die Versenkung von 7 Schiffen mit insgesamt 25.613 BRT. → Erfolge U 129.

Original Kriegstagebuch U 129 - 4. Unternehmung



5. Unternehmung

20.05.1942 - 21.08.1942: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient


Am 20.05.1942 lief U 129 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Hans-Ludwig Witt von Lorient zu seiner 5. Unternehmung aus. Die Operationen führten das Boot in den Nordatlantik, die Karibik sowie in das Seegebiet bei den Großen Antillen. Im Verlauf dieser Fahrt erfolgte am 03.08.1942 eine Versorgung durch U 463 mit 40 m³ Brennstoff und Proviant für 2 Wochen. Nach einem Einsatz von insgesamt 93 Tagen und einer zurückgelegten Distanz von zirka 13.800 sm über sowie 618 sm unter Wasser kehrte U 129 am 21.08.1942 wieder nach Lorient zurück. Die Bilanz dieser erfolgreichen Unternehmung umfasst die Versenkung von 11 Schiffen mit insgesamt 41.570 BRT. → Erfolge U 129.

Original Kriegstagebuch U 129 - 5. Unternehmung



6. Unternehmung

28.09.1942 - 06.01.1943: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient


Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Hans-Ludwig Witt lief U 129 am 28.09.1942 von Lorient zu seiner 6. Unternehmung aus. Die Operationen führten das Boot in den Nordatlantik, die Karibik sowie in das Seegebiet bei Trinidad. Im Verlauf dieses Einsatzes wurde das Boot am 27.12.1942 durch U 463 mit 45 m³ Brennstoff, 1,1 m³ Motorenöl und Proviant für 8 Tage versorgt. Nach einer Fahrt von insgesamt 100 Tagen und einer zurückgelegten Distanz von zirka 12.900 sm über sowie 647 sm unter Wasser machte U 129 am 06.01.1943 wieder in Lorient fest. Die Bilanz dieser Unternehmung umfasst die Versenkung von 5 Schiffen mit insgesamt 32.613 BRT. → Erfolge U 129.

Original Kriegstagebuch U 129 - 6. Unternehmung



7. Unternehmung

11.03.1943 - 29.05.1943: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient


Am 11.03.1943 lief U 129 unter dem Kommando von Kapitänleutnant (später Korvettenkapitän) Hans-Ludwig Witt von Lorient zu seiner 7. Unternehmung aus. Die Operationen führten das Boot in den Nordatlantik, zu den Großen Antillen, vor die Küste Floridas sowie in das Sargasso Meer. Im Verlauf des Einsatzes wurde das Boot am 21.05.1943 von U 459 mit 20 m³ Brennstoff versorgt. Nach einer Fahrt von insgesamt 79 Tagen und einer zurückgelegten Distanz von zirka 10.500 sm über sowie 705 sm unter Wasser kehrte U 129 am 29.05.1943 wieder nach Lorient zurück. Die Bilanz dieser Unternehmung umfasst die Versenkung von 3 Schiffen mit insgesamt 26.590 BRT. → Erfolge U 129.

Original Kriegstagebuch U 129 - 7. Unternehmung



8. Unternehmung

27.07.1943 - 30.08.1943: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient


Unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Richard von Harpe lief U 129 am 27.07.1943 von Lorient zu seiner 8. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik, wobei es aufgrund des Verlustes mehrerer Versorgungsboote selbst als U-Tanker eingesetzt wurde. In dieser Funktion versorgte U 129 insgesamt → 4 U-Boote mit Brennstoff und Proviant. Nach einer Fahrt von 34 Tagen und einer zurückgelegten Distanz von 4.360 sm über sowie 1.070 sm unter Wasser kehrte das Boot am 30.08.1943 wieder nach Lorient zurück. Auf dieser Unternehmung konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden.

Original Kriegstagebuch U 129 - 8. Unternehmung



9. Unternehmung

09.10.1943 - 11.10.1943: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in St. Nazaire

12.10.1943 - 31.01.1944: Ausgelaufen von St. Nazaire - Eingelaufen in Lorient


Am 09.10.1943 lief U 129 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Richard von Harpe von Lorient zu seiner 9. Unternehmung aus. Nach kleineren Reparaturen und der Vervollständigung der Torpedoausrüstung in St. Nazaire operierte das Boot im Mittelatlantik, bei den Bermudas, vor Kap Hatteras und Florida sowie im Seegebiet südlich von Neufundland. Im Verlauf des Einsatzes wurde das Boot am 13.11.1943 von U 488 mit 80 m³ Brennstoff, 0,7 m³ Motorenöl und Proviant für 10 Tage versorgt. Nach einer Fahrt von insgesamt 114 Tagen und einer zurückgelegten Distanz von 10.190 sm über sowie 3.197 sm unter Wasser lief U 129 am 31.01.1944 wieder in Lorient ein. Die Bilanz dieser Unternehmung umfasst die Versenkung eines Schiffes mit 5.441 BRT. → Erfolge U 129.

Original Kriegstagebuch U 129 - 9. Unternehmung



10. Unternehmung

22.03.1944 - 19.07.1944: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient


Unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Richard von Harpe lief U 129 am 22.03.1944 von Lorient zu seiner 10. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Südatlantik sowie an der brasilianischen Südostküste im Seegebiet vor Rio de Janeiro. Nach einer Einsatzdauer von 119 Tagen und einer zurückgelegten Distanz von 8.508 sm über sowie 3.645 sm unter Wasser kehrte U 129 am 19.07.1944 nach Lorient zurück. Im Anschluss an diese Fahrt begann zwischen Juli und August 1944 bei der Kriegsmarinewerft in Lorient der Einbau einer Schnorchelanlage, welcher jedoch unvollendet abgebrochen wurde. Die Bilanz dieser letzten Unternehmung umfasst die Versenkung von 2 Schiffen mit insgesamt 11.964 BRT. → Erfolge U 129.

Original Kriegstagebuch U 129 - 10. Unternehmung


Verbleib

Datum: 19.08.1944
Letzter Kommandant: Richard von Harpe
Ort: Lorient
Position: 47° 43' Nord - 03° 22' West
Planquadrat: BF 6157
Verlust durch: Selbstversenkung
Tote: 0
Überlebende: -
Besatzung: Besatzungsliste U 129

Verbleib im Detail


U 129 wurde bereits am 04.07.1944 in Lorient außer Dienst gestellt. Als sich die Alliierten Lorient näherten, sollte das Boot nach Norwegen verlegen, konnte jedoch aufgrund fehlender Batterien und mangelnder Fahrtüchtigkeit nicht einsatzklar gemacht werden. Angesichts des amerikanischen Vormarsches erfolgte am 19.08.1944 in Lorient die Selbstversenkung. Am 10.05.1945 fiel das Boot zunächst in amerikanische Hände und wurde anschließend französische Beute. Nach dem Ausschlachten im Jahr 1946 wurden brauchbare Teile zur Instandsetzung von U 123 verwendet und die Reste verschrottet.


Quellen & Literatur


Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 44, 89, 256.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 45, 211.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 182, 280.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag 2008 - S. 110, 111.

Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 118.

Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 125 - U 170" - Eigenverlag - S. 56 - 81.

Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 106.


Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com

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