U 1006

Aus uboot Wiki
Version vom 7. Juni 2026, 13:14 Uhr von Wikiadmin (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: „{{Navi-U-Boot|U 1005|U 1007}} <div style="border: 1px solid #aaa; padding: 25px; background-color: #ffffff; box-shadow: 2px 2px 5px rgba(0,0,0,0.05); font-family: sans-serif;"> == Kriegsmarine Unterseeboot U 1006 == {| class="wikitable" style="width:100%; text-align:left; background-color:#ffffff;" |- | style="width:20%;" | Typ: | VII C/41 |- | Bauauftrag: | 14.10.1941 |- | Bauwerft: | Blohm & Voss Hamburg |- | Baunummer: | 206 |- |…“)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
U 1005
   U 1007

Kriegsmarine Unterseeboot U 1006

Typ: VII C/41
Bauauftrag: 14.10.1941
Bauwerft: Blohm & Voss Hamburg
Baunummer: 206
Serie: U 995 - U 1050
Kiellegung: 30.01.1943
Stapellauf: 17.11.1943
Indienststellung: 11.01.1944
Kommandant: Horst Voigt
Feldpostnummer: M - 54 173

Kommandanten

11.01.1944 - 16.10.1944 Oberleutnant zur See Horst Voigt

Flottillen

11.01.1944 - 31.08.1944 31. U-Flottille, Hamburg (Ausbildungsboot)
01.09.1944 - 16.10.1944 11. U-Flottille, Bergen (Frontboot)

Einsätze


Verlegungsfahrt

13.09.1944 - 15.09.1944: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Horten


Am 13.09.1944 lief U 1006 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Horst Voigt von Kiel aus. Das Boot verlegte nach Horten. Nach insgesamt 3 Tagen lief U 1006 am 15.09.1944 in Horten ein. Dort wurden Tauch- und Schnorchelübungen im Oslofjord durchgeführt.



Verlegungsfahrt

16.09.1944 - 17.09.1944: Ausgelaufen von Horten - Eingelaufen in Kristiansand

18.09.1944 - 19.09.1944: Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Flekkefjord


Am 16.09.1944 lief U 1006 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Horst Voigt von Horten aus. Das Boot verlegte, über Kristiansand (Ergänzungen), in den Flekkefjord. Nach insgesamt 4 Tagen lief U 1006 am 19.09.1944 in den Flekkefjord ein. Dort lag das Boot in fünfstündiger Bereitschaft.



Verlegungsfahrt

06.10.1944 - 06.10.1944: Ausgelaufen von Flekkefjord - Eingelaufen in Kristiansand

06.10.1944 - 07.10.1944: Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Stavanger

08.10.1944 - 08.10.1944: Ausgelaufen von Stavanger - Eingelaufen in Bergen


Am 06.10.1944 lief U 1006 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Horst Voigt aus Flekkefjord aus. Das Boot verlegte, über Kristiansand (Ergänzungen) und Stavanger (Geleitwechsel), nach Bergen. Nach insgesamt 3 Tagen lief U 1006 am 08.10.1944 in Bergen ein.



1. Unternehmung

09.10.1944 - 16.10.1944: Ausgelaufen von Bergen - Verlust des Bootes


Am 09.10.1944 lief U 1006 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Horst Voigt von Bergen zu seiner 1. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik und südwestlich der Färöer-Inseln. Schiffe konnten nicht versenkt oder beschädigen werden. Nach insgesamt 8 Tagen wurde U 1006, nach Beschädigungen durch kanadische Kriegsschiffe, selbst versenkt. U 1006 konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.

Original Kriegstagebuch U 1006 - 1. Unternehmung (B.d.U. op.)


