U 486

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U 485
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Kriegsmarine Unterseeboot U 486

Typ: VII C
Bauauftrag: 05.06.1941
Bauwerft: Deutsche Werke AG Kiel
Serie: U 465 - U 486
Baunummer: 321
Kiellegung: 08.05.1943
Stapellauf: 12.02.1944
Indienststellung: 22.03.1944
Kommandant: Gerhard Meyer
Feldpostnummer: M - 50 011

Kommandanten

22.03.1944 - 12.04.1945 Oberleutnant zur See Gerhard Meyer

Flottillen

22.03.1944 - 31.10.1944 5. U-Flottille, Kiel (Ausbildungsboot)
01.11.1944 - 12.04.1945 11. U-Flottille, Bergen (Frontboot)

Einsätze


Verlegungsfahrt

07.11.1944 - 09.11.1944: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Horten


Am 07.11.1944 lief U 486 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Gerhard Meyer von Kiel aus. Das Boot verlegte nach Horten. Nach einer Gesamtdauer von 3 Tagen lief das Boot am 09.11.1944 in Horten ein. Dort führte das Boot Tauch- und Schnorchelübungen im Oslofjord durch.



Verlegungsfahrt

17.11.1944 - 19.11.1944: Ausgelaufen von Horten - Eingelaufen in Kristiansand

20.11.1944 - 20.11.1944: Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Egersund

26.11.1944 - 27.11.1944: Ausgelaufen von Egersund - Eingelaufen in Bergen


Am 17.11.1944 lief U 486 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Gerhard Meyer von Horten aus. Das Boot verlegte über Kristiansand, wo Ergänzungen stattfanden, und Egersund, wo es in Bereitschaft lag, nach Bergen. Nach einer Gesamtdauer von 11 Tagen lief das Boot am 27.11.1944 in Bergen ein.



1. Unternehmung

28.11.1944 - 15.01.1945: Ausgelaufen von Bergen - Eingelaufen in Bergen


Am 28.11.1944 lief U 486 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Gerhard Meyer von Bergen zu seiner 1. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik, bei den Orkney-Inseln, im Nordkanal und im Ärmelkanal. Nach einer Gesamtdauer von 49 Tagen lief das Boot am 15.01.1945 wieder in Bergen ein. U 486 konnte auf dieser Unternehmung zwei Schiffe mit 17.651 BRT sowie eine Fregatte mit 1.085 ts versenken und eine weitere Fregatte mit 1.085 ts beschädigen. → Erfolge U 486

Original Kriegstagebuch U 486 - 1. Unternehmung



2. Unternehmung

09.04.1945 - 12.04.1945: Ausgelaufen von Bergen - Verlust des Bootes


Am 09.04.1945 lief U 486 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Gerhard Meyer von Bergen zu seiner 2. und letzten Unternehmung aus. Das Boot befand sich noch auf dem Ausmarsch, als es aufgrund von Schnorchelproblemen zur Umkehr nach Bergen gezwungen war. Im Verlauf der Unternehmung gelangen keine Versenkungen oder Beschädigungen von Schiffen. Auf dem Rückmarsch wurde U 486 am 12.04.1945 nordwestlich von Bergen von einem britischen U-Boot versenkt.

Original Kriegstagebuch U 496 - 2. Unternehmung (B.d.U. op.)


Verbleib

Datum: 12.04.1945
Letzter Kommandant: Gerhard Meyer
Ort: Nordsee
Position: 60° 44' Nord - 04° 39' Ost
Planquadrat: AN 2416
Verlust durch: Torpedo
Tote: 48
Überlebende: 0
Besatzung: Besatzungsliste U 486

Verbleib im Detail


Am 12.04.1945 wurde U 486 in der Nordsee nordwestlich von Bergen durch Torpedos des britischen U-Bootes HMS Tapir (P.335) unter Lieutenant John-Charles-Young Roxburgh versenkt.


Zitate aus der Literatur


Busch/Röll schreiben dazu:

Am 12.04.45 um 07:57 h im Nordmeer nordwestlich von Bergen durch einen Torpedo des britischen U-Bootes TAPIR (Lt. J.C. Roxbourgh) vernichtet. TAPIR schoß einen Fächer von acht Mk-VII-Torpedos nur vier Minuten nach der Sichtung von U 486. Ein Torpedo traf das U-Boot mittschiffs. Eine Rauchsäule wuchs etwa 200 Meter in den Himmel. Sprengteile schleuderten durch die Luft. Dann traf ein weiterer Torpedo das Boot, das danach verschwunden war. Ein Torpedo explodierte an der Felsenküste der Insel Hellisöy, keine 200 m vom Leuchtturm entfernt.

Aus Busch/Röll - Die deutschen U-Bootverluste - S. 337 - 338.



Clay Blair schreibt dazu:

Am 7. April lief von Bergen U 486 unter Gerhard Meyer zu einer weiteren Feindfahrt in Richtung Ärmelkanal aus. Das Boot hatte bei der ersten Feindfahrt im Dezember den Truppentransporter Leopoldville, einen großen britischen Frachter versenkt und zwei britische Geleitzerstörer (die HMS Capel (K.479) und HMS Affleck (K.462)) versenkt bzw. beschädigt. Vier Tage nach dem Auslaufen konnte der Schnorchel auf Grund eines Defekts nicht mehr eingesetzt werden, und Meyer brach die Fahrt ab.

Zu diesem Zeitpunkt patrouillierte das große britische U-Boot Tapir vor Norwegen. Das neue Boot unterstand John C.Y. Roxbourgh, der im Mittelmeer zuvor das U-Boot United geführt hatte. In den frühen Morgenstunden des 12. April spürte die Tapir das nach Bergen einlaufende U 486 auf, das aufgetaucht fuhr. Roxbourgh schoß einen vollen Fächer aus seinen acht Bugtorpedorohren ab. Einer oder mehrere Torpedos trafen und rissen das deutsche U-Boot in Stücke. Die gesamte Besatzung kam ums Leben.

Aus Clay Blair - Band 2 - Die Gejagten - S. 782.


Quellen & Literatur


Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher bei Amazon oder ZVAB

Clay Blair: "Der U-Boot-Krieg - Die Gejagten 1942 - 1945" - Heyne Verlag 1999 - S. 782.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 160.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 148, 190.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 337 - 338.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag 2008 - S. 212.

Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 67, 278.

Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 436 - U 500" - Eigenverlag - S. 327 - 328.

Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 25.



Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com

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