U 116: Unterschied zwischen den Versionen

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== Daten des deutschen Kriegsmarine Unterseebootes U 116 ==
== Kriegsmarine Unterseeboot U 116 ==
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=== Verbleib im Detail ===
== Verbleib im Detail ==
 
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U 116 ist seit dem 06.10.1942 im Nordatlantik verschollen. An diesem Tag setzte das Boot seinen letzten Funkspruch aus dem Planquadrat BD 15 ab. Es gibt keine gesicherten Erkenntnisse über die Ursache des Verlustes.  
U 116 ist seit dem 06.10.1942 im Nordatlantik verschollen. An diesem Tag setzte das Boot seinen letzten Funkspruch aus dem Planquadrat BD 15 ab. Es gibt keine gesicherten Erkenntnisse über die Ursache des Verlustes.  
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Interner Defekt: Eine Explosion der Batterien oder ein Versagen der Belüftungssysteme, was bei den großen Minenlegern der Klasse XB fatale Folgen haben konnte.
Interner Defekt: Eine Explosion der Batterien oder ein Versagen der Belüftungssysteme, was bei den großen Minenlegern der Klasse XB fatale Folgen haben konnte.


U 116 meldete sich zuletzt am 06.10.1942 aus Position 45° 00' Nord - 31° 30' West auf dem Heimweg nach Lorient. Als das Boot danach wiederholt nicht am Treffpunkt auftauchte oder seine Position meldete, wurde es mit Wirkung vom 15.10.1942 als vermisst geführt. Da es keinen alliierten Angriff gab, der den Untergang des Bootes verursacht haben könnte, gibt es derzeit keine plausible Erklärung für das Verschwinden. ([[Dr. Axel Niestlé]] - S. 231).
 
*U 116 meldete sich zuletzt am 06.10.1942 aus Position 45° 00' Nord - 31° 30' West auf dem Heimweg nach Lorient. Als das Boot danach wiederholt nicht am Treffpunkt auftauchte oder seine Position meldete, wurde es mit Wirkung vom 15.10.1942 als vermisst geführt. Da es keinen alliierten Angriff gab, der den Untergang des Bootes verursacht haben könnte, gibt es derzeit keine plausible Erklärung für das Verschwinden. ([[Dr. Axel Niestlé]] - S. 231).
 


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Aktuelle Version vom 22. April 2026, 07:29 Uhr

U 111
   U 117

Kriegsmarine Unterseeboot U 116

Typ: X B
Bauauftrag: 31.01.1939
Bauwerft: Friedrich Krupp Germaniawerft AG Kiel
Serie: U 116 - U 119
Baunummer: 615
Kiellegung: 01.07.1939
Stapellauf: 03.05.1941
Indienststellung: 26.07.1941
Kommandant: Werner von Schmidt
Feldpostnummer: M - 43 288

Kommandanten

26.07.1941 - 10.09.1942 Korvettenkapitän - Werner von Schmidt
11.09.1942 - 06.10.1942 Oberleutnant zur See - Wilhelm Grimme

Flottillen

26.07.1941 - 31.01.1942: 2. U-Flottille, Wilhelmshaven (Ausbildungsboot)
01.02.1942 - 00.04.1942: 1. U-Flottille, Kiel (Ausbildungsboot)
00.04.1942 - 06.10.1942: 1. U-Flottille, Brest (Frontboot)

Einsätze


Übungs- und Erprobungsfahrten

02.03.1942 - 03.03.1942: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Helgoland

04.03.1942 - 04.03.1942: Ausgelaufen von Helgoland - Eingelaufen in Helgoland

08.03.1942 - 08.03.1942: Ausgelaufen von Helgoland - Eingelaufen in Helgoland

09.03.1942 - 09.03.1942: Ausgelaufen von Helgoland - Eingelaufen in Helgoland

11.03.1942 - 11.03.1942: Ausgelaufen von Helgoland - Eingelaufen in Helgoland

12.03.1942 - 12.03.1942: Ausgelaufen von Helgoland - Eingelaufen in Brunsbüttel

14.03.1942 - 15.03.1942: Ausgelaufen von Brunsbüttel - Eingelaufen in Kiel


U 116, unter Korvettenkapitän Werner von Schmidt, nahm an Tauchübungen und Dieselerprobungen teil. Da bei der Erprobung starke Störungen auftraten, ging das Boot vom 17.03.1942 - 28.03.1942 in die Germaniawerft nach Kiel.

→ Original KTB für die Erprobungsfahrten



Verlegungsfahrt

04.04.1942 - 05.04.1942: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Helgoland

06.04.1942 - 06.04.1942: Ausgelaufen von Helgoland - Eingelaufen in Helgoland

07.04.1942 - 07.04.1942: Ausgelaufen von Helgoland - Eingelaufen in Helgoland

11.04.1942 - 14.04.1942: Ausgelaufen von Helgoland - Eingelaufen in Kristiansand

15.04.1942 - 15.04.1942: Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Bergen


U 116, unter Korvettenkapitän Werner von Schmidt, lief am 04.014.1942 von Kiel aus. Das Boot nahm an Probefahrten vor Helgoland teil. Anschließend ging es über Kristiansand (Ergänzungen) nach Bergen. Am 15.04.1942 lief U 116 in Bergen ein. Dort wurde das Boot zur 1. Unternehmung ausgerüstet.



1. Unternehmung

25.04.1942 - 05.05.1942: Ausgelaufen von Bergen - Eingelaufen in Lorient


Am 25.04.1942 lief U 116 unter dem Kommando von Korvettenkapitän Werner von Schmidt von Bergen zu seiner 1. Unternehmung aus. Im Zuge der Überführung nach Lorient operierte das Boot im Nordatlantik. Nach einer Einsatzdauer von insgesamt 11 Tagen und einer zurückgelegten Strecke von zirka 2.100 sm über sowie 99 sm unter Wasser lief U 116 am 05.05.1942 in seinem neuen Stützpunkt Lorient ein. Auf dieser Fahrt konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden.

