U 194: Unterschied zwischen den Versionen
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
|||
| Zeile 3: | Zeile 3: | ||
<div style="border: 1px solid #aaa; padding: 25px; background-color: #ffffff; box-shadow: 2px 2px 5px rgba(0,0,0,0.05); font-family: sans-serif;"> | <div style="border: 1px solid #aaa; padding: 25px; background-color: #ffffff; box-shadow: 2px 2px 5px rgba(0,0,0,0.05); font-family: sans-serif;"> | ||
== | == Kriegsmarine Unterseeboot U 194 == | ||
{| class="wikitable" style="width:100%; text-align:left; background-color:#ffffff;" | {| class="wikitable" style="width:100%; text-align:left; background-color:#ffffff;" | ||
|- | |- | ||
| style="width:20%;" | | style="width:20%;" | Typ: | ||
| Typ: | |||
| [[Typ IX C/40|IX C/40]] | | [[Typ IX C/40|IX C/40]] | ||
|- | |- | ||
| Zeile 111: | Zeile 108: | ||
---- | ---- | ||
== Verbleib im Detail == | |||
<br> | <br> | ||
U 194 wurde am 24.06.1943 im Nordatlantik, südlich von Island, durch eine [[Consolidated PBY Catalina]] G unter dem Kommando von Lieutenant Joseph F. Beach der [[US-Navy Squadron VP-84]] versenkt. | U 194 wurde am 24.06.1943 im Nordatlantik, südlich von Island, durch eine [[Consolidated PBY Catalina]] G unter dem Kommando von Lieutenant Joseph F. Beach der [[US-Navy Squadron VP-84]] versenkt. | ||
Die ursprüngliche Nachkriegsbewertung der Versenkung wurde von Axel Niestlé im Dezember 1987 geändert. Der Angriff der [[Consolidated B-24 Liberator]] H der britischen 120. Squadron, am 24.06.1943 auf der Position 58° 15' Nord - 25° 25' West, der früher für die Versenkung von U 194 verantwortlich gemacht wurde, war tatsächlich für die Versenkung von [[U 200]] verantwortlich. ([[Dr. Axel Niestlé]] - S. 229). | |||
*Die ursprüngliche Nachkriegsbewertung der Versenkung wurde von Axel Niestlé im Dezember 1987 geändert. Der Angriff der [[Consolidated B-24 Liberator]] H der britischen 120. Squadron, am 24.06.1943 auf der Position 58° 15' Nord - 25° 25' West, der früher für die Versenkung von U 194 verantwortlich gemacht wurde, war tatsächlich für die Versenkung von [[U 200]] verantwortlich. ([[Dr. Axel Niestlé]] - S. 229). | |||
---- | ---- | ||
Aktuelle Version vom 22. April 2026, 08:49 Uhr
Kriegsmarine Unterseeboot U 194
| Typ: | IX C/40 |
| Bauauftrag: | 04.11.1940 |
| Bauwerft: | Deschimag AG Weser Bremen |
| Serie: | U 183 - U 194 |
| Baunummer: | 1040 |
| Kiellegung: | 17.01.1942 |
| Stapellauf: | 22.09.1942 |
| Indienststellung: | 08.01.1943 |
| Kommandant: | Hermann Hesse |
| Feldpostnummer: | M - 36 350 |
Kommandanten
| 08.01.1943 - 24.06.1943 | Kapitänleutnant - Hermann Hesse |
Flottillen
| 08.01.1943 - 31.05.1943 | 4. U-Flottille, Stettin (Ausbildungsboot) |
| 01.06.1943 - 24.06.1943 | 10. U-Flottille, Lorient (Frontboot) |
1. Unternehmung
12.06.1943 - 14.06.1943: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Marviken
14.06.1943 - 14.06.1943: Ausgelaufen von Marviken - Eingelaufen in Marviken
15.06.1943 - 24.06.1943: Ausgelaufen von Marviken - Verlust des Bootes
Am 12.06.1943 lief U 194 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Hermann Hesse von Kiel zu seiner ersten und gleichzeitig letzten Unternehmung aus. Nach der Passage durch die Ostsee sowie einer Ergänzung der Brennstoffvorräte in Marviken operierte das Boot im Nordatlantik und im Seegebiet südwestlich von Island. Nach einer Einsatzdauer von insgesamt 13 Tagen wurde U 194 am 24.06.1943 durch ein US-amerikanisches Flugzeug versenkt. Auf dieser Fahrt konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden.
Original Kriegstagebuch U 194 - 1. Unternehmung (B.d.U. op.)
Verbleib
| Datum: | 24.06.1943 |
| Letzter Kommandant: | Hermann Hesse |
| Ort: | Nordatlantik |
| Position: | 59° 00' Nord - 26° 18' West |
| Planquadrat: | AL 1511 |
| Verlust durch: | Wasserbomben und Mark 24 Fido-Torpedo |
| Tote: | 54 |
| Überlebende: | 0 |
| Besatzung: | Besatzungsliste U 194 |
Verbleib im Detail
U 194 wurde am 24.06.1943 im Nordatlantik, südlich von Island, durch eine Consolidated PBY Catalina G unter dem Kommando von Lieutenant Joseph F. Beach der US-Navy Squadron VP-84 versenkt.
- Die ursprüngliche Nachkriegsbewertung der Versenkung wurde von Axel Niestlé im Dezember 1987 geändert. Der Angriff der Consolidated B-24 Liberator H der britischen 120. Squadron, am 24.06.1943 auf der Position 58° 15' Nord - 25° 25' West, der früher für die Versenkung von U 194 verantwortlich gemacht wurde, war tatsächlich für die Versenkung von U 200 verantwortlich. (Dr. Axel Niestlé - S. 229).
Zitate aus der Literatur
Busch/Röll schreiben dazu:
Am 24.09.43 im Nordatlantik südlich Island durch die Catalina G der US-Navy Squadron VP-84, trotz heftiger Flakabwehr, mit Wasserbomben und einen akustischen Zielsuchtorpedo (Fido) versenkt.
Aus Busch/Röll - Die deutschen U-Bootverluste - S. 110 - 111.
Clay Blair schreibt dazu:
Das neue IXC/40-Boot U 194 unter Hermann Hesse, 34 Jahre alt, war abkommandiert worden, im Atlantik Wetterballone abzusetzen, bevor es in der Nähe der Azoren gegen Schiffe operieren sollte. Am 24. Juni machte eine kampferprobte, auf Island stationierte, Catalina der US-Navy Squadron VP 84 U 194 an der Oberfläche aus. Der Pilot J.W. Beach griff sofort trotz des Flak-Feuers an, aber seine Wasserbomben lösten sich nicht. Bei einem zweiten Anflug löste die Besatzung zwei Wasserbomben von Hand. Die eine fiel weit, die andere nahe. U 194 wurde mit der gesamten Besatzung versenkt. Zitat Ende
Aus Clay Blair - Band 2 - Die Gejagten - S. 430.
Quellen & Literatur
Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven
Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB
Clay Blair "Der U-Boot-Krieg - Die Gejagten 1942 - 1945" - Heyne Verlag 1999 - S. 430.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 99.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 99, 211.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 110, 111.
Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 124, 229.
Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 171 - U 222" - Eigenverlag - S. 148.
Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 107.