U 735

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Kriegsmarine Unterseeboot U 735

Typ: VII C
Bauauftrag: 10.04.1941
Bauwerft: F. Schichau GmbH Danzig
Serie: U 731 - U 750
Baunummer: 1532
Kiellegung: 29.11.1941
Stapellauf: 10.10.1942
Indienststellung: 28.12.1942
Kommandant: Hans-Joachim Börner
Feldpostnummer: M - 49 502

Kommandanten

28.12.1942 - 28.12.1944 Oberleutnant zur See Hans-Joachim Börner

Flottillen

28.12.1942 - 31.07.1944 8. U-Flottille, Danzig (Ausbildungsboot)
01.08.1944 - 28.12.1944 11. U-Flottille, Bergen (Frontboot)

Einsätze


Verlegungsfahrt

07.06.1944 - 09.06.1944: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Larvik


Am 07.06.1944 lief U 735 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Hans-Joachim Börner von Kiel aus. Das Boot verlegte nach Larvik, wo es nach einer Gesamtdauer von 3 Tagen am 09.06.1944 einlief und dort als Bereitschaftsboot zur Gruppe Mitte trat.



Verlegungsfahrt

13.07.1944 - 14.07.1944: Ausgelaufen von Larvik - Eingelaufen in Kristiansand

16.07.1944 - 16.07.1944: Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Bergen

29.07.1944 - 31.07.1944: Ausgelaufen von Bergen - Eingelaufen in Drontheim

31.07.1944 - 05.08.1944: Ausgelaufen von Drontheim - Eingelaufen in Larvik

07.09.1944 - 11.09.1944: Ausgelaufen von Larvik - Eingelaufen in Kiel


Am 13.07.1944 lief U 735 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Hans-Joachim Börner von Larvik aus. Das Boot verlegte über Kristiansand, Bergen für einen Werftaufenthalt, Drontheim zur Regelung der T-V-Torpedos sowie über Larvik, wo es in einer fünfstündigen Bereitschaft lag, in die Werft nach Kiel, wo es nach einer Gesamtdauer von 61 Tagen am 11.09.1944 einlief. Dort erfolgte der Einbau einer Schnorchelanlage.



Verlegungsfahrt

21.12.1944 - 23.12.1944: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Horten


Am 21.12.1944 lief U 735 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Hans-Joachim Börner von Kiel aus. Das Boot verlegte nach Horten, wo es nach einer Gesamtdauer von 3 Tagen am 23.12.1944 einlief. Dort wurden Tauch- und Schnorchelübungen im Oslofjord durchgeführt.


Verbleib

Datum: 28.12.1944
Letzter Kommandant: Hans-Joachim Börner
Ort: Horten
Position: 59° 28' Nord - 10° 29' Ost
Planquadrat: AO 1658
Verlust durch: Bombentreffer
Tote: 39
Überlebende: 1
Besatzung: Besatzungsliste U 735

Verbleib im Detail


Am 28.12.1944 wurde U 735 um 19:21 Uhr auf der Reede vor Horten bei einem Luftangriff von 57 Avro Lancaster-Bombern der britischen 5. RAF Group des Bomber Command vernichtet.


Zitate aus der Literatur


Busch/Röll schreiben dazu:

Am 28.12.44 um 19:21 h auf der Reede vor Horten (Oslo-Norwegen) durch eine Fliegerbombe während eines britischen Luftangriffes der 5. Group RAF Bomber Command versenkt. U 735 und U 682 (Thienemann) lagen am 28.12 44 auf der Reede von Horten vor Anker. Gegen Abend erfolgte der Angriff von 57 Avro Lancaster-Bombern. U 735 hatte durch die vorangegangenen Ankermanöver kaum noch Preßluftvorrat, deshalb war das Boot tauchunklar. Der Kommandant beorderte daraufhin zehn Mann der Besatzung an Land. Sie fuhren am späten Nachmittag nach Horten, und waren während des Angriffs am späten Abend nicht an Bord von U 735. Nach dem Bombentreffer befahl der Kommandant sofort alle Mann an Oberdeck. Danach sprangen alle ins Wasser, denn das Boot sank sehr schnell, innerhalb einer Minute. Einige versuchten an Land zu schwimmen, jedoch wurde ihnen das kalte Wasser zum Verhängnis. Als einziger wurde das Besatzungsmitglied Herbert Hermann durch eine Pinasse aufgenommen und einem Torpedoboot übergeben. Er war der einzige, der den Untergang des Bootes überlebte. Aus dem Kriegstagebuch des B.d.U. vom 29.12.44 geht hervor, daß von der U 735-Besatzung 27 Gefallene geborgen worden sind, die am 05.01.45 auf dem Eckeberg (Heldenfriedhof) in Oslo beigesetzt wurden.

Aus Busch/Röll - Die deutschen U-Bootverluste - S. 308, 309.


Quellen & Literatur


Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher bei Amazon oder ZVAB

Clay Blair: "Der U-Boot-Krieg - Die Gejagten 1942 - 1945" - Heyne Verlag - 1999 - S. 744.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag - 1996 - S. 32.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag - 1997 - S. 98, 240. a

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - "Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag - 2008 - S. 308 - 309.

Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 82.

Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 661 - U 849" - Eigenverlag - S. 177.

Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 169.



Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com

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