U 243: Unterschied zwischen den Versionen

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15.06.1944 - 08.07.1944: Ausgelaufen von Bergen - Verlust des Bootes
15.06.1944 - 08.07.1944: Ausgelaufen von Bergen - Verlust des Bootes


Am 08.06.1944 lief U 243 unter dem Kommando von Kapitänleutnant [[Hans Märtens]] von Flekkefjord zu seiner 1. Unternehmung aus. Die Operationen zur Bekämpfung des feindlichen Schiffsverkehrs sollten das Boot in den Nordatlantik und die Biskaya führen, mussten jedoch nach vier Tagen aufgrund von Dieselschäden unterbrochen werden, was einen Rücklauf nach Bergen erzwang. Nach Abschluss der Reparaturen und dem erneuten Auslaufen operierte das Boot in den vorgesehenen Gebieten. Während der insgesamt 31 Tage konnten keine Versenkungserfolge erzielt werden. Am 08.07.1944 wurde U 243 in der Biskaya durch ein australisches Flugzeug versenkt.
Am 08.06.1944 lief U 243 unter dem Kommando von Kapitänleutnant [[Hans Märtens]] von Flekkefjord zu seiner 1. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik und in der Biskaya, wobei die Fahrt nach vier Tagen aufgrund von Dieselschäden unterbrochen werden musste und einen Rücklauf nach Bergen erzwang. Nach Abschluss der Reparaturen und dem erneuten Auslaufen wurde die Operation fortgesetzt. Während dieser insgesamt 31 Tage dauernden Fahrt konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden. Am 08.07.1944 wurde U 243 in der Biskaya durch ein australisches Flugzeug versenkt.  


[[Original Kriegstagebuch U 243 - 1. Unternehmung]] (B.d.U. op.)
[[Original Kriegstagebuch U 243 - 1. Unternehmung]] (B.d.U. op.)

Aktuelle Version vom 28. April 2026, 11:08 Uhr

U 242
   U 244

Kriegsmarine Unterseeboot U 243

Typ: VII C
Bauauftrag: 10.04.1941
Bauwerft: Friedrich Krupp Germaniawerft AG Kiel
Serie: U 241 - U 246
Baunummer: 677
Kiellegung: 28.10.1942
Stapellauf: 02.09.1943
Indienststellung: 02.10.1943
Kommandant: Hans Märtens
Feldpostnummer: M - 54 310

Kommandanten

02.10.1943 - 08.07.1944 Kapitänleutnant - Hans Märtens

Flottillen

02.10.1943 - 31.05.1944 5. U-Flottille, Kiel (Ausbildungsboot)
01.06.1944 - 08.07.1944 1. U-Flottille, Brest (Frontboot)

Einsätze


Verlegungsfahrt

21.05.1944 - 23.05.1944: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Kristiansand

23.05.1944 - 25.05.1944: Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Flekkefjord


Am 21.05.1944 lief U 243 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Hans Märtens von Kiel aus. Die Verlegungsfahrt führte das Boot über Kristiansand, wo eine Geleitbesprechung stattfand, nach Flekkefjord. Am 25.05.1944 lief U 243 in Flekkefjord ein. Dort wurde das Boot dem Führer der U-Boote Mitte unterstellt und diente in der Folgezeit als Bereitschaftsboot für die Operation Wallenstein.



1. Unternehmung

08.06.1944 - 12.06.1944: Ausgelaufen von Flekkefjord - Eingelaufen in Bergen

15.06.1944 - 08.07.1944: Ausgelaufen von Bergen - Verlust des Bootes

Am 08.06.1944 lief U 243 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Hans Märtens von Flekkefjord zu seiner 1. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik und in der Biskaya, wobei die Fahrt nach vier Tagen aufgrund von Dieselschäden unterbrochen werden musste und einen Rücklauf nach Bergen erzwang. Nach Abschluss der Reparaturen und dem erneuten Auslaufen wurde die Operation fortgesetzt. Während dieser insgesamt 31 Tage dauernden Fahrt konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden. Am 08.07.1944 wurde U 243 in der Biskaya durch ein australisches Flugzeug versenkt.

Original Kriegstagebuch U 243 - 1. Unternehmung (B.d.U. op.)


Verbleib

Datum: 08.07.1944
Letzter Kommandant: Hans Märtens
Ort: Biskaya
Position: 47° 06' Nord - 06° 40' West
Planquadrat: BF 5418
Verlust durch: Wasserbomben
Tote: 11
Überlebende: 38
Besatzung: Besatzungsliste U 243

Verbleib im Detail


U 243 wurde am 08.07.1944 in der Biskaya westlich von St. Nazaire durch Wasserbomben der Short Sunderland H unter Flying Officer William-Boris Tilley der australischen RAAF Squadron 10 versenkt.


