U 294: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 29. April 2026, 18:07 Uhr

U 293
   U 295

Kriegsmarine Unterseeboot U 294

Typ: VII C/41
Bauauftrag: 14.10.1941
Bauwerft: Bremer Vulkan Schiffbau und Maschinenfabrik Bremen-Vegesack
Serie: U 292 - U 300
Baunummer: 59
Kiellegung: 22.12.1942
Stapellauf: 27.08.1943
Indienststellung: 06.10.1943
Kommandant: Heinz Schütt
Feldpostnummer: M - 52 122

Kommandanten

06.10.1943 - 08.05.1945 Oberleutnant zur See - Heinz Schütt

Flottillen

06.10.1943 - 31.07.1944 8. U-Flottille, Danzig (Ausbildungsboot)
01.08.1944 - 05.11.1944 11. U-Flottille, Bergen (Frontboot)
06.11.1944 - 28.02.1945 13. U-Flottille, Drontheim (Frontboot)
01.03.1945 - 08.05.1945 14. U-Flottille, Narvik (Frontboot)

Einsätze


Verlegungsfahrt

21.05.1944 - 23.05.1944: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Kristiansand

23.05.1944 - 23.05.1944: Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Flekkefjord

25.05.1944 - 25.05.1944: Ausgelaufen von Flekkefjord - Eingelaufen in Stavanger


Am 21.05.1944 lief U 294 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Heinz Schütt von Kiel aus. Das Boot verlegte über Kristiansand wegen einer Geleitbesprechung sowie über den Flekkefjord aufgrund von Schlechtwetter nach Stavanger. Nach 5 Tagen lief U 294 am 25.05.1944 in Stavanger ein. Dort wurde es als Bereitschaftsboot der Gruppe Wallenstein unterstellt.



1. Unternehmung

31.05.1944 - 23.06.1944: Ausgelaufen von Stavanger - Eingelaufen in Bergen


Am 31.05.1944 lief U 294 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Heinz Schütt von Stavanger zu seiner 1. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik sowie südwestlich von Island. Während dieser insgesamt 24 Tage dauernden Fahrt wurden 905 sm über und 601 sm unter Wasser zurückgelegt. Auf dieser Unternehmung gelangen keine Versenkungen oder Beschädigungen. Am 23.06.1944 lief U 294 in Bergen ein.

Original Kriegstagebuch U 294 - 1. Unternehmung



Verlegungsfahrt

12.07.1944 - 13.07.1944: Ausgelaufen von Bergen - Eingelaufen in Flekkefjord


Am 12.07.1944 lief U 294 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Heinz Schütt von Bergen aus. Das Boot verlegte in den Flekkefjord. Nach 2 Tagen lief U 294 am 13.07.1944 im Flekkefjord ein. Dort wurde es als Bereitschaftsboot der Gruppe Wallenstein unterstellt.



Verlegungsfahrt

31.08.1944 - 31.08.1944: Ausgelaufen von Flekkefjord - Eingelaufen in Kristiansand

31.08.1944 - 02.09.1944: Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Kiel


Am 31.08.1944 lief U 294 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Heinz Schütt vom Flekkefjord aus. Das Boot verlegte über Kristiansand wegen einer Geleitbesprechung nach Kiel. Nach 3 Tagen lief U 294 am 02.09.1944 in Kiel ein. Dort erfolgten in der Folgezeit eine Torpedoüberholung sowie kleinere Werftarbeiten.



Verlegungsfahrt

07.09.1944 - 08.09.1944: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Kiel

09.09.1944 - 09.09.1944: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Larvik

11.09.1944 - 11.09.1944: Ausgelaufen von Larvik - Eingelaufen in Kristiansand

12.09.1944 - 13.09.1944: Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Flekkefjord


Am 07.09.1944 lief U 294 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Heinz Schütt von Kiel aus. Das Boot verlegte über Larvik und Kristiansand in den Flekkefjord. Nach 7 Tagen lief U 294 am 13.09.1944 im Flekkefjord ein. Dort lag das Boot in Bereitschaft für die Operation Falke sowie die Operation Greif.



