U 572

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Kriegsmarine Unterseeboot U 572

Typ: VII C
Bauauftrag: 24.10.1939
Bauwerft: Blohm & Voss Hamburg
Serie: U 551 - U 650
Baunummer: 548
Kiellegung: 15.06.1940
Stapellauf: 05.04.1941
Indienststellung: 29.05.1941
Kommandant: Heinz Hirsacker
Feldpostnummer: M - 42 493

Kommandanten

29.05.1941 - 18.12.1942 Kapitänleutnant - Heinz Hirsacker
18.12.1942 - 03.08.1943 Oberleutnant zur See - Heinz Kummetat

Flottillen

29.05.1943 - 00.08.1941 3. U-Flottille, Kiel (Ausbildungsboot)
00.08.1941 - 03.08.1943 3. U-Flottille, La Pallice (Frontboot)

Einsätze


1. Unternehmung

02.09.1941 - 02.10.1941: Ausgelaufen von Drontheim - Eingelaufen in Lorient


Am 02.09.1941 lief U 572 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Heinz Hirsacker von Drontheim zu seiner 1. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik, südwestlich Island und südöstlich Kap Farewell, dabei gehörte es zu der U-Boot-Gruppe Brandenburg. Nach einer Gesamtdauer von 31 Tagen und einer zurückgelegten Strecke von zirka 5.900 sm lief das Boot am 02.10.1941 in Lorient ein. Im Verlauf der Unternehmung gelangen keine Versenkungen oder Beschädigungen von Schiffen.

Original Kriegstagebuch U 572 - 1. Unternehmung



2. Unternehmung

30.10.1941 - 29.11.1941: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Brest


Am 30.10.1941 lief U 572 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Heinz Hirsacker von Lorient zu seiner 2. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik, östlich der Neufundlandbank und westlich Spanien, dabei gehörte es zu den U-Boot-Gruppen Störtebecker und Goedecke. Nach einer Gesamtdauer von 31 Tagen und einer zurückgelegten Strecke von zirka 4.900 sm lief das Boot am 29.11.1941 in Brest ein. Im Verlauf der Unternehmung gelangen keine Versenkungen oder Beschädigungen von Schiffen.

Original Kriegstagebuch U 572 - 2. Unternehmung



3. Unternehmung

07.01.1942 - 10.02.1942: Ausgelaufen von Brest - Eingelaufen in Brest


Am 07.01.1942 lief U 572 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Heinz Hirsacker von Brest zu seiner 3. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik, zwischen Gibraltar und den Azorischen Inseln. Es sollte eigentlich durch die Straße von Gibraltar in das Mittelmeer marschieren, brach die Aktion jedoch ab. Nach einer Gesamtdauer von 35 Tagen und einer zurückgelegten Strecke von zirka 5.700 sm lief das Boot am 10.02.1942 wieder in Brest ein. Im Verlauf der Unternehmung gelangen keine Versenkungen oder Beschädigungen von Schiffen.

Original Kriegstagebuch U 572 - 3. Unternehmung



4. Unternehmung

14.03.1942 - 14.05.1942: Ausgelaufen von Brest - Eingelaufen in La Pallice


Am 14.03.1942 lief U 572 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Heinz Hirsacker von Brest zu seiner 4. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik und vor der Ostküste der USA. Nach einer Gesamtdauer von 62 Tagen und einer zurückgelegten Strecke von zirka 8.800 sm lief das Boot am 14.05.1942 in La Pallice ein. Im Verlauf der Unternehmung gelang die Versenkung von 2 Schiffen mit 9.532 BRT und die Beschädigung von 1 Schiff mit 6.207 BRT → Erfolge U 572.

Original Kriegstagebuch U 572 - 4. Unternehmung



5. Unternehmung

30.06.1942 - 03.09.1942: Ausgelaufen von La Pallice - Eingelaufen in La Pallice


Am 30.06.1942 lief U 572 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Heinz Hirsacker von La Pallice zu seiner 5. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Mittelatlantik, vor Freetown, dabei gehörte es zu der U-Boot-Gruppe Hai. Am 02.08.1942 wurde es von U 116 mit 50 m³ Brennstoff und 3 Wochen Proviant versorgt. Nach einer Gesamtdauer von 66 Tagen und einer zurückgelegten Strecke von zirka 10.850 sm lief das Boot am 03.09.1942 wieder in La Pallice ein. Im Verlauf der Unternehmung gelang die Versenkung von 1 Schiff mit 5.281 BRT → Erfolge U 672.

Original Kriegstagebuch U 572 - 5. Unternehmung



6. Unternehmung

12.10.1942 - 22.11.1942: Ausgelaufen von La Pallice - Eingelaufen in La Pallice


Am 12.10.1942 lief U 572 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Heinz Hirsacker von La Pallice zu seiner 6. Unternehmung aus. Das Boot operierte, bei der alliierten Landung in Nordafrika, im Mittelatlantik und vor Marokko, dabei gehörte es zu den U-Boot-Gruppen Streitaxt und Schlagetot. Nach einer Gesamtdauer von 42 Tagen lief das Boot am 22.11.1942 wieder in La Pallice ein. Im Verlauf der Unternehmung gelangen keine Versenkungen oder Beschädigungen von Schiffen.

