U 858
Kriegsmarine Unterseeboot U 858
| Typ: | IX C/40 |
| Bauauftrag: | 05.06.1941 |
| Bauwerft: | Deschimag AG Weser Bremen |
| Serie: | U 853 - U 858 |
| Baunummer: | 1064 |
| Kiellegung: | 11.12.1942 |
| Stapellauf: | 17.06.1943 |
| Indienststellung: | 30.09.1943 |
| Kommandant: | Thilo Bode |
| Feldpostnummer: | M - 52 646 |
Kommandanten
| 30.09.1943 - 14.05.1945 | Kapitänleutnant Thilo Bode |
Flottillen
| 30.09.1943 - 30.04.1944 | 4. U-Flottille, Stettin (Ausbildungsboot) |
| 01.05.1944 - 30.09.1944 | 2. U-Flottille, Lorient (Frontboot) |
| 01.10.1944 - 08.05.1945 | 33. U-Flottille, Flensburg (Frontboot) |
Einsätze
1. Unternehmung
12.06.1944 - 14.06.1944: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Kristiansand
14.06.1944 - 27.09.1944: Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Farsund
27.09.1944 - 28.09.1944: Ausgelaufen von Farsund - Eingelaufen in Farsund
29.09.1944 - 29.09.1944: Ausgelaufen von Farsund - Eingelaufen in Kristiansand
30.09.1944 - 01.10.1944: Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Larvik
02.10.1944 - 04.10.1944: Ausgelaufen von Larvik - Eingelaufen in Flensburg
Am 12.06.1944 lief U 858 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Thilo Bode von Kiel zu seiner 1. Unternehmung aus. Nach dem Marsch über die Ostsee, sowie Ergänzungen in Kristiansand operierte das Boot, als Wetterboot im Nordatlantik und im Nordmeer. Der Rückmarsch führte U 858 über Farsund (Geleitwechsel), Kristiansand (warten auf Geleit) und Larvik (Treff für Gemeinschaftsmarsch mit U 190, U 530 und U 516) nach Flensburg. Nach 115 Tagen und zurückgelegten 3.071,5 sm über und 3.736,6 sm unter Wasser, lief U 858 am 04.10.1944 in Flensburg ein. Nach dieser Fahrt erfolgte, vom 24.10.1944 - 00.02.1945, der Einbau einer sogenannten Schnelltauchback vom Typ A um die Tauchzeit zu verkürzen. U 858 konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.
Original Kriegstagebuch U 858 - 1. Unternehmung
Verlegungsfahrt
02.03.1945 - 06.03.1945: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Korsør
07.03.1945 - 09.03.1945: Ausgelaufen von Korsør - Eingelaufen in Horten
Am 02.03.1945 lief U 858 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Thilo Bode von Kiel aus. Das Boot verlegte, (das Boot Ankerte bis 05.03.1945 in der Strander Bucht) über Korsør, nach Horten. Nach insgesamt 8 Tagen lief U 858 am 09.03.1945 in Horten ein.
2. Unternehmung
11.03.1945 - 12.03.1945: Ausgelaufen von Horten - Eingelaufen in Kristiansand
12.03.1945 - 14.05.1945: Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Lewes (USA)
Am 11.03.1945 lief U 858 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Thilo Bode von Horten zu seiner 2. Unternehmung aus. Nach Ergänzungen in Kristiansand, operierte das Boot im Nordatlantik, vor der Ostküste der USA und der Delaware-Mündung. Es gehörte zur U-Boot-Gruppe Seewolf. Nach 61 Tagen ergab sich U 858, am 10.05.1945, dem amerikanischen Zerstörer USS Pillsbury (DE-133) und lief anschließend in Lewes ein. U 858 konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.
Original Kriegstagebuch U 858 - 2. Unternehmung
Verbleib
| Datum: | 14.05.1945 |
| Letzter Kommandant: | Thilo Bode |
| Ort: | Lewes (USA) |
| Position: | 43° 05' Nord - 70° 46' West |
| Planquadrat: | BA 8985 |
| Verlust durch: | Kapitulation |
| Tote: | 0 |
| Überlebende: | - |
| Besatzung: | Besatzungsliste U 858 |
Verbleib im Detail
Am 10.05.1945 kapitulierte U 858, im Nordatlantik, vor dem amerikanischen Geleitzerstörer USS Pillsbury (DE-133) unter Lieutenant Commander George-Washington Cassleman und lief anschließend in Lewes (USA) ein. Das Boot wurde nach der Kapitulation, im August 1945, amerikanische Beute. Am 19.05.1945 zum Philadelphia Navy Yard verlegt. Am 05.06.1945 nach New London überführt. Dort erfolgte eine geringfügige Überholung. Anfang 1946 wurde das Boot für begrenzte Erprobungsfahrten eingesetzt. Am 21.11.1947 wurde U 858, im Nordatlantik 40 sm vor Kap Code, bei Torpedoversuchen durch die US-Navy vom Unterseeboot USS Sirago (SS-485) versenkt.
Quellen & Literatur
Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven
Literaturverweise: → Die genannten Bücher bei Amazon oder ZVAB
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag - 1996 - S. 31.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag - 1997 - S. 129, 211.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag - 2008 - S. 290, 292, 397.
Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 129.
Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 850 - U 1100" - Eigenverlag - S. 14 - 16.
Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 107.