U 997
Kriegsmarine Unterseeboot U 997
| Typ: | VII C/41 |
| Bauauftrag: | 14.10.1941 |
| Bauwerft: | Blohm & Voss Hamburg |
| Serie: | U 995 - U 1050 |
| Baunummer: | 196 |
| Kiellegung: | 07.12.1942 |
| Stapellauf: | 18.08.1943 |
| Indienststellung: | 23.09.1943 |
| Kommandant: | Hans Lehmann |
| Feldpostnummer: | M - 55 164 |
Kommandanten
| 23.09.1943 - 08.05.1945 | Oberleutnant zur See Hans Lehmann |
Flottillen
| 23.09.1943 - 30.04.1944 | 5. U-Flottille, Kiel (Ausbildungsboot) |
| 01.05.1944 - 31.05.1944 | 9. U-Flottille, Brest (Frontboot) |
| 01.06.1944 - 00.03.1945 | 13. U-Flottille, Drontheim (Frontboot) |
| 00.03.1945 - 08.05.1945 | 14. U-Flottille, Narvik (Frontboot) |
Einsätze
Verlegungsfahrt
25.04.1944 - 27.04.1944: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Kristiansand
28.04.1944 - 29.04.1944: Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Flekkefjord
29.04.1944 - 29.04.1944: Ausgelaufen von Flekkefjord - Eingelaufen in Egersund
Am 25.04.1944 lief U 997 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Hans Lehmann von Kiel aus. Das Boot verlegte, über Kristiansand (Brennstoff- und Proviantergänzung) und Flekkefjord (Geleitwechsel), nach Egersund. Nach insgesamt 5 Tagen lief U 997 am 29.04.1944 in Egersund ein. Dort wurde es Bereitschaftsboot der Gruppe Mitte.
Verlegungsfahrt
16.05.1944 - 16.05.1944: Ausgelaufen von Egersund - Eingelaufen in Bergen
Am 16.05.1944 lief U 997 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Hans Lehmann von Egersund aus. Das Boot verlegte nach Bergen. Dort wurde es für das Nordmeer ausgerüstet.
1. Unternehmung
18.05.1944 - 22.05.1944: Ausgelaufen von Bergen - Eingelaufen in die Bogenbucht
23.05.1944 - 22.06.1944: Ausgelaufen aus der Bogenbucht - Eingelaufen in Hammerfest
Am 18.05.1944 lief U 997 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Hans Lehmann von Bergen zu seiner 1. Unternehmung aus. Nach Ergänzungen in der Bogenbucht, operierte das Boot im Nordmeer, westlich der Bäreninsel und bei der Insel Jan Mayen. Es gehörte zur U-Boot-Gruppe Grimm. Nach 36 Tagen, lief U 997 am 22.06.1944 in Hammerfest ein. U 997 konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.
Original Kriegstagebuch U 997 - 1. Unternehmung
2. Unternehmung
18.07.1944 - 20.07.1944: Ausgelaufen von Hammerfest - Eingelaufen in Hammerfest
Am 18.07.1944 lief U 997 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Hans Lehmann von Hammerfest zu seiner 2. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordmeer. Nach 3 Tagen, lief U 997 am 20.07.1944 wieder in Hammerfest ein. U 997 konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.
Original Kriegstagebuch U 997 - 2. Unternehmung
3. Unternehmung
06.08.1944 - 02.09.1944: Ausgelaufen von Hammerfest - Eingelaufen in Harstad
02.09.1944 - 02.09.1944: Ausgelaufen von Harstad - Eingelaufen in Narvik
Am 06.08.1944 lief U 997 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Hans Lehmann von Hammerfest zu seiner 3. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordmeer östlich der Insel Jan Mayen. Es gehörte zur U-Boot-Gruppe Trutz. Der Rückmarsch führte über Harstad (Lotse an Bord) nach Narvik. Nach 28 Tagen und zurückgelegten zirka 2.500 sm über und zirka 180 sm unter Wasser, lief U 997 am 02.09.1944 in Narvik ein. U 997 konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.
Original Kriegstagebuch U 997 - 3. Unternehmung
4. Unternehmung
13.09.1944 - 13.09.1944: Ausgelaufen von Narvik - Eingelaufen in Tromsø
13.09.1944 - 14.09.1944: Ausgelaufen von Tromsø - Eingelaufen in Hammerfest
13.09.1944 - 01.10.1944: Ausgelaufen von Hammerfest - Eingelaufen in Harstad
02.10.1944 - 02.10.1944: Ausgelaufen von Harstad - Eingelaufen in die Bogenbucht
Am 13.09.1944 lief U 997 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Hans Lehmann von Narvik zu seiner 4. Unternehmung aus. Nach einem Zwischenstopp in Tromsø, sowie der Abgabe von 3 T-V-Torpedos an U 668 in Hammerfest, operierte das Boot im Nordmeer. Es gehörte zur U-Boot-Gruppe Grimm. Der Rückmarsch führte über Harstad (Kantine aufgenommen) in die Bogenbucht. Nach 20 Tagen und zurückgelegten zirka 1.800 sm über und zirka 300 sm unter Wasser, lief U 997 am 02.10.1944 in die Bogenbucht ein. U 997 konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.
