U 236: Unterschied zwischen den Versionen

Aus uboot Wiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
 
Zeile 105: Zeile 105:




Am 03.05.1945 lief U 236 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See [[Herbert Mumm]] von Kiel zu einer Verlegungsfahrt nach Kristiansand aus. Am 04.05.1945 wurde das Boot in der Ostsee bei einem Jagdbomberangriff erheblich beschädigt. Da U 236 infolge der Treffer nicht mehr einsatzbereit war, erfolgte die Selbstversenkung durch die Besatzung.
Am 03.05.1945 lief U 236 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See [[Herbert Mumm]] von Kiel aus. Das Boot verlegte nach Kristiansand. Nach 2 Tagen wurde das Boot am 04.05.1945 in der Ostsee bei einem Jagdbomberangriff erheblich beschädigt. Da U 236 infolge der Treffer nicht mehr einsatzbereit war, erfolgte die Selbstversenkung durch die Besatzung.  


----
----

Aktuelle Version vom 28. April 2026, 10:24 Uhr

U 235
   U 237

Kriegsmarine Unterseeboot U 236

Typ: VII C
Bauauftrag: 20.01.1941
Bauwerft: Friedrich Krupp Germaniawerft AG Kiel
Serie: U 235 - U 250
Baunummer: 666
Kiellegung: 23.03.1942
Stapellauf: 24.11.1942
Indienststellung: 09.01.1943
Kommandant: Reimar Ziesmer
Feldpostnummer: M - 49 652

Kommandanten

09.01.1943 - 14.05.1943 Oberleutnant zur See - Reimar Ziesmer (bzw. 30.05.1943)
01.06.1943 - 28.09.1943 Außer Dienst
29.09.1943 - 29.05.1944 Oberleutnant zur See - Curt Hartmann
30.05.1944 - 04.06.1944 Oberleutnant zur See - Ludo Kregelin
05.06.1944 - 06.05.1945 Oberleutnant zur See - Herbert Mumm

Flottillen

09.01.1943 - 14.05.1943 5. U-Flottille, Kiel (Ausbildungsboot)
15.05.1943 - 28.09.1943 Außer Dienst
29.09.1943 - 30.04.1944 24. U-Flottille, Memel (Ausbildungsboot)
01.05.1944 - 28.02.1945 21. U-Flottille, Gotenhafen (Schulboot)
01.03.1945 - 06.05.1945 31. U-Flottille, Hamburg (Ausbildungsboot)

Einsätze


Verlegungsfahrt

26.01.1945 - 28.01.1945: Ausgelaufen von Pillau - Eingelaufen in Wesermünde


Am 26.01.1945 lief U 236 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Herbert Mumm von Pillau aus. Angesichts der herannahenden Roten Armee und der damit verbundenen Räumung des Stützpunktes der 21. U-Flottille erfolgte die Verlegung des Bootes nach Wesermünde. U 236 führte diese Fahrt im Verband mit der Isar, der "Salzburg", der "Krefeld" sowie mehreren Fangbooten durch. Neben der Stammbesatzung befanden sich auch Flüchtlinge aus den deutschen Ostgebieten an Bord. Während der insgesamt 3 Tage dauernden Überführung konnten keine Versenkungserfolge erzielt werden. Am 28.01.1945 lief U 236 in Wesermünde ein.



Verlegungsfahrt

21.04.1945 - 24.04.1945: Ausgelaufen von Wesermünde - Eingelaufen in Kiel


Am 21.04.1945 lief U 236 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Herbert Mumm von Wesermünde aus. Das Boot verlegte nach Kiel, um dort die Ausrüstung für die anschließende Überführung nach Norwegen zu vervollständigen. Am 24.04.1945 lief U 236 in Kiel ein.



Verlegungsfahrt

03.05.1945 - 06.05.1945: Ausgelaufen von Kiel - Verlust des Bootes


Am 03.05.1945 lief U 236 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Herbert Mumm von Kiel aus. Das Boot verlegte nach Kristiansand. Nach 2 Tagen wurde das Boot am 04.05.1945 in der Ostsee bei einem Jagdbomberangriff erheblich beschädigt. Da U 236 infolge der Treffer nicht mehr einsatzbereit war, erfolgte die Selbstversenkung durch die Besatzung.


Verbleib

Überlebende:
Datum: 06.05.1945
Letzter Kommandant: Herbert Mumm
Ort: Ostsee
Position: 54° 37' Nord - 10° 03' Ost
Planquadrat: AO 7487
Verlust durch: Selbstversenkung
Tote: 0
-
Besatzung: Besatzungsliste U 236

Verbleib im Detail


Am 03.05.1945 lief U 236 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Herbert Mumm von Kiel zu einer Verlegungsfahrt nach Kristiansand aus. Am 04.05.1945 wurde das Boot gegen 11:45 Uhr durch Raketen- und Bordwaffenbeschuss von Jabos der 9. US-Army Air Force (XXIX. T.A.C.) sowie der RAF (Squadron 175 und 184) beschädigt. Trotz geringer Wassertiefe legte sich das Boot auf Grund und tauchte erst nach Eintritt der Dunkelheit wieder auf. Dabei wurden Treffer an den Backbord-Außenbunkern und ein starker Ölverlust festgestellt. Nach erneuter Lagebeurteilung entschloss sich der Kommandant, die Besatzung an Land zu bringen und das Boot aufzugeben. In der Nacht vom 05.05.1945 auf den 06.05.1945 erfolgte die Anlandung der Männer; am 06.05.1945 um 02:00 Uhr wurde U 236 schließlich an der offenen Küste westlich von Schleimünde selbst versenkt.

Bereits am 14.05.1943 war U 236 an seinem Liegeplatz bei der Friedrich Krupp Germaniawerft AG Kiel durch Bomben der 8. US-Air Force versenkt worden. Nach der Hebung am 22.05.1943 und der anschließenden Außerdienststellung am 25.05.1943 wurde das Boot repariert und am 29.09.1943 erneut in Dienst gestellt.


Quellen & Literatur


Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 90, 132, 167, 264

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 99, 194.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 351, 358, 369.

Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 48.

Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 – 1945 - KTB U 223 - U 300" - Eigenverlag - S. 68.

Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 44.



Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com

U 235
   U 237