2. Unternehmung

18.09.1944 - 19.09.1944: Ausgelaufen von Flekkefjord - Eingelaufen in Flekkefjord

19.09.1944 - 20.09.1944: Ausgelaufen von Flekkefjord - Eingelaufen in Flekkefjord

20.09.1944 - 21.09.1944: Ausgelaufen von Flekkefjord - Eingelaufen in Flekkefjord

21.09.1944 - 21.09.1944: Ausgelaufen von Flekkefjord - Eingelaufen in Flekkefjord

22.09.1944 - 23.09.1944: Ausgelaufen von Flekkefjord - Eingelaufen in Flekkefjord

23.09.1944 - 24.09.1944: Ausgelaufen von Flekkefjord - Eingelaufen in Flekkefjord


Am 18.09.1944 lief U 294 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Heinz Schütt vom Flekkefjord zu seiner 2. Unternehmung aus. Das Boot nahm an mehreren nächtlichen Einsätzen vor Lista und Varnes teil und war hierbei der Operation Adler zugeteilt. Während dieser insgesamt 7 Tage dauernden Fahrt gelangen keine Versenkungen oder Beschädigungen. Am 24.09.1944 lief U 294 wieder im Flekkefjord ein.

Original Kriegstagebuch U 294 - 2. Unternehmung



3. Unternehmung

15.10.1944 - 23.10.1944: Ausgelaufen von Flekkefjord - Eingelaufen in Kristiansand


Am 15.10.1944 lief U 294 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Heinz Schütt vom Flekkefjord zu seiner 3. Unternehmung aus. Das Boot war hierbei der Operation Specht zugeteilt, um die Einfahrt zum Skagerrak zu beobachten und den feindlichen Schiffsverkehr zu überwachen. Während dieser insgesamt 9 Tage dauernden Fahrt gelangen keine Versenkungen oder Beschädigungen gegnerischer Einheiten. Am 23.10.1944 lief das Boot in Kristiansand ein.

Original Kriegstagebuch U 294 - 3. Unternehmung



Verlegungsfahrt

27.10.1944 - 28.10.1944: Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Horten


Am 27.10.1944 lief U 294 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Heinz Schütt von Kristiansand aus. Das Boot verlegte wegen notwendiger Instandsetzungsarbeiten in die Werft nach Horten. Nach 2 Tagen lief U 294 am 28.10.1944 in Horten ein.



Verlegungsfahrt

04.11.1944 - 04.11.1944: Ausgelaufen von Horten - Eingelaufen in Tønsberg

07.11.1944 - 07.11.1944: Ausgelaufen von Tønsberg - Eingelaufen in Horten

07.11.1944 - 08.11.1944: Ausgelaufen von Horten - Eingelaufen in Kristiansand

08.11.1944 - 09.11.1944: Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Flekkefjord

09.11.1944 - 11.11.1944: Ausgelaufen von Flekkefjord - Eingelaufen in Stavanger

11.11.1944 - 11.11.1944: Ausgelaufen von Stavanger - Eingelaufen in Hillevåg

11.11.1944 - 12.11.1944: Ausgelaufen von Hillevåg - Eingelaufen in Bergen

12.11.1944 - 13.11.1944: Ausgelaufen von Bergen - Eingelaufen in Ålesund

13.11.1944 - 14.11.1944: Ausgelaufen von Ålesund - Eingelaufen in Drontheim

15.11.1944 - 15.11.1944: Ausgelaufen von Drontheim - Eingelaufen in Ålesund

16.11.1944 - 17.11.1944: Ausgelaufen von Ålesund - Eingelaufen in Bergen


Am 04.11.1944 lief U 294 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Heinz Schütt von Horten aus. Das Boot verlegte über Tønsberg, Horten aufgrund der Restausrüstung sowie über Kristiansand und den Flekkefjord wegen Minengefahr nach Stavanger, Hillevåg und Bergen. Von dort aus führte der Marsch über Ålesund zum Geleitwechsel nach Drontheim wegen der Übernahme einer Last sowie über einen weiteren Geleitwechsel in Ålesund zurück nach Bergen. Nach 14 Tagen lief U 294 am 17.11.1944 in Bergen ein. Dort wurde das Boot dem Führer der U-Boote Nordmeer unterstellt und für den bevorstehenden Einsatz im Nordmeer ausgerüstet.



Verlegungsfahrt

25.12.1944 - 27.12.1944: Ausgelaufen von Bergen - Eingelaufen in Bergen


Am 25.12.1944 lief U 294 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Heinz Schütt von Bergen aus. Das Boot verlegte wegen des Einlaufens in die dortige Werft innerhalb des Stützpunktes. Während dieser Fahrt lief das Boot auf und wurde durch Schlepperhilfe wieder freigeschleppt. In der Zeit vom 17.01.1945 bis zum 05.03.1945 erfolgte in der Kriegsmarinewerft Bergen der Einbau einer Schnorchelanlage.



