U 159: Unterschied zwischen den Versionen
Die Seite wurde neu angelegt: „{{Navi-U-Boot|U 158|U 160}} <div style="border: 1px solid #aaa; padding: 25px; background-color: #ffffff; box-shadow: 2px 2px 5px rgba(0,0,0,0.05); font-family: sans-serif;"> == Daten des deutschen Kriegsmarine Unterseebootes U 159 == {| class="wikitable" style="width:100%; text-align:left; background-color:#ffffff;" |- | style="width:20%;" | Bezeichnung: | U 159 |- | Typ: | IX C |- | Bauauftrag: | 23.12.1939 |- | Bauwerft: | Deschimag AG…“ |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 3: | Zeile 3: | ||
<div style="border: 1px solid #aaa; padding: 25px; background-color: #ffffff; box-shadow: 2px 2px 5px rgba(0,0,0,0.05); font-family: sans-serif;"> | <div style="border: 1px solid #aaa; padding: 25px; background-color: #ffffff; box-shadow: 2px 2px 5px rgba(0,0,0,0.05); font-family: sans-serif;"> | ||
== | == Kriegsmarine Unterseeboot U 159 == | ||
{| class="wikitable" style="width:100%; text-align:left; background-color:#ffffff;" | {| class="wikitable" style="width:100%; text-align:left; background-color:#ffffff;" | ||
|- | |- | ||
| style="width:20%;" | | style="width:20%;" | Typ: | ||
| Typ: | |||
| [[Typ IX C|IX C]] | | [[Typ IX C|IX C]] | ||
|- | |- | ||
| Zeile 161: | Zeile 158: | ||
---- | ---- | ||
== Verbleib im Detail == | |||
<br> | <br> | ||
U 159 wurde am 28.07.1943 in der Karibik, südlich von San Domingo, durch Wasserbomben einer [[Martin PBM Mariner]] P-1 der [[US-Navy Squadron VP-32]] unter dem Kommando von Lieutenant Junior Grade David-C. Pinkolster versenkt. | U 159 wurde am 28.07.1943 in der Karibik, südlich von San Domingo, durch Wasserbomben einer [[Martin PBM Mariner]] P-1 der [[US-Navy Squadron VP-32]] unter dem Kommando von Lieutenant Junior Grade David-C. Pinkolster versenkt. | ||
Die ursprüngliche Nachkriegseinschätzung der Versenkung wurde von Axel Niestlé im Dezember 1997 geändert. Der Angriff durch die [[Martin PBM Mariner]] P-10 (Robert-C. Mayo) des US-Navy Squadron VP-32 am 15.07.1943 auf der Position 15° 58' Nord - 73° 44' West, der früher für die Versenkung von U 159 verantwortlich gemacht wurde, war in Wirklichkeit für die Versenkung von [[U 759]] verantwortlich. ([[Dr. Axel Niestlé]] - S. 228). | |||
*Die ursprüngliche Nachkriegseinschätzung der Versenkung wurde von Axel Niestlé im Dezember 1997 geändert. Der Angriff durch die [[Martin PBM Mariner]] P-10 (Robert-C. Mayo) des US-Navy Squadron VP-32 am 15.07.1943 auf der Position 15° 58' Nord - 73° 44' West, der früher für die Versenkung von U 159 verantwortlich gemacht wurde, war in Wirklichkeit für die Versenkung von [[U 759]] verantwortlich. ([[Dr. Axel Niestlé]] - S. 228). | |||
---- | ---- | ||
Aktuelle Version vom 22. April 2026, 08:05 Uhr
Kriegsmarine Unterseeboot U 159
| Typ: | IX C |
| Bauauftrag: | 23.12.1939 |
| Bauwerft: | Deschimag AG Weser Bremen |
| Serie: | U 153 - U 160 |
| Baunummer: | 1009 |
| Kiellegung: | 11.11.1940 |
| Stapellauf: | 01.07.1941 |
| Indienststellung: | 04.10.1941 |
| Kommandant: | Helmut Witte |
| Feldpostnummer: | M - 19 192 |
Kommandanten
| 04.10.1941 - 06.06.1943 | Kapitänleutnant - Helmut Witte |
| 07.06.1943 - 28.07.1943 | Oberleutnant zur See - Heinz Beckmann |
Flottillen
| 04.10.1941 - 30.04.1942 | 4. U-Flottille, Stettin (Ausbildungsboot) |
| 01.05.1942 - 28.07.1943 | 10. U-Flottille, Lorient (Frontboot) |
Einsätze
1. Unternehmung
22.04.1942 - 23.04.1942 Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Kristiansand
24.04.1942 - 03.05.1942 Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Lorient
Am 22.04.1942 lief U 159 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Helmut Witte von Kiel zu seiner ersten Unternehmung aus. Nach der Passage durch die Ostsee und einem Zwischenstopp in Kristiansand operierte das Boot auf seiner Überführungsfahrt nach Frankreich im Nordatlantik. Im Verlauf dieser Fahrt wurden zwei Wetterbojen ausgebracht. Nach einer Einsatzdauer von insgesamt 12 Tagen, in denen 2.312 sm über sowie 122,1 sm unter Wasser zurückgelegt wurden, lief U 159 am 03.05.1942 in Lorient ein. Auf dieser Unternehmung konnten keine Schiffe versenken oder beschädigt werden.
