U 178: Unterschied zwischen den Versionen

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== Daten des deutschen Kriegsmarine Unterseebootes U 178 ==
== Kriegsmarine Unterseeboot U 178 ==
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=== Verbleib im Detail ===
== Verbleib im Detail ==
 
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U 178 wurde am 25.08.1944 im U-Boot-Bunker der [[12. U-Flottille]] in Bordeaux durch ein deutsches Sprengkommando zerstört. Grund für diese Maßnahme war die fehlende Fahrbereitschaft des Bootes aufgrund eines Mangels an [[U-Boot-Batterie|Batterien]]; die für das Boot vorgesehenen neuen Akkumulatoren waren zuvor bei einem alliierten Bombenangriff auf Bordeaux vernichtet worden. Nach der Sprengung verblieb das Wrack mit schwer beschädigtem Bug in Seitenlage im Bunker zurück. Das Boot war bereits am 20.08.1944 offiziell außer Dienst gestellt worden. Im Jahr 1947 wurde das Wrack schließlich von französischer Seite abgebrochen und verschrottet.
U 178 wurde am 25.08.1944 im U-Boot-Bunker der [[12. U-Flottille]] in Bordeaux durch ein deutsches Sprengkommando zerstört. Grund für diese Maßnahme war die fehlende Fahrbereitschaft des Bootes aufgrund eines Mangels an [[U-Boot-Batterie|Batterien]]; die für das Boot vorgesehenen neuen Akkumulatoren waren zuvor bei einem alliierten Bombenangriff auf Bordeaux vernichtet worden. Nach der Sprengung verblieb das Wrack mit schwer beschädigtem Bug in Seitenlage im Bunker zurück. Das Boot war bereits am 20.08.1944 offiziell außer Dienst gestellt worden. Im Jahr 1947 wurde das Wrack schließlich von französischer Seite abgebrochen und verschrottet.

Aktuelle Version vom 22. April 2026, 08:37 Uhr

U 177
   U 179

Kriegsmarine Unterseeboot U 178

Typ: IX D2
Bauauftrag: 28.05.1940
Bauwerft: Deschimag AG Weser Bremen
Serie: U 177 - U 179
Baunummer: 1018
Kiellegung: 24.12.1940
Stapellauf: 25.10.1941
Indienststellung: 14.02.1942
Kommandant: Hans Ibbeken
Feldpostnummer: M - 36 887

Kommandanten

14.02.1942 - 21.02.1943 Kapitän zur See - Hans Ibbeken
22.02.1943 - 25.11.1943 Korvettenkapitän - Wilhelm Dommes
25.11.1943 - 25.08.1944 Kapitänleutnant - Wilhelm Spahr

Flottillen

14.02.1942 - 31.08.1942 4. U-Flottille, Stettin (Ausbildungsboot)
01.09.1942 - 31.10.1942 10. U-Flottille, Lorient (Frontboot)
01.11.1942 - 20.08.1944 12. U-Flottille, Bordeaux (Frontboot)

Einsätze


1. Unternehmung

08.09.1942 - 10.09.1942: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Kristiansand

10.09.1942 - 10.01.1943: Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Bordeaux


Am 08.09.1942 lief U 178 unter dem Kommando von Kapitän zur See Hans Ibbeken von Kiel zu seiner 1. Unternehmung aus. Nach der Passage durch die Ostsee und einer Ergänzung der Brennstoffvorräte in Kristiansand operierte das Boot im Südatlantik, in den Gewässern vor Südafrika und Kapstadt sowie im Indischen Ozean, der Mosambik-Straße und vor Durban. Während des Einsatzes fanden zwei kleine Versorgungen statt: Am 28.09.1942 wurden durch U 460 Isoliermaterial und am 23.10.1942 durch U 159 112 Dosen Brot übergeben. Nach einer Einsatzdauer von insgesamt 125 Tagen und einer zurückgelegten Distanz von zirka 21.000 sm lief U 178 am 10.01.1943 in Bordeaux ein. Die Bilanz dieser Fahrt umfasst die Versenkung von 6 Schiffen mit 47.097 BRT sowie die Beschädigung eines weiteren Schiffes mit 6.348 BRT. → Erfolge U 178.

