U 356

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Kriegsmarine Unterseeboot U 356

Typ: VII C
Bauauftrag: 26.10.1939
Bauwerft: Flensburger Schiffbau-Gesellschaft Flensburg
Baunummer: 475
Serie: U 351 - U 370
Kiellegung: 11.05.1940
Stapellauf: 17.09.1941
Indienststellung: 20.12.1941
Kommandant: Georg Wallas
Feldpostnummer: M - 47 956

Kommandanten

20.12.1941 - 02.12.1942 Kapitänleutnant Georg Wallas
03.12.1942 - 27.12.1942 Oberleutnant zur See Günther Ruppelt

Flottillen

20.12.1941 - 00.09.1942 6. U-Flottille, Danzig (Ausbildungsboot)
00.09.1942 - 27.12.1942 6. U-Flottille, St. Nazaire (Frontboot)

Einsätze


1. Unternehmung

03.09.1942 -04.09.1942: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Kristiansand

05.09.1942 - 04.11.1942: Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in St. Nazaire


Am 03.09.1942 lief U 356 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Georg Wallas von Kiel zu seiner 1. Unternehmung aus. Nach dem Marsch über die Ostsee sowie der Ergänzung von Brennstoff und Wasser in Kristiansand, operierte das Boot im Nordatlantik und östlich der Neufundlandbank. Zur Verlängerung der Einsatzdauer wurde U 356 am 02.10.1942 von U 116 mit 74,1 m³ Brennstoff, am 03.10.1942 von U 116 mit 1.500 kg Proviant sowie am 24.10.1942 von U 463 mit weiteren 26 m³ Brennstoff versorgt. Das Boot gehörte auf dieser Unternehmung zu den U-Boot-Gruppen Pfeil, Blitz, Tiger und Wotan. Während dieser insgesamt 63 Tage dauernden Fahrt wurden 8.787,9 sm über und 574,3 sm unter Wasser zurückgelegt. Im Verlauf der Operationen gelangen keine Versenkungen oder Beschädigungen von Schiffen. Am 04.11.1942 lief U 356 in St. Nazaire ein.

Original Kriegstagebuch U 356 - 1. Unternehmung



2. Unternehmung

05.12.1942 - 27.12.1942: Ausgelaufen von St. Nazaire - Verlust des Bootes


Am 05.12.1942 lief U 356 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Günther Ruppelt von St. Nazaire zu seiner 2. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik, westlich von Irland und nördlich der Azorischen Inseln. Das Boot gehörte auf dieser Unternehmung zu den U-Boot-Gruppen Raufbold und Spitz. Während dieser insgesamt 23 Tage dauernden Fahrt gelang im Verlauf der Operationen die Versenkung von 3 Schiffen mit 13.649 BRT sowie die Beschädigung eines weiteren Schiffes mit 7.051 BRT. Nach 23 Tagen wurde U 356 durch kanadische Kriegsschiffe versenkt. → Erfolge U 356.

Original Kriegstagebuch U 356 - 2. Unternehmung (B.d.U. op.)


Verbleib

Datum: 27.12.1942
Letzter Kommandant: Günther Ruppelt
Ort: Nordatlantik
Position: 45° 30' Nord - 25° 40' West
Planquadrat: BD 9322
Verlust durch: Wasserbomben
Tote: 46
Überlebende: 0
Besatzung: Besatzungsliste U 356

Verbleib im Detail


Am 27.12.1942 wurde U 356 im Nordatlantik nördlich der Azorischen Inseln durch Wasserbomben des kanadischen Zerstörers HMCS St. Laurent (H.83) unter Lieutenant Commander Guy-Stanley Windeyer sowie der kanadischen Korvetten HMCS Chilliwack (K.131) unter Lieutenant Commander Leslie-Lewendon Foxall, HMCS Battleford (K.165) unter Lieutenant Frederick-Allan Beck und HMCS Napanee (K.118) unter Lieutenant Stuart Henderson versenkt.


Zitate aus der Literatur


Clay Blair schreibt dazu:

Dönitz befahl den Gruppen Spitz und Ungestüm, insgesamt rund zwanzig Booten, den Geleitzug anzugreifen. Graef in U 664 hielt hartnäckig Fühlung und führte drei VII-Boote heran: U 356, U 441 und U 662. In den frühen Morgenstunden des 27. Dezember begann Günther Ruppelt in U 356 den Angriff. Er zielte gut, hatte die Überraschung auf seiner Seite und versenkte drei britische Frachter mit 13.649 BRT und beschädigte außerdem einen holländischen Frachter mit 7.051 BRT, den Klaus Hartmann in U 441 später am selben Tag versenkte. Windemeyer auf der St. Laurent und einige Korvetten gingen zum Gegenangriff über, eine von ihnen versenkte unwissentlich Günther Ruppelt in U 353 mit der gesamten Besatzung. Als die Versenkung nach dem Krieg in deutschen Dokumenten entdeckt wurde, schrieb die Admiralität die Versenkung den Kanadiern zu: dem Zerstörer St. Laurent und den drei Korvetten Battleford, Chilliwack und Napanee.

Aus Clay Blair - Band 2 - Die Gejagten - S. 176.


Quellen & Literatur


Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB

Clay Blair: "Der U-Boot-Krieg - Die Gejagten 1942 - 1945" - Heyne Verlag 1999 - S. 176.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 199, 249

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 65, 255.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 73.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag 2008 - S. 175, 176.

Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 56, 266, 270, 272, 281.

Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 301 - U 374" - Eigenverlag - S. 243 - 246.

Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 237.



Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com

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