Sperr-Versuchskommando: Unterschied zwischen den Versionen

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== Sperrversuchskommando (SVK) ==
== Sperrversuchskommando (SVK) ==
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Das Sperrversuchskommando (SVK) war die zentrale Versuchs- und Erprobungsdienststelle der Reichsmarine und später der Kriegsmarine für das Sperrwaffenwesen. Seine Aufgaben umfassten die Entwicklung, Erprobung und Verbesserung von Seeminen, Minenzündern, Räumgeräten sowie weiterer Ausrüstung für den Minenkrieg. Darüber hinaus unterstützte das SVK die Einführung neuer Sperrwaffen in die Flotte.
Das Sperrversuchskommando (SVK) war die zentrale Versuchs- und Erprobungsdienststelle der Reichsmarine und später der Kriegsmarine für das Sperrwaffenwesen. Seine Aufgaben umfassten die Entwicklung, Erprobung und Verbesserung von Seeminen, Minenzündern, Räumgeräten sowie weiterer Ausrüstung für den Minenkrieg. Darüber hinaus unterstützte das SVK die Einführung neuer Sperrwaffen in die Flotte.


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Für die U-Boot-Waffe besaß das Sperrversuchskommando besondere Bedeutung. Es wirkte an der Erprobung der durch Torpedorohre aussetzbaren Minentypen TMA, TMB und später TMC mit und unterstützte deren Einführung. Außerdem beteiligte sich das SVK an der Weiterentwicklung der Entmagnetisierungseinrichtungen (MES), die dem Schutz von U-Booten und Überwasserschiffen gegen magnetische Seeminen dienten.
Für die U-Boot-Waffe besaß das Sperrversuchskommando besondere Bedeutung. Es wirkte an der Erprobung der durch Torpedorohre aussetzbaren Minentypen TMA, TMB und später TMC mit und unterstützte deren Einführung. Außerdem beteiligte sich das SVK an der Weiterentwicklung der Entmagnetisierungseinrichtungen (MES), die dem Schutz von U-Booten und Überwasserschiffen gegen magnetische Seeminen dienten.


Art der Einrichtung
== Art der Einrichtung ==
 
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* Sperrversuchskommando (SVK) – Versuchs- und Erprobungsdienststelle der Kriegsmarine
* Sperrversuchskommando (SVK) – Versuchs- und Erprobungsdienststelle der Kriegsmarine
* Sperrwaffeninspektion – Inspektion der Kriegsmarine
* Sperrwaffeninspektion – Inspektion der Kriegsmarine
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== Quellen im Bundesarchiv ==
== Quellen im Bundesarchiv ==
 
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BArch RM 17:
BArch RM 17:
Marinepersonalamt – Offizierbestandsnachweisungen der Sperrwaffeninspektion. Enthält unter anderem Unterlagen zum Sperrversuchskommando und dessen Versuchsverband (1940–1943).
Marinepersonalamt – Offizierbestandsnachweisungen der Sperrwaffeninspektion. Enthält unter anderem Unterlagen zum Sperrversuchskommando und dessen Versuchsverband (1940–1943).
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== Literatur ==
== Literatur ==
 
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Rössler, Eberhard:
Rössler, Eberhard:
Die deutschen U-Boote und ihre Werften. Bernard & Graefe Verlag.
Die deutschen U-Boote und ihre Werften. Bernard & Graefe Verlag 1990.


Tessin, Georg:
Tessin, Georg:
Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS 1939–1945. Band 14. Biblio Verlag.
Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS 1939–1945. Band 14. Biblio Verlag 2002.


Rohwer, Jürgen/J. Hümmelchen:
Rohwer, Jürgen/J. Hümmelchen:
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Gröner, Erich:
Gröner, Erich:
Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945. Band 8. Bernard & Graefe Verlag.
Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945. Band 8. Bernard & Graefe Verlag 1994.


Quellenverweise:
Quellenverweise:

Aktuelle Version vom 5. August 2026, 13:23 Uhr

Sperrversuchskommando (SVK)


Das Sperrversuchskommando (SVK) war die zentrale Versuchs- und Erprobungsdienststelle der Reichsmarine und später der Kriegsmarine für das Sperrwaffenwesen. Seine Aufgaben umfassten die Entwicklung, Erprobung und Verbesserung von Seeminen, Minenzündern, Räumgeräten sowie weiterer Ausrüstung für den Minenkrieg. Darüber hinaus unterstützte das SVK die Einführung neuer Sperrwaffen in die Flotte.

Das Sperrversuchskommando hatte seinen Sitz in Kiel und ging aus dem 1919 aufgestellten Minenversuchskommando hervor. Nach mehreren organisatorischen Änderungen erhielt die Dienststelle 1930 wieder die Bezeichnung Sperrversuchskommando. Seit dem 1. Oktober 1936 unterstand sie der Sperrwaffeninspektion. Zum SVK gehörten Laboratorien, Werkstätten, Versuchseinrichtungen sowie ein eigener Versuchsverband mit Spezialfahrzeugen und Versuchsbooten. Für Erprobungen standen unter anderem Seegebiete der Kieler Förde und der Eckernförder Bucht zur Verfügung.

Zu den wichtigsten Aufgaben gehörten die Erprobung von Kontakt- und Grundminen sowie von magnetischen, akustischen und kombinierten Zündsystemen. Ebenso wurden Räumverfahren und Entmagnetisierungseinrichtungen entwickelt und verbessert, um die Wirkung feindlicher Minensperren zu vermindern. Die gewonnenen Erkenntnisse flossen unmittelbar in die Ausrüstung und den Einsatz der Kriegsmarine ein.

Für die U-Boot-Waffe besaß das Sperrversuchskommando besondere Bedeutung. Es wirkte an der Erprobung der durch Torpedorohre aussetzbaren Minentypen TMA, TMB und später TMC mit und unterstützte deren Einführung. Außerdem beteiligte sich das SVK an der Weiterentwicklung der Entmagnetisierungseinrichtungen (MES), die dem Schutz von U-Booten und Überwasserschiffen gegen magnetische Seeminen dienten.

Art der Einrichtung


  • Sperrversuchskommando (SVK) – Versuchs- und Erprobungsdienststelle der Kriegsmarine
  • Sperrwaffeninspektion – Inspektion der Kriegsmarine
  • Versuchsverband des Sperrversuchskommandos – Versuchsverband
  • Kiel – Marine- und Marinestützpunkt
  • Eckernförder Bucht – Erprobungsgebiet
  • Nautilus – Versuchsboot
  • Pelikan – Versuchsboot
  • Arkona – Versuchsboot
  • Otto Braun – Versuchsboot
  • Sundevall – Versuchsboot

Quellen im Bundesarchiv


BArch RM 17: Marinepersonalamt – Offizierbestandsnachweisungen der Sperrwaffeninspektion. Enthält unter anderem Unterlagen zum Sperrversuchskommando und dessen Versuchsverband (1940–1943).

BArch PERS 6: Personalunterlagen von Marineoffizieren. Je nach Einzelfall Nachweise über Verwendungen beim Sperrversuchskommando sowie absolvierte Fachlehrgänge.

Literatur


Rössler, Eberhard: Die deutschen U-Boote und ihre Werften. Bernard & Graefe Verlag 1990.

Tessin, Georg: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS 1939–1945. Band 14. Biblio Verlag 2002.

Rohwer, Jürgen/J. Hümmelchen: Chronik des Seekrieges 1939–1945. Stalling Verlag 1968.

Gröner, Erich: Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945. Band 8. Bernard & Graefe Verlag 1994.

Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB


Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com