U 209

Aus uboot Wiki
Version vom 28. April 2026, 08:16 Uhr von Wikiadmin (Diskussion | Beiträge) (Einsätze)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
U 208
   U 210

Kriegsmarine Unterseeboot U 209

Typ: VII C
Bauauftrag: 16.10.1939
Bauwerft: Friedrich Krupp Germaniawerft AG Kiel
Serie: U 201 - U 212
Baunummer: 638
Kiellegung: 28.11.1940
Stapellauf: 28.08.1941
Indienststellung: 11.10.1941
Kommandant: Heinrich Brodda
Feldpostnummer: M - 30 549

Kommandanten

11.10.1941 - 07.05.1943 Kapitänleutnant - Heinrich Brodda

Flottillen

11.10.1941 - 28.02.1942 6. U-Flottille, Danzig (Ausbildungsboot)
01.03.1942 - 30.06.1942 6. U-Flottille, St. Nazaire (Frontboot)
01.07.1942 - 28.02.1943 11. U-Flottille, Bergen (Frontboot)
01.03.1943 - 07.05.1943 1. U-Flottille, Brest (Frontboot)

Einsätze


Verlegungsfahrt

11.03.1942 - 11.03.1942: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Brunsbüttel

12.03.1942 - 12.03.1942: Ausgelaufen von Brunsbüttel - Eingelaufen in Helgoland


Am 11.03.1942 lief U 209 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Heinrich Brodda von Kiel aus. Das Boot verlegte zusammen mit U 376, U 378 und U 555 durch den Kaiser-Wilhelm-Kanal sowie über Brunsbüttel nach Helgoland. Dort wurden in der Zeit vom 13.03.1942 bis zum 15.03.1942 umfangreiche Maschinenerprobungen durchgeführt.



1. Unternehmung

15.03.1942 - 01.04.1942: Ausgelaufen von Helgoland - Eingelaufen in Kirkenes


Am 15.03.1942 lief U 209 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Heinrich Brodda von Helgoland zu seiner 1. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordmeer. Es gehörte auf dieser Unternehmung zu den U-Boot-Gruppen Ziethen und Eiswolf. Während dieser insgesamt 18 Tage dauernden Fahrt wurden 2.567 sm über und 179,8 sm unter Wasser zurückgelegt. Auf dieser Unternehmung wurden keine Schiffe versenkt oder beschädigt. Am 01.04.1942 lief U 209 in Kirkenes ein.

Original Kriegstagebuch U 209 - 1. Unternehmung



2. Unternehmung

07.04.1942 - 20.04.1942: Ausgelaufen von Kirkenes - Eingelaufen in Bergen


Am 07.04.1942 lief U 209 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Heinrich Brodda von Kirkenes zu seiner 2. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordmeer. Es gehörte auf dieser Unternehmung zu den U-Boot-Gruppen Robbenschlag und Blutrausch. Während dieser insgesamt 14 Tage dauernden Fahrt wurden 2.395 sm über und 53,2 sm unter Wasser zurückgelegt. Auf dieser Unternehmung wurden keine Schiffe versenkt oder beschädigt. Am 20.04.1942 lief U 209 in Bergen ein.

Original Kriegstagebuch U 209 - 2. Unternehmung



3. Unternehmung

16.05.1942 - 02.06.1942: Ausgelaufen von Bergen - Eingelaufen in Narvik

02.06.1942 - 03.06.1942: Ausgelaufen von Narvik - Eingelaufen in den Skjomenfjord

04.06.1942 - 07.06.1942: Ausgelaufen aus dem Skjomenfjord - Eingelaufen in Bergen


Am 16.05.1942 lief U 209 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Heinrich Brodda von Bergen zu seiner 3. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordmeer. Es gehörte auf dieser Unternehmung zu der U-Boot-Gruppe Greif. Während dieser insgesamt 23 Tage dauernden Fahrt wurden zirka 4.200 sm über und 109 sm unter Wasser zurückgelegt. Auf dieser Unternehmung wurden keine Schiffe versenkt oder beschädigt. Der Rückmarsch führte über Narvik und den Skjomenfjord nach Bergen, wo das Boot am 07.06.1942 einlief.

Original Kriegstagebuch U 209 - 3. Unternehmung



4. Unternehmung

17.07.1942 - 28.07.1942: Ausgelaufen von Bergen - Eingelaufen in Kirkenes


Am 17.07.1942 lief U 209 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Heinrich Brodda von Bergen zu seiner 4. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordmeer sowie nördlich der Bäreninsel. Während dieser insgesamt 12 Tage dauernden Fahrt wurden 2.330,6 sm über und 26,5 sm unter Wasser zurückgelegt. Auf dieser Unternehmung wurden keine Schiffe versenkt oder beschädigt. Am 28.07.1942 lief U 209 in Kirkenes ein.

