U 137: Unterschied zwischen den Versionen
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U 137 wurde am 05.05.1945 im Rahmen der [[Aktion Regenbogen]] in Wilhelmshaven von der eigenen Besatzung selbst versenkt. Gemeinsam mit U 137 wurden insgesamt 22 weitere U-Boote in der Westkammer der IV. Einfahrt (Raederschleuse) selbstversenkt. Nach Kriegsende sprengten britische Truppen die Wracks zwischen dem 10.10.1945 und dem 25.10.1945 mittels [[Geballte Ladung|geballten Ladungen]]. Die Überreste wurden zu einem späteren Zeitpunkt gehoben und der Verschrottung zugeführt. | U 137 wurde am 05.05.1945 im Rahmen der [[Aktion Regenbogen]] in Wilhelmshaven von der eigenen Besatzung selbst versenkt. Gemeinsam mit U 137 wurden insgesamt 22 weitere U-Boote in der Westkammer der IV. Einfahrt (Raederschleuse) selbstversenkt. Nach Kriegsende sprengten britische Truppen die Wracks zwischen dem 10.10.1945 und dem 25.10.1945 mittels [[Geballte Ladung|geballten Ladungen]]. Die Überreste wurden zu einem späteren Zeitpunkt gehoben und der Verschrottung zugeführt. | ||
Version vom 20. April 2026, 13:51 Uhr
Daten des deutschen Kriegsmarine Unterseebootes U 137
| Bezeichnung: | U 137 |
| Typ: | II D |
| Bauauftrag: | 25.09.1939 |
| Bauwerft: | Deutsche Werke AG Kiel |
| Serie: | U 137 - U 152 |
| Baunummer: | 266 |
| Kiellegung: | 16.11.1939 |
| Stapellauf: | 18.05.1940 |
| Indienststellung: | 15.06.1940 |
| Kommandant: | Herbert Wohlfarth |
| Feldpostnummer: | M - 02 030 |
Kommandanten
| 15.06.1940 - 14.12.1940 | Kapitänleutnant - Herbert Wohlfarth |
| 15.12.1940 - 07.12.1941 | Oberleutnant zur See - Hanns-Ferdinand Massmann |
| 08.12.1941 - 01.09.1942 | Oberleutnant zur See - Herbert Brünning |
| 02.09.1942 - 27.12.1943 | Oberleutnant zur See - Gerth Gemeiner |
| 28.12.1943 - 24.01.1945 | Oberleutnant zur See - Günther Schimmel |
| 25.01.1945 - 28.02.1945 | Oberleutnant zur See - Erich Fischer |
| 00.03.1945 - 05.05.1945 | Oberleutnant zur See - Hans-Joachim Dierks |
Flottillen
| 15.06.1940 - 31.08.1940 | 1. U-Flottille, Kiel (Ausbildungsboot) |
| 01.09.1940 - 19.12.1940 | 2. U-Flottille, Wilhelmshaven (Frontboot) |
| 20.12.1940 - 05.05.1945 | 22. U-Flottille, Gotenhafen - Wilhelmshaven (Schulboot) |
Einsätze
1. Unternehmung
14.09.1940 - 16.09.1940: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Kristiansand
16.09.1940 - 17.09.1940: Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Stavanger
20.09.1940 - 29.09.1940: Ausgelaufen von Stavanger - Eingelaufen in Lorient
Unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Herbert Wohlfarth verließ U 137 am 14.09.1940 den Hafen von Kiel zur 1. Unternehmung. Der Marsch führte zunächst durch die Ostsee nach Kristiansand zum Geleitwechsel. Zwecks einer Sonderaufgabe zur Funküberwachung lief das Boot am 17.09.1940 in Stavanger ein, wo es zunächst in Bereitschaft lag. Nachdem dieser Auftrag storniert worden war, lief das Boot am 21.09.1940 erneut aus und operierte im Nordatlantik, im Nordkanal sowie bei der Rockall-Bank. Nach einer Einsatzdauer von insgesamt 16 Tagen lief U 137 am 29.09.1940 in Lorient ein. Die Bilanz dieser Fahrt umfasst die Versenkung von 2 Schiffen mit 10.795 BRT sowie die Beschädigung eines weiteren Fahrzeugs mit 4.917 BRT. → Erfolge U 137.
