U 219: Unterschied zwischen den Versionen

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Am 05.10.1943 lief U 219 unter dem Kommando von Korvettenkapitän [[Walter Burghagen]] von Kiel zu seiner 1. Unternehmung aus. Nach dem Marsch über die Ostsee, einer Brennstoffergänzung in Kristiansand und einer notwendigen Schraubenreparatur in Bergen war der Zweck dieser Fahrt die Bekämpfung des feindlichen Schiffsverkehrs sowie die Unterstützung anderer Einheiten im Mittelatlantik. Während dieser Unternehmung versorgte U 219 [[U 219 versorgte auf dieser 1. Unternehmung|→ 5 U-Boote]]. Im Verlauf der Operationen konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden. Nach 89 Tagen und zurückgelegten zirka 6.250 sm über und 1.867 sm unter Wasser lief das Boot am 01.01.1944 in Bordeaux ein. Im Anschluss an diese Fahrt erfolgte ein umfangreicher Turmumbau: Die [[10.5-cm-Kanone]] sowie die [[3,7-cm-Flak|3,7-cm-Flak]] auf dem Achterdeck wurden entfernt. Stattdessen wurde das Boot auf dem neuen Turm mit [[2 x 2-cm-Zwillingsflak|2 x 2-cm-Zwillingen]] und einer [[3,7-cm-Flak|3,7-cm-Halbautomatik]] ausgerüstet.
Am 05.10.1943 lief U 219 unter dem Kommando von Korvettenkapitän [[Walter Burghagen]] von Kiel zu seiner 1. Unternehmung aus. Nach dem Marsch über die Ostsee, einer Brennstoffergänzung in Kristiansand und einer notwendigen Schraubenreparatur in Bergen operierte das Boot im Mittelatlantik. Während dieser Unternehmung versorgte U 219 [[U 219 versorgte auf dieser 1. Unternehmung|→ 5 U-Boote]]. Während dieser insgesamt 89 Tage dauernden Fahrt wurden zirka 6.250 sm über und 1.867 sm unter Wasser zurückgelegt. Im Verlauf der Operationen konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden. Am 01.01.1944 lief U 219 in Bordeaux ein. Im Anschluss an diese Fahrt erfolgte ein umfangreicher Turmumbau: Die [[10.5-cm-Kanone]] sowie die [[3,7-cm-Flak|3,7-cm-Flak]] auf dem Achterdeck wurden entfernt. Stattdessen wurde das Boot auf dem neuen Turm mit [[2 x 2-cm-Zwillingsflak|2 x 2-cm-Zwillingen]] und einer [[3,7-cm-Flak|3,7-cm-Halbautomatik]] ausgerüstet.


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Am 30.04.1944 lief U 219 unter dem Kommando von Korvettenkapitän [[Walter Burghagen]] von Bordeaux aus. Zweck dieser Fahrt war die Verlegung nach La Pallice zur Ausrüstung mit Torpedos sowie zur Durchführung anschließender Trimmversuche, bevor das Boot wieder nach Bordeaux zurückkehrte. Nach 4 Tagen lief U 219 am 03.05.1944 wieder in Bordeaux ein. In der Folgezeit erfolgte in der [[Kriegsmarinewerft Bordeaux]], im Zeitraum von Juli bis August 1944, der Einbau einer [[Schnorchel|Schnorchelanlage]] zur Verbesserung der Unterwasser-Einsatzfähigkeit.
Am 30.04.1944 lief U 219 unter dem Kommando von Korvettenkapitän [[Walter Burghagen]] von Bordeaux aus. Das Boot verlegte nach La Pallice zur Ausrüstung mit Torpedos sowie zur Durchführung anschließender Trimmversuche. Nach 4 Tagen lief U 219 am 03.05.1944 wieder in Bordeaux ein. In der Folgezeit erfolgte in der [[Kriegsmarinewerft Bordeaux]], im Zeitraum von Juli bis August 1944, der Einbau einer [[Schnorchel|Schnorchelanlage]].  


