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== | == Kriegsmarine Unterseeboot U 130 == | ||
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Geändert durch Dr. Axel Niestlé (2024), da die bisherigen alliierten Angaben zur Versenkung des Bootes nachweislich falsch sind. Der Vergleich der Meldung des amerikanischen Zerstörers [[USS Champlin (DD-601)]] über die Sichtung und die nachfolgende Bekämpfung eines deutschen U-Bootes in der Nacht vom 12. auf den 13.03.1943 am Geleitzug U.G.S. 6 mit den Angaben im Kriegstagebuch von [[U 515]] lässt keinen Zweifel daran, dass einzig [[U 515]] das Ziel der Angriffe war. U 515 erlitt dabei nur unbedeutende Schäden. | *Geändert durch Dr. Axel Niestlé (2024), da die bisherigen alliierten Angaben zur Versenkung des Bootes nachweislich falsch sind. Der Vergleich der Meldung des amerikanischen Zerstörers [[USS Champlin (DD-601)]] über die Sichtung und die nachfolgende Bekämpfung eines deutschen U-Bootes in der Nacht vom 12. auf den 13.03.1943 am Geleitzug U.G.S. 6 mit den Angaben im Kriegstagebuch von [[U 515]] lässt keinen Zweifel daran, dass einzig [[U 515]] das Ziel der Angriffe war. U 515 erlitt dabei nur unbedeutende Schäden.Tatsächlich trat der Verlust von U 130 und seiner gesamten 53-köpfigen Besatzung nur wenige Seemeilen von der bisherigen Versenkungsposition am gleichen Geleitzug ein. Nachdem zuerst der Zerstörer [[USS Wainwright (DD-419)]], kurz darauf auch der Zerstörer USS Hobby, das aufgetaucht an Backbord vor dem Konvoi fühlungshaltende Boot mit ihrem Radar entdeckt hatten, ging bald darauf die USS Hobby zum Wasserbombenangriff auf das nun weggetauchte U 130 über. Sieben am 13.03.1943 um 00.10 Uhr (Deutsche Normalzeit = GMT + 1) auf Wassertiefen von 100-150 Fuß eingestellte Wasserbomben besiegelten das Ende von U 130 in der Position 37° 13' Nord, 40° 32' West. | ||
*Aus dem Forum des Marine-Archiv [https://forum-marinearchiv.de/smf/index.php?topic=40522.0| → Zum Beitrag] | |||
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Version vom 22. April 2026, 07:44 Uhr
Kriegsmarine Unterseeboot U 130
| Typ: | IX C |
| Bauauftrag: | 07.08.1939 |
| Bauwerft: | Deschimag AG Weser Bremen |
| Serie: | U 125 - U 131 |
| Baunummer: | 993 |
| Kiellegung: | 20.08.1940 |
| Stapellauf: | 14.03.1941 |
| Indienststellung: | 11.06.1941 |
| Kommandant: | Ernst Kals |
| Feldpostnummer: | M - 41 224 |
Kommandanten
| 11.06.1941 - 01.01.1943 | Korvettenkapitän - Ernst Kals |
| 02.01.1943 - 06.02.1943 | Unbesetzt |
| 07.02.1943 - 13.03.1943 | Oberleutnant zur See - Siegfried Keller |
Flottillen
| 11.06.1941 - 31.08.1941 | 4. U-Flottille, Stettin (Ausbildungsboot) |
| 01.09.1941 - 30.11.1941 | 2. U-Flottille, Wilhelmshaven (Ausbildungsboot) |
| 01.12.1941 - 13.03.1943 | 2. U-Flottille, Lorient (Frontboot) |
Einsätze
Verlegungsfahrt
11.08.1941 - 12.08.1941: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Horten
23.08.1941 - 24.08.1941: Ausgelaufen von Horten - Eingelaufen in Kiel
U 130, unter Korvettenkapitän Ernst Kals, lief am 11.08.1941 von Kiel aus. Das Boot verlegte nach Horten. Am 12.08.1941 lief U 130 in Horten ein. Dort nahm es an Ausbildung und Übungen bei der Technische Ausbildungsgruppe für Front-U-Boote Süd teil. Am 24.08.1941 lief U 130 wieder in Kiel ein.
