U 719
Kriegsmarine Unterseeboot U 719
| Typ: | VII C |
| Bauauftrag: | 25.08.1941 |
| Bauwerft: | H.C. Stülcken & Sohn Hamburg |
| Serie: | U 701 - U 722 |
| Baunummer: | 785 |
| Kiellegung: | 03.07.1942 |
| Stapellauf: | 28.04.1943 |
| Indienststellung: | 27.07.1943 |
| Kommandant: | Klaus-Dietrich Steffens |
| Feldpostnummer: | M - 53 569 |
Kommandanten
| 27.07.1943 - 26.06.1944 | Oberleutnant zur See Klaus-Dietrich Steffens |
Flottillen
| 27.07.1943 - 30.04.1944 | 5. U-Flottille, Kiel (Ausbildungsboot) |
| 01.05.1944 - 26.06.1944 | 3. U-Flottille, La Pallice (Frontboot) |
Einsätze
Verlegungsfahrt
06.05.1944 - 08.05.1944: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Arendal
Am 06.05.1944 lief U 719 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Klaus-Dietrich Steffens von Kiel aus. Das Boot verlegte nach Arendal, wo es nach einer Gesamtdauer von 3 Tagen am 08.05.1944 einlief und dort Bereitschaftsboot der Gruppe Mitte wurde.
1. Unternehmung
19.05.1944 - 20.05.1944: Ausgelaufen von Arendal - Eingelaufen in Stavanger
22.05.1944 - 26.06.1944: Ausgelaufen von Stavanger - Verlust des Bootes
Am 19.05.1944 lief U 719 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Klaus-Dietrich Steffens von Arendal aus. Nach der Ausrüstung für den Atlantikeinsatz in Stavanger operierte das Boot im Nordatlantik und im Nordkanal. Nach einer Gesamtdauer von 39 Tagen wurde U 719 von einem britischen Kriegsschiff versenkt. Das Boot konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.
Original Kriegstagebuch U 719 - 1. Unternehmung (B.d.U. op.)
Verbleib
| Datum: | 26.06.1944 |
| Letzter Kommandant: | Klaus-Dietrich Steffens |
| Ort: | Nordatlantik |
| Position: | 55° 33' Nord - 11° 02' West |
| Planquadrat: | AM 5179 |
| Verlust durch: | Hedgehog |
| Tote: | 52 |
| Überlebende: | 0 |
| Besatzung: | Besatzungsliste U 719 |
Verbleib im Detail
Am 26.06.1944 wurde U 719 im Nordatlantik vor der Nordwestküste Irlands durch Hedgehog-Asdic-Angriffe des britischen Zerstörers HMS Bulldog (H.91) unter dem Kommando von Lieutenant John Henry Pennell versenkt.
Zitate aus der Literatur
Busch/Röll schreiben dazu:
Am 26.06.44 im Nordatlantik vor der irischen Nordwestküste durch Wasserbomben des britischen Zerstörers BULLDOG versenkt. Die BULLDOG erfaßte das U-Boot mit Asdic und griff es in drei Hedgehog-Anläufen an. Nach dem dritten Angriff wurden drei starke Unterwasserdetonationen vernommen, danach brach der Asdic-Kontakt ab und Öl trieb an die Wasseroberfläche.
Aus Busch/Röll - Die deutschen U-Bootverluste - S. 261 - 262.
Clay Blair schreibt dazu:
U 719 unter dem 26jährigen Klaus-Dietrich Steffens erhielt den Auftrag, im Eingang des Nordkanals zu patrouillieren. Am 26. Juni entdeckten britische Luft- und Überwasserkräfte das Boot und begannen eine intensive Jagd. Westlich von Blönduós auf Island versetzte der von J. H. Pennell geführte britische Zerstörer Bulldog dem Boot den Gnadenstoß. Es gab keine Überlebenden.
Aus Clay Blair - Band 2 - Die Gejagten - S. 691.
Quellen & Literatur
Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven
Literaturverweise: → Die genannten Bücher bei Amazon oder ZVAB
Clay Blair: "Der U-Boot-Krieg - Die Gejagten 1942 - 1945" - Heyne Verlag - 1999 - S. 691.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag - 1996 - S. 231.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag - 1997 - S. 120, 253.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - "Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag - 2008 - S. 261 - 262.
Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 81, 276.
Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 661 - U 849" - Eigenverlag - S. 158.
Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 253.