Original Kriegstagebuch U 116 - 1. Unternehmung



2. Unternehmung

16.05.1942 - 09.06.1942: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient


Am 16.05.1942 lief U 116 unter dem Kommando von Korvettenkapitän Werner von Schmidt von Lorient zu seiner 2. Unternehmung aus. Die Operationen führten das Boot in den Nordatlantik sowie in das Seegebiet bei der Neufundlandbank. Während dieser Fahrt fungierte U 116 als Versorger und übergab Brennstoff sowie weitere Versorgungsgüter an insgesamt → 6 U-Boote der U-Boot-Gruppe Hecht. Nach einer Einsatzdauer von insgesamt 25 Tagen und einer zurückgelegten Strecke von zirka 3.970 sm über sowie 182 sm unter Wasser lief das Boot am 09.06.1942 wieder in Lorient ein. Auf dieser Unternehmung konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden.

Original Kriegstagebuch U 116 - 2. Unternehmung



3. Unternehmung

27.06.1942 - 23.08.1942: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient


Am 27.06.1942 lief U 116 unter dem Kommando von Korvettenkapitän Werner von Schmidt von Lorient zu seiner 3. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Mittelatlantik sowie westlich von Freetown und war dabei der U-Boot-Gruppe Hai zugeteilt. Im Verlauf dieser Fahrt fungierte U 116 zudem als Versorger und übergab Brennstoff sowie Versorgungsgüter an → 5 U-Boote. Nach insgesamt 58 Tagen und einer zurückgelegten Strecke von zirka 7.000 sm über sowie etwa 250 sm unter Wasser kehrte U 116 am 23.08.1942 wieder nach Lorient zurück. Auf dieser Fahrt konnte 1 Schiff mit 4.284 BRT versenkt und ein weiteres mit 7.093 BRT beschädigt werden. → Erfolge U 116.

Original Kriegstagebuch U 116 - 3. Unternehmung



4. Unternehmung

22.09.1942 - 06.10.1942: Ausgelaufen von Lorient - Boot verschollen


Am 22.09.1942 lief U 116 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Wilhelm Grimme von Lorient zu seiner 4. Unternehmung aus. Die Operationen führten das Boot in den Nordatlantik sowie in die Seegebiete südöstlich von Neufundland. Während dieser Fahrt fungierte U 116 erneut als Versorger und übergab Brennstoff sowie Versorgungsgüter an → 6 U-Boote. Auf dieser Unternehmung ist das Boot aus unbekannter Ursache verschollen; Schiffe konnten weder versenkt noch beschädigt werden.

Original Kriegstagebuch U 116 - 4. Unternehmung (B.d.U. op.)


Verbleib

Datum: 06.10.1942
Letzter Kommandant: Wilhelm Grimme
Ort: Nordatlantik
Position: (45° 00' Nord - 31° 30' West)
Planquadrat: (BD 8259)
Verlust durch: Unbekannt
Tote: 56
Überlebende: 0
Besatzung: Besatzungsliste U 116

Verbleib im Detail


U 116 ist seit dem 06.10.1942 im Nordatlantik verschollen. An diesem Tag setzte das Boot seinen letzten Funkspruch aus dem Planquadrat BD 15 ab. Es gibt keine gesicherten Erkenntnisse über die Ursache des Verlustes.

Das Boot der Bauart XB (Minenleger) verließ am 22.09.1942 seinen Stützpunkt in Lorient zu seiner vierten Feindfahrt. Die letzte Funkmeldung von U 116 ging am 06.10.1942 ein; zu diesem Zeitpunkt befand sich das Boot im Zentralatlantik in einem Gebiet etwa 500 Seemeilen westlich von Irland. Danach gab es keinerlei Kontakt mehr. Da keine alliierten Angriffe für diesen Zeitraum und diese Position dokumentiert sind, die zweifelsfrei U 116 zugeordnet werden können, wurde das Boot im November 1942 offiziell für verschollen erklärt. Mögliche Ursachen Historiker und Experten wie Axel Niestlé ziehen verschiedene Szenarien für den plötzlichen Verlust in Betracht:

Tauchunfall: Aufgrund technischer Defekte oder Bedienungsfehler könnte das Boot unkontrolliert unter die Zerstörungstiefe gesunken sein.

Minentreffer: Eine Kollision mit einer treibenden Seemine im weiten Seegebiet.

Interner Defekt: Eine Explosion der Batterien oder ein Versagen der Belüftungssysteme, was bei den großen Minenlegern der Klasse XB fatale Folgen haben konnte.


  • U 116 meldete sich zuletzt am 06.10.1942 aus Position 45° 00' Nord - 31° 30' West auf dem Heimweg nach Lorient. Als das Boot danach wiederholt nicht am Treffpunkt auftauchte oder seine Position meldete, wurde es mit Wirkung vom 15.10.1942 als vermisst geführt. Da es keinen alliierten Angriff gab, der den Untergang des Bootes verursacht haben könnte, gibt es derzeit keine plausible Erklärung für das Verschwinden. (Dr. Axel Niestlé - S. 231).



Quellen & Literatur


Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB

Clay Blair "Der U-Boot-Krieg - Die Gejagten 1942 - 1945" - Heyne Verlag 1999 - S. 62, 63.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 84, 210.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 51, 194.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 60.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag 2008 - S. 100.

Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 140, 231.

Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 100 - U 124" - Eigenverlag - S. 214 - 219.

Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 43.


Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com

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