U 877

Aus uboot Wiki
Version vom 4. Juni 2026, 15:17 Uhr von Wikiadmin (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: „{{Navi-U-Boot|U 876|U 878}} <div style="border: 1px solid #aaa; padding: 25px; background-color: #ffffff; box-shadow: 2px 2px 5px rgba(0,0,0,0.05); font-family: sans-serif;"> == Kriegsmarine Unterseeboot U 877 == {| class="wikitable" style="width:100%; text-align:left; background-color:#ffffff;" |- | style="width:20%;" | Typ: | IX C/40 |- | Bauauftrag: | 02.04.1942 |- | Bauwerft: | Deschimag AG Weser Bremen |- | Serie: | U 877 - U 88…“)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
U 876
   U 878

Kriegsmarine Unterseeboot U 877

Typ: IX C/40
Bauauftrag: 02.04.1942
Bauwerft: Deschimag AG Weser Bremen
Serie: U 877 - U 882
Baunummer: 1085
Kiellegung: 22.05.1943
Stapellauf: 10.12.1943
Indienststellung: 24.03.1944
Kommandant: Eberhard Findeisen
Feldpostnummer: M - 50 294

Kommandanten

24.03.1944 - 27.12.1944 Kapitänleutnant Eberhard Findeisen

Flottillen

24.03.1944 - 30.11.1944 4. U-Flottille, Stettin (Ausbildungsboot)
01.12.1944 - 27.12.1944 33. U-Flottille, Flensburg (Frontboot)

Einsätze


Verlegungsfahrt

11.11.1944 - 12.11.1944: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Kalundborg

13.11.1944 - 18.11.1944: Ausgelaufen von Kalundborg - Eingelaufen in Horten


Am 11.11.1944 lief U 877 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Eberhard Findeisen von Kiel aus. Das Boot Verlegte, über Kalundborg (Schlechtwetter), nach Horten. Nach insgesamt 8 Tagen lief U 877 am 18.11.1944 in Horten ein. Auf der Überfahrt führte das Boot vom 14.11.1944 - 17.11.1944, zusammen mit U 297, Schnorchelerprobungen durch.



1. Unternehmung

25.11.1944 - 26.11.1944: Ausgelaufen von Horten - Eingelaufen in Kristiansand

26.11.1944 - 26.11.1944: Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Farsund

27.11.1944 - 27.11.1944: Ausgelaufen von Farsund - Eingelaufen in Flekkefjord

28.11.1944 - 27.12.1944: Ausgelaufen von Flekkefjord - Verlust des Bootes


Am 25.11.1944 lief U 877 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Eberhard Findeisen von Horten zu seiner 1. Unternehmung aus. Nach Ergänzungen in Kristiansand, Einlaufen wegen Luftgefahr in Farsund und Geleitaufnahme in Flekkefjord, operierte das Boot als Wetterboot im Nordatlantik. Nach einer Gesamtdauer von 32 Tagen wurde U 877 von einem kanadischen Kriegsschiff versenkt. U 877 konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.

Original Kriegstagebuch U 877 - 1. Unternehmung (B.d.U. op.)


Verbleib

Datum: 27.12.1944
Letzter Kommandant: Eberhard Findeisen
Ort: Nordatlantik
Position: 46° 25' Nord - 36° 38' West
Planquadrat: BD 4813
Verlust durch: Squid
Tote: 0
Überlebende: 55
Besatzung: Besatzungsliste U 877

Verbleib im Detail


Am 27.12.1944 wurde U 877, im mittleren Nordatlantik nordwestlich der Azorischen Inseln, durch Squid der kanadischen Korvette HMCS St.Thomas (K.488) unter Lieutenant Commander Leslie-Perman Denny versenkt.


Zitate aus der Literatur


Busch/Röll schreiben dazu:

Am 27.12.44 im mittleren Nordatlantik nordwestlich der Azoren in der Nähe des Konvois HX.327 durch die kanadischen Korvetten ST. THOMAS und EDMUNDSTON sowie der Eskorter SEA CLIFF der Escort Group C.3 nach einem Squid-Treffer zum Auftauchen gezwungen. Bevor U 877 sank, konnte die Besatzung das Boot vollzählig verlassen und wurde ohne Verluste von den Kanadiern gerettet.

Aus Busch/Röll - Die deutschen U-Bootverluste - S. 308.



Clay Blair schreibt dazu:

Zwei Tage nach Weihnachten, am 27. Dezember, erfaßte die kanadischen Korvetten Edmundston und St. Thomas U 877 mit dem Sonar. Die Edmundston steuerte die Peilung an, kam jedoch zu dem Schluß, daß es sich nicht um ein U-Boot handle. Die St. Thomas neigte zu derselben Ansicht, blieb jedoch hartnäckiger auf Kurs und feuerte schließlich mit ihrem Squid-Mörser. Danach fuhr sie noch einen zweiten, wohlüberlegten Angriff mit dem Squid. Einige der dabei abgefeuerten Geschosse trafen das U-Boot. Es geriet mit einem schweren Wassereinbruch außer Kontrolle und sank auf eine Tiefe von über 300 Metern. In einem letzten Versuch, das Boot zu retten, ließ Findeisen alle Tauchzellen anblasen, und das Boot schoß wie ein Pfeil aus der großen Tiefe an die Oberfläche. Als Findeisen das Turmluk öffnete, wurde er und sein Steuermannsmaat durch den großen Überdruck im Boot auf die Brücke geschleudert und erlitten beide schwere Kopfverletzungen. Nachdem der Leitende Ingenieur das Boot versenkt hatte, wurden alle 55 Deutschen von den beiden Korvetten gerettet.

Aus Clay Blair - Band 2 - Die Gejagten - S. 757, 758.


Quellen & Literatur


Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher bei Amazon oder ZVAB

Clay Blair: "Der U-Boot-Krieg - Die Gejagten 1942 - 1945" - Heyne Verlag - 1999 - S. 757, 758.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag - 1996 - S. 64.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag - 1997 - S. 149, 211.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag - 2008 - S. 308.

Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 130, 269.

Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 850 - U 1100" - Eigenverlag - S. 45 - 46.

Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 108.



Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com

U 876
   U 878