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== | == Kriegsmarine Unterseeboot U 181 == | ||
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Nach der Übergabe an die japanische Marine am 10.05.1945 wurde das Boot am 15.07.1945 als I-501 offiziell wieder in Dienst gestellt und der 10. japanischen Flottille zugeteilt. In den Monaten Juni und Juli 1945 fanden vor Shonan Schnorchel-Erprobungen statt, die unter der fachlichen Anleitung des ehemaligen [[I. Wachoffizier|I. Wachoffiziers]] von [[U 178]], Oberleutnant zur See [[Johann Limbach]], durchgeführt wurden. Zu einem weiteren Kampfeinsatz kam das Boot jedoch nicht mehr. Mit der Kapitulation von Shonan fiel U 181 als britische Beute in alliierte Hände. | Nach der Übergabe an die japanische Marine am 10.05.1945 wurde das Boot am 15.07.1945 als I-501 offiziell wieder in Dienst gestellt und der 10. japanischen Flottille zugeteilt. In den Monaten Juni und Juli 1945 fanden vor Shonan Schnorchel-Erprobungen statt, die unter der fachlichen Anleitung des ehemaligen [[I. Wachoffizier|I. Wachoffiziers]] von [[U 178]], Oberleutnant zur See [[Johann Limbach]], durchgeführt wurden. Zu einem weiteren Kampfeinsatz kam das Boot jedoch nicht mehr. Mit der Kapitulation von Shonan fiel U 181 als britische Beute in alliierte Hände. | ||
Am 16.02.1946 wurde das Boot im Rahmen der [[Operation Scuppered]] in der Malakkastraße auf der Position [https://www.google.com/maps/place/3.09167,100.69167 03° 05,50' Nord - 100° 41,50' Ost] durch Artilleriefeuer der britischen Fregatten [[HMS Loch Glendhu (K.619)]] unter Lieutenant Commander Edric-Guy-Philip-Bromfield Knapton und [[HMS Loch Lomond (K.437)]] unter Lieutenant Commander Kenneth-James Webb versenkt. | Am 16.02.1946 wurde das Boot im Rahmen der [[Operation Scuppered]] in der Malakkastraße auf der Position [https://www.google.com/maps/place/3.09167,100.69167/@3.09167,100.69167,5z 03° 05,50' Nord - 100° 41,50' Ost] durch Artilleriefeuer der britischen Fregatten [[HMS Loch Glendhu (K.619)]] unter Lieutenant Commander Edric-Guy-Philip-Bromfield Knapton und [[HMS Loch Lomond (K.437)]] unter Lieutenant Commander Kenneth-James Webb versenkt. | ||
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Aktuelle Version vom 22. April 2026, 08:39 Uhr
Kriegsmarine Unterseeboot U 181
| Typ: | IX D2 |
| Bauauftrag: | 15.08.1940 |
| Bauwerft: | Deschimag AG Weser Bremen |
| Serie: | U 177 - U 181 |
| Baunummer: | 1021 |
| Kiellegung: | 15.03.1941 |
| Stapellauf: | 30.12.1941 |
| Indienststellung: | 09.05.1942 |
| Kommandant: | Wolfgang Lüth |
| Feldpostnummer: | M - 45 435 |
Kommandanten
| 09.05.1942 - 31.10.1943 | Korvettenkapitän - Wolfgang Lüth |
| 01.11.1943 - 05.05.1945 | Kapitän zur See - Kurt Freiwald |
Flottillen
| 09.05.1942 - 30.09.1942 | 4. U-Flottille, Stettin (Ausbildungsboot) |
| 01.10.1942 - 31.10.1942 | 10. U-Flottille, Lorient (Frontboot) |
| 01.11.1942 - 30.09.1944 | 12. U-Flottille, Bordeaux (Frontboot) |
| 01.10.1944 - 05.05.1945 | 33. U-Flottille, Flensburg (Frontboot) |
Einsätze
1. Unternehmung
12.09.1942 - 13.09.1942: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Kristiansand
14.09.1942 - 18.01.1943: Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Bordeaux
Am 12.09.1942 lief U 181 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Wolfgang Lüth von Kiel zu seiner 1. Unternehmung aus. Nach der Passage durch die Ostsee und einer Ergänzung der Brennstoffvorräte in Kristiansand operierte das Boot im Südatlantik, im Indischen Ozean sowie in den Gewässern vor Südafrika und Kapstadt. Während des Einsatzes wurde das Boot am 28.09.1942 durch U 116 mit Ersatzteilen versorgt. Nach einer Einsatzdauer von insgesamt 129 Tagen und einer zurückgelegten Distanz von 21.369 sm lief U 181 am 18.01.1943 in Bordeaux ein. Die Bilanz dieser Fahrt umfasst die Versenkung von 12 Schiffen mit einer Gesamttonnage von 58.381 BRT. → Erfolge U 181.