Original Kriegstagebuch U 178 - 1. Unternehmung



2. Unternehmung

07.03.1943 - 09.03.1943: Ausgelaufen von Bordeaux - Eingelaufen in Bordeaux

28.03.1943 - 27.08.1943: Ausgelaufen von Bordeaux - Eingelaufen in Penang

Am 07.03.1943 lief U 178 unter dem Kommando von Korvettenkapitän Wilhelm Dommes von Bordeaux zu seiner 2. Unternehmung aus. Aufgrund von Undichtigkeiten am Batterieluk sah sich die Führung gezwungen, das Boot zur Reparatur nach Bordeaux zurückzubeordern. Nach der Instandsetzung und dem erneuten Auslaufen operierte U 178 im Südatlantik, vor Südafrika und Kapstadt sowie im Indischen Ozean, in der Mosambik-Straße und vor Durban. Während dieses Einsatzes gehörte das Boot zur U-Boot-Gruppe Monsun. Am 22.06.1943 erfolgte eine Versorgung durch den deutschen Versorger Charlotte Schliemann mit 279 m³ Brennstoff, 3 m³ Schmieröl und 5 m³ Wasser. Zudem wurde während der Fahrt → 1 U-Boot durch U 178 versorgt. Nach einer Einsatzdauer von insgesamt 174 Tagen und einer zurückgelegten Distanz von 24.038 sm lief U 178 am 27.08.1943 in Penang ein. Die Bilanz dieser Fahrt umfasst die Versenkung von 6 Schiffen mit einer Gesamttonnage von 32.689 BRT. → Erfolge U 178.

Original Kriegstagebuch U 178 - 2. Unternehmung



Verlegungsfahrt

09.10.1943 - 11.10.1943: Ausgelaufen von Penang - Eingelaufen in Shonan

23.10.1943 - 25.10.1943: Ausgelaufen von Shonan - Eingelaufen in Penang

06.11.1943 - 09.11.1943: Ausgelaufen von Penang - Eingelaufen in Shonan

23.11.1943 - 24.11.1943: Ausgelaufen von Shonan - Eingelaufen in Penang


Am 09.10.1943 lief U 178 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Wilhelm Spahr von Penang aus. Das Boot verlegte zunächst nach Shonan, um dort eine Dockzeit zu absolvieren. Nach Beendigung der Arbeiten erfolgte der Rückmarsch nach Penang, wo jedoch eine Ölspur bemerkt wurde, die vor Ort nicht behoben werden konnte. Infolgedessen verlegte U 178 erneut nach Shonan zur Durchführung der notwendigen Reparaturen. Nach Abschluss dieser Maßnahmen kehrte das Boot nach Penang zurück, wo es nach 47 Tagen am 24.11.1943 wieder einlief.



3. Unternehmung

27.11.1943 - 24.05.1944: Ausgelaufen von Penang - Eingelaufen in Bordeaux


Am 27.11.1943 lief U 178 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Wilhelm Spahr von Penang zu seiner 3. Unternehmung aus. Das Boot operierte auf dieser Fernfahrt im Indischen Ozean, im Gebiet der Malediven, sowie im Süd- und Mittelatlantik bis in die Biskaya. Während des Einsatzes erfolgte am 26.01.1944 eine Versorgung durch den deutschen Versorger Charlotte Schliemann mit Brennstoff, Schmieröl, Wasser und Proviant. Am 26.02.1944 wurde → 1 U-Boot durch U 178 versorgt. Nach einer Einsatzdauer von insgesamt 180 Tagen und einer zurückgelegten Distanz von 23.392 sm lief das Boot am 24.05.1944 in Bordeaux ein. In der Zeit von Mai bis August 1944 erfolgte in der Kriegsmarinewerft Bordeaux der Einbau einer Schnorchelanlage, die jedoch später wieder ausgebaut und auf U 534 installiert wurde. Die Bilanz dieser Fahrt umfasst die Versenkung eines Schiffes mit 7.244 BRT. → Erfolge U 178.

Original Kriegstagebuch U 178 - 3. Unternehmung


Verbleib

Datum: 25.08.1944
Letzter Kommandant: Wilhelm Spahr
Ort: Bordeaux
Position: 44° 52' Nord - 00° 34' West
Planquadrat: BG 5174
Verlust durch: Selbstsprengung
Tote: 0
Überlebende: -
Besatzung: Besatzungsliste U 178

Verbleib im Detail


U 178 wurde am 25.08.1944 im U-Boot-Bunker der 12. U-Flottille in Bordeaux durch ein deutsches Sprengkommando zerstört. Grund für diese Maßnahme war die fehlende Fahrbereitschaft des Bootes aufgrund eines Mangels an Batterien; die für das Boot vorgesehenen neuen Akkumulatoren waren zuvor bei einem alliierten Bombenangriff auf Bordeaux vernichtet worden. Nach der Sprengung verblieb das Wrack mit schwer beschädigtem Bug in Seitenlage im Bunker zurück. Das Boot war bereits am 20.08.1944 offiziell außer Dienst gestellt worden. Im Jahr 1947 wurde das Wrack schließlich von französischer Seite abgebrochen und verschrottet.


Quellen & Literatur


Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 52, 110, 230.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 68, 69, 211.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 285.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag 2008 - S. 134, 135.

Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 136.

Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 171 - U 222" - Eigenverlag - S. 60 - 74.

Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 106.


Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com

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