Verlegungsfahrt
27.08.1941 - 29.08.1941: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Danzig
U 130, unter Korvettenkapitän Ernst Kals, lief am 27.08.1941 von Kiel aus. Das Boot verlegte, nach Danzig. Am 29.08.1941 lief U 130 in Danzig ein. Dort erfolgte die weitere Ausbildung des Bootes.
1. Unternehmung
01.12.1941 - 02.12.1941: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Kristiansand
03.12.1941 - 16.12.1941: Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Lorient
Unter dem Kommando von Korvettenkapitän Ernst Kals verließ U 130 am 01.12.1941 den Hafen von Kiel zu seiner 1. Unternehmung. Nach dem Marsch durch die Ostsee und abschließenden Besprechungen mit dem Geleitführer in Kristiansand operierte das Boot während seiner Überführungsfahrt nach Frankreich im Nordatlantik. Nach einer Einsatzdauer von 15 Tagen und einer zurückgelegten Distanz von 2.334 sm über sowie 289 sm unter Wasser machte U 130 am 16.12.1941 erstmals in Lorient fest. Die Bilanz dieses ersten Einsatzes umfasst die Versenkung von 3 Schiffen mit insgesamt 14.971 BRT. → Erfolge U 130.
Original Kriegstagebuch U 130 - 1. Unternehmung
2. Unternehmung
27.12.1941 - 25.02.1942: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient
Am 27.12.1941 lief U 130 unter dem Kommando von Korvettenkapitän Ernst Kals von Lorient zu seiner 2. Unternehmung aus. Die Operationen führten das Boot im Zuge der Operation Paukenschlag in den Nordatlantik sowie vor die US-Ostküste, nach Nova Scotia, Long Island und in die Chesapeake Bay. Während des Einsatzes erfolgte am 06.02.1942 eine Abgabe von 18,3 m³ Brennstoff an U 109. Nach einer Fahrt von insgesamt 60 Tagen und einer zurückgelegten Distanz von 8.529 sm kehrte U 130 am 25.02.1942 nach Lorient zurück. Die Bilanz dieser Unternehmung umfasst die Versenkung von 5 Schiffen mit insgesamt 31.658 BRT. → Erfolge U 130.
Original Kriegstagebuch U 130 - 2. Unternehmung
3. Unternehmung
24.03.1942 - 06.06.1942: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient
Unter dem Kommando von Korvettenkapitän Ernst Kals lief U 130 am 24.03.1942 von Lorient zu seiner 3. Unternehmung aus. Die Operationen führten das Boot in den Nordatlantik, die Karibik, in die Gewässer bei Trinidad und Curaçao sowie vor die Küste von Venezuela. Nach einer Fahrtdauer von 74 Tagen und einer zurückgelegten Distanz von 10.558 sm über sowie 534 sm unter Wasser machte U 130 am 06.06.1942 wieder in Lorient fest. Die Bilanz dieser Unternehmung umfasst die Versenkung von 2 Schiffen mit insgesamt 13.091 BRT. → Erfolge U 130.
Original Kriegstagebuch U 130 - 3. Unternehmung
4. Unternehmung
04.07.1942 - 12.09.1942: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient
Am 04.07.1942 lief U 130 unter dem Kommando von Korvettenkapitän Ernst Kals von Lorient zu seiner 4. Unternehmung aus. Die Operationen führten das Boot in den Mittelatlantik sowie in das Seegebiet vor Freetown. Im Verlauf dieser Fahrt erfolgte am 28.07.1942 eine Versorgung durch U 116, wobei das Boot 22 m³ Brennstoff und Proviant für eine Woche übernahm. Nach einer Einsatzdauer von 70 Tagen und einer zurückgelegten Distanz von 10.619 sm über sowie 481 sm unter Wasser machte U 130 am 12.09.1942 wieder in seinem Stützpunkt Lorient fest. Die Bilanz dieser erfolgreichen Unternehmung umfasst die Versenkung von 7 Schiffen mit insgesamt 51.528 BRT. → Erfolge U 130.