Verlegungsfahrt

15.03.1945 - 18.03.1945: Ausgelaufen von Bergen - Eingelaufen in Drontheim

20.03.1945 - 22.03.1945: Ausgelaufen von Drontheim - Eingelaufen in Narvik


Am 15.03.1945 lief U 294 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Heinz Schütt von Bergen aus. Das Boot verlegte über Drontheim wegen einer notwendigen Reparatur an der Schnorchelanlage nach Narvik. Nach 8 Tagen lief U 294 am 22.03.1945 in Narvik ein.



4. Unternehmung

06.04.1945 - 07.04.1945: Ausgelaufen von Narvik - Eingelaufen in Kilbotn

08.04.1945 - 24.04.1945|Ausgelaufen von Kilbotn - Eingelaufen in Harstad

25.04.1945 - 26.04.1945: Ausgelaufen von Harstad - Eingelaufen in den Skjomenfjord


Am 06.04.1945 lief U 294 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Heinz Schütt von Narvik zu seiner 4. Unternehmung aus. Nach der Restausrüstung in Kilbotn operierte das Boot im Nordmeer sowie vor der Halbinsel Rybatschi. Der Rückmarsch führte über Harstad aufgrund der Übernahme von Kantinenbeständen in den Skjomenfjord. Während dieser insgesamt 21 Tage dauernden Fahrt gelangen keine Versenkungen oder Beschädigungen. Am 26.04.1945 lief U 294 im Skjomenfjord ein.

Original Kriegstagebuch U 294 - 4. Unternehmung



Überführungsfahrt

16.05.1945 - 19.05.1945: Ausgelaufen von Narvik - Eingelaufen in Loch Eriboll

20.05.1945 - 21.05.1945: Ausgelaufen von Loch Eriboll - Eingelaufen in Loch Alsh

21.05.1945 - 21.05.1945: Ausgelaufen von Loch Alsh - Eingelaufen in Lisahally


Am 16.05.1945 lief U 294 von Narvik zur Überführungsfahrt aus. Der Marsch führte über Loch Eriboll und Loch Alsh nach Lisahally. Während dieser insgesamt 6 Tage dauernden Fahrt erreichte das Boot am 21.05.1945 Lisahally. Dort wurde das Boot offiziell den britischen Streitkräften übergeben, woraufhin die verbliebene Restbesatzung in Kriegsgefangenschaft ging. U 294 verblieb dort im Hinblick auf seine spätere Vernichtung im Rahmen der Operation Deadlight.



Verlegungsfahrt / Operation Deadlight

29.12.1945 - 29.12.1945: Ausgelaufen von Lisahally - Eingelaufen in Moville

29.12.1945 - 29.12.1945: Ausgelaufen von Moville - Eingelaufen in Moville

30.12.1945 - 31.12.1945: Ausgelaufen von Moville - Versenkt


Am 29.12.1945 lief U 294 von Lisahally zu einer weiteren Verlegungsfahrt aus. Das Boot verlegte nach Moville, um von dort zur vorgesehenen Versenkungsposition geführt zu werden. Während dieser insgesamt 3 Tage dauernden Fahrt erreichte das Boot das Gebiet bei Moville und wurde schließlich am 31.12.1945 im Rahmen der Operation Deadlight versenkt.


Verbleib

Datum: 31.12.1945
Letzter Kommandant: Heinz Schütt
Ort: Nordatlantik
Position: 55° 44' Nord - 08° 40' West
Planquadrat: AM 5292
Verlust durch: Operation Deadlight
Tote: 0
Überlebende: -
Besatzung: Besatzungsliste U 294

Verbleib im Detail


Am 30.12.1945 wurde U 294 von der britischen Fregatte HMS Loch Shin (K.421) unter Lieutenant Commander S.-H. Lampard auf die vorgesehene Position für die Operation Deadlight geschleppt. Am 31.12.1945 erfolgte um 10:15 Uhr im Nordatlantik nordwestlich von Irland die Versenkung durch Artilleriefeuer der britischen Zerstörer HMS Offa (G.29) unter Lieutenant Commander Ernest-Michael Thorpe und HMS Zealous (R.39) unter Commander Richard-Frederick Jessel.


Quellen & Literatur


Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 219

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997- S. 130, 220.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 390.

Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 98.

Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 223 - U 300" - Eigenverlag - S. 347 - 350.

Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 206.



Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com

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