Original Kriegstagebuch U 159 - 1. Unternehmung
2. Unternehmung
14.05.1942 - 13.07.1942 Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient
Am 14.05.1942 lief U 159 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Helmut Witte von Lorient zu seiner 2. Unternehmung aus. Das Operationsgebiet des Bootes umfasste den Nordatlantik sowie die Karibik. Im Verlauf der Fahrt wurde am 20.06.1942 U 161 mit 20 m³ Brennstoff und Proviant versorgt. Nach einer Einsatzdauer von insgesamt 61 Tagen, in denen 10.578 sm über sowie 188,9 sm unter Wasser zurückgelegt wurden, lief U 159 am 13.07.1942 wieder in Lorient ein. Die Bilanz dieser Fahrt beläuft sich auf die Versenkung von 11 Schiffen mit 50.505 BRT sowie die Beschädigung eines weiteren Schiffes mit 265 BRT. → Erfolge U 159.
Original Kriegstagebuch U 159 - 2. Unternehmung
3. Unternehmung
24.08.1942 - 05.01.1943 Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient
Am 24.08.1942 lief U 159 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Helmut Witte von Lorient zu seiner 3. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Südatlantik, in den Gewässern vor Kapstadt und Südafrika, nahe der Insel St. Paul sowie vor der brasilianischen Küste. Während dieser langen Fahrt erfolgten mehrere Versorgungen: Am 25.09. und 26.09.1942 durch U 459 mit 106 m³ Brennstoff, 3.000 Litern Motorenöl, 3.100 kg Proviant sowie 2 Torpedos. Eine weitere Übernahme von Gütern fand am 27.11. und 28.11.1942 durch UD 3 statt, wobei 8 Torpedos, 7 m³ Brennstoff und Proviant für zehn Wochen übernommen wurden. Zuletzt wurde das Boot am 08.12. und 09.12.1942 durch U 461 mit 90 m³ Brennstoff, 1.000 Litern Trinkwasser und Proviant für 28 Tage versorgt. Nach einer Einsatzdauer von insgesamt 135 Tagen, in denen 20.842 sm über sowie 698,1 sm unter Wasser zurückgelegt wurden, kehrte U 159 am 05.01.1943 nach Lorient zurück. Auf dieser Unternehmung konnten 11 Schiffe mit einer Gesamttonnage von 63.730 BRT versenkt werden. → Erfolge U 159.