Original Kriegstagebuch U 130 - 4. Unternehmung
5. Unternehmung
29.10.1942 - 30.12.1942: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient
Unter dem Kommando von Korvettenkapitän Ernst Kals verließ U 130 am 29.10.1942 den Stützpunkt Lorient zur 5. Unternehmung. Das Boot operierte im Mittelatlantik sowie vor der Küste Marokkos und Nordwestafrikas, wobei es den U-Boot-Gruppen Schlagetot und Westwall angehörte. Am 23.12.1942 erfolgte eine Versorgung durch U 463 mit 9 m³ Brennstoff sowie einem Metox-Gerät. Nach einer Fahrt von insgesamt 62 Tagen und einer zurückgelegten Distanz von 7.402 sm über sowie 482 sm unter Wasser kehrte U 130 am 30.12.1942 nach Lorient zurück. Die Bilanz dieser Unternehmung umfasst die Versenkung von 3 Schiffen mit 34.407 BRT. → Erfolge U 130.
Original Kriegstagebuch U 130 - 5. Unternehmung
6. Unternehmung
28.02.1943 - 13.03.1943: Ausgelaufen von Lorient - Verlust des Bootes
Am 28.02.1943 lief U 130 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Siegfried Keller von Lorient zu seiner 6. Unternehmung aus. Die Operationen führten das Boot in den Mittelatlantik sowie in die Seegebiete westlich von Spanien und Gibraltar. Während dieses Einsatzes war das Boot der U-Boot-Gruppe Unverzagt zugeteilt. Nach einer Fahrtdauer von 12 Tagen wurde U 130 durch ein amerikanisches Kriegsschiff versenkt. Die Bilanz dieser letzten Unternehmung umfasst die Versenkung von 4 Schiffen mit insgesamt 16.359 BRT. → Erfolge U 130.
Original Kriegstagebuch U 130 - 6. Unternehmung (B.d.U. op.)
Verbleib
| Datum: | 13.03.1943 |
| Letzter Kommandant: | Siegfried Keller |
| Ort: | Nordatlantik |
| Position: | 37° 13' Nord - 40° 32' West |
| Planquadrat: | CD 8238 |
| Verlust durch: | Wasserbomben |
| Tote: | 53 |
| Überlebende: | 0 |
| Besatzung: | Besatzungsliste U 130 |
Verbleib im Detail
U 130 wurde am 13.03.1943 im Nordatlantik westlich der Azorischen Inseln, durch Wasserbomben des US-amerikanischen Zerstörers USS Hobby (DD-610) versenkt.
- Geändert durch Dr. Axel Niestlé (2024), da die bisherigen alliierten Angaben zur Versenkung des Bootes nachweislich falsch sind. Der Vergleich der Meldung des amerikanischen Zerstörers USS Champlin (DD-601) über die Sichtung und die nachfolgende Bekämpfung eines deutschen U-Bootes in der Nacht vom 12. auf den 13.03.1943 am Geleitzug U.G.S. 6 mit den Angaben im Kriegstagebuch von U 515 lässt keinen Zweifel daran, dass einzig U 515 das Ziel der Angriffe war. U 515 erlitt dabei nur unbedeutende Schäden.Tatsächlich trat der Verlust von U 130 und seiner gesamten 53-köpfigen Besatzung nur wenige Seemeilen von der bisherigen Versenkungsposition am gleichen Geleitzug ein. Nachdem zuerst der Zerstörer USS Wainwright (DD-419), kurz darauf auch der Zerstörer USS Hobby, das aufgetaucht an Backbord vor dem Konvoi fühlungshaltende Boot mit ihrem Radar entdeckt hatten, ging bald darauf die USS Hobby zum Wasserbombenangriff auf das nun weggetauchte U 130 über. Sieben am 13.03.1943 um 00.10 Uhr (Deutsche Normalzeit = GMT + 1) auf Wassertiefen von 100-150 Fuß eingestellte Wasserbomben besiegelten das Ende von U 130 in der Position 37° 13' Nord, 40° 32' West.
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Quellen & Literatur
Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven
Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB
Clay Blair "Der U-Boot-Krieg - Die Gejagten 1942 - 1945" - Heyne Verlag 1999 - S. 256.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 118, 221.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 47, 211.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 81.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag 2008 - S. 111 - 113.
Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 118, 275.
Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 125 - U 170" - Eigenverlag - S. 82 - 95.
Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 106.