Flaklehrgang: Unterschied zwischen den Versionen
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Rössler,Eberhard: "Die deutschen U-Boote und ihre Werften" - Band 1 und 2. Bernard & Graefe Verlag 1996. | |||
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Lohmann/Hildebrand: "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" - 3 Bände Podzun Verlag 1956. | |||
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Aktuelle Version vom 5. August 2026, 13:20 Uhr
Flaklehrgang
Der Flaklehrgang gehörte zu den Spezialausbildungen der Kriegsmarine für das Personal der Flugabwehrwaffen. Angehörige der U-Boot-Waffe nahmen an entsprechenden Lehrgängen teil, um den Einsatz der Flakbewaffnung an Bord sicher zu beherrschen. Mit der zunehmenden alliierten Luftüberlegenheit ab 1942 gewann diese Ausbildung erheblich an Bedeutung, da U-Boote insbesondere beim Transit durch gefährdete Seegebiete häufig Luftangriffen ausgesetzt waren.
Die Ausbildung wurde an Marine-Flakschulen durchgeführt und umfasste je nach Verwendung unterschiedliche Lehrgangsinhalte und Ausbildungszeiten. Vermittelt wurden die Bedienung, Wartung und Instandhaltung der verschiedenen Flugabwehrwaffen sowie das Schießen auf Luftziele unter möglichst realistischen Bedingungen. Hierzu gehörten auch Übungen zur Zielerfassung, Entfernungsschätzung, Vorhaltebestimmung sowie das Zusammenwirken der Geschützbedienungen.
Zum Ausbildungsprogramm gehörte die Handhabung der 2-cm-Flak in verschiedenen Ausführungen sowie der später eingeführten 3,7-cm-Flak. Darüber hinaus wurden Silhouettenkunde, Zielerkennung und das Verhalten bei Luftangriffen vermittelt. Praktische Schießübungen erfolgten gegen geschleppte Luftziele oder andere Übungsziele.
Im Zusammenhang mit der zeitweiligen Einführung der sogenannten U-Flak-Boote wurden einzelne Besatzungen zusätzlich für den verstärkten Einsatz der Flakbewaffnung geschult. Dieses taktische Konzept wurde jedoch bereits 1943 nach hohen Verlusten wieder aufgegeben.
Für die U-Boot-Waffe stellte die Flakausbildung eine wichtige Ergänzung der Bordausbildung dar. Sie sollte die Besatzungen befähigen, sich während der Überwasserfahrt gegen Luftangriffe zur Wehr zu setzen. Mit der Einführung des Schnorchels verlor der Kampf an der Oberfläche zunehmend an Bedeutung, sodass der Schwerpunkt wieder verstärkt auf dem rechtzeitigen Ausweichen durch Tauchen lag.
Quellen in Bundesarchiv
BArch PERS 6: Personalakten: Dokumentation der Absolvierung von Flak-Spezialkursen als Teil der Seeoffizier- und Unteroffizierslaufbahn.
Literatur
Rössler,Eberhard: "Die deutschen U-Boote und ihre Werften" - Band 1 und 2. Bernard & Graefe Verlag 1996.
Lohmann/Hildebrand: "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" - 3 Bände Podzun Verlag 1956.
Alle Angaben ohne Gewähr
Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com