Original Kriegstagebuch U 209 - 4. Unternehmung



5. Unternehmung

04.08.1942 - 04.08.1942: Ausgelaufen aus dem Storbukfjord - Eingelaufen in Kirkenes

05.08.1942 - 01.09.1942: Ausgelaufen von Kirkenes - Eingelaufen in Narvik

01.09.1942 - 01.09.1942: Ausgelaufen von Narvik - Eingelaufen in den Skjomenfjord


Am 04.08.1942 lief U 209 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Heinrich Brodda vom Storbukfjord zu seiner 5. Unternehmung aus. Nach einem kurzen Zwischenstopp in Kirkenes operierte das Boot im Eismeer, in der Kara-Straße, der Jugor-Straße sowie vor Nowaja Semlja. Während dieser insgesamt 29 Tage dauernden Fahrt wurden 4.737,7 sm über und 108,3 sm unter Wasser zurückgelegt. Im Verlauf der Operationen gelang die Versenkung eines Schleppers mit 136 ts sowie von zwei Leichtern mit insgesamt 1.000 ts und die Beschädigung eines weiteren Schleppers mit 220 ts. Am 01.09.1942 lief U 209 in den Skjomenfjord ein. → Erfolge U 209

Original Kriegstagebuch U 209 - 5. Unternehmung



Verlegungsfahrt

03.09.1942 - 03.09.1942: Ausgelaufen aus dem Skjomenfjord - Eingelaufen in Narvik

03.09.1942 - 06.09.1942: Ausgelaufen von Narvik - Eingelaufen in Bergen


Am 03.09.1942 lief U 209 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Heinrich Brodda aus dem Skjomenfjord aus. Das Boot verlegte über Narvik nach Bergen zur Durchführung von Überholungsarbeiten in der Laksevaag-Werft, wo es am 06.09.1942 nach 4 Tagen einlief.



Verlegungsfahrt

12.10.1942 - 15.10.1942: Ausgelaufen von Bergen - Eingelaufen in Narvik


Am 12.10.1942 lief U 209 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Heinrich Brodda von Bergen aus. Das Boot verlegte zusammen mit U 622 nach Narvik, wo es am 15.10.1942 nach 4 Tagen einlief.



6. Unternehmung

29.10.1942 - 29.10.1942: Ausgelaufen aus dem Skjomenfjord - Eingelaufen in Harstad

30.10.1942 - 30.10.1942: Ausgelaufen von Harstad - Eingelaufen in den Skjomenfjord

07.11.1942 - 07.11.1942: Ausgelaufen aus dem Skjomenfjord - Eingelaufen in Narvik

07.11.1942 - 09.12.1942: Ausgelaufen von Narvik - Eingelaufen in Harstad

09.12.1942 - 10.12.1942: Ausgelaufen von Harstad - Eingelaufen in Narvik

10.12.1942 - 10.12.1942: Ausgelaufen von Narvik - Eingelaufen in den Skjomenfjord


Am 29.10.1942 lief U 209 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Heinrich Brodda aus dem Skjomenfjord zu seiner 6. Unternehmung aus. Die Fahrt musste aufgrund technischer Mängel mehrfach unterbrochen werden, weshalb das Boot zur Instandsetzung einer Abgasklappe in Harstad sowie zur Reparatur der Einschleifvorrichtung in den Skjomenfjord einlief. Nach einer weiteren Brennstoffergänzung am 07.11.1942 in Narvik operierte das Boot im Nordmeer, im Seegebiet südlich von Spitzbergen sowie vor Jan Mayen. Es gehörte auf dieser Unternehmung zu der U-Boot-Gruppe Boreas. Während dieser insgesamt 43 Tage dauernden Fahrt wurden zirka 4.200 sm über und 72,4 sm unter Wasser zurückgelegt. Auf dieser Unternehmung wurden keine Schiffe versenkt oder beschädigt. Der Rückmarsch erfolgte über Harstad zur Aufnahme eines Lotsen sowie über Narvik zur Berichterstattung zurück zum Skjomenfjord, wo das Boot am 10.12.1942 einlief.

