U 645

Aus uboot Wiki
Version vom 29. Mai 2026, 10:24 Uhr von Wikiadmin (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: „{{Navi-U-Boot|U 644|U 646}} <div style="border: 1px solid #aaa; padding: 25px; background-color: #ffffff; box-shadow: 2px 2px 5px rgba(0,0,0,0.05); font-family: sans-serif;"> == Kriegsmarine Unterseeboot U 645 == {| class="wikitable" style="width:100%; text-align:left; background-color:#ffffff;" |- | style="width:20%;" | Typ: | VII C |- | Bauauftrag: | 20.01.1941 |- | Bauwerft: | Blohm & Voss Hamburg |- | Serie: | U 551 - U 650 |- | Ba…“)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
U 644
   U 646

Kriegsmarine Unterseeboot U 645

Typ: VII C
Bauauftrag: 20.01.1941
Bauwerft: Blohm & Voss Hamburg
Serie: U 551 - U 650
Baunummer: 145
Kiellegung: 17.12.1941
Stapellauf: 03.09.1942
Indienststellung: 22.10.1942
Kommandant: Otto Ferro
Feldpostnummer: M - 49 700

Kommandanten

22.10.1942 - 12.12.1943 Kapitänleutnant Otto Ferro

Flottillen

22.10.1942 - 30.04.1943 5. U-Flottille, Kiel (Ausbildungsboot)
01.05.1943 - 12.12.1943 3. U-Flottille, La Pallice (Frontboot)

Einsätze


1. Unternehmung

24.04.1943 - 26.04.1943: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Kristiansand

27.04.1943 - 22.06.1943: Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Brest


Am 24.04.1943 lief U 645 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Otto Ferro von Kiel zu seiner 1. Unternehmung aus. Das Boot operierte, nach dem Marsch über die Ostsee sowie einer Brennstoffergänzung in Kristiansand, im Nordatlantik, südöstlich Kap Farewell und Grönland. Es wurde am 15.06.1943 von U 450 mit 8 m³ Brennstoff versorgt. Das Boot gehörte zu den U-Boot-Gruppen Isar und Donau 1. Auf dieser Unternehmung konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden. Nach einer Gesamtdauer von 60 Tagen und einer zurückgelegten Strecke von 8.025 sm über und 557,5 sm unter Wasser lief das Boot am 22.06.1943 in St. Nazaire ein.

Original Kriegstagebuch U 65 - 1. Unternehmung



2. Unternehmung

23.08.1943 - 21.10.1943: Ausgelaufen von Brest - Eingelaufen in La Pallice


Am 23.08.1943 lief U 645 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Otto Ferro von Brest zu seiner 2. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik. Es wurde am 11.09.1943 von U 460 mit 24 m³ Brennstoff und 10 Tagen Proviant versorgt. Das Boot gehörte zu den U-Boot-Gruppen Leuthen und Rossbach. Im Verlauf der Unternehmung gelang die Versenkung von 2 Schiffen mit zusammen 12.788 BRT → Erfolge U 645. Nach einer Gesamtdauer von 60 Tagen und einer zurückgelegten Strecke von 5.525 sm über und 1.224,3 sm unter Wasser lief das Boot am 21.10.1943 in La Pallice ein.

Original Kriegstagebuch U 645 - 2. Unternehmung



3. Unternehmung

02.12.1943 - 12.12.1943: Ausgelaufen von La Pallice - Boot verschollen.


Am 02.12.1943 lief U 645 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Otto Ferro von La Pallice zu seiner 3. und letzten Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik, in der südwestlichen Biskaya und nordöstlich der Azorischen Inseln. Es gehörte zu den U-Boot-Gruppen Coronel 2, Coronel 3 und Borkum. Auf dieser Unternehmung konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden. Nach 10 Tagen in See ist U 645 aus unbekannter Ursache verschollen.

Original Kriegstagebuch U 645 - 3. Unternehmung (B.d.U. op.)


Verbleib

Datum: 12.12.1943
Letzter Kommandant: Otto Ferro
Ort: Biskaya / Nordatlantik
Position: (45° 30' Nord - 22° 30' West)
Planquadrat: (BE 7223)
Verlust durch: Unbekannt
Tote: 55
Überlebende: 0
Besatzung: Besatzungsliste U 645

Verbleib im Detail


U 645 ist seit dem 12.12.1943 in der Biskaya / Nordatlantik nordwestlich von Spanien verschollen.


  • Die ursprüngliche Nachkriegsbewertung der Versenkung wurde von Axel Niestlé im November 1995 und Juni 2004. geändert Der Angriff des Zerstörers USS Schenck (DD-159), am 24.12.1943 auf Position 45° 20' Nord - 21° 40' West, früher für die Versenkung von U 645 verantwortlich gemacht, war tatsächlich gegen U 275 gerichtet und verursachte keinen Schaden. U 645 meldete sich zuletzt am 12.12.1943 aus Position 49° 30' Nord - 22° 30' West, auf dem Weg zum Nordatlantik westlich von Spanien. Es sollte mit der U-Boot-Gruppe "Borkum" gegen Konvois auf der Route Großbritannien-Gibraltar operieren. Da das Boot wiederholt seine Position nicht meldete, wurde es mit Wirkung zum 13.01.1944 als vermisst geführt. (Dr. Axel Niestlé - S. 222).



Zitate aus der Literatur


'Clay Blair schreibt dazu:

Die Schenck unter dem Befehl von Earl W. Logsdon ortete ein U-Boot im Radar und lief es an. Das Opfer wurde für U 645 unter Otto Ferro, 32 Jahre alt, gehalten. Ferro tauchte und schoß vielleicht noch einen T-5 auf die Schenck ab. Als der Sonarbediener in der Schenck einen guten Kontakt meldete, führte Logsdon eine systematischen Wasserbombenangriff durch. U 645 wurde dabei offensichtlich so schwer beschädigt, das Ferro auftauchte. Die Schenck ortete das U-Boot wiederum auf dem Radar und griff mit den Geschützen an, drückte es wieder unter Wasser und warf weitere Wasserbomben. Es wurde angenommen, dies hätte U 645 unter Verlust der gesamten Besatzung zerstört. Niestlé bezweifelt das aber und schreibt, die Verlustursache sei unbekannt.

Aus Clay Blair - Band 2 - Die Gejagten - S. 535.


Quellen & Literatur


Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher bei Amazon oder ZVAB

Clay Blair Der U-Boot-Krieg - Die Gejagten 1942 - 1945" - Heyne Verlag 1999 - S. 535.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 63.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 91, 223.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 92, 181.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag 2008 - S. 278.

Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 76, 222.

Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 600 - U 660" - Eigenverlag - S. 266 - 269.

Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 139.



Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com

U 644
   U 646