Original Kriegstagebuch U 997 - 4. Unternehmung
Verlegungsfahrt
08.10.1944 - 08.10.1944: Ausgelaufen aus der Bogenbucht - Eingelaufen in Ramsund
08.10.1944 - 08.10.1944: Ausgelaufen von Ramsund - Eingelaufen in Lødingen
08.10.1944 - 09.10.1944: Ausgelaufen von Lødingen - Eingelaufen in Tromsø
09.10.1944 - 10.10.1944: Ausgelaufen von Tromsø - Eingelaufen in Hammerfest
Am 08.10.1944 lief U 997 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Hans Lehmann aus der Bogenbucht aus. Das Boot verlegte, über Ramsund (Torpedogerät umgetauscht), Lødingen (Lotse an Bord) und Tromsø (Lotse von Bord), nach Hammerfest. Nach insgesamt 3 Tagen lief U 997 am 10.10.1944 in Hammerfest ein. Dort lag das Boot in zwölfstündiger Bereitschaft.
5. Unternehmung
14.10.1944 - 23.10.1944: Ausgelaufen von Hammerfest - Eingelaufen in Hammerfest
24.10.1944 - 08.11.1944: Ausgelaufen von Hammerfest - Eingelaufen in Harstad
09.11.1944 - 09.11.1944: Ausgelaufen von Harstad - Eingelaufen in Lødingen
09.11.1944 - 09.11.1944: Ausgelaufen von Lødingen - Eingelaufen in Ramsund
09.11.1944 - 09.11.1944: Ausgelaufen von Ramsund - Eingelaufen in Narvik
Am 14.10.1944 lief U 997 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Hans Lehmann von Hammerfest zu seiner 5. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordmeer. Am 23.10.1944 wurde in Hammerfest Brennstoff ergänzt und die Unternehmung fortgesetzt. U 997 gehörte zu den U-Boot-Gruppen Regenschirm und Panther. Der Rückmarsch führte über Harstad (Lotse an Bord), Lødingen (Lotse von Bord) und Ramsund (Wendeschuß) nach Narvik. Nach 27 Tagen und zurückgelegten 3.735 sm über und 311 sm unter Wasser, lief U 997 am 09.11.1944 in Narvik ein. U 997 konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.
Original Kriegstagebuch U 997 - 5. Unternehmung
6. Unternehmung
21.11.1944 - 21.11.1944: Ausgelaufen von Narvik - Eingelaufen in Lødingen
21.11.1944 - 21.11.1944: Ausgelaufen von Lødingen - Eingelaufen in Harstad
21.11.1944 - 21.11.1944: Ausgelaufen von Harstad - Eingelaufen in Kilbotn
21.11.1944 - 23.12.1944: Ausgelaufen von Kilbotn - Eingelaufen in Harstad
25.12.1944 - 25.12.1944: Ausgelaufen von Harstad - Eingelaufen in Ramsund
26.12.1944 - 26.12.1944: Ausgelaufen von Ramsund - Eingelaufen in Narvik
Am 21.11.1944 lief U 997 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Hans Lehmann von Narvik zu seiner 6. Unternehmung aus. Nach der Aufnahme eines Lotsen in Lødingen, der Abgabe des Lotsen in Harstad, sowie einem Zwischenstopp in Kilbotn, operierte das Boot im Nordmeer und im Weißen Meer. Es gehörte zur U-Boot-Gruppe Stier. Auf dem Rückmarsch ging es über Harstad (Weihnachten verbracht) und Ramsund (Torpedoübernahme) nach Narvik. Nach 36 Tagen und zurückgelegten 3.735 sm über und 311 sm unter Wasser, lief U 997 am 26.12.1944 wieder in Narvik ein. U 997 konnte auf dieser Unternehmung 1 U-Jäger mit 105 ts versenken. → Erfolge U 997.
Original Kriegstagebuch U 997 - 6. Unternehmung
Verlegungsfahrt
27.12.1944 - 27.12.1944: Ausgelaufen von Narvik - Eingelaufen in Lødingen
27.12.1944 - 27.12.1944: Ausgelaufen von Lødingen - Eingelaufen in Bodø
28.12.1944 - 29.12.1944: Ausgelaufen von Bodø - Eingelaufen in Drontheim
Am 27.12.1944 lief U 997 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Hans Lehmann von Narvik aus. Das Boot verlegte, über Lødingen (Geleitaufnahme) und Bodø (Geleitwechsel), in die Werft nach Drontheim. Nach insgesamt 3 Tagen lief U 997 am 29.12.1944 in Drontheim ein. Dort erfolgte, vom 30.12.1944 - 21.02.1945, der Einbau einer Schnorchelanlage und eines Hohentwiel-Gerät in der Kriegsmarinewerft Drontheim. Anschließend erfolgte eine dreitägige Schnorchelausbildung.
