Torpedoschule: Unterschied zwischen den Versionen
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Die Torpedoschule war eine zentrale Ausbildungseinrichtung der Kriegsmarine für das Torpedowesen. Hier erhielten Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften die theoretische und praktische Ausbildung für den Umgang mit der wichtigsten Angriffswaffe der deutschen U-Boote sowie der Torpedobewaffnung von Überwasserschiffen. | Die Torpedoschule war eine zentrale Ausbildungseinrichtung der Kriegsmarine für das Torpedowesen. Hier erhielten Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften die theoretische und praktische Ausbildung für den Umgang mit der wichtigsten Angriffswaffe der deutschen U-Boote sowie der Torpedobewaffnung von Überwasserschiffen. | ||
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Personalunterlagen von Marineoffizieren und -beamten. Je nach Einzelfall Nachweise über Lehrgänge, Verwendungen und Tätigkeiten an der Torpedoschule. | Personalunterlagen von Marineoffizieren und -beamten. Je nach Einzelfall Nachweise über Lehrgänge, Verwendungen und Tätigkeiten an der Torpedoschule. | ||
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Lohmann, Walter / Hildebrand, Hans H.: | Lohmann, Walter / Hildebrand, Hans H.: | ||
Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. 3 Bände. Podzun Verlag, 1956. | Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. 3 Bände. Podzun Verlag, 1956. | ||
Aktuelle Version vom 5. August 2026, 13:40 Uhr
Torpedoschule
Die Torpedoschule war eine zentrale Ausbildungseinrichtung der Kriegsmarine für das Torpedowesen. Hier erhielten Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften die theoretische und praktische Ausbildung für den Umgang mit der wichtigsten Angriffswaffe der deutschen U-Boote sowie der Torpedobewaffnung von Überwasserschiffen.
Historischer Kontext und Organisation
Die Torpedoschule befand sich in Flensburg-Mürwik und setzte die Tradition der Torpedoausbildung der Kaiserlichen Marine und der Reichsmarine fort. Durch ihre Lage an der Flensburger Förde standen günstige Bedingungen für die theoretische Ausbildung sowie für praktische Übungen und Torpedoschießen zur Verfügung.
Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Ausbildung aufgrund des steigenden Personalbedarfs der Kriegsmarine erheblich ausgeweitet. Die Schule führte Lehrgänge für Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften verschiedener Verwendungsbereiche durch und arbeitete eng mit anderen Ausbildungs- und Erprobungsdienststellen der Kriegsmarine zusammen.
Bis zum Kriegsende im Mai 1945 blieb die Torpedoschule in Betrieb. In den letzten Kriegstagen gehörte sie zum Bereich des Sondergebietes Mürwik, in dem sich die letzte Reichsregierung unter Großadmiral Karl Dönitz befand. Nach der deutschen Kapitulation wurde die Anlage von britischen Truppen besetzt.
Aufgaben und Lehrgangsstruktur
Die Ausbildung umfasste die Konstruktion, Wirkungsweise und Wartung der verschiedenen Torpedotypen sowie deren Vorbereitung und Einsatz. Vermittelt wurden Kenntnisse über Antriebsarten, Tiefensteuerung, Zündsysteme sowie die Bedienung der Torpedorechner.
Ergänzend zur theoretischen Ausbildung fanden praktische Übungen auf Schulbooten sowie Torpedoschießen in den vorgesehenen Übungsgebieten statt. Dabei wurden insbesondere die Vorbereitung des Torpedos, die Berechnung der Schusswerte und das Zusammenwirken der einzelnen Besatzungsmitglieder geübt.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Für die U-Boot-Waffe hatte die Torpedoschule eine besondere Bedeutung. Hier wurden die Offiziere, Torpedomechaniker und Torpedogasten ausgebildet, die für Vorbereitung, Wartung und Einsatz der Torpedowaffe verantwortlich waren. Die enge Zusammenarbeit mit der Torpedoversuchsanstalt trug dazu bei, neue Erkenntnisse aus Erprobung und Fronteinsatz in die Ausbildung einfließen zu lassen. Dies galt insbesondere während der Torpedokrise der Jahre 1939 und 1940, als die Zuverlässigkeit der Torpedowaffe verbessert werden musste.
Art der Einrichtung
- Torpedoschule – Marinefachschule
- Flensburg-Mürwik – Marineausbildungsstandort
- Torpedoversuchsanstalt – Versuchs- und Erprobungsdienststelle
- Flensburger Förde – Übungsgebiet
Quellen im Bundesarchiv
BArch PERS 6:
Personalunterlagen von Marineoffizieren und -beamten. Je nach Einzelfall Nachweise über Lehrgänge, Verwendungen und Tätigkeiten an der Torpedoschule.
Literatur
Lohmann, Walter / Hildebrand, Hans H.:
Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. 3 Bände. Podzun Verlag, 1956.
Rössler, Eberhard: Die Torpedos der deutschen U-Boote. Mittler im Maximilian Verlag GmbH & Co. KG, 2005.
Busch, Rainer / Röll, Hans-Joachim: Der U-Boot-Krieg 1939–1945. Mittler Verlag, 1996.
Gröner, Erich: Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945. Bernard & Graefe Verlag, 1994.
Tessin, Georg: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS 1939–1945. Band 14. Biblio-Verlag, Osnabrück, 2002.
Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven
Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB
Alle Angaben ohne Gewähr
Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com