Original Kriegstagebuch U 181 - 1. Unternehmung
2. Unternehmung
23.03.1943 - 14.10.1943: Ausgelaufen von Bordeaux - Eingelaufen in Bordeaux
Am 23.03.1943 lief U 181 unter dem Kommando von Kapitänleutnant (später Korvettenkapitän) Wolfgang Lüth von Bordeaux zu seiner 2. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Südatlantik, vor Südafrika sowie im Indischen Ozean. Während des Einsatzes erfolgte am 23.06.1943 eine umfangreiche Versorgung durch den deutschen Versorger Charlotte Schliemann, bei der 200 m³ Brennstoff, 10 m³ Wasser sowie Proviant für 60 Tage übernommen wurden. Nach einer Einsatzdauer von insgesamt 206 Tagen, in denen zirka 29.420 sm über sowie 1.052 sm unter Wasser zurückgelegt wurden, kehrte U 181 am 14.10.1943 nach Bordeaux zurück. Die Bilanz dieser Fahrt beläuft sich auf die Versenkung von 10 Schiffen mit einer Gesamttonnage von 45.331 BRT. → Erfolge U 181.
Original Kriegstagebuch U 181 - 2. Unternehmung
3. Unternehmung
16.03.1944 - 08.08.1944: Ausgelaufen von Bordeaux - Eingelaufen in Penang
Am 16.03.1944 lief U 181 unter dem Kommando von Fregattenkapitän Kurt Freiwald von Bordeaux zu seiner 3. Unternehmung aus. Das Operationsgebiet erstreckte sich über den Südatlantik und den Indischen Ozean bis in das Arabische Meer und vor die Küste von Malaya. Neben dem operativen Einsatz beförderte das Boot Ersatzteile und Reservegeräte für die Stützpunkte in Ostasien sowie eine wertvolle Fracht für Japan, bestehend aus 43.290 kg Quecksilber und 40.850 kg Blei. Nach einer Einsatzdauer von insgesamt 146 Tagen lief U 181 am 08.08.1944 in Penang (heute Pulau Pinang) ein. Die Bilanz dieser Fahrt umfasst die Versenkung von 4 Schiffen mit einer Gesamttonnage von 24.869 BRT. → Erfolge U 181.
Original Kriegstagebuch U 181 - 3. Unternehmung
Verlegungsfahrt
30.08.1944 - 31.08.1944: Ausgelaufen von Penang - Eingelaufen in Shonan
23.09.1944 - 26.09.1944: Ausgelaufen von Shonan - Eingelaufen in Batavia
Am 30.08.1944 lief U 181 von Penang zu einer Verlegungsfahrt aus, die das Boot zur Löschung der Ladung über Shonan (heute Singapur) nach Batavia (heute Jakarta) führte. Eine Besonderheit ergab sich bei der Überführung von Penang nach Shonan vom 30.08.1944 bis zum 31.08.1944: Da sich Fregattenkapitän Kurt Freiwald zu diesem Zeitpunkt auf dem Flugweg nach Tokio befand, wurde er durch den Kommandanten von U 843, Kapitänleutnant Oskar Herwartz, vertreten. Während dieser Passage lief das Boot in der Malakka-Straße auf eine Sandbank auf und konnte erst nach zweieinhalb Stunden wieder freikommen. Nach der Fortsetzung der Fahrt unter dem regulären Kommando von Fregattenkapitän Kurt Freiwald lief U 181 nach einer Gesamtdauer von 28 Tagen am 26.09.1944 in Batavia ein. Auf dieser Verlegungsfahrt konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden.
