U 757
Kriegsmarine Unterseeboot U 757
| Typ: | VII C |
| Bauauftrag: | 09.10.1939 |
| Bauwerft: | Kriegsmarinewerft Wilhelmshaven |
| Serie: | U 751 - U 782 |
| Baunummer: | 140 |
| Kiellegung: | 18.05.1940 |
| Stapellauf: | 14.12.1941 |
| Indienststellung: | 28.02.1942 |
| Kommandant: | Friedrich Deetz |
| Feldpostnummer: | M - 39 567 |
Kommandanten
| 28.02.1942 - 08.01.1944 | Kapitänleutnant Friedrich Deetz |
Flottillen
| 28.02.1942 - 01.09.1942 | 6. U-Flottille, Danzig (Ausbildungsboot) |
| 02.09.1942 - 08.01.1944 | 6. U-Flottille, St. Nazaire (Frontboot) |
Einsätze
1. Unternehmung
15.09.1942 - 16.09.1942: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Kristiansand
18.09.1942 - 18.09.1942: Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Stavanger
19.09.1942 - 19.09.1942: Ausgelaufen von Stavanger - Eingelaufen in Bergen
26.09.1942 - 24.10.1942: Ausgelaufen von Bergen - Eingelaufen in St. Nazaire
Am 15.09.1942 lief U 757 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Friedrich Deetz von Kiel zu seiner 1. Unternehmung aus. Nach dem Marsch über die Ostsee, Dieselreparaturen, Brennstoff- und Wasserergänzung in Kristiansand, Übernachtung in Stavanger sowie erneute Dieselreparaturen in Bergen, operierte das Boot im Nordatlantik. Es gehörte zur U-Boot-Gruppe Panther. → 1 U-Boot wurde versorgt. Nach einer Gesamtdauer von 40 Tagen und zurückgelegten 3.831,1 sm über und 490,7 sm unter Wasser, lief U 757 am 24.10.1942 in St. Nazaire ein. U 757 konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.
Original Kriegstagebuch U 757 - 1. Unternehmung
2. Unternehmung
12.12.1942 - 25.12.1942: Ausgelaufen von St. Nazaire - Eingelaufen in St. Nazaire
Am 12.12.1242 lief U 757 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Friedrich Deetz von St. Nazaire zu seiner 2. Unternehmung aus. Das Boot mußte die Unternehmung, im mittleren Nordatlantik, wegen diversen Ausfällen (Riß in Bunker 1, Gruppenhorchgerät (GHG) defekt, Montageluk undicht usw.), vorzeitig abbrechen. Nach einer Gesamtdauer von 14 Tagen und zurückgelegten 1.077 sm über und 368 sm unter Wasser, lief U 757 am 25.12.1942 wieder in St. Nazaire ein. U 757 konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.
Original Kriegstagebuch U 757 - 2. Unternehmung
3. Unternehmung
22.02.1943 - 18.03.1943: Ausgelaufen von St. Nazaire - Eingelaufen in St. Nazaire
Am 22.02.1943 lief U 757 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Friedrich Deetz von St. Nazaire zu seiner 3. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik. Es gehörte zur U-Boot-Gruppe Neuland. Die Unternehmung mußte, wegen diverser Schäden, nach einer Unterwasserexplosion der zuvor Torpedierten William C. Gorgas (sie hatte TNT geladen), vorzeitig abgebrochen werden. Nach einer Gesamtdauer von 25 Tagen und zurückgelegten 4.402 sm über und 292 sm unter Wasser, lief U 757 am 18.03.1943 wieder in St. Nazaire ein. U 757 konnte auf dieser Unternehmung 1 Schiff mit 7.197 BRT sowie 1 Landungsschiff mit 143 ts versenken. → Erfolge U 757.
Original Kriegstagebuch U 757 - 3. Unternehmung
3. Unternehmung
07.07.1943 - 04.09.1943: Ausgelaufen von St. Nazaire - Eingelaufen in St. Nazaire
Am 07.07.1943 lief U 757 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Friedrich Deetz von St. Nazaire zu seiner 4. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Mittelatlantik, zwischen den Kanarischen Inseln und Freetown. Nach einer Gesamtdauer von 60 Tagen und zurückgelegten 6.820 sm über und 883 sm unter Wasser, lief U 757 am 04.09.1943 wieder in St. Nazaire ein. U 757 konnte auf dieser Unternehmung 1 Schiff mit 4.116 BRT versenken. → Erfolge U 757.