Original Kriegstagebuch U 209 - 6. Unternehmung



Verlegungsfahrt

13.12.1942 - 15.12.1942: Ausgelaufen von Narvik - Eingelaufen in Bergen

19.12.1942 - 19.12.1942: Ausgelaufen von Bergen - Eingelaufen in Stavanger

20.12.1942 - 20.12.1942: Ausgelaufen von Stavanger - Eingelaufen in Egersund

21.12.1942 - 21.12.1942: Ausgelaufen von Egersund - Eingelaufen in Marviken

21.12.1942 - 24.12.1942: Ausgelaufen von Marviken - Eingelaufen in Kiel


Am 13.12.1942 lief U 209 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Heinrich Brodda von Narvik aus. Das Boot verlegte zur Durchführung einer großen Instandsetzung nach Kiel, wobei der Marsch über Bergen zur Torpedoabgabe sowie über Stavanger, Egersund und Marviken führte, wo es am 24.12.1942 nach 12 Tagen einlief.



Verlegungsfahrt

15.03.1943 - 16.03.1943: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Danzig

23.03.1943 - 25.03.1943: Ausgelaufen von Danzig - Eingelaufen in Kiel


Am 15.03.1943 lief U 209 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Heinrich Brodda von Kiel aus. Das Boot verlegte zur 25. U-Flottille nach Danzig zur Durchführung eines Torpedoschießens sowie nach Abschluss der Übungen unmittelbar zurück nach Kiel zur Durchführung abschließender Rest- und Reparaturarbeiten bei der Deutsche Werke AG Kiel, wo es am 25.03.1943 nach 11 Tagen einlief.



7. Unternehmung

06.04.1943 - 06.05.1943: Ausgelaufen von Kiel - Boot verschollen


Am 06.04.1943 lief U 209 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Heinrich Brodda von Kiel zu seiner 7. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik, südlich von Island sowie südöstlich von Grönland. Es gehörte auf dieser Unternehmung zu den U-Boot-Gruppen Meise, Star und Fink. Während dieser insgesamt 32 Tage dauernden Fahrt wurden keine Schiffe versenkt oder beschädigt. Das Boot kehrte nicht in den Stützpunkt zurück; U 209 gilt seit dem 07.05.1943 im Nordatlantik aus unbekannter Ursache als verschollen.

Original Kriegstagebuch U 209 - 7. Unternehmung (B.d.U. op.)


Verbleib

Datum: 07.05.1943
Letzter Kommandant: Heinrich Brodda
Ort: Nordatlantik
Position: (52° 00' Nord - 38° 00' West)
Planquadrat: (AK 7576)
Verlust durch: Unbekannt
Tote: 46
Überlebende: 0
Besatzung: Besatzungsliste U 209

Verbleib im Detail


U 209 ist seit dem 06.05.1943 im Nordatlantik östlich von Neufundland verschollen.


  • Die ursprüngliche Nachkriegsbewertung der Versenkung wurde von Axel Nistlé im Mai 1990 und dem FDS/NHB im Oktober 1991 geändert. Der Angriff der Fregatte HMS Jed (K.235) (Lt.Comdr. Ronald-Clifford Freaker) und der Sloop HMS Sennen (Y.21) (Lt.Comdr. Frederick Harold Thornton), am 19.05.1943 auf der Position 54° 54' Nord - 34° 19' West, der früher für die Zerstörung von U 209 verantwortlich gemacht wurde, war in Wirklichkeit für die Zerstörung von U 954 verantwortlich. U 209 meldete sich zuletzt am 06.05.1943 über U 954 von der ungefähren Position 55°Nord - 42°West wegen erheblicher Beschädigung und Ausfall des Senders durch einen Luftangriff, der höchstwahrscheinlich von der Canso W (Barry-Haig Moffit) der RCAF Squadron 5 am 04.05.1943 auf der Position 56° 38' Nord - 42° 32' West durchgeführt wurde. Als das Schiff nicht nach Brest, Frankreich, zurückkehrte oder seine Position meldete, wurde es mit Wirkung vom 19.05.1943 als vermisst gemeldet. Eine Erklärung für den Verlust ist derzeit nicht bekannt. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass U 209 bereits am oder um den 07.05.1943 durch einen U-Boot-Unfall infolge der bei dem vorangegangenen Luftangriff erlittenen Beschädigungen verloren ging. (Dr. Axel Niestlé S. 216).



Quellen & Literatur


Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 38

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997- S. 49, 194.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 91.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag 2008 - S. 149, 150.

Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 46, 216, 246.

Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 – 1945 - KTB U 171 - U 222" - Eigenverlag - S. 269 – 276.

Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 43.



Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com

U 208
   U 210