U 168: Unterschied zwischen den Versionen

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Nach Mitternacht, am 06.10.1944, befand sich U 168 noch etwa 130 Seemeilen von Soerabaja entfernt. Um 01:30 Uhr lag Gunung Muria drei Seemeilen querab. Wenige Augenblicke später schlug ein Torpedo im Vorschiff ein. U 168 begann sofort über den Bug zu sinken. Kapitänleutnant Helmuth Pich hatte das Boot dicht unter die Küste steuern lassen, so dass die Wassertiefe dort nur etwa 50 Meter betrug. Die sich im abgeschotteten Bugraum befindlichen Männer hatten keine Chance auf Rettung, durch die Explosion waren sie sofort getötet worden oder ertranken kurz darauf. Den übrigen Besatzungsmitgliedern gelang der Ausstieg mit Tauchrettern aus dem auf Grund liegenden Wracks. Als die Überlebenden in dem sich ausbreitenden Ölteppich aufschwammen, durchbrach keine 200 Meter entfernt die ZWAARDVISCH die Wasseroberfläche, lief auf sie zu und barg den Kommandanten, den I. Wachoffizier, den Leitenden Ingenieur und einen verwundeten Matrosen. Die restlichen Schiffbrüchigen konnten an Land schwimmen, vorher wurden sie von einem Fischerboot gesichtet und gemeldet, welches sie aber nicht aufnahm, sondern ihrem Schicksal überließ. Das Boot lag in 45 Meter Wassertiefe, eine Hebung der eventuell noch im Boot eingeschlossenen Männer, wurde von den Japanern abgelehnt, da angeblich kein brauchbares Material zu Verfügung stand. Zitat Ende.
Nach Mitternacht, am 06.10.1944, befand sich U 168 noch etwa 130 Seemeilen von Soerabaja entfernt. Um 01:30 Uhr lag Gunung Muria drei Seemeilen querab. Wenige Augenblicke später schlug ein Torpedo im Vorschiff ein. U 168 begann sofort über den Bug zu sinken. Kapitänleutnant Helmuth Pich hatte das Boot dicht unter die Küste steuern lassen, so dass die Wassertiefe dort nur etwa 50 Meter betrug. Die sich im abgeschotteten Bugraum befindlichen Männer hatten keine Chance auf Rettung, durch die Explosion waren sie sofort getötet worden oder ertranken kurz darauf. Den übrigen Besatzungsmitgliedern gelang der Ausstieg mit Tauchrettern aus dem auf Grund liegenden Wracks. Als die Überlebenden in dem sich ausbreitenden Ölteppich aufschwammen, durchbrach keine 200 Meter entfernt die ZWAARDVISCH die Wasseroberfläche, lief auf sie zu und barg den Kommandanten, den I. Wachoffizier, den Leitenden Ingenieur und einen verwundeten Matrosen. Die restlichen Schiffbrüchigen konnten an Land schwimmen, vorher wurden sie von einem Fischerboot gesichtet und gemeldet, welches sie aber nicht aufnahm, sondern ihrem Schicksal überließ. Das Boot lag in 45 Meter Wassertiefe, eine Hebung der eventuell noch im Boot eingeschlossenen Männer, wurde von den Japanern abgelehnt, da angeblich kein brauchbares Material zu Verfügung stand. Zitat Ende.


Aus [[Busch/Röll]] - Die deutschen U-Bootverluste - S. 298.
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Version vom 20. April 2026, 10:53 Uhr

U 167
   U 169

Daten des deutschen Kriegsmarine Unterseebootes U 168

Bezeichnung: U 168
Typ: IX C/40
Bauauftrag: 15.08.1940
Bauwerft: Deschimag AG Werk Seebeck Geestemünde
Serie: U 167 - U 170
Baunummer: 707
Kiellegung: 15.03.1941
Stapellauf: 05.03.1942
Indienststellung: 10.09.1942
Kommandant: Helmuth Pich
Feldpostnummer: M - 49 033

Kommandanten

10.09.1942 - 06.10.1944 Kapitänleutnant - Helmuth Pich

Flottillen

10.09.1942 - 28.02.1943 4. U-Flottille, Stettin (Ausbildungsboot)
01.03.1943 - 30.09.1944 2. U-Flottille, Lorient (Frontboot)
01.10.1944 - 06.10.1944 33. U-Flottille, Flensburg (Frontboot)

Einsätze


1. Unternehmung

09.03.1943 - 11.03.1943 Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Kristiansand

12.03.1943 - 18.05.1943 Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Lorient


Am 09.03.1943 lief U 168 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Helmuth Pich von Kiel zu seiner 1. Unternehmung aus. Nach dem Marsch durch die Ostsee erfolgte in Kristiansand eine erneute Brennstoffaufnahme, woraufhin das Boot im Nordatlantik, im Seegebiet südöstlich von Grönland sowie südlich von Island operierte. Während des Einsatzes war U 168 den U-Boot-Gruppen Seeteufel, Löwenherz, Lerche, Specht und Fink zugeteilt. Im Verlauf der Fahrt fanden zwei Versorgungen statt: Am 18.04.1943 wurden durch U 487 70 m³ Brennstoff sowie Maschinenersatzteile übergeben und am 06.05.1943 lieferte U 459 weitere 20 m³ Brennstoff sowie 250 kg Proviant. Nach einer Einsatzdauer von insgesamt 71 Tagen und einer zurückgelegten Distanz von zirka 11.112 sm lief U 168 am 18.05.1943 in Lorient ein. Auf dieser Unternehmung konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden.

