U 1004
Kriegsmarine Unterseeboot U 1004
| Typ: | VII C/41 |
| Bauauftrag: | 14.10.1941 |
| Bauwerft: | Blohm & Voss Hamburg |
| Baunummer: | 204 |
| Serie: | U 995 - U 1050 |
| Kiellegung: | 15.01.1943 |
| Stapellauf: | 27.10.1943 |
| Indienststellung: | 16.12.1943 |
| Kommandant: | Hartmuth Schimmelpfennig |
| Feldpostnummer: | M - 34 668 |
Kommandanten
| 16.12.1943 - 00.01.1945 | Oberleutnant zur See Hartmuth Schimmelpfennig |
| 00.01.1945 - 08.05.1945 | Oberleutnant zur See Rudolf Hinz |
Flottillen
| 16.12.1943 - 31.07.1944 | 31. U-Flottille, Hamburg (Ausbildungsboot) |
| 01.08.1944 - 31.10.1944 | 7. U-Flottille, St. Nazaire (Frontboot) |
| 01.11.1944 - 08.05.1945 | 11. U-Flottille, Bergen (Frontboot) |
Einsätze
Verlegungsfahrt
22.08.1944 - 24.08.1944: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Horten
Am 22.08.1944 lief U 1004 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Hartmuth Schimmelpfennig von Kiel aus. Das Boot verlegte nach Horten. Nach insgesamt 3 Tagen lief U 1004 am 24.08.1944 in Horten ein. Dort führte es Tauch- und Schnorchelübungen im Oslofjord durch.
1. Unternehmung
26.08.1944 - 27.08.1944: Ausgelaufen von Horten - Eingelaufen in Kristiansand
29.08.1944 - 23.10.1944: Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Bergen
Am 26.08.1944 lief U 1004 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Hartmuth Schimmelpfennig von Horten zu seiner 1. Unternehmung aus. Nach Ergänzungen in Kristiansand, operierte das Boot im Nordatlantik, bei den Hebriden und im Nordkanal. Nach insgesamt 58 Tagen und zurückgelegten 160,5 sm über und 3.025 sm unter Wasser, lief U 1004 am 22.10.1944 in Bergen ein. U 1004 konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.
Original Kriegstagebuch U 1004 - 1. Unternehmung
Verlegungsfahrt
26.10.1944 - 27.10.1944: Ausgelaufen von Bergen - Eingelaufen in Stavanger
Am 26.10.1944 lief U 1004 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Hartmuth Schimmelpfennig von Bergen aus. Das Boot verlegte nach Stavanger. Nach insgesamt 2 Tagen lief U 1004 am 27.10.1944 in Stavanger ein.
Verlegungsfahrt
14.11.1944 - 16.11.1944: Ausgelaufen von Stavanger - Eingelaufen in Bergen
Am 14.11.1944 lief U 1004 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Hartmuth Schimmelpfennig von Stavanger aus. Das Boot verlegte, zusammen mit U 994, zurück nach Bergen. Nach insgesamt 3 Tagen lief U 1004 am 16.11.1944 in Bergen ein.
2. Unternehmung
02.01.1945 - 11.01.1945: Ausgelaufen von Bergen - Eingelaufen in Bergen
27.01.1945 - 20.03.1945: Ausgelaufen von Bergen - Eingelaufen in Bergen
Am 02.01.1945 lief U 1004 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Rudolf Hinz von Bergen zu seiner 2. Unternehmung aus. Nach Am 11.01.1945 lief das Boot, nach Schnorcheldefekt, wieder in Bergen ein. Nach der Reparatur und dem erneuten Auslaufen, operierte das U 1004 im Nordatlantik und dem Ärmelkanal. Nach insgesamt 78 Tagen lief U 1004 am 20.03.1945 wieder in Bergen ein. U 1004 konnte auf dieser Unternehmung 1 Schiff mit 1.313 BRT und 1 Korvette mit 980 ts versenken. → Erfolge U 1004.
Original Kriegstagebuch U 1004 - 2. Unternehmung
Überführungsfahrt
02.06.1945 - 04.06.1945: Ausgelaufen von Bergen - Eingelaufen in Scapa Flow
06.06.1945 - 08.06.1945: Ausgelaufen von Scapa Flow - Eingelaufen in Loch Ryan
U 1004 lief am 02.06.1945 von Bergen aus. Das Boot überführte über Scapa Flow, nach Loch Ryan. Am 08.06.1945 lief U 1004 in Loch Ryan ein. Dort wurde das Boot den Briten übergeben und die Restbesatzung ging in Kriegsgefangenschaft.
Operation Deadlight
29.11.1945 - 01.12.1945: Ausgelaufen von Loch Ryan - Versenkt
U 1004, lief am 29.11.1944 von Loch Ryan aus. Am 01.12.1945 wurde das Boot bei der Operation Deadlight versenkt.
Verbleib
| Datum: | 01.12.1945 |
| Letzter Kommandant: | Rudolf Hinz |
| Ort: | Nordatlantik |
| Position: | 56° 10' Nord - 10° 05' West |
| Planquadrat: | AM 5139 |
| Verlust durch: | Operation Deadlight |
| Tote: | 0 |
| Überlebende: | - |
| Besatzung: | Besatzungsliste U 1004 |
Verbleib im Detail
Am 29.11.1945 wurde U 1004, vom britischen Marineschlepper HMS Bustler (W.72), auf die Position der Operation Deadlight geschleppt und am 01.12.1945 um 09:00 Uhr im Nordatlantik nordwestlich von Irland durch Artilleriefeuer des britischen Zerstörers HMS Onslaught (G.04) unter Commander Reginald Trevor Paul und dem polnischen Zerstörer ORP Piorun (G.65) unter Lieutenant Commander Tadeusz Maracewicz versenkt.
Quellen & Literatur
Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven
Literaturverweise: → Die genannten Bücher bei Amazon oder ZVAB
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag - 1996 - S. 103, 208.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag - 1997 - S. 138, 223.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag - 2008 - S. 377.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag - 2008 - S. 315.
Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 102.
Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 850 - U 1100" - S. 271 - 273.
Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 140.