Zitate aus der Literatur


Busch/Röll schreiben dazu:

Britischer Versenkungsbericht:

Die Sunderland H, geflogen von William Boris Tilley, der australischen RAAF Squadron 10 sichtet U 243 in der Biskaya an der Wasseroberfläche in etwa sechs Meilen Entfernung. Der Pilot verminderte die Höhe und U 243 schoss schon mit seiner Flak, als das Flugboot noch etwa zwei Meilen entfernt war. Die Sunderland erwiderte um 14:35 Uhr mit ihren starren vorderen Bordkanonen das Feuer. Das Flugboot fegte über das Deck des U-Bootes, dessen Flakfeuer aufhörte, denn sechs Wasserbomben, eingestellt auf 75 Fuß, detonierten vom Heck bis zum Turm, direkt neben U 243. Die Sunderland umkreiste im Abstand von einer Meile das waidwunde Boot. U 243 lag tief im Wasser und machte keine Fahrt mehr. Noch einmal wurde das Flakfeuer auf die Sunderland eröffnet, aber dann gegen 15:00 Uhr, setzte die U-Boot-Besatzung Schlauchboote aus, die sich allmählich vom Boot entfernten. Diese Männer hatten Glück, da inzwischen eine weitere Sunderland der australischen Royal Australian Air Force Squadron 10 und ein amerikanischer Liberator-Bomber, geflogen von Aurelian H. Cooledge, der US-Navy Squadron VP-105 eingetroffen waren. Mit ihren Bomben griffen sie nochmals U 243 an. Nach den Detonationen sank U 243 zuerst über das Heck und stieß dann senkrecht in die Tiefe. Überlebende und Schlauchboote mit Schiffbrüchigen trieben im Wasser. Die Sunderland H flog über sie hinweg und warf ein weiteres Schlauchboot und Lebensmittelpakete ab. Die Überlebenden von U 243 wurden von dem über Funk herbeigerufenen kanadischen Zerstörer HMCS RESTIGOUCHE (H.00) gerettet. Unter ihnen waren der Kommandant, Kapitänleutnant Hans Märtens und 38 Mann der Besatzung. Bereits beim ersten Angriff der "Sunderland" wurde Kapitänleutnant Hans Märtens am Kopf schwer verwundet. Er erlag seiner Verwundung an Bord der RESTIGOUCHE.

Aus Busch/Röll - Die deutschen U-Bootverluste - S. 265 - 266.



Clay Blair schreibt dazu:

U 243 unter dem 26jährigen Hans Märtens schoß in der Nacht vom 9. auf den 10. Juni versehentlich eine deutsche Ju-88 ab und hätte beinahe das zurückgerufene U 1000 torpediert. Fünft Tage später brach Märtens die Fahrt ab und lief mit einer schwer beschädigten Dieselmaschine Bergen an. Am 20. lief er wieder aus. Er sollte zunächst in den Kanal fahren, wurde jedoch von der U-Boot-Führung nach Brest umgeleitet.

Am Nachmittag der 8. Juli sichtete eine von William Boris Tilley geflogene Sunderland der australischen Squadron 10 der 19. Group U 243 etwa 170 Kilometer vor Brest an der Wasseroberfläche und griff es mit ihren Maschinengewehren und Wasserbomben an. Auch weitere Sunderlands derselben Squadron und eine von Aurelian H. Cooledge geflogene B-24 von Squadron VB 105 der US Navy beteiligten sich an dem Angriff. Beide warfen Wasserbomben. Bei diesen Angriffen wurde Märtens und die Kanoniere auf dem Deck des Bootes tödlich verwundet. Unter Deck führte der Leitende Ingenieur Wolfgang Heinze die Selbstversenkung durch und ging mit dem Boot unter. Britische Zerstörer der Support Group 14 retteten 38 Mann der 50köpfigen Besatzung.

Aus Clay Blair - Band 2 - Die Gejagten - S. 691.


Quellen & Literatur


Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB

Clay Blair: "Der U-Boot-Krieg - Die Gejagten 1942 - 1945" - Heyne Verlag 1999 - S. 691.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 152

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997- S. 129, 194.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 265, 266.

Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 48, 280.

Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 – 1945 - KTB U 223 - U 300" - Eigenverlag - S. 85 – 86.

Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 44.



Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com

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