Original Kriegstagebuch U 159 - 3. Unternehmung
4. Unternehmung
03.03.1943 - 03.03.1943 Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient
04.03.1943 - 25.04.1943 Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient
Am 03.03.1943 lief U 159 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Helmut Witte von Lorient zu seiner 4. Unternehmung aus. Aufgrund von Schäden am Sehrohr und am Kompaß sah sich die Führung jedoch gezwungen, das Boot zur Reparatur nach Lorient zurückbeordert. Nach der Instandsetzung und dem erneuten Auslaufen operierte U 159 im Mittelatlantik, im Seegebiet um die Azoren und die Kanarischen Inseln sowie vor Freetown. Während des Einsatzes wurde das Boot am 22.03.1943 von U 106 mit 12 m³ Brennstoff versorgt. Am 16.04.1943 übernahm U 159 von U 455 insgesamt 20 Besatzungsmitglieder des zuvor versenkten U 167. Am selben Tag wurde U 518 durch U 159 mit 2 m³ Schmieröl und Proviant für sechs Tage versorgt. Nach einer Einsatzdauer von insgesamt 54 Tagen, in denen 8.267 sm über sowie 483,5 sm unter Wasser zurückgelegt wurden, lief U 159 am 25.04.1943 wieder in Lorient ein. Die Bilanz dieser Fahrt umfasst die Versenkung eines Schiffes mit 5.319 BRT. → Erfolge U 159.
Original Kriegstagebuch U 159 - 4. Unternehmung
5. Unternehmung
12.06.1943 - 28.07.1943 Ausgelaufen von Lorient - Verlust des Bootes
Am 12.06.1943 lief U 159 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Heinz Beckmann von Lorient zu seiner 5. Unternehmung aus. Das Operationsgebiet des Bootes umfasste den Nordatlantik, die Karibik sowie die Windward-Passage. Nach einer Einsatzdauer von insgesamt 47 Tagen wurde U 159 am 28.07.1943 durch ein US-amerikanisches Flugzeug versenkt. Auf dieser Unternehmung konnte das Boot keine Schiffe versenken oder beschädigen.
Original Kriegstagebuch U 159 - 5. Unternehmung (B.d.U. op.)
Verbleib
| Datum: | 28.07.1943 |
| Letzter Kommandant: | Heinz Beckmann |
| Ort: | Karibik |
| Position: | 15° 57' Nord - 68° 30' West |
| Planquadrat: | EC 3999 |
| Verlust durch: | Wasserbomben |
| Tote: | 53 |
| Überlebende: | 0 |
| Besatzung: | Besatzungsliste U 159 |
Verbleib im Detail
U 159 wurde am 28.07.1943 in der Karibik, südlich von San Domingo, durch Wasserbomben einer Martin PBM Mariner P-1 der US-Navy Squadron VP-32 unter dem Kommando von Lieutenant Junior Grade David-C. Pinkolster versenkt.
- Die ursprüngliche Nachkriegseinschätzung der Versenkung wurde von Axel Niestlé im Dezember 1997 geändert. Der Angriff durch die Martin PBM Mariner P-10 (Robert-C. Mayo) des US-Navy Squadron VP-32 am 15.07.1943 auf der Position 15° 58' Nord - 73° 44' West, der früher für die Versenkung von U 159 verantwortlich gemacht wurde, war in Wirklichkeit für die Versenkung von U 759 verantwortlich. (Dr. Axel Niestlé - S. 228).
Zitate aus der Literatur
Clay Blair schreibt dazu:
Beckmann in U 159 sollte vor dem Panama-Kanal patrouillieren, aber er kam dort nie an. Er lief über die Anegada Passage in die Karibik ein. Am 28. Juli überraschte eine von D.C. Pinholster geflogene Mariner der Navy Squadron VP 32 U 159 südöstlich von Haiti an der Oberfläche. Pinholster warf, dicht über den Wellenkämmen fliegend, seine auf geringe Tiefe eingestellten Wasserbomben und versenkte U 159 mit der gesamten Besatzung. Die U-Boot-Führung erhielt keinen Hinweis auf diesen Verlust, den die Navy fälschlich einer von Robert C. Mayo geflogenen Mariner der Squadron VP 32 zuschrieb. Zitat Ende.
Aus Clay Blair - Band 2 - Die Gejagten - S. 434.
Quellen & Literatur
Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven
Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB
Clay Blair "Der U-Boot-Krieg - Die Gejagten 1942 - 1945" - Heyne Verlag 1999 - S. 434.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 25, 257.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 56, 211.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 123.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag 2008 - S. 121 - 124.
Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 118, 228, 276.
Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 125 - U 170" - Eigenverlag - S. 257 - 271.
Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 106.