U 638

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Kriegsmarine Unterseeboot U 638

Typ: VII C
Bauauftrag: 20.01.1941
Bauwerft: Blohm & Voss Hamburg
Serie: U 551 - U 650
Baunummer: 138
Kiellegung: 16.10.1941
Stapellauf: 08.07.1942
Indienststellung: 03.09.1942
Kommandant: Oskar Staudinger
Feldpostnummer: M - 51 249

Kommandanten

03.09.1942 - 08.12.1942 Oberleutnant zur See Oskar Staudinger
09.12.1942 - 31.03.1943 Kapitänleutnant Hinrich-Oscar Bernbeck
01.04.1943 - 05.05.1943 Kapitänleutnant Oskar Staudinger

Flottillen

03.09.1942 - 31.01.1943 5. U-Flottille, Kiel (Ausbildungsboot)
01.02.1943 - 05.05.1943 9. U-Flottille, Brest (Frontboot)

Einsätze


1. Unternehmung

04.02.1943 - 06.02.1943: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Kristiansand

07.02.1943 - 07.02.1943: Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Egersund

08.02.1943 - 31.03.1943: Ausgelaufen von Egersund - Eingelaufen in La Pallice


Am 04.02.1943 lief U 638 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Hinrich-Oscar Bernbeck von Kiel zu seiner 1. Unternehmung aus. Nach dem Marsch über die Ostsee, einer Brennstoff- und Wasserergänzung in Kristiansand sowie einer Geleitaufnahme in Egersund operierte das Boot im Nordatlantik, nordöstlich von Neufundland. Es wurde am 19.03.1943 von U 119 mit 17 m³ Brennstoff und einem Fu.M.B.-Kabel versorgt. Das Boot gehörte zu den U-Boot-Gruppen Burggraf, Wildfang und Raubgraf. Nach einer Gesamtdauer von 56 Tagen und einer zurückgelegten Strecke von 5.534,4 sm über und 726,5 sm unter Wasser lief das Boot am 31.03.1943 in La Pallice ein. Im Verlauf der Unternehmung gelang die Beschädigung von 1 Schiff mit 6.537 BRT → Erfolge U 638.

Original Kriegstagebuch U 638 - 1. Unternehmung



2. Unternehmung

20.04.1943 - 05.05.1943: Ausgelaufen von La Pallice - Verlust des Bootes


Am 20.04.1943 lief U 638 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Oskar Staudinger von La Pallice zu seiner 2. und letzten Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik, nordöstlich von Neufundland. Es gehörte zur U-Boot-Gruppe Amsel 1. Nach einer Gesamtdauer von 16 Tagen wurde U 638 am 05.05.1943 durch ein britisches Kriegsschiff versenkt. Im Verlauf der Unternehmung gelang die Versenkung von 1 Schiff mit 5.507 BRT → Erfolge U 638.

Original Kriegstagebuch U 638 - 2. Unternehmung (B.d.U. op.)


Verbleib

Datum: 05.05.1943
Letzter Kommandant: Oskar Staudinger
Ort: Nordatlantik
Position: 54° 12' Nord - 44° 05' West
Planquadrat: AJ 6743
Verlust durch: Hedgehog
Tote: 44
Überlebende: 0
Besatzung: Besatzungsliste U 638

Verbleib im Detail


Am 05.05.1943 wurde U 638 durch Hedgehog der britischen Korvette HMS Sunflower (K.41) unter Lieutenant Commander James Plomer versenkt.


Zitate aus der Literatur


Busch/Röll schreiben dazu:

Am 05.05.43 um 14:49 h (GMT) im Nordatlantik nordöstlich von Neufundland am Konvoi ONS.5 durch Hedgehog-Wasserbomben der britischen Korvette SUNFLOWER versenkt. Der Geleitzug ONS.5 wurde von der Sicherungsgruppe B.7 begleitet.

Aus Busch/Röll - Die deutschen U-Bootverluste - S. 90.



Clay Blair schreibt dazu:

Das von Oskar Staudinger geführte VII-Boot U 638 der Gruppe Amsel 1. Es befand sich auf seiner zweiten Feindfahrt und hatte einen 5.500 BRT großen Frachter aus dem Geleitzug versenkt, wurde jedoch im Gegenangriff durch die von dem Kanadier J. Plomer geführten Korvette Sunflower der Escort Group B-7 versenkt. Es gab keine Überlebenden.

Aus Clay Blair - Band 2 - Die Gejagten - S. 357.


Quellen & Literatur


Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher bei Amazon oder ZVAB

Clay Blair Der U-Boot-Krieg - Die Gejagten 1942 - 1945" - Heyne Verlag 1999 - S. 357.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 28, 231.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 87, 223.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 90.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag 2008 - S. 277.

Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 76, 276.

Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 600 - U 660" - Eigenverlag - S. 244 - 246.

Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 138.



Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com

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