Original Kriegstagebuch U 137 - 1. Unternehmung
2. Unternehmung
09.10.1940 - 17.10.1940: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient
Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Herbert Wohlfarth verließ U 137 am 09.10.1940 den Stützpunkt Lorient zur 2. Unternehmung. Die Operationen führten das Boot in den Nordatlantik sowie in den Nordkanal. Während dieses Einsatzes wurde eine Distanz von etwa 1.800 sm über sowie 15 sm unter Wasser bewältigt. Nach einer Gesamtdauer von 9 Tagen kehrte U 137 am 17.10.1940 nach Lorient zurück. Die Erfolgsbilanz dieser Fahrt verzeichnet die Beschädigung eines Hilfskreuzers mit 10.552 BRT. → Erfolge U 137.
Original Kriegstagebuch U 137 - 2. Unternehmung
3. Unternehmung
03.11.1940 - 22.11.1940: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Bergen
24.11.1940 - 26.11.1940: Ausgelaufen von Bergen - Eingelaufen in Brunsbüttel
26.11.1940 - 27.11.1940: Ausgelaufen von Brunsbüttel - Eingelaufen in Rendsburg
27.11.1940 - 27.11.1940: Ausgelaufen von Rendsburg - Eingelaufen in Kiel
Am 03.11.1940 lief U 137 unter Kapitänleutnant Herbert Wohlfarth von Lorient zu seiner 3. Unternehmung aus. Das Operationsgebiet lag im Nordatlantik sowie in den Gewässern westlich des Nordkanals. Der Rückmarsch in die Heimat führte das Boot über Bergen, Brunsbüttel und Rendsburg. Nach einer Einsatzdauer von insgesamt 25 Tagen, in denen zirka 2.900 sm über und 256 sm unter Wasser zurückgelegt wurden, lief U 137 am 27.11.1940 in Kiel ein. Die Bilanz dieser Fahrt umfasst die Versenkung von 4 Schiffen mit 13.341 BRT. → Erfolge U 137.
Original Kriegstagebuch U 137 - 3. Unternehmung
Verlegungsfahrt
21.12.1940 - 23.12.1940: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Gotenhafen
Unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Hanns-Ferdinand Massmann verließ U 137 am 21.12.1940 den Stützpunkt Kiel und verlegte nach Gotenhafen, wo es am 23.12.1940 eintraf. In der Zeit vom 05.01.1941 bis zum 13.01.1941 absolvierte das Boot dort eine Werftliegezeit. Im Anschluss daran wurde U 137 zwischen dem 14.01.1941 und dem 22.01.1941 für Schulfahrten mit U-Schülern eingesetzt, bevor es vom 24.01.1941 bis zum 29.01.1941 der U-Abwehrschule für Schul- und Zielfahrten zur Verfügung stand.
Verlegungsfahrt
03.06.1941 - 05.06.1941: Ausgelaufen von Gotenhafen - Eingelaufen in Kiel
05.06.1941 - 07.06.1941: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Gotenhafen
11.06.1941 - 13.06.1941: Ausgelaufen von Gotenhafen - Eingelaufen in Kiel
Unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Hanns-Ferdinand Massmann verließ U 137 am 03.06.1941 den Stützpunkt Gotenhafen. Das Boot absolvierte zunächst eine Verlegungsfahrt nach Kiel zur Entmagnetisierung, bevor es wieder nach Gotenhafen zurückkehrte. Im Anschluss erfolgte zusammen mit U 146 eine erneute Verlegung nach Kiel, um dort die notwendige Ausrüstung für kommende Aufgaben zu übernehmen.
4. Unternehmung
17.06.1941 - 19.06.1941: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Bergen
21.06.1941 - 04.07.1941: Ausgelaufen von Bergen - Eingelaufen in Bergen
Unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Hanns-Ferdinand Massmann verließ U 137 am 17.06.1941 den Stützpunkt Kiel zur 4. Unternehmung. Die Route führte zunächst durch die Ostsee nach Bergen, um einen Zahnkranken abzugeben und Vorräte zu ergänzen. Nach dem erneuten Auslaufen operierte das Boot im Nordmeer. Nach einer Einsatzdauer von insgesamt 18 Tagen und einer zurückgelegten Distanz von etwa 2.700 sm über sowie 128 sm unter Wasser lief U 137 am 04.07.1941 wieder in Bergen ein. Im Anschluss an diese Fahrt absolvierte das Boot vom 05.07.1941 bis zum 23.07.1941 eine Werftliegezeit. Auf dieser Unternehmung konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden. → Erfolge U 137.