Original Kriegstagebuch U 757 - 4. Unternehmung
4. Unternehmung
31.10.1943 - 02.11.1943: Ausgelaufen von St. Nazaire - Eingelaufen in St. Nazaire
16.11.1943 - 18.11.1943: Ausgelaufen von St. Nazaire - Eingelaufen in St. Nazaire
20.11.1943 - 22.11.1943: Ausgelaufen von St. Nazaire - Eingelaufen in St. Nazaire
29.11.1943 - 01.12.1943: Ausgelaufen von St. Nazaire - Eingelaufen in St. Nazaire
04.12.1943 - 06.12.1943: Ausgelaufen von St. Nazaire - Eingelaufen in St. Nazaire
08.12.1943 - 10.12.1943: Ausgelaufen von St. Nazaire - Eingelaufen in St. Nazaire
12.12.1943 - 14.12.1943: Ausgelaufen von St. Nazaire - Eingelaufen in St. Nazaire
29.12.1943 - 08.01.1944: Ausgelaufen von St. Nazaire - Verlust des Bootes
Am 31.10.1943 lief U 757 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Friedrich Deetz von St. Nazaire zu seiner 5. Unternehmung aus. Das Boot mußte die Unternehmung in der Biskaya wegen eines defekten Gruppenhorchgerät (GHG) vorzeitig abbrechen und lief am 02.11.1943 wieder in St. Nazaire ein, wo in der Werft alle Schwinger des GHG ausgewechselt wurden. Nach dem erneuten Auslaufen am 16.11.1943 mußte die Unternehmung wegen eines weiterhin defekten GHG erneut abgebrochen werden. Das Boot lief am 18.11.1943 wieder ein, woraufhin in der Werft zwei Verteilerkästen neu abgedichtet wurden. Ein dritter Versuch ab dem 20.11.1943 wurde nach erfolglosen Tests mit dem weiterhin unklaren GHG nach zwei Tagen abgebrochen, woraufhin das Boot eingedockt wurde. Am 29.11.1943 lief das Boot zu weiteren Tests des GHG in die Biskaya aus, lief am 01.12.1943 wieder ein und der Einbau einer neuen Anlage wurde erwogen. Vom 04.12.1943 bis zum 06.12.1943 erprobte das Boot in der Biskaya einen neuen Kompensator. Beim nächsten Auslaufen ab dem 08.12.1943 brach in der Biskaya die Entlüftungsleitung von Rohr II, woraufhin das Boot ab dem 10.12.1943 ins Dock ging. Nach befriedigenden Erprobungen ab dem 12.12.1943 und der Ausrüstung lief das Boot am 14.12.1943 wieder in St. Nazaire ein. Am 29.12.1943 lief U 757 schließlich endgültig aus und operierte im Nordatlantik sowie südwestlich von Irland, dabei gehörte es zu den U-Boot-Gruppen Rügen 5 und Rügen. Das Boot konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen. Nach einer Gesamtdauer von 70 Tagen wurde U 757 von britischen und kanadischen Kriegsschiffen versenkt.
Original Kriegstagebuch U 757 - 4. Unternehmung (B.d.U. op.)
Verbleib
| Datum: | 08.01.1944 |
| Letzter Kommandant: | Friedrich Deetz |
| Ort: | Nordatlantik |
| Position: | 50° 33' Nord - 18° 03' West |
| Planquadrat: | BE 2256 |
| Verlust durch: | Wasserbomben |
| Tote: | 49 |
| Überlebende: | 0 |
| Besatzung: | Besatzungsliste U 757 |
Verbleib im Detail
Am 08.01.1944 wurde U 757 im Nordatlantik südwestlich von Irland durch Wasserbomben der britischen Fregatte HMS Bayntun (K.310) unter Lieutenant Commander Leo-Patrick Bourke und der kanadischen Korvette HMCS Camrose (K.154) unter Lieutenant Commander Louis-Raymond Pavillard versenkt.
Zitate aus der Literatur
Busch/Röll schreiben dazu:
Am 08.01.44 im Nordatlantik südwestlich von Irland an den vereinigten Konvois OS.64/KMS.38 durch Wasserbomben der britischen Fregatte BAYNTUN, HMCS SNOWBERRY (K.166), HMCS EDMUNDSTON (K.106) und der kanadischen Korvette CAMROSE versenkt. Nach dem achten Angriff vernahmen die Kriegsschiffe das Anblasen von Tauchzellen. Doch nicht das U-Boot erreichte die Wasseroberfläche, sondern Öl und Bootstrümmer trieben auf.
Aus Busch/Röll - Die deutschen U-Bootverluste - S. 181.
Clay Blair schreibt dazu:
Das aus Frankreich ausgelaufene U 757 unter Friedrich Deetz, hatte zusätzlich eine Naxos-Antenne für das am 25. November in Kiel ausgelaufene U 976 an Bord. Am 8. Januar stieß Deetz auf die gemeinsam fahrende und stark gesicherten Geleitzüge Outbound South 64 und KMS 38. Zwei der etwa 15 Geleitschiffe, die britische Fregatte Bayntun und die kanadische Korvette Camrose, orteten U 757 mit Sonar und versenkten das Boot mit Wasserbomben- und Hedgehog-Angriffen.
Aus Clay Blair - Band 2 - Die Gejagten - S. 573.
Quellen & Literatur
Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven
Literaturverweise: → Die genannten Bücher bei Amazon oder ZVAB
Clay Blair: "Der U-Boot-Krieg - Die Gejagten 1942 - 1945" - Heyne Verlag - 1999 - S. 573.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag - 1996 - S. 49.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag - 1997 - S. 70, 251.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Mittler Verlag - 2008 - S. 181.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Mittler Verlag - 2008 - S. 297.
Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 84, 267, 276.
Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 661 - U 849" - Eigenverlag - S. 253 - 258.
Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 231.