Ortungslehrgang: Unterschied zwischen den Versionen

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== Ortungslehrgang ==
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Der Ortungslehrgang war ein Fachlehrgang der Kriegsmarine zur Ausbildung von Offizieren und Spezialpersonal im Bereich der Schall- und Funkortung. Mit der zunehmenden technischen Entwicklung des Seekrieges gewann diese Ausbildung insbesondere während des Zweiten Weltkrieges erheblich an Bedeutung. Ziel war die sichere Bedienung der Ortungsgeräte sowie deren taktischer Einsatz an Bord von U-Booten und Überwassereinheiten.
Der Ortungslehrgang war ein Fachlehrgang der Kriegsmarine zur Ausbildung von Offizieren und Spezialpersonal im Bereich der Schall- und Funkortung. Mit der zunehmenden technischen Entwicklung des Seekrieges gewann diese Ausbildung insbesondere während des Zweiten Weltkrieges erheblich an Bedeutung. Ziel war die sichere Bedienung der Ortungsgeräte sowie deren taktischer Einsatz an Bord von U-Booten und Überwassereinheiten.


== Historischer Kontext und Organisation ==
== Historischer Kontext und Organisation ==
 
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Die Ausbildung erfolgte an Marinenachrichtenschulen, Versuchsdienststellen sowie weiteren Ausbildungseinrichtungen der Kriegsmarine. Ergänzend wurden praktische Lehrgänge bei den Unterseeboot-Lehrdivisionen durchgeführt.
Die Ausbildung erfolgte an Marinenachrichtenschulen, Versuchsdienststellen sowie weiteren Ausbildungseinrichtungen der Kriegsmarine. Ergänzend wurden praktische Lehrgänge bei den Unterseeboot-Lehrdivisionen durchgeführt.


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== Ausbildungsinhalte ==
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Zum Lehrprogramm gehörten insbesondere:
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== Relevanz für die U-Boot-Waffe ==
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Für die U-Boot-Waffe war die Ortungsausbildung von großer Bedeutung. Die sichere Auswertung akustischer und elektronischer Signale erleichterte das frühzeitige Erkennen feindlicher Schiffe und Flugzeuge und unterstützte den Kommandanten bei seinen taktischen Entscheidungen.
Für die U-Boot-Waffe war die Ortungsausbildung von großer Bedeutung. Die sichere Auswertung akustischer und elektronischer Signale erleichterte das frühzeitige Erkennen feindlicher Schiffe und Flugzeuge und unterstützte den Kommandanten bei seinen taktischen Entscheidungen.


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== Art der Einrichtung ==
== Art der Einrichtung ==
 
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* Ortungslehrgang – Fachlehrgang der Kriegsmarine
* Ortungslehrgang – Fachlehrgang der Kriegsmarine
* Marinenachrichtenschule – Marinefachschule
* Marinenachrichtenschule – Marinefachschule
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== Quellen im Bundesarchiv ==
== Quellen im Bundesarchiv ==
 
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BArch PERS 6:
BArch PERS 6:
Personalunterlagen von Marineoffizieren und -beamten. Je nach Einzelfall Nachweise über Fachlehrgänge, Verwendungen und Kommandierungen.
Personalunterlagen von Marineoffizieren und -beamten. Je nach Einzelfall Nachweise über Fachlehrgänge, Verwendungen und Kommandierungen.


== Literatur ==
== Literatur ==
 
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Trenkle, Fritz:
Trenkle, Fritz:
Die deutschen Funkpeil- und -Horch-Verfahren bis 1945. AEG-Telefunken 1982
Die deutschen Funkpeil- und -Horch-Verfahren bis 1945. AEG-Telefunken 1982

Aktuelle Version vom 5. August 2026, 13:45 Uhr

Ortungslehrgang


Der Ortungslehrgang war ein Fachlehrgang der Kriegsmarine zur Ausbildung von Offizieren und Spezialpersonal im Bereich der Schall- und Funkortung. Mit der zunehmenden technischen Entwicklung des Seekrieges gewann diese Ausbildung insbesondere während des Zweiten Weltkrieges erheblich an Bedeutung. Ziel war die sichere Bedienung der Ortungsgeräte sowie deren taktischer Einsatz an Bord von U-Booten und Überwassereinheiten.

Historischer Kontext und Organisation


Die Ausbildung erfolgte an Marinenachrichtenschulen, Versuchsdienststellen sowie weiteren Ausbildungseinrichtungen der Kriegsmarine. Ergänzend wurden praktische Lehrgänge bei den Unterseeboot-Lehrdivisionen durchgeführt.

Mit der Einführung neuer Ortungs- und Warnverfahren wurde der Lehrstoff kontinuierlich erweitert. Neben der Schallortung trat zunehmend die Ausbildung an Funkmess- und Radarwarnanlagen in den Vordergrund.

Ausbildungsinhalte


Zum Lehrprogramm gehörten insbesondere:

  • Grundlagen der Schallortung
  • Bedienung des Gruppenhorchgerätes (GHG)
  • Ausbildung am Kristallhorchgerät (KDB)
  • Grundlagen der Funkmesstechnik
  • Bedienung von Radarwarnempfängern
  • Zielerkennung und Zielauswertung
  • Zusammenarbeit zwischen Horch-, Funk- und Brückenpersonal
  • Taktischer Einsatz der Ortungsgeräte

Mit der Einführung neuer Geräte wie Metox, Naxos oder Hohentwiel wurden die Ausbildungsinhalte entsprechend ergänzt.

Relevanz für die U-Boot-Waffe


Für die U-Boot-Waffe war die Ortungsausbildung von großer Bedeutung. Die sichere Auswertung akustischer und elektronischer Signale erleichterte das frühzeitige Erkennen feindlicher Schiffe und Flugzeuge und unterstützte den Kommandanten bei seinen taktischen Entscheidungen.

Mit der zunehmenden alliierten Radarüberlegenheit gewann insbesondere die Ausbildung an Radarwarnempfängern und Horchgeräten eine immer größere Bedeutung für die Einsatzfähigkeit deutscher U-Boote.

Art der Einrichtung


  • Ortungslehrgang – Fachlehrgang der Kriegsmarine
  • Marinenachrichtenschule – Marinefachschule
  • Nachrichtenmittelversuchskommando – Versuchs- und Erprobungsdienststelle
  • U-Boot-Waffe – Waffengattung der Kriegsmarine

Quellen im Bundesarchiv


BArch PERS 6: Personalunterlagen von Marineoffizieren und -beamten. Je nach Einzelfall Nachweise über Fachlehrgänge, Verwendungen und Kommandierungen.

Literatur


Trenkle, Fritz: Die deutschen Funkpeil- und -Horch-Verfahren bis 1945. AEG-Telefunken 1982

Lohmann, Walter / Hildebrand, Hans H.: Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. 3 Bände. Podzun Verlag, 1956.

Rössler, Eberhard: Die deutschen U-Boote und ihre Werften. Bernard & Graefe Verlag.

Busch, Rainer / Röll, Hans-Joachim: Der U-Boot-Krieg 1939–1945. Mittler Verlag, 1996.

Gröner, Erich: Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945. Bernard & Graefe Verlag, 1994.

Tessin, Georg: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS 1939–1945. Band 14. Biblio-Verlag, Osnabrück, 2002.

Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB


Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com