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Am 23.08.1944 lief U 219 unter dem Kommando von Korvettenkapitän [[Walter Burghagen]] von Bordeaux zu seiner 2. Unternehmung aus. Zweck dieser Fernfahrt war die Bekämpfung des feindlichen Schiffsverkehrs im Südatlantik sowie im Indischen Ozean im Rahmen der [[U-Boot-Gruppe Monsun|U-Boot-Gruppe Monsun]]. Darüber hinaus fungierte das Boot als Transporter für kriegswichtige Nachschubgüter und Ausrüstungsteile für die Stützpunkte in Südostasien. Die Ladung umfasste unter anderem Duralaluminiumbarren, Funkstationen für Kobe und Singapur, eine vollständige Sanitätsausrüstung inklusive Operationssaal, Diesel- und Torpedoersatzteile, Werkstattausrüstung, Ersatzteile für Arado-Flugzeuge sowie Ortungsgeräte und Medikamente. Im Verlauf der Operationen konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden. Nach 111 Tagen lief das Boot am 11.12.1944 in Batavia ein.
Am 23.08.1944 lief U 219 unter dem Kommando von Korvettenkapitän [[Walter Burghagen]] von Bordeaux zu seiner 2. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Südatlantik sowie im Indischen Ozean und fungierte als Transporter für kriegswichtige Nachschubgüter, darunter Duralaluminiumbarren, Funkstationen für Kobe und Singapur, eine vollständige Sanitätsausrüstung inklusive Operationssaal, Diesel- und Torpedoersatzteile, Werkstattausrüstung, Ersatzteile für Arado-Flugzeuge sowie Ortungsgeräte und Medikamente. Das Boot gehörte auf dieser Unternehmung zu der [[U-Boot-Gruppe Monsun|U-Boot-Gruppe Monsun]]. Während dieser insgesamt 111 Tage dauernden Fahrt konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden. Am 11.12.1944 lief U 219 in Batavia ein.


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Nach der deutschen Kapitulation wurde U 219 in Batavia (Jakarta) an die japanischen Streitkräfte übergeben und am 15.05.1945 unter der Bezeichnung I 505 in Dienst gestellt. Da das Boot jedoch nicht mehr einsatzbereit gemacht werden konnte, verblieb es bis zur Kapitulation Japans am 15.08.1945 im Hafen von Batavia.
Nach der deutschen Kapitulation wurde U 219 in Batavia (Jakarta) an die japanischen Streitkräfte übergeben und am 15.05.1945 unter der Bezeichnung I 505 in Dienst gestellt. Da das Boot jedoch nicht mehr einsatzbereit gemacht werden konnte, verblieb es bis zur Kapitulation Japans am 15.08.1945 im Hafen von Batavia.


Das endgültige Ende des Bootes erfolgte am 03.02.1946: Im Rahmen der [[Operation Scuppered]] wurde U 219 in der Sundastraße auf der Position 06° 31′ S, 104° 54′ O (Planquadrat LR 8774) durch den niederländischen Zerstörer [[HNLMS Kortenaer (1943)|HNLMS Kortenaer]] unter Luitenant ter zee 1e klasse J. B. M. J. Maas versenkt.
Das endgültige Ende des Bootes erfolgte am 03.02.1946: Im Rahmen der [[Operation Scuppered]] wurde U 219 in der Sundastraße auf der Position [https://www.google.com/maps/place/-6.516667,104.9/@-6.516667,104.9,5z 06° 31' Süd - 104° 54' Ost] (Planquadrat LR 8774) durch den niederländischen Zerstörer [[HNLMS Kortenaer (1943)|HNLMS Kortenaer]] unter Luitenant ter zee 1e klasse J. B. M. J. Maas versenkt.
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Aktuelle Version vom 28. April 2026, 09:39 Uhr

U 218
   U 220

Kriegsmarine Unterseeboot U 219

Typ: X B
Bauauftrag: 06.08.1940
Bauwerft: Friedrich Krupp Germaniawerft AG Kiel
Serie: U 219 - U 220
Baunummer: 625
Kiellegung: 31.05.1941
Stapellauf: 06.10.1942
Indienststellung: 12.12.1942
Kommandant: Walter Burghagen
Feldpostnummer: M - 49 090

Kommandanten

12.12.1942 - 08.05.1945 Korvettenkapitän - Walter Burghagen

Flottillen

12.12.1942 - 30.06.1943 4. U-Flottille, Stettin (Ausbildungsboot)
01.07.1943 - 30.09.1944 12. U-Flottille, Bordeaux (Frontboot)
01.10.1944 - 08.05.1945 33. U-Flottille, Flensburg (Frontboot)

Einsätze


1. Unternehmung

05.10.1943 - 07.10.1943: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Kristiansand

08.10.1943 -09.10.1943|Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Bergen