Verbleib

Datum: 16.10.1944
Letzter Kommandant: Horst Voigt
Ort: Nordmeer
Position: 60° 59' Nord - 04° 49' West
Planquadrat: AE 9989
Verlust durch: Selbstversenkung
Tote: 6
Überlebende: 44
Besatzung: Besatzungsliste U 1006

Verbleib im Detail


Am 16.10.1944 wurde U 1006, im Nordmeer südwestlich der Färöer-Inseln, von den kanadischen Fregatten HMCS Annan (K.404) unter Lieutenant Commander Charles-Patrick Balfrex, HMCS Loch Achanalt (K.424) unter Lieutenant Richard-Wallace Hart und HMCS Outremont (K.322) unter Lieutenant Commander Francis-O'Brien Gerity entdeckt und mit Wasserbomben zum Auftauchen gezwungen, anschließend selbst versenkt.


Zitate aus der Literatur


Busch/Röll schreiben dazu:

Am 16.10.1944 im Nordmeer südwestlich der Färöer-Inseln von den kanadischen Fregatten der 6. Support Group, ANNAN, LOCH ACHANALT und OUTREMONT gestellt. Die ANNAN warf 28 Wasserbomben, die U 1006 durch Wassereinbruch im Bugraum zum Auftauchen zwangen. Danach war U 1006 tauchunklar, wurde aber in der Dunkelheit durch das Radar der LOCH ACHANALT geortet. Die ANNAN lief das U-Boot an, das einen akustischen T-5 Torpedo auf die Fregatte abschoß, der hinter dem Kriegsschiff explodierte. Im Schein der von ANNAN geschossenen Leuchtraketen wurde das U-Boot über Wasser entdeckt. U 1006 schoß mit seinen leichten Flakgeschützen zurück und verwundete acht Mann der Fregatte. Nach einem heftigen zwanzigminütigen Artilleriegefecht, befahl Voigt das Aussteigen der Besatzung und die Selbstversenkung des Bootes. Als das U-Boot sank, lief die ANNAN nochmals an und warf zwei Wasserbomben auf das bereits im Sinken befindliche U 1006. Die Überlebenden wurden von OUTREMONT gerettet.

Aus Busch/Röll - Die deutschen U-Bootverluste - S. 299.



Clay Blair schreibt dazu:

Das von dem 24jährigen Horst Voigt geführte VIIC/41-Boot U 1006 lief am 9. Oktober in Bergen aus. Sieben Tage später, am 16. Oktober, wurde es in der Nähe der Shetlandinseln von der kanadischen Support Group 6 (sechs Fregatten) entdeckt. Die Fregatte Annan belegte das Boot mit sechs Wasserbomben, die sehr nahe detonierten und es zum Auftauchen zwangen. Eine andere Fregatte, die Loch Achanalt, bekam das Boot auf den Radarschirm. Daraufhin schoß die Annan Leuchtgranaten, nahm U 1006 mit ihren Hauptgeschützen und kleineren Waffen unter Feuer und lief zum Rammen heran. Voigt schoß aus dem Hecktorpedorohr einen T-5 auf die Fregatte und erwiderte das Feuer mit seiner 2-cm-Flak. Der Torpedo verfehlte die Annan, und sie kam rasch näher, erzielte Treffer mit ihren 4-Zoll-Geschützen und warf weitere Wasserbomben, von denen eine auf dem Deck des U-Boots landete. Umzingelt von der Annan und den fünf anderen Fregatten, befahl Voigt, das Boot zu verlassen und zu versenken. Die Annan und die anderen Kriegsschiffe retteten 44 Mann der 52köpfigen Besatzung, auch den Kommandanten und zwei weitere Offiziere.

Aus Clay Blair - Band 2 - Die Gejagten - S. 737, 738.


Quellen & Literatur


Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher bei Amazon oder ZVAB

Clay Blair: "Der U-Boot-Krieg - Die Gejagten 1942 - 1945" - Heyne Verlag - 1999 - S. 737, 738.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag - 1996 - S. 248.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag - 1997 - S. 141, 223.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag - 2008 - S. 299.

Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 102, 266.

Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 850 - U 1100" - S. 276 - 277.

Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 140.



Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com

U 1005
   U 1007