Belchen
Nationalität & Bau
| Nationalität: | Schweden / Deutsches Reich | |
| Schiffstyp: | Motortankschiff | |
| Ex-Name: | Sysla | |
| Bauwerft: | Aktiebolag Götaverken Göteborg / Schweden | |
| Kiellegung: | - | |
| Stapellauf: | 23.04.1932 | |
| Indienststellung: | 00.04.1932 | |
| Verlust: | 03.06.1941 | |
| Verlustort: | Davisstraße zwischen Grönland und Kanada | |
| Position: | 59° 05' Nord - 53° 05' West |
Schiffsmaße
| Tonnage: | 6.367 BRT (9.670 t DWT) |
| Länge: | 124,40 m |
| Breite: | 16,90 m |
| Tiefgang: | 9,80 m |
| Besatzungsstärke: | - |
Maschine
| Maschine: | 2 x 6-Zylinder-Dieselmotoren von Burmeister & Wain |
| Leistung: | 2.325 PS |
| Höchstgeschwindigkeit: | 12 kn (22,22 km/h) |
Einsatzgeschichte
Nach der Beschlagnahmung des norwegischen Tankers Sysla im April 1940 wurde das Schiff unter dem Namen Belchen als Etappentanker der Kriegsmarine unterstellt und im Nordatlantik zur Versorgung von U-Booten sowie Überwasserstreitkräften eingesetzt; während des Unternehmens Rheinübung im Mai 1941 beölte es erfolgreich mehrere U-Boote, bevor es am 3. Juni 1941 in der Davisstraße von den britischen Kreuzern HMS Kenya und HMS Aurora entdeckt und durch Artilleriebeschuss versenkt wurde.
- Am 25.05.1941 versorgte die Belchen U 111 mit 99 m³ Brennstoff, Schmieröl und Proviant.
- Am 03.06.1941 versorgte die Belchen U 93 mit Brennstoff.
Bei der Versenkung kamen 5 Besatzungsmitglieder ums Leben. Das U-Boot U 93, das zum Zeitpunkt des Angriffs gerade von der Belchen mit Treibstoff versorgt wurde, konnte 49 Männer der Besatzung aus dem Wasser retten. Da ein U-Boot nur sehr begrenzt Platz bietet, war die Aufnahme von fast 50 zusätzlichen Personen eine enorme logistische Herausforderung. Die Überlebenden mussten die restliche Fahrt unter extrem beengten Verhältnissen an Bord von U 93 verbringen, bis sie schließlich am 10.06.1941 in den Hafen von St. Nazaire in Frankreich einliefen
Literatur
Roger W. Jordan: "The Worlds Merchant Fleets 1939" - US-Naval Inst.PR Verlag 1998 - S. 337 (als Sysla).
Jung / Maass / Wenzel: „Tanker und Versorger der deutschen Flotte 1900–1980“ - Motorbuch Verlag 1981.
Alle Angaben ohne Gewähr
Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com