17.10.1943 - 01.01.1944: Ausgelaufen von Bergen - Eingelaufen in Bordeaux


Am 05.10.1943 lief U 219 unter dem Kommando von Korvettenkapitän Walter Burghagen von Kiel zu seiner 1. Unternehmung aus. Nach dem Marsch über die Ostsee, einer Brennstoffergänzung in Kristiansand und einer notwendigen Schraubenreparatur in Bergen operierte das Boot im Mittelatlantik. Während dieser Unternehmung versorgte U 219 → 5 U-Boote. Während dieser insgesamt 89 Tage dauernden Fahrt wurden zirka 6.250 sm über und 1.867 sm unter Wasser zurückgelegt. Im Verlauf der Operationen konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden. Am 01.01.1944 lief U 219 in Bordeaux ein. Im Anschluss an diese Fahrt erfolgte ein umfangreicher Turmumbau: Die 10.5-cm-Kanone sowie die 3,7-cm-Flak auf dem Achterdeck wurden entfernt. Stattdessen wurde das Boot auf dem neuen Turm mit 2 x 2-cm-Zwillingen und einer 3,7-cm-Halbautomatik ausgerüstet.

Original Kriegstagebuch U 219 - 1. Unternehmung



Verlegungsfahrt

30.04.1944 - 01.05.1944: Ausgelaufen von Bordeaux - Eingelaufen in La Pallice

02.05.1944 - 03.05.1944: Ausgelaufen von La Pallice - Eingelaufen in Bordeaux


Am 30.04.1944 lief U 219 unter dem Kommando von Korvettenkapitän Walter Burghagen von Bordeaux aus. Das Boot verlegte nach La Pallice zur Ausrüstung mit Torpedos sowie zur Durchführung anschließender Trimmversuche. Nach 4 Tagen lief U 219 am 03.05.1944 wieder in Bordeaux ein. In der Folgezeit erfolgte in der Kriegsmarinewerft Bordeaux, im Zeitraum von Juli bis August 1944, der Einbau einer Schnorchelanlage.



2. Unternehmung

23.08.1944 - 11.12.1944: Ausgelaufen von Bordeaux - Eingelaufen in Batavia


Am 23.08.1944 lief U 219 unter dem Kommando von Korvettenkapitän Walter Burghagen von Bordeaux zu seiner 2. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Südatlantik sowie im Indischen Ozean und fungierte als Transporter für kriegswichtige Nachschubgüter, darunter Duralaluminiumbarren, Funkstationen für Kobe und Singapur, eine vollständige Sanitätsausrüstung inklusive Operationssaal, Diesel- und Torpedoersatzteile, Werkstattausrüstung, Ersatzteile für Arado-Flugzeuge sowie Ortungsgeräte und Medikamente. Das Boot gehörte auf dieser Unternehmung zu der U-Boot-Gruppe Monsun. Während dieser insgesamt 111 Tage dauernden Fahrt konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden. Am 11.12.1944 lief U 219 in Batavia ein.

Original Kriegstagebuch U 219 - 2. Unternehmung


Verbleib

Datum: 10.05.1945
Letzter Kommandant: Walter Burghagen
Ort: Batavia
Position: 06° 31' Süd - 106° 50' Ost
Planquadrat: LR 8942
Verlust durch: Übergabe an Japan
Tote: 0
Überlebende: -
Besatzung: Besatzungsliste U 219

Verbleib im Detail


Nach der deutschen Kapitulation wurde U 219 in Batavia (Jakarta) an die japanischen Streitkräfte übergeben und am 15.05.1945 unter der Bezeichnung I 505 in Dienst gestellt. Da das Boot jedoch nicht mehr einsatzbereit gemacht werden konnte, verblieb es bis zur Kapitulation Japans am 15.08.1945 im Hafen von Batavia.

Das endgültige Ende des Bootes erfolgte am 03.02.1946: Im Rahmen der Operation Scuppered wurde U 219 in der Sundastraße auf der Position 06° 31' Süd - 104° 54' Ost (Planquadrat LR 8774) durch den niederländischen Zerstörer HNLMS Kortenaer unter Luitenant ter zee 1e klasse J. B. M. J. Maas versenkt.


Quellen & Literatur


Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - ISBN-978-3813204902 - S. 42

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997- ISBN-978-3813205121 - S. 96, 194.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - ISBN-978-3813205145 - S. 174, 297, 396.

Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 140.

Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 – 1945 - KTB U 171 - U 222" - Eigenverlag - S. 343 – 347.

Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 43.



Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com

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