4. Unternehmung
19.10.1944 - 05.01.1945: Ausgelaufen von Batavia - Eingelaufen in Batavia
Am 19.10.1944 lief U 181 unter dem Kommando von Fregattenkapitän Kurt Freiwald von Batavia zu seiner 4. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Indischen Ozean sowie im Seegebiet vor Südafrika. Während des Einsatzes erfolgte am 20.12.1944 eine Versorgung durch U 843, wobei das Boot mit Brennstoff ergänzt wurde. Nach einer Einsatzdauer von insgesamt 79 Tagen lief U 181 am 05.01.1945 wieder in Batavia ein. Die Bilanz dieser Fahrt umfasst die Versenkung eines Schiffes mit 10.198 BRT. → Erfolge U 181.
Original Kriegstagebuch U 181 - 4. Unternehmung
Verlegungsfahrt
14.01.1945 - 16.01.1945: Ausgelaufen von Batavia - Eingelaufen in 16.01.1945 - Shonan
Am 14.01.1945 lief U 181 unter dem Kommando von Fregattenkapitän Kurt Freiwald von Batavia zu seiner letzten Verlegung unter deutscher Flagge aus. Das Boot steuerte die Werft in Shonan an, wo es nach einer Einsatzdauer von insgesamt 3 Tagen am 16.01.1945 eintraf. In der folgenden Zeit wurden umfangreiche Reparaturen durchgeführt und bis zum 25.05.1945 ein starrer Schnorchel nachgerüstet. Infolge der deutschen Kapitulation wurde das Boot am 10.05.1945 der japanischen Marine übergeben, welche es schließlich am 15.07.1945 als japanisches I-501 offiziell in Dienst stellte.
Verbleib
| Datum: | 10.05.1945 |
| Letzter Kommandant: | Kurt Freiwald |
| Ort: | Shonan (heute Singapur) |
| Position: | 01° 16' Nord - 103° 51' Ost |
| Planquadrat: | LR 1235 |
| Verlust durch: | Übergabe an Japan |
| Tote: | 0 |
| Überlebende: | - |
| Besatzung: | Besatzungsliste U 181 |
Verbleib im Detail
Nach der Übergabe an die japanische Marine am 10.05.1945 wurde das Boot am 15.07.1945 als I-501 offiziell wieder in Dienst gestellt und der 10. japanischen Flottille zugeteilt. In den Monaten Juni und Juli 1945 fanden vor Shonan Schnorchel-Erprobungen statt, die unter der fachlichen Anleitung des ehemaligen I. Wachoffiziers von U 178, Oberleutnant zur See Johann Limbach, durchgeführt wurden. Zu einem weiteren Kampfeinsatz kam das Boot jedoch nicht mehr. Mit der Kapitulation von Shonan fiel U 181 als britische Beute in alliierte Hände.
Am 16.02.1946 wurde das Boot im Rahmen der Operation Scuppered in der Malakkastraße auf der Position 03° 05,50' Nord - 100° 41,50' Ost durch Artilleriefeuer der britischen Fregatten HMS Loch Glendhu (K.619) unter Lieutenant Commander Edric-Guy-Philip-Bromfield Knapton und HMS Loch Lomond (K.437) unter Lieutenant Commander Kenneth-James Webb versenkt.
Quellen & Literatur
Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven
Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 71, 150.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 76, 211.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 396.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag 2008 - S. 136, 137.
Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 136.
Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 171 - U 222" - Eigenverlag - S. 81 - 94.
Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 106.