U 778
Kriegsmarine Unterseeboot U 778
| Typ: | VII C |
| Bauauftrag: | 20.01.1941 |
| Bauwerft: | Kriegsmarinewerft Wilhelmshaven |
| Serie: | U 751 - U 782 |
| Baunummer: | 161 |
| Kiellegung: | 03.07.1943 |
| Stapellauf: | 06.05.1944 |
| Indienststellung: | 07.07.1944 |
| Kommandant: | Ralf Jürs |
| Feldpostnummer: | M - 33 584 |
Kommandanten
| 07.07.1944 - 08.05.1945 | Kapitänleutnant Ralf Jürs |
Flottillen
| 07.07.1944 - 28.02.1945 | 31. U-Flottille, Hamburg (Ausbildungsboot) |
| 01.03.1945 - 08.05.1945 | 11. U-Flottille, Bergen (Frontboot) |
Einsätze
Verlegungsfahrt
26.01.1945 - 31.01.1945: Ausgelaufen von Pillau - Eingelaufen in Kiel
Am 26.01.1945 lief U 778 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Ralf Jürs von Pillau aus (wahrscheinlich lief das Boot am 27.01.1945, in Eigenverantwortung des Kommandanten, Danzig oder Gotenhafen an um dort Flüchtlinge und Angehörige der Besatzung aufzunehmen). Das Boot verlegte, bei der Räumung des U-Stützpunktes, nach Kiel. Nach einer Gesamtdauer von 6 Tagen lief U 778 am 31.01.1945 in Kiel ein. An Bord befanden sich Flüchtlinge aus Danzig: 4 Frauen, 2 Kinder, 1 Offizier und 40 Funker einer Funkerschule.
Verlegungsfahrt
24.02.1945 - 28.02.1945: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Horten
Am 24.02.1945 lief U 778 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Ralf Jürs von Kiel aus. Das Boot verlegte nach Horten. Nach einer Gesamtdauer von 5 Tagen lief U 778 am 28.02.1945 in Horten ein. Dort wurden Schnorchelübungen im Oslofjord durchgeführt.
1. Unternehmung
04.03.1945 - 05.03.1945: Ausgelaufen von Horten - Eingelaufen in Kristiansand
05.03.1945 - 26.03.1945: Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Bergen
Am 04.03.1945 lief U 778 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Ralf Jürs von Horten zu seiner 1. Unternehmung aus. Nach Ergänzungen in Kristiansand operierte das Boot im Nordatlantik und vor dem Moray Firth. Das Boot konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen. Nach einer Gesamtdauer von 23 Tagen lief U 778 am 26.03.1945 in Bergen ein.
Original Kriegstagebuch U 778 - 1. Unternehmung
Überführungsfahrt
02.06.1945 - 04.06.1945: Ausgelaufen von Bergen - Eingelaufen in Scapa Flow
06.06.1945 - 08.06.1945: Ausgelaufen von Scapa Flow - Eingelaufen in Loch Ryan
U 778 lief am 02.06.1945 von Bergen aus. Das Boot überführte, über Scapa Flow, nach Loch Ryan. Am 08.06.1945 lief U 778 in Loch Ryan ein. Dort wurde das Boot den Briten übergeben und die Restbesatzung ging in Kriegsgefangenschaft. U 778 wartete auf seine Versenkung bei der Operation Deadlight.
Operation Deadlight
03.12.1945 - 04.12.1945: Ausgelaufen von Loch Ryan - Versenkt
U 778, lief am 03.12.1945 von Loch Ryan aus. Das Boot wurde am 04.12.1945 bei der Operation Deadlight versenkt.
Verbleib
| Datum: | 04.12.1945 |
| Letzter Kommandant: | Ralf Jürs |
| Ort: | Nordatlantik |
| Position: | 55° 32,5' Nord - 07° 30' West |
| Planquadrat: | AM 5389 |
| Verlust durch: | Operation Deadlight |
| Tote: | 0 |
| Überlebende: | - |
| Besatzung: | Besatzungsliste U 778 |
Verbleib im Detail
Am 04.12.1945 sank U 778 um 12:28 Uhr im Nordatlantik nordwestlich von Irland im Schlepp der britischen Fregatte HMS Cubitt (K.512) unter Lieutenant George Denys Gregory auf dem Weg zur Operation Deadlight. Das Boot liegt auf 63 Meter Wassertiefe.
Quellen & Literatur
Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven
Literaturverweise: → Die genannten Bücher bei Amazon oder ZVAB
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag - 1996 - S. 116.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag - 1997 - S. 157, 252.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Mittler Verlag - 2008 - S. 378.
Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 86.
Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 661 - U 849" - Eigenverlag - S. 311.
Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 232.