Original Kriegstagebuch U 137 - 4. Unternehmung
Verlegungsfahrt
24.07.1941 - 24.07.1941: Ausgelaufen von Bergen - Eingelaufen in Kopervik
25.07.1941 - 26.07.1941: Ausgelaufen von Kopervik - Eingelaufen in Helsingør
Unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Hanns-Ferdinand Massmann verließ U 137 am 24.07.1941 den Stützpunkt Bergen. Die Verlegung führte das Boot über Kopervik nach Helsingør. Dort verblieb U 137 in dreistündiger Einsatzbereitschaft im Rahmen des Unternehmen Barbarossa.
Verlegungsfahrt
28.08.1941 - 29.08.1941: Ausgelaufen von Helsingør - Eingelaufen in Kiel
30.08.1941 - 01.09.1941: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Gotenhafen
Unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Hanns-Ferdinand Massmann verließ U 137 am 28.08.1941 Helsingør. Gemeinsam mit U 56 absolvierte das Boot eine Verlegungsfahrt, die über Kiel zurück nach Gotenhafen führte. Am 01.09.1941 lief U 137 an seinem Zielort in Gotenhafen ein.
Verlegungsfahrt
10.09.1941 - 12.09.1941: Ausgelaufen von Gotenhafen - Eingelaufen in Kiel
Unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Hanns-Ferdinand Massmann verließ U 137 am 10.09.1941 den Stützpunkt Gotenhafen. Das Boot verlegte nach Kiel, um in der Deutsche Werke AG Kiel eine geplante Grundüberholung durchzuführen. Am 12.09.1941 erreichte U 137 seinen Bestimmungsort Kiel und lief dort ein.
Verlegungsfahrt
01.11.1941 - 03.11.1941: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Gotenhafen
Nach Abschluss der Überholungsarbeiten verließ U 137 unter Oberleutnant zur See Hanns-Ferdinand Massmann am 01.11.1941 Kiel. Das Boot verlegte zurück nach Gotenhafen, wo es am 03.11.1941 eintraf. In der Folgezeit wurde U 137 an diesem Stützpunkt als Schulboot für die Ausbildung eingesetzt.
Verlegungsfahrt
28.01.1945 - 05.02.1945: Ausgelaufen von Danzig - Eingelaufen in Wilhelmshaven
Unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Erich Fischer verließ U 137 am 28.01.1945 den Stützpunkt Danzig. Im Zuge der Räumung des Stützpunktes verlegte das Boot im Verband mit dem Begleitschiff Weichsel sowie 29 weiteren U-Booten nach Wilhelmshaven. Am 05.02.1945 erreichte U 137 sein Ziel und lief in Wilhelmshaven ein.
Verbleib
| Datum: | 05.05.1945 |
| Letzter Kommandant: | Hans-Joachim Dierks |
| Ort: | Wilhelmshaven |
| Position: | 53° 31' Nord - 08° 09' Ost |
| Planquadrat: | AN 9814 |
| Verlust durch: | Selbstversenkung |
| Tote: | 0 |
| Überlebende: | - |
| Besatzung: | Besatzungsliste U 137 |
Verbleib im Detail
U 137 wurde am 05.05.1945 im Rahmen der Aktion Regenbogen in Wilhelmshaven von der eigenen Besatzung selbst versenkt. Gemeinsam mit U 137 wurden insgesamt 22 weitere U-Boote in der Westkammer der IV. Einfahrt (Raederschleuse) selbstversenkt. Nach Kriegsende sprengten britische Truppen die Wracks zwischen dem 10.10.1945 und dem 25.10.1945 mittels geballten Ladungen. Die Überreste wurden zu einem späteren Zeitpunkt gehoben und der Verschrottung zugeführt.
Quellen & Literatur
Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven
Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 40, 50, 65, 77, 155, 207, 258.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 31, 190.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 358.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag 2008 - S. 115.
Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 35.
Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 125 - U 170" - Eigenverlag - S. 139 - 145.
Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 24.