Original Kriegstagebuch U 168 - 1. Unternehmung



2. Unternehmung

03.07.1943 - 11.11.1943 Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Penang


Am 03.07.1943 lief U 168 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Helmuth Pich von Lorient zu seiner 2. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Südatlantik, im Indischen Ozean, vor Bombay, im Persischen Golf sowie im Golf von Oman. Weitere Einsatzgebiete lagen vor Cochin, der vorderindischen Küste und vor Malaya. Während dieser Fahrt gehörte das Boot zur U-Boot-Gruppe Monsun. Es erfolgten zwei Versorgungen: Am 22.07.1943 durch U 155 mit 35 m³ Brennstoff und am 12.09.1943 durch den deutschen Versorger Brake mit Brennstoff und Proviant. Nach einer Einsatzdauer von insgesamt 132 Tagen lief U 168 am 11.11.1943 in Penang ein. Die Bilanz dieser Fahrt umfasst die Versenkung eines Schiffes mit 2.183 BRT. → Erfolge U 168.

Original Kriegstagebuch U 168 - 2. Unternehmung



3. Unternehmung

28.01.1944 - 03.02.1944 Ausgelaufen von Penang - Eingelaufen in Penang


Am 28.01.1944 lief U 168 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Helmuth Pich von Penang zu seiner 3. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Indischen Ozean, musste die Fahrt jedoch vorzeitig abbrechen, nachdem der I. Wachoffizier an einer Blinddarmentzündung erkrankte. Nach einer Einsatzdauer von insgesamt 7 Tagen lief U 168 am 03.02.1944 wieder in Penang ein. Auf dieser Unternehmung konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden.

Original Kriegstagebuch U 168 - 3. Unternehmung



4. Unternehmung

07.02.1944 - 24.03.1944 Ausgelaufen von Penang - Eingelaufen in Batavia


Am 07.02.1944 lief U 168 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Helmuth Pich von Penang zu seiner 4. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Indischen Ozean und wurde während des Einsatzes am 12.03.1944 durch den deutschen Versorger Brake mit Brennstoff versorgt. Nach einer Einsatzdauer von insgesamt 47 Tagen lief U 168 am 24.03.1944 in Batavia ein. Die Bilanz dieser Fahrt umfasst die Versenkung eines Schiffes mit 4.385 BRT und eines Bergungsschleppers mit 1.440 ts sowie die Beschädigung eines weiteren Schiffes mit 9.804 BRT. → Erfolge U 168.

Original Kriegstagebuch U 168 - 4. Unternehmung



Verlegungsfahrt

05.10.1944 - 06.10.1944 Ausgelaufen von Batavia - Verlust des Bootes


Am 05.10.1944 lief U 168 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Helmuth Pich von Batavia aus. Das Boot sollte zur Ausrüstung für die nächste Unternehmung nach Soerabaja verlegen. Auf dem Marsch dorthin wurde U 168 nach einer Einsatzdauer von insgesamt 2 Tagen durch ein niederländisches U-Boot versenkt.


Verbleib

Datum: 06.10.1944
Letzter Kommandant: Helmuth Pich
Ort: Java See
Position: 06° 20' Süd - 111° 28' Ost
Planquadrat: LS 7849
Verlust durch: Torpedo
Tote: 23
Überlebende: 27
Besatzung: Besatzungsliste U 168

Verbleib im Detail



U 168 wurde am 06.10.1944 um 01:30 Uhr in der Java See durch einen Torpedo des niederländischen U-Bootes KNLM Zwaardvisch (P.322) unter dem Kommando von Luitenant ter zee der 1e klasse Hendrikus-Abraham Goossens versenkt.


Zitate aus der Literatur


Busch/Röll schreiben dazu:

Nach Mitternacht, am 06.10.1944, befand sich U 168 noch etwa 130 Seemeilen von Soerabaja entfernt. Um 01:30 Uhr lag Gunung Muria drei Seemeilen querab. Wenige Augenblicke später schlug ein Torpedo im Vorschiff ein. U 168 begann sofort über den Bug zu sinken. Kapitänleutnant Helmuth Pich hatte das Boot dicht unter die Küste steuern lassen, so dass die Wassertiefe dort nur etwa 50 Meter betrug. Die sich im abgeschotteten Bugraum befindlichen Männer hatten keine Chance auf Rettung, durch die Explosion waren sie sofort getötet worden oder ertranken kurz darauf. Den übrigen Besatzungsmitgliedern gelang der Ausstieg mit Tauchrettern aus dem auf Grund liegenden Wracks. Als die Überlebenden in dem sich ausbreitenden Ölteppich aufschwammen, durchbrach keine 200 Meter entfernt die ZWAARDVISCH die Wasseroberfläche, lief auf sie zu und barg den Kommandanten, den I. Wachoffizier, den Leitenden Ingenieur und einen verwundeten Matrosen. Die restlichen Schiffbrüchigen konnten an Land schwimmen, vorher wurden sie von einem Fischerboot gesichtet und gemeldet, welches sie aber nicht aufnahm, sondern ihrem Schicksal überließ. Das Boot lag in 45 Meter Wassertiefe, eine Hebung der eventuell noch im Boot eingeschlossenen Männer, wurde von den Japanern abgelehnt, da angeblich kein brauchbares Material zu Verfügung stand. Zitat Ende.

Aus Busch/Röll - Die deutschen U-Bootverluste - S. 298.


Quellen & Literatur


Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 179.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 87, 217.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 298.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag 2008 - S. 129, 130.

Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 123, 171.

Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 125 - U 170" - Eigenverlag - S. 329 - 334.

Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 106.


Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com

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