Original Kriegstagebuch U 572 - 6. Unternehmung



7. Unternehmung

23.12.1942 - 11.02.1943: Ausgelaufen von La Pallice - Eingelaufen in La Pallice


Am 23.12.1942 lief U 572 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Heinz Kummetat von La Pallice zu seiner 7. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik, westlich Irland sowie in der westlichen Biskaya, dabei gehörte es zu den U-Boot-Gruppen Falke, Landsknecht und Hartherz. Nach einer Gesamtdauer von 51 Tagen und einer zurückgelegten Strecke von 6.459 sm über und 422 sm unter Wasser lief das Boot am 11.02.1943 wieder in La Pallice ein. Im Verlauf der Unternehmung gelangen keine Versenkungen oder Beschädigungen von Schiffen.

Original Kriegstagebuch U 572 - 7. Unternehmung



8. Unternehmung

10.03.1943 - 18.04.1943: Ausgelaufen von La Pallice - Eingelaufen in La Pallice


Am 10.03.1943 lief U 572 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Heinz Kummetat von La Pallice zu seiner 8. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik, südlich Island und südöstlich Grönland, dabei gehörte es zu den U-Boot-Gruppen Seeteufel und Löwenherz. Nach einer Gesamtdauer von 40 Tagen und einer zurückgelegten Strecke von 5.693 sm über und 380 sm unter Wasser lief das Boot am 18.04.1943 wieder in La Pallice ein. Im Verlauf der Unternehmung gelangen keine Versenkungen oder Beschädigungen von Schiffen.

Original Kriegstagebuch U 572 - 8. Unternehmung



9. Unternehmung

02.06.1943 - 03.08.1943: Ausgelaufen von La Pallice - Verlust des Bootes


Am 02.06.1943 lief U 572 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Heinz Kummetat von La Pallice zu seiner 9. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Mittelatlantik, nordöstlich der Insel Trinidad. Am 15.06.1943 wurde es von U 530 mit 30 m³ Brennstoff und 14 Tagen Proviant versorgt. U 572 konnte auf dieser Unternehmung 1 Flugzeug (Martin PBM Mariner P-6 der US-Navy Squadron VP-205) abschießen. Nach einer Gesamtdauer von 63 Tagen wurde U 572 von eben diesem abgeschossenen amerikanischen Flugzeug versenkt. Im Verlauf der Unternehmung gelang die Versenkung von 3 Schiffen mit 4.510 BRT. → Erfolge U 572.

Original Kriegstagebuch U 572 - 9. Unternehmung (B.d.U. op.)


Verbleib

Datum: 03.08.1943
Letzter Kommandant: Heinz Kummetat
Ort: Mittelatlantik
Position: 11° 35' Nord - 54° 05' West
Planquadrat: EE 9574
Verlust durch: Wasserbomben
Tote: 47
Überlebende: 0
Besatzung: Besatzungsliste U 572

Verbleib im Detail


Am 03.08.1943 wurde U 572 im Mittelatlantik südöstlich von Bridgetown (Barbados) durch Wasserbomben der Martin PBM Mariner P-6 unter Lieutenant junior grade Clifford-C. Cox der US-Navy Squadron VP-205 versenkt.


Zitate aus der Literatur


Busch/Röll schreiben dazu:

Am 03.08.43 im Westatlantik nordöstlich Trinidad, nördlich Holländisch-Guinea durch eine Mariner P-6 der US-Navy Squadron VP-205 im Nachtangriff vernichtet.

Aus Busch/Röll - Die deutschen U-Bootverluste - S. 130.



Clay Blair schreibt dazu:

[...] kamen zwei andere außerhalb aufgestellte Boote, die ebenfalls von Trinidad nach Französisch-Guyana patrouillierten, mit alliierten Flugzeugen in Feindkontakt: U 406 unter Horst Dieterichs, 31 Jahre alt, und das alte U 653 unter Gerhard Feiler, 33 Jahre alt. Beide Boote verbrauchten bei diesen Auseinandersetzungen einen großen Teil ihrer Munition. Dieterichs erbat deshalb ein Treffen mit Kummetat in U 572 weiter im Norden, um Munition und Waffenfett zu übernehmen.

Die Alliierten erfuhren über nachrichtendienstliche Quellen von diesem Plan. Am 3. August erschien eine von Clifford C. Cox geflogene PBM-3 Mariner der US Navy Squadron VP 205 an den Treffpunkt und griff ein U-Boot an, zweifellos Kummetat in U 572. Offensichtlich versenkte Cox U 571, und Kummetat schoß die Mariner ab, weil von beiden nie wieder etwas gehört wurde. Dieterichs in U 406 meldete der Führung am 5. August, daß U 572 nicht eingetroffen sei. Als U 572 auf wiederholte Aufforderungen nicht antwortete, ging die Führung ganz richtig davon aus, daß das Boot verlorengegangen war. Wegen des Absturzes der Mariner bleibt der Verlust ein wenig mysteriös, und die letzten Stunden von U 572 werden im Dunkel der Geschichte bleiben.

Aus Clay Blair - Band 2 - Die Gejagten - S. 438.


Quellen & Literatur


Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB

Clay Blair Der U-Boot-Krieg - Die Gejagten 1942 - 1945" - Heyne Verlag 1999 - S. 438.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 103, 136.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 46, 223.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 130.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag 2008 - S. 248.

Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 69, 269.

Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 561 - U 599" - Eigenverlag - S. 154 - 167.

Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 137.


Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com

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