7. Unternehmung
22.02.1945 - 25.02.1945: Ausgelaufen von Drontheim - Eingelaufen in Lødingen
26.02.1945 - 26.02.1945: Ausgelaufen von Lødingen - Eingelaufen in Kilbotn
07.03.1945 - 08.03.1945: Ausgelaufen von Kilbotn - Eingelaufen in Kilbotn
12.03.1945 - 23.03.1945: Ausgelaufen von Kilbotn - Eingelaufen in Kilbotn
23.03.1945 - 24.03.1945: Ausgelaufen von Kilbotn - Eingelaufen in Narvik
Am 22.02.1945 lief U 997 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Hans Lehmann von Drontheim zu seiner 7. Unternehmung aus. Nach einer Meldung in Lødingen, sowie der Anbringung von 4 Halterungen für Marder-Kleinst-U-Boote in Kilbotn, erfolgten Erprobungen mit den Marder, die abgebrochen wurden. Anschließend operierte das Boot im Nordmeer und an der Kola-Küste. Es gehörte zur U-Boot-Gruppe Hagen. 1 Mann wurde auf dieser Fahrt über Bord gespült und ertrank. Der Rückmarsch erfolgte über Kilbotn nach Narvik. Nach 15 Tagen, lief U 997 am 08.03.1945 in Narvik ein. U 997 konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.
Original Kriegstagebuch U 997 - 7. Unternehmung
8. Unternehmung
17.04.1945 - 19.04.1945: Ausgelaufen von Narvik - Eingelaufen in Harstad
20.04.1945 - 28.04.1945: Ausgelaufen von Harstad - Eingelaufen in Kilbotn
Am 17.04.1945 lief U 997 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Hans Lehmann von Narvik zu seiner 8. Unternehmung aus. Nach einem Zwischenstopp in Harstad, operierte das Boot im Nordmeer und vor der Kola-Küste. Nach 12 Tagen, lief U 997 am 28.04.1945 in Kilbotn ein. U 997 konnte auf dieser Unternehmung 1 Schiff mit 1.603 BRT versenken und 1 Schiff mit 4.287 BRT beschädigen. → Erfolge U 997.
Original Kriegstagebuch U 997 - 8. Unternehmung
Verlegungsfahrt
30.04.1945 - 01.05.1945: Ausgelaufen von Kilbotn - Eingelaufen in Narvik
Am 30.04.1945 lief U 997 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Hans Lehmann von Kilbotn aus. Das Boot verlegte nach Narvik. Nach insgesamt 2 Tagen lief U 997 am 01.05.1945 in Narvik ein. Am 12.05.1945 wurden auf Befehl der Alliierten, um Auseinandersetzungen mit der norwegischen Bevölkerung zu vermeiden, die in Narvik verbliebenen U-Boote und Schiffe in den Skjomenfjord verlegt.
Überführungsfahrt
16.05.1945 - 19.05.1945: Ausgelaufen aus dem Skjomenfjord - Eingelaufen in Loch Eriboll
20.05.1945 - 21.05.1945: Ausgelaufen von Loch Eriboll - Eingelaufen in Loch Alsh
21.05.1945 - 21.05.1945: Ausgelaufen von Loch Alsh - Eingelaufen in Lisahally
U 997 lief am 16.05.1945 aus dem Skjomenfjord aus. Das Boot überführte, über Loch Eriboll und Loch Alsh nach Lisahally. Am 21.05.1945 lief U 997 in Lisahally ein. Dort wurde das Boot den Briten übergeben und die Restbesatzung ging in Kriegsgefangenschaft.
Verlegungsfahrt / Operation Deadlight
22.06.1945 - 23.06.1945: Ausgelaufen von Lisahally - Eingelaufen in Loch Ryan
09.12.1945 - 11.12.1945: Ausgelaufen von Loch Ryan - Versenkt
U 997, lief am 22.06.1945 von Lisahally aus. Das Boot verlegte nach Loch Ryan. Am 11.12.1945 wurde U 997 bei der Operation Deadlight versenkt.
Verbleib
| Datum: | 11.12.1945 |
| Letzter Kommandant: | Hans Lehmann |
| Ort: | Nordatlantik |
| Position: | 55° 50' Nord - 10° 05' West |
| Planquadrat: | AM 5169 |
| Verlust durch: | Operation Deadlight |
| Tote: | 0 |
| Überlebende: | - |
| Besatzung: | Besatzungsliste U 997 |
Verbleib im Detail
Am 09.12.1945 wurde U 997, vom britischen Marineschlepper HMS Bustler (W.72), auf die Position der Operation Deadlight geschleppt und am 11.12.1945 um 12:15 Uhr im Nordatlantik nordwestlich von Irland durch mehrere De Havilland Mosquito der britischen RAF Squadron 248 durch Raketen versenkt.
Quellen & Literatur
Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven
Literaturverweise: → Die genannten Bücher bei Amazon oder ZVAB
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag - 1996 - S. 142.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag - 1997 - S. 128, 223.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag - 2008 - S. 346, 381.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag - 2008 - S. 313 -314.
Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 101.
Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 -1945 - KTB U 850 - U 1100" - Eigenverlag - S. 245 -255.
Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 140.